Wie tief muss eine Dichtschlämme aufgebracht werden, ohne Keller?

  • Hallo zusammen,


    Ich möchte bei unserem Neubau die Dichtschlämme außen auftragen. Aktuell wurde ein schwarzer bitumenähnlicher Anstrich durch die Verpützer ausgeführt und das ganze anschließend mit einem Zementputz überputzt.


    Wir haben keinen Keller. der schwarze Anstrich und der Zementputz wurden über das Mauerwerk bis Sockeloberkante gestrichen. Die untere Grenze des Anstrichs / Putzes liegt circa Mitte Bodenplatte, vielleicht auch im unteren Drittel der Bodenplatte.


    Wie tief muss ich mit der Dichtschlämme denn ansetzen?

    Nach oben hin werde ich vermutlich den gesamten Sockel damit bearbeiten. Da wir unterschiedliche Geländehöhen haben und damit bin ich auf der sicheren Seite. Nur wie tief muss ich die Dichtschlämme nach unten hin anstreichen? Ungefähr so weit wie der schwarze Anstrich und der Zementputz? Oder muss ich noch tiefer? Die gesamte Bodenplatte damit streichen? Dann müsste ich diese ja noch freilegen ?! =o


    Sorry für diese Anfängerfrage.


    und Danke für die Hilfe

  • Geht´s um den Feuchteschutz für den aufgebrachten Zementputz?


    Worum genau ( Marke und Typ ) handelt es sich bei dem " schwarzer bitumenähnlicher Anstrich"? Ist das die Bauwerksabdichtung?


    Fotos?

  • Huhu,

    je genau geht um den Feuchteschutz für den Putz generell. Damit keine Feuchtigkeit von unten hoch zieht in den Putz (und ins Haus natürlich :P)


    Außen wird noch Aufgefüllt, ja. Schätze mal zwischen 15 und 30cm kommen da noch drauf bis GOK. Dann hat man noch ca. 30-40cm bis zur Oberkante Sockel. (je nachdem wo am Haus)


    Bei dem schwarzen Anstrich handelt es sich um die Bauwerksabdichtung.


    Habe mal drei Bilder angehangen. Einmal ohne, nur mit Fenstern und der Folie, dann mit dem Anstrich und ein relativ aktuelles. Die Garage liegt tiefer als das Haus. Daher auch unterschiedliche Geländehöhen ...

  • Klär doch erstmal mit deinem verputzer, was er dort für schwarze masse hingeschmiert hat und was das für einen beweggrund hat. Danke.


    OK, teilantwort hast du ja schon geschrieben....

    Aber...


    Wenn ich das richtig sehe, müsste die Grüne isolierung ja die Dämmung der Bodenplatte sein.

    Wie wurde die angebracht?

    Ich bin da nun kein Experte, aber es kann so eine Kapilarfuge zwischen Grüner Dämmung und Bodenplatte gibt, an der sich Feucht/Wasser nach oben bewegen. (Außer es wurde davor darunter abgedichtet...Nun die Frage der Fragen. Wie gehts dannach weiter? Ist die Bodenplatte Wasser und Dampfdicht!? Wurden die Ziegelreihen entsprechend mit Mittelchen/Spezialfolien unterlegt?

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Also unter der BP ist eine Folie um Feuchtigkeit abzuwehren und über der ersten Steinreihe noch so eine härtere Plastikfolie.

    Ich meine, die Dämmung der BP wurde damals mit so "Nägeln" mit der BP verbunden. Also in die Schaltung wurden die Dämmplatten inkl. Nagelbefestigungen gelegt und dann die BP reingegossen.

  • Wenn der " schwarze Anstrich " eine mit der Kelle in zwei Lagen aufgetragende KMB und diese über die grüne Perimeterdämmung hinweg nach unten bis mindestens 10 cm auf die umlaufenden Streifenfundamente geführt worden sein sollte, wäre es als Bauwerksabdichtung in Ordnung. Allerdings scheint der Unternehmer nach dem Bild 2 die Bauwerksabdichtung nicht hiterlaufsicher an die seitlichen Rahmen der Fenstertüranlagen angeschlossen zu haben. Anschluß-Soll = bis mindestens 15 cm über OK späteres Gelände an die seitlichen Rahmen.


    Ich verstehe dann allerdings nicht, warum und wie der Unternehmer die ( vielleicht vorhandene ) KMB mit Zementputz überputzt haben will ( Haftung des Putzes?? ).


    Garage benötigt ebenfalls vor Anbringung des Putzes eine Bauwerksabdichtung von der Stirnseite der dort ungedämmten Bodenplatte bis mindestens 15 cm über OK fertiges Gelände. Vorhanden? Auf den Bildern ist hierfür nichts zu entnehmen.


    Der Feuchteschutz für den Putz aus z.B. Dichtschlämme muß den Putz im Einwirkungsbereich von Feuchtigkeit umlaufend " einpacken ", also unten über die UK des Putzes hinweg bis auf die Bauwerksabdichtung auf dem Streifenfundament und oben bis 5 cm über OK fertiges Gelände geführt werden. Davor ist dann noch eine Schutzschicht gegen Beschädigung der Dichtschlämme, also eine Noppenbahn oder eine Bautenschutzmatte vor Verfüllung der Baugrube anzubringen.


    Dein vorrangiges Problem ist die Klärung der fachgerechten Ausführung der Bauwerksabdichtung und des Zementputzes.


    Zum besseren Verständnis solltest Du Dir die bebilderte " Richtlinie Fassadensockelputz/Außenanlage, 3. Auflage " über das Internet besorgen.