Dachfirst nicht mittig

  • Hallo Zusammen,


    ich war dieses Wochenende zum ersten Mal auf der Terrasse seitdem das Gerüst abgebaut ist. Der Schlüssel zur Tür war noch beim Fensterbauer.


    Dabei ist mir aufgefallen dass der Firstabschluss nicht mittig ist (und ein Dachstein kaputt).


    Bevor ich jetzt mal wieder in den Meckermodus verfalle wollte ich mal hören ob das wohl noch zu akzeptieren ist und nur mich als Symetriefetischist stört, oder ob das nicht passieren sollte.




    Das ist die andere Seite. Die ist mittiger, sieht aber auch komisch aus. Guckt da der Firststein zu sehr über den Endstein?




    Für den Fall dass das wichtig ist, eingedeckt ist mit Tegalit.


    Sonnige Grüße

    Isabell

  • Mal davon ab, dass sich das wegschaut, gäbe es unter technischen Bedingungen lediglich die geringere Überdeckung auf den Stein der Flächendeckung. Das wird in aller Regel nicht Kriegsentscheidend sein, was die Dichtigkeit betrifft. Da beim Tegalit ein entsprechendes Firstband zum Einsatz kommt, da durch die Form der Firststeine (die werden stumpf aneinander gestoßen) immer ein offener Stoß bleibt.


    Ich vermute die Ursache im handwerklichen Geschick (Auge) des Verlegers. Begonnen wurde wohl bei dem zweiten Foto und geendet bei dem ersten. Sitzt die Firstlatte nicht entsprechend gerade ist der Bezugspunkt zur Führung auch Schief. Einige cm Toleranz ergeben am Ende auf Hauslänge X ein gewisses Maß an Abweichungen. Deshalb sollte es eigentlich so sein, dass die Latte schön gerade angebaut wird - mittels Schnur z. B. - und man den Betrachtungsabstand mal auf übliche Kundensicht wechselt. Was einem selber schief vorkommt, behebt man lieber gleich. Macht nicht jeder und geht gerne im Zeitmangel unter.


    Was kann man da jetzt machen? Die letzten Steine lösen, vorne vermitteln und den "Knick" entsprechend kaschieren, bis er nicht mehr auffällt. Ist jetzt kein riesen Aufwand, da jeder Stein mittig eine Schraube bekommt, die einfach zu lösen ist. Dennoch wird wohl der DD auf die Fläche gehen müssen und da hab ich bei dem Tegalit so meine Bedenken. Der neigt gerne innerhalb der Wasserfalz zu brechen. Dann wird aus Kosmetik schnell ein größerer Aufriss. Auch wenn es doof aussieht, ich würde es vermutlich hinnehmen, als am Ende noch Ärger zu haben. Nach 1 Jahr schaust du da eh nicht mehr hoch. Ist generell immer so, das vieles bei Neubauten auffällt und am Ende völlig wertfrei wird, weil der Blick wegwandert. Was natürlich jetzt nicht heißen soll man könnte scheiße bauen ;)

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Danke für die Einschätzung 😊


    Ja, der Ziegel muss getauscht werden und natürlich werde ich es auch noch mal ansprechen, wenn es aber technisch keine Probleme macht und verschlimmbessern möglich wäre dann ist das schon mal gut zu wissen. Manchmal hab ich ja leider den Eindruck die wollen mich für dumm verkaufen.

  • Haben den Schaden am Ortstein die Gerüstbauer verursacht ?

    Ich persönlich würde das korrigieren , es gibt keine bessere Werbung als ein zufriedener Kunde der einen weiterempfielt , auch wenn es sich wegschaut und technisch unrelevant ist . Bei ungleichgeneigten Dachflächen wäre das dann was anders .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Moin,


    auf dem ersten Bild sieht man doch ganz gut, dass die linke letzte Reihe Betondachsteine deutlich weiter unter dem Firstpunkt endet als die rechte Seite, daher auch der nach links verschobene/fallende First. Ist die linke Seite länger oder kürzer als die rechte Seite ( von der Sparrenlänge )? Ändern kann man das, nur muß man dafür einen Teil der linken Seite wieder aufnehmen und die Lattung ändern. ( das funktioniert jedoch nur, wenn es das Lattmaß der Betondachsteine noch hergibt ) Warum es auf dem 2 Bild funktioniert hat, entzieht sich meiner Kenntnis ( Zollstock defekt/zu kurz ?:eek: ) Ich gehe mal von einem Satteldach aus, das auch für den Tegalit ausgelegt war?

