Netzwerkinstallation, Router Switch Patchpanel Dosen

  • Ich beginne gerade mich mit dem Thema Netzwerktechnik zu beschäftigen. Hier im alten Haus haben wir 2 Notebooks und 2 Smartphones über einen billigen WLAN Router über einen Anbieter von "Funk-DSL" mit dem Internet verbunden und es funktionieren sogar Streaming Dienste. Im neuen Haus soll es dann aber schon etwas hübscher werden, heißt aber auch, dass wir noch keine Erfahrung mit Verkabeln haben. Das würde mir auch jemand machen, trotzdem hätte ich gern ein wenig Einblick und vielleicht hilft es ja auch anderen Bauherren.


    Von draußen kommt später das Telekom Fernmeldekabel (letzte Meile) in den HAR. Hier weiß ich erst einmal nicht weiter was für eine Dose, Gerät da kommt. Von diesem geht es dann jedenfalls an den Router und von dort an einen Switch und dann an das Patchpanel und von dort über die Verlegekabel direkt zu den Dosen.


    Beim Router frage ich mich ob es da Gute gibt die bereits einen 8, 10 oder 12 fach Switch integriert haben (Oder einen Switch mit integrierten Router) oder ob es hier grundsätzlich 2 Geräte sein sollten?


    Ich frage mich auch ob ich in den HAR eine oder zwei richtige UP LAN Dose über das Patchpanel machen sollte oder ob ich, insofern ich einen brauche, direkt an den Switch gehe. Dann hätte ich in meinem Fall ein 8 Port Patchpanel und einen 10 oder 12 Port Switch.


    Beim Verlegekabel möchte ich Cat7a mit 1500 MHz nehmen uns zwar weil der Aufpreis bei meinen 120 m kaum ins Gewicht fällt. Hier bin ich mir nur noch nicht sicher ob das dickere AWG22 oder das dünnere AWG23. Würde natürlich zu AWG22 neigen oder spricht das was dagegen? Dachte an Cat7a / AWG 22 / 4x2xAWG22 (0,62mm) S/FTP 1500 MHz / PIMF / LSHF (FRNC)


    Bei den Dosen blicke ich auch noch nicht ganz durch. Da gibt es aus meiner Serie die "Modular Jack RJ 45 Cat. 6A", wären die OK? Auch bei den Patchpanel gibt es einmal die Anschlussart LSA und einmal Modular, gibt es da großartige Unterschiede? Anschließen würde ich es nicht selbst.

  • Hier im alten Haus haben wir 2 Notebooks und 2 Smartphones über einen billigen WLAN Router über einen Anbieter von "Funk-DSL" mit dem Internet verbunden und es funktionieren sogar Streaming Dienste. Im neuen Haus soll es dann aber schon etwas hübscher werden, heißt aber auch, dass wir noch keine Erfahrung mit Verkabeln haben.

    Dann solltest du dir erstmal ein Konzept erstellen. Netzwerk, verkabelt oder drahtlos? Bedarf Festanschlüsse (Geräte) oder mobil überall gewünscht? Quellen, Dienste, die über Netzwerk verfügbar sind?


    Von draußen kommt später das Telekom Fernmeldekabel (letzte Meile) in den HAR. Hier weiß ich erst einmal nicht weiter was für eine Dose, Gerät da kommt. Von diesem geht es dann jedenfalls an den Router und von dort an einen Switch und dann an das Patchpanel und von dort über die Verlegekabel direkt zu den Dosen.

    Meinst du mit "Router" den/das A/V/...DSL-Modem (also Fritzbox o.dgl?) Ansonsten verstehe ich die Kombination Router vor Switch nicht.


    Auch Switch mit integrierten Router ist mir neu. Ich denke, beim Punkt Netzwerke und Planung derselben erreichst du gerade deine Grenzen.


    Ich frage mich auch ob ich in den HAR eine oder zwei richtige UP LAN Dose über das Patchpanel machen sollte oder ob ich, insofern ich einen brauche, direkt an den Switch gehe. Dann hätte ich in meinem Fall ein 8 Port Patchpanel und einen 10 oder 12 Port Switch.

