ORCA Projektstruktur anlegen

  • Für ein bereits in der LP3 laufendes mittelgroßes Projekt soll die Kostenschätzung aus einer Tabellenkalkulation in ein AVA-Programm, hier ORCA-AVA, übernommen werden. Danach soll in ORCA zur Kostenschätzung vertieft und in Kürze auch schon ausgeschrieben und fortan darin abgerechnet werden. Bei der Strukturierung des Projekts hakelt es momentan kräftig. Mehrere lange Nachfragen beim ORCA-Helpdesk brachten bisher nur minimalen Fortschritt. :nono:


    Gibt es hier Kollegen oder Kolleginnen, die ORCA selbst für KoBe oder KoSchä einsetzen und dazu ein paar Tipps geben können? Hat jemand einen Tipp auf ein ORCA-Forum oder eine andere Stelle, wo es Austauschmöglichkeiten zur Projektstrukturierung gibt oder geben könnte?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich hatte auch nur mal mit California zu tun, ist aber schon eine Weile her... Sorry.


    Gibt es keine Tutorials auf YT?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Gibt es keine Tutorials auf YT?

    Wir benötigen keine Anleitung zur Benutzung des Programms, denn wir sind in kontinuierlicher Betreuung des (bezahlten) Supports. Es geht darum, bei erstmaliger Anlage eines etwas spezielleren Projekts sinnvolle Bezüge für die Kostenschätzung herzustellen. Das geben die div. Anleitung so nicht her. Es hat nur Sinn, sich mit Anwendern der aktuellen Version zur Projektstruktur auszutauschen, weil zu den Vor- und Nachteilen der möglichen Strukturen der Support sich im Detail auch nicht genug in der praktischen Anwendung von Architekten auskennt. Die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzergruppen differieren anscheinend ganz erheblich. Unsere einen Nachbarn, die Landschaftsplaner (BUGA 2019) machen ihre Kostenschätzung deutlich anders als der kleine TGA-Planer und die anderen benachbarten Architekten und wiederum wir ... und das, obwohl wir alle nach DIN 276 gliedern.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Lieber ORCA Anwender,


    in meiner Funktion als Mitglied des ORCA Support-Teams möchte ich Ihnen gerne weiterhelfen:

    Ihre Kostenschätzung aus der Tabellenkalkulation können Sie mit ORCA AVA im Programmteil „Kostenschätzung/-berechnung“ nach DIN 276 erfassen. Dort können Sie jeder Kostengruppe Werte zuweisen (Prozentual und/oder Pauschal). Den Detaillierungsgrad bestimmen Sie hier selbst. Oft kann es einfacher sein, wenn Sie mit Basiswerten arbeiten. Die Ausgabe der Kostenschätzung (z.B. 200, 300, 400 …) erfolgt über die Seitenansicht. Gerne unterstützen wir Sie bei diesem Vorgang.


    Für die Kostenberechnung empfehlen wir Ihnen je nach Strategie die Tabelle ,Elemente und Räume‘ oder ‚Gewerkeschätzung‘ zu verwenden.

    Im Bereich ‚Elemente und Räume‘ haben Sie die Möglichkeit die DIN 276 abzubilden, selbstdefinierte Strukturen (Gewerkeunabhängig) zu erstellen und ebenfalls Leistungspositionen zu hinterlegen. Für Spezialprojekte oder Sonderfälle ist diese Tabelle ideal, da Sie so gemischte Strukturen zu einer Kostenermittlung vereinen können. Mit der Funktion ‚Export/Auto-LV‘ erstellen Sie eine gewerkeorientierte Struktur auf Knopfdruck und verwenden somit die Positionen für Ihre Leistungsverzeichnisse weiter. Die Ausgabe der Kostenberechnung bis Ebene 2 (z.B. 310, 320, 330, 440 …) erfolgt wieder über die Seitenansicht.


    TIPPS:

    - In unserem ORCA-Beispielprojekt sind die gängigsten Projektstrukturen (DIN 276, Leistungsbereiche, Kostenträger, Bauabschnitte, AKVS 2014, Orte / Räume) GAEB-konform hinterlegt. Von der Kostenschätzung, über die LVs und Angebote bis zur Kostenfeststellung wurden hier alle Projektphasen abgebildet.

