aufgefrorene Stufenfliesen im Außenbereich

  • Wir haben unsere Aussenstiegen vor einigen Jahren sanieren lassen. Dabei wurde die Auftrittshöhe + Tiefe um ca 2-4 cm auf die bestehenden Betonstufen erweitert. Nach 1,5 Jahren mußten der Fliesenleger nochmals kommen da sich die Fließen lösten. (Grund - wir hatten damals zu spät, es war September" angefangen)

    Jetzt nach der Sanierung 2 Jahre später sind die Fliesen wieder aufgefroren und alles wackelt und löst sich.

    Meine Frage; wie können die Stufen dauerhaft saniert werden damit die Fliesen künftig auch wirklich halten. Ebenfalls wollen wir die Auftrittstiefe wieder verlängern lassen.

    Ich hoffe Ihr könnt uns weiter helfen was nun die richtigen Schritte und Materialien sind.

    Ich habe auch noch ein Paar Fotos hochgeladen um eine bessere Vorstellung zu bekommen. expertenforum-bau.de/index.php?attachment/5944/expertenforum-bau.de/index.php?attachment/5945/expertenforum-bau.de/index.php?attachment/5946/expertenforum-bau.de/index.php?attachment/5947/

  • Ich hoffe Ihr könnt uns weiter helfen was nun die richtigen Schritte und Materialien sind.

    fliesen sind in apulien im aussenbereich durchaus das richtige material . bei uns nicht wirklich .


    wobei die angabe nicht BRD jetzt nicht wirklich weiter hilft .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • ConnyM Magst Du, deine Bilder bitte noch mal Anhängen? Deine Grafiken scheinen ohne Inhalt zu sein.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • ich würde für stell/legestufen aus quarzit favorisieren .


    oder unter ganz bestimmten umständen (etwas widerwillig ) geeignete stufenfliesen in verbindung mit einem fliesenleger , der das kann . denn der , der das bei euch gemacht hat konnte es wahrscheinlich nicht .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Jetzt nach der Sanierung 2 Jahre später sind die Fliesen wieder aufgefroren und alles wackelt und löst sich.

    Meine Frage; wie können die Stufen dauerhaft saniert werden damit die Fliesen künftig auch wirklich halten.

    Ist denn die Ursache für das "Auffrieren" des Treppenbelages schon geklärt?


    - Gab es denn ein Gefälle auf dem Belag, um das Wasser von der Fläche abzuführen?

    - Gab es eine Abdichtung unter dem Mörtel, damit eindringende Feuchtigkeit nicht in die Tragkonstruktion gelangt ?

    - Wurde eine Drainage , z.B. eine Einkornmörtel-Schicht eingebaut?

    - Gibt es ein Gefälle auf der Abdichtungsebene ?


    -Merkblatt "Treppen aus keramischen Fliesen und Naturwerkstein im Außenbereich" beachtet ?


    Eine wirksame Maßnahme zum Schutz von empfindlichen Außentreppen ist eine Überdachung.


    Frostempfindliche Außentreppen können z.B. unter Zuhilfenahme von temperaturgesteuerten Heizmatten (unter dem Belag) frostfrei / trocken gehalten werden. Erstens: Schnee gründlich abfegen, Restwasser über die Beheizung wegtrocknen, nach dem Abtrocknen kann die Heizung ausgestellt werden.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • ConnyM , dann trage bitte in Deinem Profil "Österreich" als Deinen Bau- oder Wohnort ein! Danke!


    Zur eigentlichen Frage: Bewitterte Fliesen (also im Außenbereich verlegte) sind ein sehr sensibles Bauteil. Es gilt für deren dauerhafte Haltbarkeit eine ganze Menge Punkte zu beachten. Es gibt auch einige speziell dafür erfundene Bauteile. Vorsichtigere Naturen lassen aber lieber die Finger davon.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Man müsste mal Bilder sehen, auf denen zu erkennen ist, wo denn der Abriss erfolgt iost und wie der Unterbau aussieht.

    It doesn´t make sence to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • Sorry die Bilder haben gefehlt.

    Wir haben jetzt festgestellt, dass es weder bei der Unterkonstruktion noch bei der Abdichtungsebene ein Gefälle vorhanden ist.

    Ob es eine Abdichtung unter dem Mörtel hab kann ich leider nicht beantworten. Jedoch wenn wir auf der Rohstufe sind kann man eine Schicht ganz leicht abziehen. Ist wie ein leicht ledriges Material.

    Wir haben jetzt auch mit einem Fachbetrieb gesprochen, die gemeint haben, sie würden Löcher in die Betonstufe machen damit das Wasser das durchdringt ablaufen kann.

  • Bitte trage das Bundesland bzw. ""Österreich in Dein Profil ein!


    Die Ursache des Schadens ist deutlich zu erkennen: Es wurde nicht nach dem "Buttering-Floating-Verfahren" verlegt und kam in der Folge zu Hohllagen. Das eindringenden Wasser konnte dann gefrieren und seine Sprengwirkung entfalten. Der "Fachbetrieb" scheint das nicht erkannt zu haben. Es droht der nächste :pfusch:! Die Abziehbare Schicht könnte vielleicht eine hier ungeeignete Verbundabdichtung sein.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Vorscht Laienmeinung: Könnte es sein, dass auf dem Beton teilweise noch irgendeine Beschichtung drauf war, die mit abblättert?


