Empfehlung Smart Meter bei Neubau?

  • Da das Thema hier noch nicht besprochen wurde, meine Frage ob ihr beim Neubau gleich Smart Meter einbauen lassen würdet oder noch klassische Zähler. Pflicht besteht wohl jetzt erst bei einem Verbrauch über 10.000 kWh, ab 2020 dann schon ab 6000 kWh. Diese könnten wir erreichen und ich frage mich was dann 2020 passieren würde wenn ich mich jetzt noch für klassische Zähler entscheide. Werde ich dann tatsächlich aufgefordert die alten Zähler durch Smart Meter zu ersetzten und wird man das auch konsequent durchsetzten?


    Bock habe ich nicht auf die Dinger, kann aber auch nicht einschätzen was im Moment sinnvoll ist. Wenn ich jetzt einen "normalen" Zählerschrank kaufen würde, dann aber 2020 die alten Zähler durch Smart Meter ersetzten müsste dann bräuchte ich Adapter oder gar einen neuen Zählerschrank?


    Haben Smart Meter für die Stromkunden auch irgendwelchen echten Nutzen oder entstehen einfach nur zusätzliche Kosten?


    Tja, was würdet ihr machen, klassischen Zählerschrank und abwarten oder gleich mit eHz / Smart Meter Platz? Wenn es so oder so unumgänglich ist dann könnte ich auch gleich einen Schrank mit eHz kaufen.


    Viele Grüße

  • Schuldenuhr

    Hat den Titel des Themas von „Empfehlung Smart Meter bei Neubau“ zu „Empfehlung Smart Meter bei Neubau?“ geändert.
  • dann bräuchte ich Adapter oder gar einen neuen Zählerschrank?

    DU brauchst gar nichts, das ist Sache des VNB.


    Wenn der VNB morgen vor der Tür steht, und sagt, dass er jetzt einen smart meter einbaut, dann kannst Du Dich dagegen auch nicht wehren. Nachdem die Kosten an den Endkunden weitergereicht werden dürfen, darfst Du Dich nur auf höhere Grundgebühren einstellen.


    Mein VNB hat mir vor ein paar Wochen ein Briefchen geschickt, dass er den Zähler austauscht (Jahresverbrauch dort ca. 2.500kWh). Hier im Haus (Jahresverbrauch 3.600kWh) habe ich noch nichts gehört, und im Betrieb auch noch nicht.


    Nach welchem System der VNB die Zähler ersetzt ist für mich nicht klar.


    Bei einem Neubau muss der Zählerschrank m.W. sowieso smart metereing tauglich sein, dazu müsste ich jetzt aber nachlesen.

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  • Dein Zaehlerschrank muss der VDE-AR-N 4101:2015-09 und der TAB/TAR deines VNB (siehe jeweilige Zählerplatzliste) entsprechen.

    Welcher Zähler zum Einsatz kommt, liegt beim VNB. Dein Elektriker gibt bei der Anmeldung Netzanschluss die benötigten Werte zu Leistung, Absicherung, Ausführung Zähler/Messung an.

  • In meinem Netzanschlussvertrag steht bei Mess-/Steuer-Einrichtung nur "DS", vermute Drehstromzähler? In der TAB finde ich keine Hinweise auf Smart Meter, eHz und so weiter. Die VDE-AR-N 4101:2015-09 lässt, wenn ich das richtig verstanden habe, beide Varianten zu also eHz oder klassische Zähler mit 3-Punkt-Befestigung.


    Ich gehe davon aus, dass ich jetzt noch einen klassischen Zählerschrank benutzen dürfte aber die Frage war ja ob das überhaupt noch sinnvoll ist? Oder sollte man gleich einen eHz Zählerschrank nehmen? Vielleicht sogar gleich als sogenannte Technikzentrale also mit Kommunikationsfeld?


    Auch in Hinblick auf Wärmepumpe, Photovoltaik, ggf. E-Auto usw.

  • Dein Eli weiß, welcher Zählerschrank vom VNB gefordert wird. Und den baut er ein. Fertich.

    Dann bekomme ich einen Zählerschrank mit klassischem Zähler mit 3-Punkt-Befestigung genauer gesagt mit:

    1 x Zählerfeld für Haushaltsrom + 1 x Zählerfeld für Mehrtarifzähler der WP + 1 x TSG-Feld für RSE der WP + 1 x Verteilerfeld


    Meine Frage geht eher in die Richtung ob das so sinnvoll ist oder ob es nur das ist was der Eli lieber einbaut und gerade noch so den Anforderungen genügt. Wisst ihr was ich meine? Ich habe keine Lust in 5 oder 10 Jahren da alles grundlegend umbauen zu lassen nur weil ich heute "alten Kram" verbaut habe.


  • Wenn der VNB einen Zählereinbauplatz mit 3-Punkt-Befestigung will, dann ist es völlig egal, ob DU das für veraltet hältst und lieber was anderes möchtest. Der kommt dann nämlich mit seinem Zähler, merkt dass er nicht passt und zieht wieder ab.

    Und wenn der VNB dann eines Tages doch einen eHz installieren will, dann bringt er die Adapterplatte halt gleich mit. Du kannst wirklich aus allem ein Problem machen.

