Was mag mich die arbeit eines Architekten kosten?

  • ICh muss mal nachhaken was denn So eine Leistung eines Architekten kosten darf.


    Grund:

    Ich hab heute eine Rechnung gesehen, die ich nicht nachvollziehen kann.

    Bezogen auf ein EFH von der Stange eines Fertighaushersteller (Holzstäderbau) WF120m² zzgl Keller.


    -Planungsgespräch mit Besichtigugn des Baugrundstückes

    -Erstellung des Bauantrages in 8-facher Ausfertigung. jedoch ohne Vermessungsleistung und Lageplan

    -Erstellung eines einfachen Entwässerungsgesuchs mit Grundriss und Schnitt, jedoch ohne Berechnungen oder fachingeneurmäßger Ausarbeitung.

    -Falls gewünscht oder erforderlich, eine Überarbeitung mit Änderungen (bei weiteren Planänderungen erlauben wir uns, unsere zusätzlichen Zeitafuwand mit den unten genannten Stundensätzen......)

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • da dieser modus operandi den hier schreibenden architekten unbekannt ist, schreibt keiner ;)

    ob dieser modus operandi etwas mit den mehrheitlichen hoai-leistungen zu tun hat, brauch´ma bei quasi serieller planung/fertigung auch nicht überlegen, haftungsrisiken (zu hoch/tief geplant/gebaut, grenzabstände oder brandschutz nicht eingehalten, garagenzufahrt zu steil, keine integrationsleistung) gibts ja vermeintlich nicht (...) - daher wird sich das "honorar" als bruchteil des hoai-satzes für lph3+4 darstellen.

  • ICh muss mal nachhaken was denn So eine Leistung eines Architekten kosten darf.

    Die Honorierung der Leistungen von Architekten hat nach der HOAI zu erfolgen. Dies funktioniert aber sinnvoll nur bei weitgehender Beauftragung der dort in Anlage 10 genannten Grundleistungen zumindest einer Leistungsphase.


    Die von Dir aufgelisteten Leistungen stellen so kleine Bruchstücke einzelner Leistungsphasen dar, dass auch eine Honorarermittlung nach Teilleistungstabellen wie dieser nicht mehr sinnvoll ist. Dann bleibt nur noch die Abrechnung im Stundensatz. Die Liste führt typische von Architekten zu erbringenden (Grund-) Leistungen auf, die nach bisherigem Wissensstand deshalb naheliegenderweise im Stundensatz abgerechnet werden könnten.


    (Die nach Einschätzung der AK Berlin auskömmlichen Stundensätze (o. Mwst.!) finden sich in diesem Flyer. Die dort genanten Zahlen decken sich grundsätzlich mit betriebswirtschaftlichen Auswertungen kleinerer und mittlerer Architekturbüros. Der Flyer ist inzwischen schon 8 Jahre alt und damit ist schon allein aufgrund der Inflation eine Steigerung von seither mind rd. 10 Prozent der Stundensätze anzunehmen. Das entspricht dann Stundensätzen um rd. 100 € zzgl. Mwst., also ca. 120 € brutto. Stundensätze deutlich unter 100 € brutto sind günstig, bei solchen unter 50 € brutto hat die bearbeitende Person vermutlich nicht mal den gesetzlichen Mindestlohn erhalten.)

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • -Planungsgespräch mit Besichtigugn des Baugrundstückes

    Das sollte wohl das Mindeste sein.....


    -Erstellung des Bauantrages in 8-facher Ausfertigung. jedoch ohne Vermessungsleistung und Lageplan


    8-fach? Masse statt Klasse? Vermessungsleistung macht der Vermesser, sofern notwenidig. in BY üblicherweise nicht von Nöten (beim Bauantrag) in z.B. B-W schon.


    -Erstellung eines einfachen Entwässerungsgesuchs mit Grundriss und Schnitt, jedoch ohne Berechnungen oder fachingeneurmäßger Ausarbeitung.


    meines wissen keine Architektenleistung, wenngleich diese häufig mit erbracht wird.


    -Falls gewünscht oder erforderlich, eine Überarbeitung mit Änderungen (bei weiteren Planänderungen erlauben wir uns, unsere zusätzlichen Zeitafuwand mit den unten genannten Stundensätzen......)


    Also: fertiger Grundriss/ Entwurf/ 08/15-Standard-Haus. Soll geändert werden, kostet es extra. Warum nicht?