    - Laden Sie unser Whitepaper ‚Kostenplanung nach DIN 276‘ für einen schnellen Einstieg.


    ORCA-HELPDESK:

    - Kostenschätzung/-berechnung mit Kostengliederungen: ORCA Helpdesk - ORCA AVA - Kostenschätzung/-berechnung mit Kostengliederungen

    - Elemente und Räume: ORCA Helpdesk - ORCA AVA - Elemente und Räume

    - Auto-LV: ORCA Helpdesk - ORCA AVA - Auto-LV


    Wir würden gerne mehr über Ihr aktuelles Bauprojekt erfahren. Unsere ORCA-Experten können Sie bei Ihren Anforderungen unterstützen. Senden Sie uns eine E-Mail an: support@orca-software.com oder rufen Sie uns unter der Telefonnummer +49 (0)8035/ 96370 an. Wir rufen Sie auch gerne zurück.


    SCREENSHOT:

     



  • Danke für die Hinweise, Tobias ! Bereits kurz nach meiner Frage hier rief ein freundlicher Kollege von Dir auf ein Ticket zurück und in einem längeren Gespräch erst mit mir, dann mit meinem Mitarbeiter gab er den entscheidenden Hinweis, die von uns gewünschte Gliederung unter "Elemente und Räume" anzulegen. Dabei gab es erst noch einige Hakeleien, die wir jetzt aber in den Griff bekommen haben. Nach Jahrzehnten Kostenschätzung / - Berechnung in selbstgestrickten Tabellenkalkulation dauert es einfach etwas, sich an die Logik eines fest strukturierten Programms anzupassen.


    Auch die Teilnahme am Workshop Kostenmanagement in Berlin in der vergangenen Woche brachte einige zusätzliche Erkenntnisse, wenn auch nicht soviel, wie erhofft. Aber das steht in meinem Bewertungsblatt.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Du hast bis vor kurzem noch kein AVA Programm verwendet?

    Doch, ich habe bis vor rund einem Jahr mit einer uralten Version eines anderen Programms gearbeitet, das mir nach einem Blick auf die letztjährige ORCA-Version bei den Nachbarn nicht mehr so ganz zeitgemäß erschien. Dann habe ich probeweise mit einer ORCA-Test-Lizenz ausgeschrieben und vergeben und mir darauf eine Lizenz gekauft und seither munter weiter damit ausgeschrieben und das testweise inzwischen auch mal nach StLB. Alles schick soweit, ganz wie erwartet, kannte ich ja auch vorher.


    Vorvertragliche, vertragliche Kostenschätzung und Kostenberechnung habe ich persönlich seit dem Berufseinstieg und jetzt auch schon länger meine Mitarbeiter immer mit einer Tabellenkalkulation erstellt. Abgerechnet wurde bisher auch immer mit Tabellenkalkulation.


    Ich bin es schon länger leid, mich immer wieder durch die dabei ständig auftauchenden altbekannten Tabellenkalkulationsprobleme zu kämpfen. Deshalb soll das Kostenmanagement jetzt nur noch in der Datenbank eines Programms gemacht werden - durchgängig. Das erste größere Projekt, für das sich das voraussichtlich auch lohnt, läuft zwar schon etwas, ist aber erst bei der Kostenberechnung angekommen. Also ist es jetzt höchste Zeit, zu wechseln. Gesagt, angefangen und festgestellt, dass es nicht ganz so banal ist, ein Projekt mit mehreren Kostenträgern so einzurichten, dass sowohl die Gliederung nach DIN 276 wie auch die Gewerkezuordnungen und einige andere Spezialitäten dieses Projekts sauber abgebildet werden.


    Ein anderes Problem bestand darin, die Kostenentwicklung in der Gliederung der DIN 276 und unter Veränderungen der Kostenträger über knapp zwei Jahre und mehrere Umplanungen hinweg so zu dokumentieren, dass diese auch weiterhin nachvollziehbar bleibt, die Automatismen des Programms nicht aushebelt und die kleinen Einschränkungen gekonnt umspielt werden.


    Ungefähr 5 lange Telefonate mit dem Support, viele geduldige kurze Antworten der Nachbarn und eine Workshop-Teilnahme zum Kostenmanagement in ORCA später ist es nun ganz einfach und klar, aber zwischendurch waren wir mehrfach der Verzweiflung nahe.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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