  • kontrolliere am besten auch mal den Lattenabstand bzw. damit implizit die Überdeckung der Dachtseine.


    Bei mir hat der DD die Lattung für den Tegalit mit minimaler Überdeckung ausgeführt, was aber nur bei großen DN zulässig ist.

    Bei meinem 22° (bei die 25°?) braucht es aber mehr..


    Dann muss eh nochmal alles runter.



    Im Verband gedeckt? Wollte mein DD erst auch nicht machen, erst als ich darauf hingewiesen habe das bei dem Dachstein Pflicht..

  • Pflicht ist es nicht Dominik. Das koppelt sich an die DN ob Reihe oder Verband nötig wird. LAF richtet sich nach DN, Formziegel, Latte First.

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  • Haben den Schaden am Ortstein die Gerüstbauer verursacht ?

    Wäre möglich. Wie ich meine Bauleitung kenne, wissen die es auch nicht und haben weder nach Eindeckung noch nach Gerüstabbau einen Blick drauf geworfen. Die Diskussion wird also los gehen wenn ich es bemängele.


    Grundsätzlich sollten die beiden Dachseiten gleich sein, die auf dem Bild linke hat in der Mitte jedoch eine Flachdachgaube fürs Treppenhaus.


    Dachneigung ist 30 Grad, im LV finde ich zum Abstand der Lattung nichts.


    Ich guck gleich mal nach Fotos als ich damals auf dem Gerüst rum gekrabbelt bin ;-)



  • Pflicht ist es nicht Dominik. Das koppelt sich an die DN ob Reihe oder Verband nötig wird. LAF richtet sich nach DN, Formziegel, Latte First.

    der Hersteller gibt es so vor..! Dann ist es mMn Pflicht. Herstellerangaben zur Verarbeitung sind einzuhalten...


    Aber laut Bild eh Halbverband.

  • der Hersteller gibt es so vor..! Dann ist es mMn Pflicht.

    Die Hersteller schreiben auch regelmäßig andere RDN in Ihre Datenblätter als es die Fachregel vorsieht. Es gibt auch Hersteller die empfehlen Dächer unterhalb der Mindestdachneigung, wo generelles Ausführverbot besteht. Demzufolge hat das für mich nichts zu sagen. Das mag vielleicht eine Gewährleistungssache sein, hat aber nichts mit den a.R.d.T. zu tun. Hier muss man mehr differenzieren und klären was a.R.d.T ist. Im dem Fall würde es mich wundern, wenn die Verarbeitungsrichtlinien dies wären und die Fachregel nicht ;)

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  • Off-Topic:



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    unter uns: was wuisd klären, wenn besoffski und kannichnix einlatten?

    Bezog sich darauf, Ziegel/Steine mit tiefliegender Seitenfalz dürfte man nicht in Reihe verlegen. Darf man, wenn die Bedingungen passen ;)

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  • Kalle , die Herstellerangaben dürfen immer strenger sein, als die Anforderungen der a.R.d.T.. Und ja, wenn der Hersteller seine Gewährleistung an strengere Regeln knüpft, gelten zwischen Handwerker und Hersteller die strengeren Regeln. Wenn der Handwerker diese nicht einhält, steht der Handwerker im Gewährleistungsfall eben im Regen. Denn dann haftet er voll und kann den Hersteller nicht in in Regress nehmen.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Kommando zurück! Der Teil, dass ebene Dachsteine mit tiefliegender Seitenfalz in Reihe gedeckt werden können ist falsch von mir wiedergegeben. SirSydom Hast also doch recht ;) Ich aber auch :D Ich habe irrtümlich die Dachziegel "mit Kopffalz oder Kopfrippe und Fußrippe und Seitenfalz" im Gedächtnis gehabt. Die dürfen nämlich in Reihe gedeckt werden. Was dem Dachstein relativ ähnlich ist, nur eben in Ton-Material.

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