Zuwasser in sackgasse

  • habe mal eine Frage, an meinem angedachten [definition=52,1]Grundstück[/definition] führt eine etwa 100m lange Zuwasserleitung vorbei, am Ende ist ein Unterflurhydrant sonst ist nichts angeschlossen, wollte fragen ob es ein problem geben könnte wenn ich nach etwa 60 m Anschliesse mit Bakterien oder Keime durch den Rückstau?

  • Die Leitung gehört dann anscheinend dem VNB, richtig? Der musst sicherstellen, dass Dir immer einwandfreiess Wasser geliefert wird, also wird er einen Anschluss an dieser Stelle nicht zulassen, wenn er der Meinung ist, dass davon ein Risiko ausgeht.


    Bei Leitungen die im Erdreich verlegt sind, ist aufgrund der Umgebungstemperatur eine Verkeimung eingeschränkt, aber nicht völlig ausgeschlossen. DIe Versorger planen ihre Netze sorgfältig, da sie verpflichtet sind, einwandfreies Trinkwasser zu liefern, also müsste man mit dem Versorger reden, wo ein Anschluss möglich ist. Er hat dann auch die Planungsunterlagen zur Hand, und kann das besser abschätzen. Es geht ja nicht nur um die Leitungslänge, sondern auch um deren Querschnitt. Ein Hydrant wird über eine Leitung mit relativ großem Querschnit versorgt, da steht eine Menge Wasser in der Leitung.

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  • Ein Hydrant wird über eine Leitung mit relativ großem Querschnit versorgt, da steht eine Menge Wasser in der Leitung.

    auch nicht immer .


    ausserdem werden (jedenfalls bei uns ) solche sackhydranten regelmässig "gespült"

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, müsste nachlesen, aber wenn ich mich richtig erinnere, dann muss ein Hydrant min. 400l/Min. liefern, und das auch nur, wenn weitere Hydranten nicht weiter entfernt sind als xxx Meter. Dafür reicht ein 16er Verbundrührchen sicherlich nicht. ;)


    und was das Spülen betrifft, bei uns 1 Mal jährlich. Das reicht für eine Menge Generationen von Keimen.

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  • Bei mir vor dem Betrieb wird 1 Mal jährlich gespült, meist verbunden mit einer "Übung", da wird dann der komplette Hydrant getestet. Ob das bei Hydranten im Wohngebiet anders ist, das kann ich jetzt nicht sagen.

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  • Man muss sicher unterscheiden, ob ein Hydrant, der in einer durchströmten Leitung hängt, gespült wird, um seine Funktion zu testen oder ob eine Hygienespülung einer endständigen Leitung notwendig ist. Letztere muss so oft passieren, dass keine Gefährdung auftreten kann. Die Versorger sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Bei den beiden Wasserversorgern, für die wir den Tiefbau machen, werden immer wieder mal Rohre älteren Baujahrs, die meistens DN 100 sind, im Einzugverfahren durch DN 63 Rohre ersetzt und die Endhydranten werden vor den letzten Hausanschluss gesetzt.
    Einfach aus dem Grund, dass so die Hydranten nicht mehr gespült werden müssen und die Wasserabnahmemenge in einer passenden Relation zum Rohrdurchmesser ist, so dass eine Keimbildung ausgeschlossen werden kann.
    Als die Rohre vor 40...50 Jahren verlegt worden sind, war man wohl noch nicht so schlau wie heute...