Ideen für Sanierung von 3000m2 Faserzementplatten

  • Servus allerseits,


    wir stehen aktuell vor der Frage, wie wir das Dach unserer Gewerbehalle sanieren sollen.


    Baujahr 1994, gedeckt mit Faserzementplatten (Eternit), das Dach weist an zahlreichen Stellen Risse auf und benötigt eine Sanierung.


    Aufgrund der Fläche möchten wir einen Austausch umgehen, als Alternative käme eine Grundreinigung und anschließende Dachbeschichtung infrage, diese könnten wir selbst übernehmen.

    Den Dachlacken traue ich jedoch nicht wirklich. :(


    Zweite Alternative wäre eine Sanierungswelle aus Aluminium, diese könnte man auch selbst montieren, als letzte Alternative käme eine komplette Neueindeckung mit entsprechend hohen Kosten auf uns.


    Welche Lösungen könnten die Experten vorschlagen?

    Danle im Voraus für eure Tipps.:thumbsup:

  • Bei Rissen hilft Reinigung und Beschichtung nicht weiter. Ansonsten kann man damit das Dach noch für ein paar Jahre retten, aber wenn man das einmal genau durchrechnet, wird es nicht billiger als Demontage und ein neues Dach. Ich habe das vor über 20 Jahren einmal machen lassen, war aber keine langfristige Lösung.


    Bei Baujahr 1994 solltest Du zuerst einmal schauen, ob die Platten asbestfrei sind (wäre bei dem Herstellungsjahr möglich). Wenn ich mich richtig erinnere, dann durften seit 1992 keine Asbestfasern mehr verwendet werden., Das würde Demontage und Entsorgung vereinfachen, obwohl die Entsorgung, zumindest bei uns, nicht wirklich ein Problem ist (ca. 110,- €/to + MwSt.).


    Enthalten die Platten Asbestfaser, dann dürfen die zumindest bei uns nicht so einfach demontiert werden, und man darf die schon gar nicht überbauen.


    Das überbauen stelle ich mir sowieso nicht so einfach vor, Schrauben müssen raus, Bleche müssen die entsprechende Länge haben, oder müssen vor Ort geschnitten werden, dann einpassen, neu verschrauben...da sind die alten Platten wohl schneller abgebaut und eine neue Eindeckung angebracht. Zudem kann man dann auch gleich die Unterkonstruktion unter die Lupe nehmen, und/oder für die neue Eindeckung passend machen.


    Längerfristig gesehen dürfte die Demontage und eine Neueindeckung mit Trapezblechen wohl die günstigste Option sein.


    Nebenbei bemerkt, wenn die Platten schon Risse haben, dann sollte man sich gut überlegen, wie man dort oben arbeitet. Das ist eine Frage für die Dachdecker, was da an Sicherungsmaßnahmen erforderlich ist, damit niemand zu Schaden kommt. Ich würde freiwillig auf so einem Dach nicht herum turnen. Wenn so eine Platte bricht, und es geht ein paar Meter abwärts, dann hat man ganz schlechte Karten.

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  • Wenn es asbesthaltige Platten sind, gibt es - vereinfacht gesagt - genau zwei Optionen:

    1. Nichtstun mit eventuell ergänzender lokaler Nach-Montage
    2. fachgerechte Entsorgung (mit überschaubaren Extrakosten)

    Alle spanenden Bearbeitungen (Bohren, Brechen, Sägen) sind unzulässig.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Eine Beprobung solltest du eh machen, um festzustellen ob Asbest ja/nein. Im Falle der Entsorgung musst du das nämlich nachweisen, sonst wird der Entsorger dir das Ding nur als asbesthaltig abnehmen.


    Kurzwellplatten, Langwellplatten? Doppeldeckung? Welche Sparrenlänge? Achsabstand der Sparren?


    Weder von der Sanierungswelle noch vom Dachlack bin ich überzeugt. Ist es Asbest, ist beides eh hinfällig.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Es handelt sich um asbestfreie Faserzementplatten, werde später mal ein paar Bilder nachreichen.


    Bin mittlerweile ebenfalls von einer Sanierung nicht überzeugt.


    Tendiere aktuell dazu einfach einen Sattelzug neuer Platten aus Polen kommen zu lassen, am besten direkt mit Monteuren - Denke, dass wäre ein guter Kompromiss.

  • Du kannst auch auf Stahl, bez. allgemein Trapezprofil umschwingen. Je nach Sparrenlänge ohne Stöße. Dann braucht es nur Überlegungen ob die UK noch tragbar ist, Windsog standhält (nachbefestigen) und die allgemeinen sicherheitstechnischen Vorschriften.


    Die wären:


    - Abnetzen gegen Durchsturz

    - Je nach DN Dachfang oder Fanggerüst umlaufen

    - Seitenschutz an den Giebeln


    Wenn Platz für ein Kran, würde ich mir die Kosten für den Kran gönnen - dann geht die Verarbeitung deutlich schneller und er kann ggf. als Anschlagpunkt für PSA gegen Durchsturz dienen.

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  • Kalle bevor du ne Umplanung anwirfst (NUB? :)) sollte der TE erst eimal Grunddaten über die Konstruktion liefern. Gewerbehalle 3.000 m² dürfte kein normaler Dachstuhl sein.

    Nachdenken kostet extra!

  • Es handelt sich um asbestfreie Faserzementplatten, werde später mal ein paar Bilder nachreichen.


    Wäre natürlich wahrscheinlich sogar die bessere Lösung, werde mir dort mal ein paar Angebote einholen.


    Die Lebensdauer sollte sogar über Faserzement liegen?

  • Die Lebensdauer sollte sogar über Faserzement liegen?

    Hängt von den Kenntnissen der Verarbeiter ab. Stichwort: Verarbeitung mit schnell drehenden Werkzeugen, Fremrosteintrag usw.


    Kalle bevor du ne Umplanung anwirfst (NUB? :) ) sollte der TE erst eimal Grunddaten über die Konstruktion liefern. Gewerbehalle 3.000 m² dürfte kein normaler Dachstuhl sein.

    Wieso Umplanung? Alternative vielleicht, was er draus macht sei ihm belassen. Planung würde ich das jetzt nicht nennen ;) In welchen Fällen passt denn eine Blecheindeckung nicht auf ein FZ-Dach? Hat ja deutlich weniger Gewicht. Dass bei Blech einiges zu beachten gilt sei ja unbenommen. Was genau, das steht ja im anderen Strang schon :D

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