    Insbesondere die letzten 3 Bilder sehen für mich danach aus.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Und es fehlt die Drainage Schicht. Eindringendes Wasser (Kein Mangel!!!) kann nicht abalufen und muss zur Frostsprengung führen. So haben unsere Vorväter ganze Steinbrüche betrieben. Im Herbst Löcher in den Fels, Wasser rein und den Winnter sein Werk tun lassen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Bild 1, 2 und 6

    (185831, 185852, 190740)

    Der Fliesenkleber scheint batzenförmig aufgetragen zu sein, aber ohne Lücken zur Stufenvorderkante. Sieht man deutlich im letzten Bild. Vielleicht hätte es geholfen, wenn der Fliesenkleber streifenförmig, rechtwinklig zur Stufenvorderkante eingebaut wäre. Dann könnte eindringendes Wasser - Gefälle vorausgesetzt - ablaufen.


    Bild 3 und 4

    (185945, 185956)

    Auf den Fliesen gibt es Rillen parallel zur Stufenvorderkante. In diesen Rillen bleibt das Wasser hängen und läuft nicht in Richtung Stufenvorderkante. In den Rillen wird es zielgerichtet zu den Fugen laufen. Ungünstig.
    Besser wäre eine Rutschhemmung, die es dem Wasser ermöglicht - Gefälle vorausgesetzt - in Richtung Stufenvorderkante abzulaufen.


    Bild 1

    (185831)

    Die Stufenfliesen haben kaum oder nur minimalen Überstand über den Setzstufen. Abstropendes Wasser tropft nicht oder nur schlecht ab, sondern läuft wahrscheinlich an den Setzstufen nach unten, sofern es nicht schon einen Weg findet (durch Wind begünstigt), unter die Stufen-Fliesen zu laufen.


    Alle Bilder

    Die möglicherweise noch vorhandene Altbeschichtung auf dem Beton wurde ja schon genannt. Im vierten und im letzten Bild, sieht es dem Foto nach so aus, als sei die Betonoberfläche aufgrund verminderter Haftzugfestigkeit ungeeignet als Untergrund für einen Belagsaufbau. Hier muss die Oberfläche vorbereitet und gereinigt werden um anschließend eine Haftbrücke und einen Mörtel aufzubauen, als Grundlage für den Belag und für die Ausbildung eines Gefälles. Das Vorbereiten und Reinigen der Betonoberfläche sollte nach den Regeln für die Betoninstandsetzung erfolgen, damit es beim nächsten Mal etwas länger hält. Drahtbürste und Bartwisch sind dann definitiv zu wenig.


    Wurde die Treppe in der Vergangenheit mit Auftaumitteln bestreut ? Möglicherweise befinden sich Reste davon noch im Beton, die bei Gelegenheit im Oberflächennahen Bereich auskristallisieren und zu oberflächlichen Ablösungen beitragen.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Über einen ähnlichen Fall habe ich den vom BGH im Januar 2018 entschiedenen Prozeß geführt. Das Urteil des BGH wurde hier im Forum bereits mehrfach besprochen.


    Im Zuge des Rechtsstreits mußte ich mich ausgiebig mit der bautechnischen Fragestellung befassen, wie eine Außentreppenanlage mit Belägen dauerhaft gebrauchstauglich erstellt werden kann. Mein Fazit:


    Es bedarf


    - eines ausreichendes Gefälles auf den Betonstufen und dem Belag,

    - einer Aufkantung an den Treppenrändern, damit Sickerwasser nicht seitlich an den Treppenwangen herausläuft,

    - einer Abdichtung auf den im Gefälle liegenden Setz-und Trittstufen der Betonkonstruktion,

    - einer wasserführenden Schicht unterhalb des Belags, weil die Mörtelfugen nicht wasserdicht sind und das Niederschlagswasser, das unter den Belag gelangt, schadensfrei aus dem Treppenaufbau herausgeführt werden muß. Am sichersten geschieht dies nach meiner Ansicht durch Treppendrainmatten, z.B. von Gutjahr.


    Der Gerichtssachverständige hatte es ebenso gesehen.


    Hier - ohne Werbung betreiben zu wollen - eine Videoanleitung, wie man es ausführen kann:



  • Puh, das erklärt wieso es so teuer ist Fliesen im Aussenbereich zu verlegen...

    holger , ich habe gerade diese elendskeramikterrassenplatten in der mache .

    so richtig , wie es vom hersteller/lieferanten vorgeschrieben ist . (man will ja keine läuse im pelz) bei den kosten und dem zu treibenden aufwand wird einem schwindlig .

    für das geld bekomme ich eine natursteinterrasse aus gesägtem-kalibrierten naturstein doppelt so gross hin und bei spaltrauhem zeug dürfte der faktor bei 2,5 bis drei sein .


    das fliesen im aussenbereich in spanien und süditalien der hit sind , sind wir uns alle einig .

    bei uns sollte man es lieber lassen .....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Also unsere Nachbarn haben ihre Terrasse mit Feinsteinzeug jetzt schon in paar Jahre. Scheint zu funktionieren. Das einzige, was mich jetzt gestört hätte, ist der Anschluss ans Haus/ die Terrassentüre ohne Abstand.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!