Obergeschoß Schilfdecke neu dämmen, Dampfsperre Ja/nein ? und Mischdämmung sinnvoll ?

  • Hallo


    Bei unserem Altbau Baujahr 1904, mit Innenausbau ca 1955, wollen wir die Dämmung (wenn man sie so nennen konnte), erneuern.

    Hier mal 2 Bilder vom Ist Zustand, welcher ein gewirr aus 2cm Styroporplatten, Dämmwolle (Material unbekannt) und Styrodur Platten ist.

    Die Decke selbst ist eine nur ca 1,5cm dünne verputze Schilfdecke, mehr nicht.



    Zum besseren Verständing mal das Ganze aus dem Zeichenprogramm:



    Geplant ist nun ursprünglich den 30cm Zwischenraum mit Steinwolle (Rollen) auszufüllen.

    Das für die gesetzlichen Vorgaben nur eine halb so dicke Dämmung nötig ist, ist mir bewusst, mir geht es einfach um diese unerträgliche Hitze im Sommer.

    Einblasung oder Schüttung kommt nicht in Frage da in einigen Jahren nochmal umgebaut werden soll und das lose Zeugs dann schwer zu handeln wäre.

    Ebenso sind wohl Platten auch nicht optimal (maximal in der 120mm schicht) da das Gebälk nicht wirklich maßgenau ist, die Balken und Hohlräume haben teilweise unterschiede bis 3cm.


    Im Netz liest man nun eine Menge über Dampfsperren, soweit ich das nun richtig raus gelesen habe, ist hier keine Dampfsperre nötig ?


    Da oben keine begehbarer Boden nötig ist (bis auf ein paar Bretter für den Schornsteinfeger) bin ich mir noch unsicher ob es ev. doch Sinn macht irgend ein Fließ als Staub/Schmutz Schutz darüber zu legen um eine Belastung der Fasern im restlichen Haus zu veringern ?


    Dann bin ich letztens auf diese neuen Jute-Dämmatten gestoßen Jute soll mit 3300 J/kgK mehr als die 3 fache Wärmekapazität haben als Glas/Steinwolle mit ca 1000 J/kgK .

    Dies soll laut den Aussagen der Firmen viel länger im Sommer kühl halten als Steinwolle.


    Die Ursprüngliche Idee um die Sommerhitze abzuhalten zuerst in 3 Schichten (80mm/120mm/100mm den Hohlraum aufzufüllen.

    Die jetzige Frage wäre, um die Kosten auch niedriger zu halten, ob es sinn macht die mittlere Ebene durch Jute-Dämmung zu ersetzen ?


    Was mich allerdings verwirrt ist das der ubakus U-Wert Rechner die Wärmekapaztitätswerte bei den Produkten als fast gleich angibt ?


    Die zu dämmende Geschoß Fläche beträgt ca 65m² , die Rückwand (~36m²) zum nicht ausgebauten Bereif wird dann natürlich im 1. Stock auch gleichermaßen gedämmt.


    mfg Kri

  • Wenn ich Deine Zeichnung richtig interpretiere, dann würde ich mal behaupten, dass eine Dampfsperre notwendig ist. Ideal wäre, wenn man diese raumseits (Wohnraum) anbringen könnte.


    Zum HItzeschutz, hier musst Du auf die Einheit achten, denn hoch wärmedämmende Materialien sind leicht (hoher Luftanteil), so dass sich der Materialunterscheid bei gleicher Wärmedämmung nicht so stark bemerkbar macht. Deine Dämmlage hat mit Steinwolle in WLG030 oder 035 etwa ein Gewicht von vielleicht 5-7kg/m², das sind etwa 1,4Wh/K. (Die genauen Zahlen müsste man jetzt nachschauen).


    Als nächstes würde man dann die Temperaturleitfähigkeit genauer unter die Lupe nehmen, und am Ende feststellen, dass die Auswirkung auf die Raumtemperatur doch nicht so gewaltig ist. Zum Vergleich, eine Gipskartonplatte mit 12,5mm bringt in etwa die doppelte Masse mit. (knapp 10kg/m²).