    Frage: wie hoch war denn die Rechnung??????


    Klnigt für mich nach LP 1 (Grundstück "besichtigen"...Nivellement wäre schön gewesen) und LP 4 (Bauantrag) unter Auslassung von LP 2 + 3.

  • Beitrag von GESBB ()

    Dieser Beitrag wurde von Kalle aus folgendem Grund gelöscht: Ich hatte Dich vorgewarnt! ().
  • Naja, die Abwassergeschichte wird bei den 08/15 Häuslebauern/Anbietern mitgemacht, weil das eh keine große Geschichte ist und man spart sich einen zusätzlichen Beteiligten in der Planung. Mit den üblichen Rohrquerschnitten kann man große Mietshäuser entwässern, da kann man sich die Berechnung sparen. Ist alles keine Raketentechnik und habe ich auch schon zur genüge gemacht.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Also ich weiss, was Bauantrag und Bauvoranfrage MICH gekostet haben... Alleridings gings da ja um ne Garage und Gaube.

    Wird die Berechnung bei einem Neubau anders getätigt? oder auf welcher Grundlage?


    Was würde das bei dir ca ausmachen Thomas B ?

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  • ..Nivellement wäre schön gewesen)

    Ja - fehlt bei vielen Bauanträgen - ich glaube, die meisten Fertighausplaner verzichten sogar vollständig auf die Besichtigung des Grundstücks. Bevor ich meine Stelle im Bauamt bekam, wusste ich gar nicht, dass Bayern fast überall total flach ist. X/

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Abhängig vom Auftragsumfang (welche Leistungsphasen?) und vom Bauvolumen (eine Dackelgarage kostet weniger als ein Flughafen).

    Ähm, das war ein Pauschaler Wert

    Die Bausumme läge wohl bei so 230k

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • schau mal auf die alb oder ins bergische land .. alles flach. lach.

    ;)

    Das was Du siehst, das sind die großen Werbeplakate der Tourismusindustrie. Die sieht man im Alpenland sehr oft und die Alpinisten übertreiben es auch gerne... ;)

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Naja, die Abwassergeschichte ......, da kann man sich die Berechnung sparen.

    Von wegen. Es gibt Abwaasernetzbetreiber, die verlangen auch beim EFH für Schmutz- und Regenwasser eine komplette Berechnung nach DIN. OK, anderen reicht eine Lageplan mit buinten Strichen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • @ Cheffe. Das sind Teileistungen einzelner Grundleistungen, dazu "Besondere Leistungen" . Das kann man nur in Kenntnis des Vorhabens, der Basisunterlagen und der Individualität des Vorhabens nachkalkulieren.

    Watt sollte es denn kosten?

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  • Die Bausumme läge wohl bei so 230k

    Also 230k€ sind rd. 190k€ netto. Das würde bei LP 1 - 4 rd 7.300 € OHNE MWST ausmachen (Honorarzone III min.)

    A B E R:

    Die "Leistungsaufzählung" aus #1 enthält vieles nicht, was für LP 1 - 4 nötig ist, andererseits ein paar"Besondere Leistungen".

    Es wird wohl auf einen Bruchteil der 8,5 k€ brutto rauslaufen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • wusste ich gar nicht, dass Bayern fast überall total flach ist. X/

    Das dachte ich auch mal von der deutschen Ostseeküste. Bis zur Radtour auf Rügen.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Also, das was ich geschrieben habe, war der Inhalt der Vereinbarung. Nicht mehr und nicht weniger.


    Es wurden auch keine zusätzlichen Std Leistungen benötigt. Die Stundensätze wurden zwar auch noch aufgeführt, aber unter 100€ netto.


    Wie hoch ist den der Prozentuale anteil der fehlenden Punkte von LP1-4 oder anderst gefragt, wieviel ist das den was da steht in % von LP 1-4????

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  • Schwierig bis unmöglich das umfänglich zu ergründen.


    Zum einen sieht es so aus als wäre nur die LP 1 (Grundstück müde besichtigen) ansatzweise erledigt und natürlich die LP 4 (Bauantrag). Das wäre gem. HOAI (bei Bausumme netto 190.000) ein Honorar von brutto ca. EUR 1.580,00.


    Aber: Zusätzliche Leistungen (Entwässerung) sind nicht berücksichtigt.


    Und: Der Entwurf ist auch nicht berücksichtigt. Natürlich kann dieser bei einem Typenhaus, das immer und immer wieder baugleich in die Landschaft gestellt wird nicht annähernd in voller Höhe berechnet werden, aber eben doch zu einem gewissen Anteil.


