Korrosionsschaden am Kombispeicher

  • So - jetzt ist es passiert. Der seit ca. 4 1/2 Jahren eingebaute Kombispeicher ist durchgerostet.

    An der Schweißnaht der Trinkwasserblase läuft Wasser aus und das den Kalkspuren nach zu Urteilen wohl schon länger.

    Die Dämmung ist ziemlich nass und Wasser läuft unten heraus.


    Nun ist die Preisfrage: hat dieser Schaden etwas mit der bereits festgestellten Korrosion im Heizwasserkreislauf zu tun? Derzeit läuft u.a. dazu das Gerichtsverfahren (Restwerklohnklage des GÜ wegen Mängeleinbehalt). Wer hat auch schon so einen Schaden gehabt und was war die Ursache?


    Möglicherweise sind auch noch andere Stellen am Speicher undicht - das konnten wir aufgrund der engen Einbausituation nicht feststellen. Wir haben dem GÜ nun erst einmal eine Frist zur Mängelbeseitigung gesetzt. Sollte schlagartig mehr Wasser austreten, hätten wir allerdings ein Problem - der Technikraum ist in Holzständerbauweise errichtet.


       

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  • Dir bleibt auch nichts erspart.


    Mit "Schweißnaht an der Trinkwasserblase" ist die Ursache nicht festzustellen, da muss man schon genauer schauen, womit die Schweißnaht wo in Verbindung kommt. Hat sie an der Stelle überhaupt Kontakt mit dem Heizungswasser?

    Ich glaube Du hattest irgendwo auch mal geschrieben, welche Härte das Trinkwasser bei Euch hat. Das sollte man auch in Erwägung ziehen.


    Man muss also schrittweise mit der Ursachenforschung beginnen. Es wäre auch denkbar, dass einfach die Korrosionsbeständigkeit an dieser Stelle mangelhaft war, sprich das Trinkwasser die Naht so geschwächt hat, dass diese undicht wurde.

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  • Hallo Ralf - darf das denn sein, dass hartes Wasser zu so einem Schaden führt? Ich glaube wir haben so um die 16 dH.

    Jedenfalls ist bei Gericht schon beantragt, dass diesbezüglich Beweis erhoben wird. Sollte wirklich eine Mängelbeseitigung durch den GÜ erfolgen, so bleibt der Speicher auf jeden Fall da, damit ihn der gerichtlich bestellte SV untersuchen kann.

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  • Normalerweise muss ein Speicher das abkönnen. Der FIrma war das ja sicherlich bekannt, also hätte sie ein anderes Modell wählen müssen, falls dieser Speicher das nicht verkraftet. Ihr habt ja nicht einen bestimmten Speicher gekauft, sondern eine funktionierende Anlage.


    Der Grund warum ich die Wasserhärte in´s Spiel gebracht habe ist der, dass man in alle Richtungen suchen muss, um so einen Fehler zukünftig zu vermeiden. Sollte aus irgendwelchen Gründen der Speicher selbst ungeeignet sein, dann wäre ein einfacher Austausch nicht die Lösung des Problems, sondern in x Jahren wäre man wieder so weit wie heute.


    Ist die TW Blase emailliert?

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  • Der Firma sollte es bekannt gewesen sein. Aber die wussten ja auch nicht, was in der VDI 2035 steht...


    Ja - Trinkwasserblase ist emailliert. Speicher ist wohl eher ein billiges Modell. Trotzdem müssen wir die Nachbesserung erst einmal dulden, egal auf welche Art der GÜ diese erbringen wird. Ich glaube aber noch nicht daran, dass er die gesetzte Frist einhält. Dann können wir selbst entscheiden, wer welchen neuen Speicher einbaut. Die Anlage sollte ja bei der Gelegenheit auch am besten gleich gründlich gespült und mit dem richtigen Wasser wiederbefüllt werden.

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  • Dann wäre denkbar, dass die Emailleschicht an der Naht Fehler hatte. Das ist halt eine kritische Stelle.

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  • Rose24

    Du fragst, ob das Leck mit Deiner Korrosion im Heizungskreislauf zu tun haben könnte.

    Ohne dort nochmal alles nachzulesen, meine Frage: Hat sich der Druck im Heizsystem geändert? Ist er gesunken oder gar erhöht? Ansonsten sind das zwei verschiedene Baustellen.

    Mir ist auch nicht bekannt, dass bestimmte Speicher bei hartem Wasser schneller korrodieren. Wobei 16°dH noch mittelhart sind.