    Wenn Du nun bei einem dreilagigen Aufbau die mittlere Lage (warum ausgerechnet die mittlere Lage, und nicht die Lage raumseits?) durch Jute mit vergleichbarer Wärmedämmung ersetzen würdest, dann wird sich das in der Praxis kaum bemerkbar machen.


    Aus was bestehen eigentliche die Wände des Wohnraums?

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Danke für die Antworten :)


    Eine Dampfsperre im Innenraum wird sich wohl schwer realisieren lassen, das Haus wird auch bereits bewohnt.

    Die alternative Denkweise war daher garkeine Sperre, damit die Feuchtigkeit komplett durch kann, ist halt die Frage wie weit sich das auf die Dämmleistung auswirkt, Schimmelgefahr besteht dann zumindest hoffentlich keine mehr.


    Die Steinwolle hätte WLG035, die Jute Dämmung WLG038

    Das sich die anderen Werte beim U-Rechner nicht groß ändern habe ich eben auch schon festgestellt, die Hersteller werben halt stark mit der besseren Wärmespeicherkapazität gerade für den Sommer.


    Die Mittlere hat mehrere Gründe

    Zum einen habe ich die Jute bissher nur in Platten gefunden, die Decke selbst ist durch die Längs und Quersparren gut uneben, daher würde sich da wohl eine Dämmaterialroll zwecks Anpassung an die Unebenheiten besser machen ?

    Die Juteplatten lassen sich im Mittleren Teil einfacher verlegen da hier keine Sparren sind.

    Da Jute die Brandklasse B2 hat, wäre sie dann auch durch Steinwolle besser eingepackt und vor Feuer (was hoffentlich nie passiert) geschützt.


    Die Aussenwände sind 28cm Backstein, der Innenausbau 22cm dicker Zementstein.


    mfg Kri

  • Die alternative Denkweise war daher garkeine Sperre, damit die Feuchtigkeit komplett durch kann, ist halt die Frage wie weit sich das auf die Dämmleistung auswirkt, Schimmelgefahr besteht dann zumindest hoffentlich keine mehr.

    Doch. Da es hier nicht um die Dampfsperre geht, sondern die Luftdichtung. Du brauchst keine Schicht die die Wasserdampfwanderung begrenzt - das macht die Dampfsperre. Du brauchst eine Schicht, die Konvektion unterbindet. Das sind unkontrollierte Luftströmungen. Ganz einfach ausgedrückt: Warme Luft steigt auf, sucht sich eine Ritze, wandert dort durch und gelangt in kalte Temperaturbereiche. Dann kommt es zum Kondensat, dem Tauwasserausfall. Bedeutet die in der warmen Luft - in Form von Gasmolekülen - gebundene Wasser kann nicht weiter gehalten werden und es wechselt von gasförmig zu flüssig.


    Eine Dampfsperre hat die Aufgabe diese Gasmoleküle nur in begrenzter Anzahl durchzulassen. Wie ein Sieb kann man sich das vorstellen. Das ist nur dann entscheidend, wenn man mit sehr viel Feuchte zu tun hat (Feuchträume, Schwimmbad) oder wenn durch das Bauteil weitere Schichten kommen die dichter sind als die raumseitige. Denn nach außen nimmt die Temperatur im Bauteil ja immer mehr ab.


    Dein Problem mit dem sommerlichen Wärmeschutz wirst du nicht damit zu Leibe rücken können, irgendwie und undefinierte, ungeplanter Art Dämmung zu verbauen. Das wird nicht klappen. Wie ist denn der solare Eintrag im Sommer in die Gebäudehülle zu bewerten? Verschattet ihr? Oder lasst ihr eure Innenwände/Außenwände fleißig mit Energie aufladen, die sie dann in der Nacht an den Raum abgeben? Ein weiteres Problem wird sicherlich die fehlende Hinterlüftung der Eindeckung sein. Hier wird es regelmäßig, bei ungünstiger Dachausrichtung, zum Hitzestau kommen müssen. Dieses Problem lässt sich aber nicht einfach so lösen, denn man holt sich unweigerlich andere, vermutlich schlimmere Probleme in das Haus.