    Wie hoch man dies ansetzt, kann ich nicht sagen.


    Viele Häuslehinsteller verlangen -so meine Erfahrung- nur eine sehr geringe Summe für den Bauantrag. Meistens so wenig, dass dies nicht einmal kostendeckend ist. So sticht man unliebsame Konkurrenz (Architekten?) aus. De Gewinn wird dort üblicherweise an anderer Stelle erzielt bzw. Kosten, die durch die Erstellung des Bauantrags entstehen werden eben vom Gewinn an anderer Stelle aufgefangen.


    Vielleicht verrätst Du uns ja mal was denn nun für den Bauantrag berechnet worden ist?

  • Nunja, meine eigene Erfahrung kommt ungefähr auf das hin was Thomas B schilderte.

    Mein eigen Projekt hat mich bis dato so um die 1100 gekostet, ohne die Entwässerung, denn den Antrag hab ich selber bearbeitet und ausgefüllt.

    Und die Stadt wunderte sich, warum das so früh schon kommt, "es würde oft vergessen oder zu spät nachgereicht"


    Der Stundensatz des Architekten läge bei 86€ Netto, so auf dem Vertrag aufgeführt.

    Der oben beschriebene Umfang wurde mit etwas mehr als 6t€ netto berechnet.

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  • Der oben beschriebene Umfang wurde mit etwas mehr als 6t€ netto berechnet.

    Finde ich persönlich etwas zu viel. Sofern es sich um ein Typenhaus handelt, also wirklich ein fertiges Produkt, welches im Computer schlummert und nur auf das Grundstück gesetzt werden muss. Etwas Grünzeugs und ein Weg dazu.


    Für das Entwässerungsgesuch würde ich aber in jedem Falle mind. EUR 1k ansetzen. Natürlich gibt es da auch eine große Bandbreite, von ein paar lustlosen Strichen bis zur Strangabwicklung und Rohrnetzberechnung, maximaler Regenspende usw. usf. (in Erlangen übrigens wird das volle Programm gefordert!).

  • Ja Thomas B ,

    ein Haus aus dem Katalog mit leichter Änderung (1 zusätzliches Fenster neben der Haustüre (Treppenhaus))


    Und anscheinend war es nicht möglich die Trempelwand im Bad wegzulassen/zu verschieben um die Badewanne anders zu positionieren.

    MIt der Aussage, wäre tragend.....

    Aus meiner Sicht ist da nichts tragend....außer es würde plötzlich das Dach was tragen müssen. (Ist auch die einzige Trempelwand im Haus. In allen anderen Räumen gits direkt bis zum Kniestock...der mit 1,20 verkauft wurde....aber das gemessen ab RFB.... mit 15cm Aufbau... :wall:


    achja, Ralf Dühlmeyer .... würdest du deinen Gedanken noch freien lauf lassen.. in Worten? ;)

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  • Die hab ich nicht vorliegen, nur gedanklich abgespeichert.

    EG Decke Holzkontruktion, Direkt unter der Trempelwand ist keine Wand zum Lastabtrag, da darunter Eingangsbereich und Garderobe. Nur im Abstand von rund 0,5m parallel verlaufend einmal die Ausenwand und quer dann die Außenwand Gibelseitig. ......und in die andere Richtung eine Wand des Gäste WC´s mit Abstand 1,0m. Quer dazu kommt dann das Treppenhaus mit L Treppe in Holz.


    ah, theoretisch sollte es das sein.... sieht zumindest dannach aus frag das www


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  • Ahja, der Klassiker: Bad über dem Eingangsbereich. :D

    Der Kniestock ist dort sicherlich sinnvoll, weil dort die 1,50m Grenze ist und der Raum darunter so gut wie kaum nutzbar für normale Menschen. Wohin hättest Du denn diesen verschieben wollen? Und wohin die Badewanne?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich? ich will und wollte garnix.

    Wurde mir nur so zugetragen. Je nach Dachneigung und EInrichtungsvariante könnte man den Platz sehrwohl besser nutzen.


    Aber mal zurück zum Preis.

    Ist das unverschämt bzw wurde da schon ein Gewinn abgeschöpft, alias Vermittlungsprovision?

    Ich kann dem Betrag nichts abgewinnen. Bei 100€ Stundenlohn wären das 60h. Aufwand.

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