  • In meinem Netzanschlussvertrag steht bei Mess-/Steuer-Einrichtung nur "DS", vermute Drehstromzähler?

    Ja. Üblicherweise (Aussetzbetrieb) bis 63A.

    Die VDE-AR-N 4101:2015-09 lässt, wenn ich das richtig verstanden habe, beide Varianten zu also eHz oder klassische Zähler mit 3-Punkt-Befestigung.

    Ja. Auf einem 3 Punkt Feld kann man entsprechende eHZ-Adapter montieren.

    Vielleicht sogar gleich als sogenannte Technikzentrale also mit Kommunikationsfeld?

    Du kannst den Zaehlerschrank ein Feld breiter wählen und dir einen Ausbausatz für ein Kommunikationsfeld da rein bauen. Oder einen bauformgleichen Schrank als Multimediaverteiler neben den Zaehlerschrank setzen. Oder, oder, oder,...

    Auch in Hinblick auf Wärmepumpe, Photovoltaik, ggf. E-Auto usw.

    Wenn es soweit ist, wirst du sicher hier mit deinen Fragen zu Zähl-/Messvarianten, Dauerstromanwendung, BKZ, Absicherung und dergleichen aufschlagen.

    Das diese Anwendungen zu den dann geltenden Bedingungen auszufuehren sind, muss man nicht extra erwähnen.

  • Wenn der VNB einen Zählereinbauplatz mit 3-Punkt-Befestigung will, dann ist es völlig egal, ob DU das für veraltet hältst und lieber was anderes möchtest. Der kommt dann nämlich mit seinem Zähler, merkt dass er nicht passt und zieht wieder ab.

    Ich brauche (nach Rolloutplan unseres VNB) ab 2020 doch sowieso eHz und da ist es doch legitim wenn ich als Laie euch Experten frage ob es dann nicht gleich Sinn macht einen eHz Zählerschrank zu kaufen (Adapter hin oder her). Es hätte doch sein können, dass die eHz Zählerschränke auch insgesamt anders aufgebaut sind und den Anforderungen der nächsten Jahre besser gerecht werden als Zählerschränke für 3-Punkt-Befestigung. Wenn man sich all diese Information erst anlesen muss dann braucht man vermutlich kein Forum mehr.


    Und so blöd einfach einen eHz Zählerschrank zu kaufen obwohl im Netzanschlussvertrag DS steht bin ich nun auch nicht. Hätte diese Diskussion ergeben, dass es durchaus sinnvoll ist gleich mit einem eHz Zählerschrank zu starten dann hätte ich dies natürlich zuvor beim VNB angefragt und mir schriftlich bestätigen lassen. Kann mir auch nicht vorstellen, dass der VNB dem abgeneigt wäre, zumindest propagiert unser VNB die Teile bereits seit längerem.


    Für mich liest sich die Diskussion so, dass ein klassischer Zählerschrank mit Plätzen für 3-Punkt-Befestigung die richtige Wahl ist.


    Du kannst den Zaehlerschrank ein Feld breiter wählen und dir einen Ausbausatz für ein Kommunikationsfeld da rein bauen. Oder einen bauformgleichen Schrank als Multimediaverteiler neben den Zaehlerschrank setzen. Oder, oder, oder,...

    ... oder ein 10 oder 19 Zoll Wandschrank kaufen... meinem Elektriker ist das völlig egal. Ich als Laie wüsste schon was mir am besten gefallen würde aber nicht ob das auch am sinnvollsten ist. Da ist es immer gut wenn man Leute mir Erfahrung befragen kann, z.B. in Foren und dergleichen. Rein optisch sähe es schon gut aus wenn das bisschen Netzwerktechnik die ich habe (12 Ports) auf ein Multimediafeld im Zählerschrank oder einen separaten bauformgleicher Schrank neben dem Zählerschrank käme.


    Diese sind dann zwar relativ hoch (z.B. 110 cm) aber nicht sonderlich tief. Ein 10" oder 19" Wandgehäuse bietet da mehr Platz, fügt sich aber optisch nicht so gut ein (sicher kein all zu wichtiges Argument) wie ein bauformgleicher Schrank neben dem Zählerschrank.



    Wenn es soweit ist, wirst du sicher hier mit deinen Fragen zu Zähl-/Messvarianten, Dauerstromanwendung, BKZ, Absicherung und dergleichen aufschlagen.

    Mein Ansinnen ist so viel wie möglich vor dem Einbau zu klären und nicht danach. Das hat bisher auch gut geklappt, bin da nicht unzufrieden.

  • Und so blöd einfach einen eHz Zählerschrank zu kaufen obwohl im Netzanschlussvertrag DS steht bin ich nun auch nicht.


    DS steht fuer Drehstromzaehler, Aussetzbetrieb bis 63A. Ob das nun ein alter Ferrariszaehler oder ein elektronischer Zaehler (eHZ) ist, kann man daraus nicht schlussfolgern. Die Zaehlerschraenke sind uebrigens gleich fuer eHZ oder DPB, lediglich das Innenausbausystem unterscheidet sich. Und das kann man nachtraeglich tauschen, sofern der Hersteller die Serie noch im Programm hat.