    Ist das eine Frage?


    Beim Verlegekabel möchte ich Cat7a mit 1500 MHz nehmen uns zwar weil der Aufpreis bei meinen 120 m kaum ins Gewicht fällt. Hier bin ich mir nur noch nicht sicher ob das dickere AWG22 oder das dünnere AWG23. Würde natürlich zu AWG22 neigen oder spricht das was dagegen? Dachte an Cat7a / AWG 22 / 4x2xAWG22 (0,62mm) S/FTP 1500 MHz / PIMF / LSHF (FRNC)

    Strombelastbarkeit der Cat7a beachten, interessant bei PoE-Anwendungen.

  • Danke für die vielen Fragen auf meine Fragen.


    Dann solltest du dir erstmal ein Konzept erstellen. Netzwerk, verkabelt oder drahtlos? Bedarf Festanschlüsse (Geräte) oder mobil überall gewünscht?

    Hab ich doch ganz grob. Router (oder reicht VDSL Modem?) -> Switch -> Patchpanel -> 9 Dosen in den Räumen davon je eine je Etage für einen WLAN Accesspoint (Mesh). Im HAR alles schön in ein 10" Wandgehäuse mit 9 Höheneinheiten (reicht für mich dicke). Sollte ich dafür eine Fachplanung in Auftrag geben? Fürs Anschließen habe ich ja jemanden.



    Meinst du mit "Router" den/das A/V/...DSL-Modem (also Fritzbox o.dgl?)

    Ja mit Router meine ich z.B. die Fritzbox, was denn sonst. Welche Fritzbox DSL-Modems ohne Router gibt es denn aktuell? Oder geht auch Telekom Anschlussdose -> reines VDSL Modem -> Switch -> Patchpanel usw... Braucht es da keinen Router. Im Moment habe ich mehr Fragen als zuvor.


    Auch Switch mit integrierten Router ist mir neu. Ich denke, beim Punkt Netzwerke und Planung derselben erreichst du gerade deine Grenzen.

    Das war auch nur eine Frage und keine Feststellung. Hätte doch sein können, dass es da kombinierte Geräte gibt.



    Ist das eine Frage?

    Ist das ein Forum?

  • Von draußen kommt später das Telekom Fernmeldekabel (letzte Meile) in den HAR. Hier weiß ich erst einmal nicht weiter was für eine Dose, Gerät da kommt

    Da kommt von der Telekom die klassisch TAE Dose. Es gibt auch Router mit mehr als 4 LAN-Port (bis 24 Ports). Bei denn ist aber ein extra DSL/VDSL Modem nötig.

    Ich frage mich auch ob ich in den HAR eine oder zwei richtige UP LAN Dose über das Patchpanel machen sollte oder ob ich, insofern ich einen brauche, direkt an den Switch gehe. Dann hätte ich in meinem Fall ein 8 Port Patchpanel und einen 10 oder 12 Port Switch.

    Das must du wissen was du alles im [definition=34,0]HWR[/definition] anschließen willst und vorallen wo, sonst hast du die UP Dose an der gegenüberliegenden Wand.


    AWG22 läst sich schon bescheiden, auch in tiefen Dosen, anschliessen. Ist halt steifer als AWG22.


    Mein Rat


    ---------- 24. April 2018, 14:43 ----------


    ModularJack ist beim Auflegen einfacher zu händeln und du könntest die Port am Patchpanel noch wehcseln falls du sie anders gruppieren willst und das Kabel lang genug ist.


    Mein Rat


    - Plan erstellen wieviel Anschlüsse benötigt werden, hört sich nach zu wenig an (2 Anlüsse pro Raum, WZ sogar 4, W-Lan für Mobile Geräte)
    - (V)DSL/Router ein Gerät zBsp. Fritzbox, Patchpanel und Switch (Port in Abhängigkeit deiner Bedürfnisse)
    - tiefe UP Dosen

  • Danke flehmann, das beantwortet ja fast all meine Fragen.