    Vermutlich möchtest du das nicht hören aber ich sehe keinen Weg, dein Vorhaben auch nur annähern in DIY erledigt zu wissen. Selbst mit einer entsprechenden Fachplanung wird das schon schwer genug. Dennoch würde ich dir dazu raten erst mal in weiche Faktoren - Papier - zu investieren. Bevor man sich bei der Ausführung überhastet und am Ende nichts gewonnen hat. Schlimmer noch, so in die Funktionsweise eingegriffen hat sich Jahre danach vor einem schönen Bauschaden verantworten zu müssen.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Aso, was ich noch vergessen habe: Die im Foto zu sehende Mineralwolle (weiß) nennt man umgangssprachlich "Engelshaar". Die mir vorliegenden Infos nach ist die potenziell Krebserregend. Der Ausbau als auch Umgang sollte nach TRGS 521 erfolgen und birgt durch die hohe Faserexposition beim Ausbau entsprechendes Risiko auch umliegende Wohnräume zu kontaminieren. Da es sich hier offenbar um ein geschlossenes Kaltdach handelt, ohne jegliche Zuluft von Frischluft dürfte das doch recht aufwändig werden.


    Auch wenn das jetzt obskur klingen mag, so lange es so wie jetzt eingebaut ist geht wenig bis keine Gefahr von aus. Man sollte sich also die Frage stellen ob der Verbleib am Ende nicht die bessere Lösung ist.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Wenn die Feuchtigkeit "durch" kann, dann ist Ärger vorprogrammiert, denn irgendwo trifft die feuchte Luft auf kältere Flächen, und dann führt das zu Kondensat, mit all seinen Folgen.


    Man könnte versuchen von oben eine Dampfsperre einzubringen, das wird aber nicht so einfach, und ob das wirklich zuverlässig funktioniert, da werden viele Details zu beachten sein.


    Tja, und Hitzeschutz erreicht man halt am besten über Abschirmung und möglichst viel Masse raumseits. Mit Dämmung zwischen den Balken kommt man da nicht weit, und bei Masse stellen sich schnell auch Fragen zur Statik.


    Als Notlösung könnte man über eine aktive Klimatisierung nachdenken. Diese würde in unseren Breitengraden ja sowieso nur an wenigen Tagen im Jahr benötigt. Dann noch die tieferen Nachttemperaturen zum Lüften heranziehen, und man wäre einen großen Schritt weiter. Evtl. Kann man auch den Spitzboden mit Außenluft etwas kühlen, aber das dürfte nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein.


    Sobald dann eine größere Dachsanierung ansteht, könnte man auch da ansetzen.


    Wenn man jetzt versucht über die Dämmung den Hitzeschutz zu verbessern, dann optimiert man im Nachkommabereich, aber vom großen Wurf ist man weiterhin meilenweit entfernt.


    Kurzum, ohne aktive Klimatisierung wird man nicht viel erreichen. Eine Dämmung mit 1kg/ m2 mehr oder weniger, wird nicht den erhofften Erfolg bringen.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Danke für die sehr ausführlichen Antworten, das ist schon viel mehr als ich mir aus bissherigen Recherchen im Netz erhofft hatte :)

    Und Nicht hören wollen gibts nicht, nur Tatsachen kann man in die Augen sehen, und wenns so ist ist es halt so ;)


    Unser Schornsteinfeger ist wohl auch Energieberater, wir werden ihn am Besten mal nächste Woche kontaktieren :)


    Die Idee mit der Verschattung ist auch super, das Problem hab ich letztes jahr nämlich schon im Schlafzimmer bemerkt, da der Raum sich bei Dämmerung stark erwärmt, die anderen Räume sind um die Uhrzeit vom Nachbarhaus verdeckt.


    Warum wir die Dämmung trotzdem ersetzen möchten ist vielleicht mit den Bildern verständlicher.