    Hat den der Speicher eine Opferanode und wurde diese bei der Wartung überprüft?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Nein nein nein, Heizungswasser hat keinen so hohen Härteanteil das es solche Kalkspuren geben würde.


    Wenn die Speicher-Schweißnaht defekt ist, dann ist es ein Herstellungsfehler zu 80% und zu 20% ein Betriebsfehler.

    Gibt es technische Daten zu dem Speichersystem? dazu gibt es max Druck und Max Temp. MAx Temp kann man anhand der Regulären EInstellung ablesen und den Druck max am SIcherheitsventil (mit blauer Kappe.) Dort steht auch drauf welche Druckstufe das SV hat und dabei öffnet.

    Sollte es zu Stark sein, kann der Schaden auf eine Überlastung des Speichers ausgelegt werden. Dann wärde der Installateur schuldig.

    Wenn der Speicher selbst nur als Ursache ausgemacht werden kann, dann ist zu prüfen wie der Hersteller Garantie vergibt.

    Ein Nachschweisen kommt nicht in frage!!!

    Und es ist zu klären inweiweit die Schutzanode intakt ist. (Magnesiumanode oder Elektronische COREX Anodensystem)

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Ohje, ich sehe eine Elektroheizsstab .. Sitzt der im Heizungswasser?

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  • Mangelbeseitigung wird wohl nur durch Speichertausch funktionieren ,

    das zuschweißen der Leckage wird nix bringen und auch nicht funktionieren .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Hallo zusammen und danke für euere Antworten.


    Also - dass man da nichts reparieren kann ist schonmal klar.

    Elektroheizstab sitzt zwar im Heizungswasser, wurde aber nur zum Trockenheizen des Estrichs gebraucht und war dann nie mehr in Betrieb.

    Anode ist eine Magnesiumanode, die aber ja viel länger halten müsste als 4 1/2 Jahre. Überprüft wurde die allerdings noch nie.

    Druck und Temperatur dürften kein Problem sein, Warmwasser max. bis 48 °C und Druck im grünen Bereich, eher darunter (2 bar). Also womöglich Materialfehler? Wobei wir nicht sicher sind, ob es nicht noch ein anderes Leck gibt, weil sich da oben hinten die Dämmmatte relativ trocken anfühlt, während sie vorne unten vollgesogen ist.


    Wir warten jetzt was passiert - ob nachgebessert wird oder nicht. Beweisantrag ans Gericht ist gestellt. Der SV soll kurzfristig den Speicher begutachten.

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  • Die Opferanode könnte wohl die Ursache sein.

    Habt Ihr die Wartungsrechnung noch vorliegen? Was steht da drauf?

    Besorgt Euch mal vom Hersteller die Wartungsanleitung.

    Die Öffnung des Speichers, Reinigung desselben und die Kontrolle bzw. Auswechselung der Anode ist bei allen emaillierten Speichern, die ich kenn Pflicht. Wann war denn die letzte Wartung?




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    M.G.Wetrow

  • Habe ich doch geschrieben - es gab bisher keine Wartung. Der Speicher ist 4 1/2 Jahre alt!


    Zum Druck: der ist insgesamt wohl gesunken (zur Zeit 1,5 bar), steigt aber komischerweise zwischendurch wieder an (auf 2 bar).

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  • Habe ich doch geschrieben - es gab bisher keine Wartung. Der Speicher ist 4 1/2 Jahre alt!

    Hast Du nicht geschrieben, dass es keine Wartung gab. Du schriebst nur, dass keine Anode untersucht wurde.

    Die ausstehende Wartung könnte Dir auf die Füße fallen, weil der Errichter behaupten kann, das die Korrosion bei rechtzeitigem Ersatz der Magnesiumanode nicht zum Ausfall geführt hätte.




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    M.G.Wetrow

  • O.k. - dachte das wird so verstanden.

    Die Ursache für den Schaden wird der gerichtlich bestellte SV ja dann feststellen. M.E. hätte der Errichter uns aber auch darauf hinweisen müssen, dass eine Wartung durchzuführen ist. Wir haben weder technische Unterlagen zu dem Speicher erhalten, noch wurden wir von irgend jemanden auf eine Wartungspflicht hingewiesen. Alle Heizungsbauer, die wir danach gefragt haben, haben gesagt, dass da nicht viel zu warten ist.