    Trotzdem noch einmal zum Verständnis: Ich könnte


    TAE -> VDSL Modem -> 12 Port Router -> Patchpanel -> Dosen


    oder


    TAE -> Router mit VDSL Modem (z.B. Fritzbox) -> 12 Port Switch -> Patchpanel -> Dosen


    Du würdest Variante 2 vorziehen?


    Meinst du mit tiefe Dosen die 66 mm tiefen oder sollten es die breiten Elektronik-Dosen sein?


    Ist das mit den AWG22 Kabel auch bei meinen paar Dosen ein Problem? Ansonsten nehme ich auch AWG23.



    Das must du wissen was du alles im [definition=34,0]HWR[/definition] anschließen willst und vorallen wo, sonst hast du die UP Dose an der gegenüberliegenden Wand.

    Ich werde eine an die Wand machen wo WP und KWL steht nur für den Fall, dass ich diese per LAN anschließen möchte (aktuell ohne LAN Schnittstelle)


    Noch mal Danke, flehmann


    ---------- 24. April 2018, 18:09 ----------


    Ist absehbar ob ein 10" Wandgehäuse mit 6 oder 9 Höheneinheiten für Patchpanel, Switch, Fritzbox, Steckdosenleiste und vielleicht sogar noch ein NAS vom Platz her reicht? Das 9er misst 464 x 312 x 300 mm - das sollte doch eigentlich reichen oder?

  • Ist absehbar ob ein 10" Wandgehäuse mit 6 oder 9 Höheneinheiten für Patchpanel, Switch, Fritzbox, Steckdosenleiste und vielleicht sogar noch ein NAS vom Platz her reicht? Das 9er misst 464 x 312 x 300 mm - das sollte doch eigentlich reichen oder?

    Das kannst Du dir selbst beantworten:
    Patchpanel wirst Du eher 2 benötigen -> 2HE
    Switch -> 1HE
    Router -> 1HE
    Steckdosenleiste -> 1HE
    Platz für Kabel -> 1HE


    Mit 6 HE wird's schon seeeehr knapp. Wenn Du da noch ein NAS reinstellen willst, reichen auch 9HE nirgends hin -> 15HE.

  • Mit 6 HE wird's schon seeeehr knapp. Wenn Du da noch ein NAS reinstellen willst, reichen auch 9HE nirgends hin

    Es gibt doch sehr flache NAS (4 cm) wieso sollte das nicht in einen Schrank mit 9 HE passen? Selbst meine alte Linkstation misst nur 5 cm. Ich dachte so:


    1 HE 12er Patchpanel
    1 HE Switch
    1 HE Router
    1 HE Steckdosenleiste
    2 HE NAS (theoretisch sogar nur eine)
    3 HE frei oder für Kabel usw.


    das geht nie und nimmer?


    Das kannst Du dir selbst beantworten:

    Da ich es ja nicht aus der Praxis kenne, kann ich mir das nur theoretisch zusammen reimen und ab und an hier nachfragen.

  • Es gibt doch sehr flache NAS (4 cm)

    Ich kenne das nur in 19", verbunden mit horrenden Preisen. 10€ beim Netzwerkschrank gespart, 300€ mehr fürs NAS ausgegeben...
    Aber wenn Du ein 2HE-NAS in 10" kennst (wieviele Festplatten passen da eigentlich rein?) ist doch alles in Ordnung.

  • Ich kenne das nur in 19", verbunden mit horrenden Preisen. 10€ beim Netzwerkschrank gespart, 300€ mehr fürs NAS ausgegeben...
    Aber wenn Du ein 2HE-NAS in 10" kennst (wieviele Festplatten passen da eigentlich rein?) ist doch alles in Ordnung.

    Ich habe mich da bestimmt ungünstig ausgedrückt. Ich will ein ganz normales Massenmarkt NAS mit in den Schrank legen anstatt es darauf zu stellen. Das verbraucht doch je nach Modell liegend auch nur 2 HE (9 cm). Ich will also kein sau teures 10" Rack-NAS fest einbauen sondern z.B. meine 5 cm hohe Linkstation rein legen. Ich denke vom Platz sollte da also ein Gehäuse mit 9 HE reichen und wenn nicht kommt entweder der Router oder das NAS auf den Schrank. Wärmeentwicklung müsste man halt beobachten.