    Die Vorbesitzer haben da einfach übelst den Wildwuchs betrieben

    Am Besten mach ichs über die Farberklärung der Deckenverteilung




    Lila:

    Das ist die Decke über Schlaf und Wohnzimmer, hier ist die Dämmung so ausgeführt wie auf dem Dämmschichten Bild.

    Zwischen der Wolle und dem oberen Styropor sind über 10cm Luft, entweder ist die Wollle eingefallen, oder einfach nicht genug rein geschüttet worden.

    Die Seiten sind offen, hier kann fröhlich die Luft rein ziehen, das Styropor/Styrodur darüber hat also genau null Wirkung.

    Auch liegt das Styropor sehr lose und gestückelt auf der Decke, die kann man einfach so raus nehmen, mit teilweise 2cm Abstand zu den Seiten.

    Von da sind auch die Fotos "Styrodur" und "Dämmung".



    Grau:

    Der Bereich neben dem Lila ist die flache Dachschräge, hier liegen nur 3 stück 2cm Styroporplatten lose übereinander, also nur 6cm dämmung


    Grün:

    In diesem Bereich ist die Decke im Raum um 30cm höher, hier liegt auch nur oben das 8cm Styrodur, die 10cm differenz sind ev. dielen und Sparren im Hohlraum


    Hellroter bereich:

    Hier wirds richtig krass, es wurde die Dämmwolle nur lose ca 5cm dick aufgeschüttet, kein Schutz das war rum fliegt oder dergleichen !


    Gelb:

    Hier ist die Decke auch auf der Ebene der Grünen Decke, jedoch ist garkeine Dämmung vorhanden, man sieht 10cm sparren und Lehm.


    Die Dachschrägen die an das gelbe Anschließen habe ich nicht eingezeichnet, die Schrägen sind mit Zementstein gemauert, der Raum wird am wärmsten, ist aber nur der Gästeraum der am wenigsten bewohnt wird.



    Im Gesamtbild betrachtet sieht man also das eine Dickere dämmung nur über 2 Räumen vorhanden ist welche nicht mal ein Drittel der Fläche ausmacht, der Rest ist nen Witz.


    Das man aus einem über 100 Jahre alten Haus jetzt Verbesserungen nahe einem Modernen Haus nicht erreichen kann ist uns schon klar, das geht schon alleine wegen der Kälte und Wärmebrücken nicht, aber etwas Verbesserungspotential ist sicher noch.


    Die Sommerhitze hats hier letztes jahr mehrmals über mehrere Wochen gehabt, eine Aktive Klima möchte ich aber nicht verwenden.

    Im Winter kühlen die Räume verständlicherweise auch ziemlich schnell wieder aus, das kann ich mit Heizen kompensieren, aber das ist schließlich nicht das Ziel.


    Die Alternative wäre die Hütte natürlich komplett weg zu schieben und neu zu Bauen, aber der Lotto 6er lässt noch auf sich warten :D


    mfg Kri

  • Die Wärmedämmung ist schon sinnvoll, und auch wichtig, sie ist halt nur nicht die Lösung für einen deutlich besseren Hitzeschutz.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Ja das klingt logisch, also besser eine schwerere Schicht einbringen.


    Das Glas/Steinwolle Rollenmaterial ist ja wohl das leichteste mit nur ca 20kg/m³

    Normale Steinwolle als Platte hat wohl um die 30-40 kg/m³, genauso wie die Jute.

    Von Ro*** hab ich Steinwolle Platten gefunden mit immerhin schon 80 kg/m³

    Und Holzdämmplatten (100mm) mit 110kg/m³, also schon ein vielfaches schwerer.


    Zum Thema Dampfbremse sind wir auf die bescheuerte idee gekommen, warum nicht die Decken innen mit Latex-Farbe dick anzustreichen ? :D


    mfg Kri

  • ich find die massen an styropor bedenklich. vorallen in der konstellation.

    reis raus was geht und bau die dämmung neu auf. schau wie die schilfrohre befestigt sind und wie oft das trägermaterial vorhanden ist. ist die anzahl hoch und die decke sehr plan, wäre eine dampfbremse und neue lage GF einfacher.

    meine Meinung.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Zum Thema Dampfbremse sind wir auf die bescheuerte idee gekommen, warum nicht die Decken innen mit Latex-Farbe dick anzustreichen ? :D

    Das wird weder dauerhaft noch vollständig sein. Vergiss die Idee mal. Generell wird es fast unmöglich sein ohne die Wohnräume in Rohbauzustand zu versetzen eine definierte Luftdichtung herzustellen.


    Unser Schornsteinfeger ist wohl auch Energieberater, wir werden ihn am Besten mal nächste Woche kontaktieren :)

    Nimm es mir nicht übel und ich will die Energieberater nicht alle verunglimpfen aber was du brauchst ist etwas mehr als stumpfes Formularausfüllen. Eher brauchst du ein Planungsbüro das sich mit Bauphysik auseinander setzt. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, das ein Schornsteinfeger Kraft seiner Ausbildung in der Lage ist, dein Problem zu lösen.


    Die Alternative wäre die Hütte natürlich komplett weg zu schieben und neu zu Bauen, aber der Lotto 6er lässt noch auf sich warten :D

    Wie viel Dachfläche hast du denn?

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Der Schronsteinfeger ist jetzt mal der erste den wir anquatschen, je nachdem wie kompetent er rüber kommt sehen wir mal weiter


    Das gesammt Dach hat 250qm, die von der Decke umschlossene Fläche sind 120qm, durch die ausbauten sind einige teile auch nicht dämmbar ohne die hütte quasi in rohbau zu versetzten, und da wir drin wohnen ist das leider ausgeschlossen.

    Eine Dachsparrendämmung stell ich mir bei dem sehr flachen Seitendach etwas schwierig vor.


    Die zu dämmende bodenfläche sind 90qm


    Mfg Kri

  • Das gesammt Dach hat 250qm

    Gut, das wird schon einiges Kosten sollte man eine Dachsanierung erwägen.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Der Schornsteinfeger war schon vor ein paar Wochen da.


    Wir haben uns jetzt entschieden garkeine Dampfsperre einzubauen da zwischen drin auch die Zwischenwände durchbrechen.

    Ebenso kommt jetzt wohl nur 20cm Dämmung drauf, zu viel kann wiederrum zu stärkeren Wärmebrücken werden.


    Wir wissen das es nicht optimal ist ohne Dampfsperre und eine Decke ist schließlich kein Fliegengitter bei dem es zieht, es diffundiert durch.

    Lieber etwas Dämmleistung verlieren als im nachhinein einen Feuchtigkeits/Schimmel schaden erleiden, ist halt kein Neubau.


    mfg Kri

  • Wir haben uns jetzt entschieden garkeine Dampfsperre einzubauen ... Wir wissen das es nicht optimal ist ohne Dampfsperre ... es diffundiert durch.

    Lieber etwas Dämmleistung verlieren (verstehe ich nicht!) als im nachhinein einen Feuchtigkeits/Schimmel schaden erleiden, ...

    Ähem: Keine Dampfsperre = ganz erheblich erhöhtes Schimmelrisiko


    Mit der (Bau-) Physik, also den Naturgesetzen, gibt's keinen Diskussion- oder Verhandlungsspielraum. Aber vielleicht habe ich das Vorhaben auch falsch verstanden?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker ()

  • Im Prinzip gehts darum das es einen Dämmwert hat (muss nicht EnEV konfrom sein), und das die bestehnde , sehr alte, Bausubstanz nicht auf lange Sicht beschädigt wird.


    Der Innenausbau (~1955) wurde damals mit Porenbeton gemacht, die Mauern sind höher als die Decke, beim vordern Teil (~ 1904), ist sogar eine Mischung aus Fachwerk/Schutt und Lehmdecke.

    eine geschlossene Dampfsperre ist somit nicht möglich, wodurch die Decken / wände immer eine gewisse Feuchte bekommen, damit diese wieder abgegeben werden kann wird die Dampfsperre weg gelassen.


    So die Weisheit bis jetzt ^^"


    mfg Kri

  • Dann haben wohl alle inhaltlich nicht verstanden, wo rum es bei einer Luftdichtung - der häufig im Sprachgebrauch benutzten Dampfsperre - geht. Derzeit besteht die einzig im Vorhandensein der Innenverkleidung. Niemand wird wissen oder Abschätzen können wie sich die Dämmung auf das derzeit funktionierende System auswirkt. Auch wenn das eher gut gedacht als wirklich realitätsnah ist: Man hätte Dir die Idee ausreden sollen, sofern man keine definierte Güte der Maßnahme verlässlich versichern kann.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Ich glaube kaum das es jemand garantieren will das es so funktioniert wie es funktioniert.

    Ganz ehrlich ? bei dem was ich alleine die eineinhalb Jahre schon von "Pseudoprofis" erlebt habe, habe ich aktuell ein Problem damit irgend jemand wildfremden ohne Empfehlung ins Haus zu lassen der oben drein nicht geich 500 € die Stunde kostet.


    Da habe ich mehr Vertauen hier im Forum als bei solchen Typen, nur definitiv sagen kann könnt ihrs leider nicht da ihr zu weit weg seid :(


    Falls du jemand vertrauenswürdigen im Raum Mannheim/Speyer kennst gerne, ich komme leider nicht aus der Kante und kenne keine Vertrauenswürdigen Leute.

    Bevor ich ich mir aus nem Online Handwerker Plattformen jemand rein hole probier ichs lieber selbst bzw vertraue zumindest auf den Schornsteinfeger.


    mfg Kri

  • Ganz ehrlich ? bei dem was ich alleine die eineinhalb Jahre schon von "Pseudoprofis" erlebt habe, habe ich aktuell ein Problem damit irgend jemand wildfremden ohne Empfehlung ins Haus zu lassen der oben drein nicht geich 500 € die Stunde kostet.

    Du bist aber gerade im Begriff, genau das zu tun, was "Pseudo" befähigte auch getan hätten. "Mal schauen ob es gut geht oder nicht" Mal unabhängig davon ob man das jetzt selber machen will oder nicht, die Tatsache das man dafür jemand mit der Planung beauftragen kann, wird davon ja nicht negiert. Insofern ist das vorgehen nicht sonderlich Klug.


    Du hast doch zwei Optionen: Du machst es jetzt wie geplant, das Ergebnis ist unbekannt und die Rentabilität ebenso. Wer sagt dir schon ob der Invest sich am Ende auch lohnt? Oder aber du siehst zu einen Fachmann dafür zu finden, hier kann bestimmt Skeptiker sinnvolle Hilfe geben welche Berufsgruppe dafür in Frage käme.


    Klar, der will Geld haben - der haftet aber in der Regel auch für die getroffenen Aussagen/ Planung. Insofern sollte man sich fragen ob Geld in "weiche" Faktoren wie Papier nicht besser aufgehoben ist. Selbst wenn man zum Ergebnis kommt, dass die energetische Ertüchtigung nicht zu realisieren ist. Warum auch immer.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Der Schornsteinfeger war schon vor ein paar Wochen da.


    "Pseudoprofis"

    Warum fragst Du dann wieder einen solchen, den Schorni? Der mag was von Heizungen, Abgasleitungen und Kaminen verstehen, aber Dämmung und Bauphysik hat der irgendwelchen Abend- oder bestenfalls WE Fortbildungen gelernt.


    Es gibt auch Konzepte für solche über die Jahrzehnte verbastelte Häuser. Aber jetzt viel Geld rauswerfen mit mäßiger Wirkung und möglichem Schadenpotential - ist das die Alternative?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ganz einfach, weil die Person neutral an die Sache dran gehen will, und einem dann nicht eine Firma oder Handelsmarke andrehen will an der er dann noch verdient.

    Wo der sein Wissen über Dämmung und co her hat könnt ihr ja genauso wenig wissen, ich kennt ihn nicht, das sind ebenso pauschalaussagen :/


    Wie gesagt, wenn ich eine Vertrauensperson auf Empfehlung kennen würde, könnte sie sich das gerne nochmal angucken.


    mfg Kri

  • Neutral gehen ALLE Planer an die Sache dran!