    Übrigens wurde bei einem der beiden Nachbarn, die mit uns gebaut haben, der Speicher schon vor einiger Zeit auf Garantie gewechselt. Der andere Nachbar hat auch Kalkausblühungen an der selben Stelle festgestellt, da läuft aber bisher kein Wasser aus. Beide anderen Nachbarn haben eine Enthärtungsanlage - wir nicht.


    Egal - im Vergleich zu allem anderen Ärger ist das noch eines der geringeren Probleme...

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  • Ich gehe auch stark von einem Herstellerfehler aus und sollte prinzipiell kein Problem sein, dass der Hersteller hier den Schaden übernimmt.


    Die durchzuführende Wartung fällt unter die Betreiberpflichten, wie auch bei Gesetzen hilft hier Unwissenheit nichts und man muss sich selbst Informieren.


    Die Hersteller schreiben meist spätestens alle zwei Jahre eine Inspektion u.a. der Opferanode vor. Anhand des Verschleißes hätte man die Ursache schon früher erkennen können und den Schaden verhindern/ eindämmen können.


    Rein rechtlich betrachtet wirst du durch die unterlassene Wartung deinen Anspruch auf Gewährleistung und Garantie verloren haben.

  • Das mag ja sein - nur ist der Fall bei uns komplexer. Wir haben die Heizung nicht abgenommen, es gibt keine Dokumentation über die Befüllung und wegen der festgestellten Korrosion im Heizwasserkreislauf sowieso schon lange keine Herstellergarantie mehr. Denn die Korrosion wurde ja schon nach knapp 1 1/2 Jahren festgestellt. Jetzt kommt halt das noch dazu - im laufenden Rechtsstreit. Und ob die Anode wirklich verbraucht ist, wird sich erst zeigen, wenn sie ausgebaut ist.

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  • Wenn die Anode noch weitestgehend intakt ist, dann ist eine fehlende Wartung bzw Kontrolle kein Thema.


    Wir hatten auch schon Pufferspeicher die im 9. Jahr auf Garantie getauscht wurden. (10 Jahre H-G) allerdings ohne Kostenübernahme des Austausches.

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  • Das ist richtig.

    Rose24 sollte bei der Fehlersuche mit der Kamera den Zustand sicherheitshalber dokumentieren.




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    M.G.Wetrow

  • So - heute Vormittag waren zwei Mann des Heizungsbauers da. Die Schweißnaht wurde abgeschliffen und eine Dichtmasse aufgebracht.

    Hat natürlich nichts geholfen - es rinnt bereits wieder.


    Ich habe übrigens mal am Speicher hinuntergetastet - die Kalkspur reicht ca. 1/2 Meter weit. Mindestens. Das tropft also schon länger und ist nur nicht aufgefallen, weil die Dämmung wie ein Schwamm saugt und ein Teil sicher verdunstet ist. Auch wird es am Anfang vermutlich weniger stark getropft haben.

    Es gibt an anderer Stelle auch schon Anzeichen für eine kommende Durchrostung - kleine Rostspuren und Blasen im Lack.


    Kamera-Dokumentation versteht sich von selbst.

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  • :pfusch:;(


    Der Betrieb darf sich jedenfalls nicht mehr als Fachbetrieb nennen....<x:rb:

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Das hat nichts mit Weiterbildung zu tun, sondern das war ein Versuch billig aus der Nummer rauszukommen. Das Ergebnis war vorhersehbar.

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  • - heute Vormittag waren zwei Mann des Heizungsbauers da. Die Schweißnaht wurde abgeschliffen und eine Dichtmasse aufgebracht.

    der eine war bestimmt fürs abschleifen zuständig , und der andere für das zuschmieren . ;(X/

    Da kann man nur mit dem Kopf schütteln .

    Ich hätte ja verstanden , wenn man sagt , wir schweißen oder löten das erstmal provisorisch zu ,damit der Wasserschaden nicht noch größer wird und wechseln nächste Woche den Speicher ,

    aber das geht nur wenn das Wasser raus ist , und wenn man es auch kann.

    das Ergebnis ist sicherlich dann auch nicht sehr dauerhaft .

    Ich hab das mal bei nem Heizkessel gemacht , das macht kein Spaß , und hat auch nicht beim 1. Versuch geklappt , wir haben dann das durchgerostete Stück raugetrennt und ein neues eingeschweißt . was man nicht alles für gute Freunde so macht ,.

    eine Neuanschaffung war leider aktuell nicht drinn .


    Das mit der Herstellergarantie für Rose 24 wird sich jetzt wohl durch diese Aktion erledigt haben , sofern noch eine bestanden hätte .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein