Gerade Treppe planen

  • Schönen Sonntag Zusammen,


    ich hab ja bereits ein Projekt laufen.


    Würde gerne im speziellen noch ein Thema hier anbringen.


    Im Plan ist eine gerade Treppe, von OK FB zu OK FB sind es 2,95m.

    Ursprünglich war da nach rausrechnen eine Treppe mit 4,32 Länge, 16 Stufen, Stüfenhöhe 18,44cm und Tritttiefe von 27cm.

    Aufgrund geringem Abstand bei An-/Austritt, hat der Planer die Treppe mittels Verkürzung der Tritttiefe auf 25,5cm gekürzt und 21cm geholt (4,11).

    Ich halte das aber für ziemlich steil bzw. unsicher/unkomfortabel.


    Ich könnte mir auch einen Kompromiss vorstellen - Tritttiefe 26,5 (4,24).

    Sicherheit u Bequemlichkeit wären auch besser.

    Wenn man jetzt eh noch Aufsätze drauf macht, kann man auf 27,5 Tritttiefe kommen.

    Mit meiner Variante komme ich im Antritt auf 1,135 was ich noch als ok empfinde und oben auf 1,26.

    Alternativ 26,0 Tritttiefe und längerer Aufbau auf die Stufen drauf, somit oben u unten 1,26 im An/Austritt



    Fachkundige Meinungen erwünscht

    2 Mal editiert, zuletzt von icom852 ()

  • Im Plan ist eine gerade Treppe, von OK FB zu OK FB sind es 2,95m.

    Ursprünglich war da nach rausrechnen eine Treppe mit 4,32 Länge, 16 Stufen, Stüfenhöhe 18,44cm und Tritttiefe von 27cm.

    Das ist mit 2 x 18,4 + 27 = 63,8 cm schon relativ steil, aber noch in der Schrittregel, zulässig und ok.

    Aufgrund geringem Abstand bei An-/Austritt, hat der Planer die Treppe mittels Verkürzung der Tritttiefe auf 25,5cm gekürzt und 21cm geholt (4,11).

    Ich halte das aber für ziemlich steil bzw. unsicher/unkomfortabel.

    Ist nach obiger Formel mit 61,5 cm Schrittlänge am unteren Rand bequemen Laufens, aber nicht zu steil. Größere Menschen werden dieses Steigungsverhältnis unangenehmer finden als kleine. Steil ist die Treppe durch das grenzwertige Maß der Setzstufen von 18,4 cm.

    Ich könnte mir auch einen Kompromiss vorstellen - Tritttiefe 26,5 (4,24).

    Sicherheit u Bequemlichkeit wären auch besser.

    Nö, ziemlich steil ist sie weiterhin.

    Wenn man jetzt eh noch Aufsätze drauf macht, kann man auf 27,5 Tritttiefe kommen.

    Das beim Unterschieben eines Teils der Auftrittsfläche der unteren Trittstufe unter die nächst höhere Trittstufe lässt einen "Untertritt" entstehen, der mit einem Maß von ca. 3 - 4 cm immer empfohlen wird. Dieser ist auf das Maß der Setzstufe aber nicht anzurechnen! Du bist also mit dem Ansatz leider auf dem Holzweg.

    Mit meiner Variante komme ich im Antritt auf 1,135 was ich noch als ok empfinde und oben auf 1,26.

    Alternativ 26,0 Tritttiefe und längerer Aufbau auf die Stufen drauf, somit oben u unten 1,26 im An/Austritt

    Bei der Treppe muss man sich entscheiden: Kurz, steil und unbequem oder lang, flach und bequem. Zauberlösungen gibt es nicht. Die Kopfhöhe von 2,00 m über allen Stufenvorderkanten nicht vergessen!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • dann bleibt es sowohl als auch bei einer "steilen" Variante, entweder mit 26,5 oder 27cm Trittlänge.

    Die 18,5cm Tritthöhe bin ich eh von Zuhause gewohnt und hab damit kein Problem.


    Hatte nur mal google bemüht und im alten Forum einen Kommentar von Thomas B gefunden, in dem er sagt, er würde nicht unter 26cm Trittlänge gehen, eher 26,5 wählen als absolutes Minimum.


    Ich hab eher bei einem Freund das Problem mit seinem Eingangspodest, dass seine Stufen nur 14-15cm Tritthöhe haben, da stolpert man gefühlt hoch :D

  • Eingangspodest, dass seine Stufen nur 14-15cm Tritthöhe haben, da stolpert man gefühlt hoch

    im aussenbereich sind 16cm das richtige maß . dazu muss die tritttiefe entsprechend auch länger werden , ~32cm dann stolpert man auch nicht . auch nicht gefühlt.

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • hat der Planer die Treppe mittels Verkürzung der Tritttiefe auf 25,5cm gekürzt und 21cm geholt (4,11).


    Ich halte das aber für ziemlich steil bzw. unsicher/unkomfortabel.

    25,5cm ist zulässig, gefallen würde es mir nicht.


    Die 18,4cm Stufenhöhe muss jeder selber für sich beurteilen. Ich fände es nicht zu steil, andere mögen dies aber durchaus so empfinden! Bitte testen.


    Die 25,5cm wären m.E. zu knapp. Warum? Selbst wenn man den Untertritt mit hinzurechnen könnte, weil beim Hinaufgehen der Fuß ja durch aus unter diesen schlupfen könnte, so würde dies beim eher unfallträchtigeren Hinabgehen gar nichts nützen.


    Bitte auch hier einfach mal selber testen. Wie lang ist mein Fuß? Ich würde diesen möglichst sicher auf die Stufen setzen wollen.


    Im Zweifelsfall lieber 1cm mehr (Stufe) als einen zu wenig.

  • Hä? Du hast doch eine Zeichnug, warum zeigst Du die nicht, damit das Problem klarer wird?

    Im ersten Entwurf des Entwurfsstranges sieht man (so einigermaßen), dass der Abstand zwischen Küchenwand und Treppenantritt sehr knapp bemessen ist. Geschätzt irgendwas um einen Meter (+/-). Kommt man die Treppe runter, geht's schnell mit dem Gesicht an die Wand. Will man ins Wohnzimmer ist der platz ebenso sehr schmal.

  • Eine Verkürzung der Auftritte wäre da so ziemlich das letzte (verzweifelte) Mittel der Wahl für mich, den Zustand zu verbessern.


    Da ist der Kollege(?) wohl gefragt, noch mal in LP 3 einzutauchen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • noch mal in LP 3 einzutauchen.

    Die Crux ist hier ja wohl, dass der TE quasi die LP 2 selber geliefert hatte und der offizielle Planer ein recht günstiges Honorarangebot unterbreitet hat, weil es ja nur galt diesen "fertigen" Entwurf auf Maß zu bringen, etwas glattzuziehen. Schwierig, wenn dann auffällt, dass es ganz so einfach dann doch nicht ist.

  • Naja, den Entwurf eines anderen Architekten wohlgemerkt! Ich hab da nicht selber gekritzelt! tja, mein Fehler.

    Habe nie eine Kopie +x erwartet, leider nun so passiert und wegen Honorar kann ich auch nichts dafür, schließlich kam der Preis von ihm und nicht von mir.

    Nicht ich muss im Vorfeld wissen was Arbeit X kostet, dass muss ein Planer mir schon sagen, was welche Leistung von ihm kosten darf.


    Bei einem Freund ist es eine Podesttreppe und dort ist auch nur 1,01m zur nächsten Wand, funktionieren tut es, großzügiger ginge immer...


    Ein Kompromiss mit dem ich leben könnte ist 16x26,5 und im Antritt 1,135 zur Wand und oben sind es 1,20/1,26.

    Die Treppe würde ich deswegen nicht unsicherer haben wollen.

    Im Elternhaus haben unsere Treppenstufen auch 18,44 Höhe, aber bei den geraden Stufen sogar 30cm Tiefe :eek:

  • Nicht ich muss im Vorfeld wissen was Arbeit X kostet, dass muss ein Planer mir schon sagen, was welche Leistung von ihm kosten darf.

    Sorry, aber du bist zum Planer gegangen mit einem Plan und hast ihm gesagt, "mach mal Baueingabeplanung daraus". Er hat dir gesagt was es kostet und geliefert was Du von ihm wolltest.


    An deiner Stelle würde ich zurück auf Los. Nochmal neu. Günstiger als JETZT bekommst Du keine Planung für ein Haus incl. Treppe, das WIRKLICH zu dir und deinem Grundstück passt.

  • Schon das du besser weißt was ich von ihm wollte, ich wollte einen fertigen Hausentwurf und nein - ich hab nicht einen fertigen Entwurf genommen und gesagt mach mal einen Kopie mit meinen Namen drauf.

  • Schon das du besser weißt was ich von ihm wollte,

    Darf ich dich zitieren:

    Zitat

    1% der Bausumme für den fertigen Eingabeplan.

    Für das Abmalen und etwas umbauen eindeutig zu viel.

    Und glaub mir: Nichts wird sich mehr auszahlen, als diese paar k€ JETZT abzuschreiben. Man sieht es an allen deinen Strängen: Du verrennst dich komplett und machst alles noch viel schlimmer.

  • ich hab nicht einen fertigen Entwurf genommen und gesagt mach mal einen Kopie mit meinen Namen drauf.

    nein?


    ich glaube genau das in deinen beiträgen gelesen zu haben - und die nachricht entsteht beim empfänger.

    ist ja auch kein beinbruch: die ursprüngliche blaupause zählt unter den 100000 typischen kistenschieberentwürfen zu den 1000 besseren. nicht zwingend vergleichbar mit erfolgreicher individueller planung (die muss man auch erstmal bekommen, für schmalen taler eher nicht und ohne bauherrliches engagement eh nicht), aber eben auch nicht richtig schlecht. wenn auch nicht richtig gut (konjunktivisch), so doch immerhin praktikabel und applizierbar. sogar, ohne b-plan und umgriff zu kennen > dein problem ist nicht das haus, sondern das grundstück und die lage ;)