    Und nein, ich kenne DEN Schorni nicht. Aber es wäre der Erste, der von Bauphysik mehr als die Grundbegriffe kennen würde.


    Aber wenn Du mit Deinem Haus Russisch Roulette spielen willst, bitte sehr.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • EIn Kaminkeher kann , wenn er interesse an der Materie hat, schon gutes Beitragen, dazu müsste er aber A Eingetragener Energieberater sein und B sehr penibel in seiner arbeit sein. Davon gibt es nur wenige.

    Und nein, ein Kaminkeher hat noch nicht mal Ahnung von Heizungen. Er hat nur Ahnung von Abgas- und Kaminanlagen

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Mein Chef ist Kaminkehrermeister und eingetragener Energieberater. ( Ich selbst bin Dipl- Ing Architektur ) Aufgrund meiner Fortbildungen habe ich etwas Einblick in die Innung: Es gibt tatsächlich welche, die sich sehr sehr intensiv mit der Materie beschäftigen, auch mal über den Tellerrand hinausschauen. Aber die sind sehr rar gesät. Frag ihn mal.


    Einige Energieberater sind auch eher einfach daran interessiert, eine Maßnahme zu verkaufen. Manche wissen nicht so genau, wo ihre Grenzen sind. Das musst Du rausfinden.


    Wir machen solche Maßnahmen ( Dachdämmung) beispielsweise so gut wie nie, da wir unsere Grenzen kennen. Oder in Rücksprache mit einem Bauphysiker o.ä.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • woran erkenne ich das jemand ein Bauphysiker ist. das höchste der Gefühle das ich hier übers Netz finde, sind Bausachverständige oder Gutachter .


    mfg Kri

  • Doch, es steht genau diese Bezeichnung oder in Deinem Fall besser wie bei Alfons Fischer "thermische Bauphysik" auf dem Türschild oder der Homepage - oft neben anderen Angaben.


    Überwiegend arbeiten in diesem Bereich Bauingenieure oder Architektinnen, selten auch Physikerinnen. Eine spezielle Zertifizierung / Prüfung gibt es für dieses Tätigkeitsfeld nicht. die Tätigkeitsbezeichnung ist insofern nicht geschützt.


    (zweiten Absatz ergänzt)

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

    2 Mal editiert, zuletzt von Skeptiker ()

  • woran erkenne ich


    es geht nicht (nur) um bauphysik (die feuchtetechnisch und baupraktisch unbrauchbarer "bauphysiker", die sich in echt mit ausschliesslich mit enev- und kfw-kram bespassen, helfen dir nicht) , sondern auch und intensiv um baukonstruktion.


    "fachleute", die bauzerstörungsvorschläge wie oben geschildert (keine dampf-/luftdichteebene, weil einbindung durchstossender wände zu kompliziert) präsentieren, kannst du vergessen. alle anderen künftigen hauruckvorschläge genauso.


    im idealfall findest du einen manager/problemerkenner/problemlöser (=architekt), der weiss, an welchen ecken handwerklich übliche methoden oder bewährte forschungslösungen funktionieren - und wo ein bauphysiker ein paar feuchtetechnische zahlendrehereien beistellen oder ein tragwerksplaner die filigrane axt rausholen muss.

  • im idealfall findest du einen manager/problemerkenner/problemlöser (=architekt), der weiss, an welchen ecken handwerklich übliche methoden oder bewährte forschungslösungen funktionieren - und wo ein bauphysiker ein paar feuchtetechnische zahlendrehereien beistellen oder ein tragwerksplaner die filigrane axt rausholen muss.

    Als Architekt hatte ich mich nicht getraut, das zu schreiben, weil es dann gleich wieder heißt wofür man denn bitte dabei einen Architekten benötigt. Danke!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Ich les da jetzt raus das es wohl generell nicht einfach ist eine passende/kompetente Person zu finden :D


    Freitag kommt jetzt ein Bauphysiker der den Job seit 16 Jahren macht, ich hoffe der hat nen Überblick ; )


    mfg Kri