    Warum bei diesem Recht simplen Aufbau überhaupt einen Schrank? Klingt nicht so als wolltest du jeden Tag an deiner Hausverkabelung basteln....

    Ein berechtigter Einwurf, kenne einige Leute die haben das alles in irgendeinem alten Regal stehen und kreuz und quer Kabel. Das ist nicht so meins. Für mich wäre so ein Wandgehäuse eine schöne saubere Lösung und die Kosten für das 10" 9 HE Modell liegen bei 75 Euro zuzüglich Zubehör wie Steckdosenleiste, Fachböden usw.


    Kann mir noch jemand einen Tipp geben ob der folgende Aufbau zu bevorzugen ist?


    TAE -> Router mit VDSL Modem (z.B. Fritzbox) -> Switch -> Patchpanel -> Dosen

  • [...] NAS mit in den Schrank legen anstatt es darauf zu stellen. [...]

    Dann prüfe aber vorher, ob das Gerät für den liegenden Einbau geeignet ist. Den Festplatten sollte es eigentlich fast egal sein, im PC sind sie meistens liegend eingebaut, aber in NASen oft auch stehend, aber die Lüftungsschlitze und die internen bauteile sollten so angeordnet sein, dass es nicht zu Wärmestau kommt.


    Wenn man z. B. ein 19" Schrank nimmt und nur 3 HE nutzt, bleibt noch Platz, um unten ein NAS hinzustellen, und daneben die Steckdosenleiste (für Router, Switch NAS).


    Für die Fritzboxen 7390, 7490 und Bauformgleiche gibt es auch Rackmount-Kits.


    Eine 7580 kann man neben das NAS stellen.



    Ich habe es so gebaut, dass der Router im OG steht und von dort Netzwerkkabel und Telefonkabel wieder nach unten (teilweise durch den Keller wieder ins EG). Ist historisch so gewachsen. So kann ich das W-LAN und das DECT vom Router nutzen. Es würden aber auch Schnurlostelefone mit eigener Basisstation gehen und nur Access-Points.Hatte ich auch mal, als Zwischenstand.


    ---------- 24. April 2018, 22:02 ----------


    gerade gesehen bei einem Katalogversender: Mini-Rack, 6 Höheneinheiten mit Tür ca. 100,- EUR
    Alternative: Ein kleiner Hängeschrank aus dem Baumarkt mit Spiegel.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Dann prüfe aber vorher, ob das Gerät für den liegenden Einbau geeignet ist. Den Festplatten sollte es eigentlich fast egal sein, im PC sind sie meistens liegend eingebaut, aber in NASen oft auch stehend, aber die Lüftungsschlitze und die internen bauteile sollten so angeordnet sein, dass es nicht zu Wärmestau kommt.

    Den Platten wird es egal sein, meistens sind sie liegend verbaut, im NAS aus optischen Gründen stehend wobei es eben wie oben geschrieben auch flache Modelle gibt wo sie liegend verbaut sind. Ist ja am Ende egal wie rum man sein NAS hinstellt solange man, wie du schon sagst, die Ableitung der Wärme nicht beeinträchtigt.

    Für die Fritzboxen 7390, 7490 und Bauformgleiche gibt es auch Rackmount-Kits.

    Danke kannte ich gar nicht, werde ich mir anschauen. Ansonsten gibt es für wenig Geld auch 10" (oder 19") Fachböden.



    Zitat

    gerade gesehen bei einem Katalogversender: Mini-Rack, 6 Höheneinheiten mit Tür ca. 100,- EUR

    "Mein" 10" Wandschrank ist ja ein Mini-Rack nur eben mit 9 HE für 75 Euro (DIGI*** Prof***)


    Nur das ich eben bei meinem kleinen Netzwerk keine 19" brauche sondern mit den 10" gut bedient bin. Besser als einfach nur alles lose installiert.

  • Besser als einfach nur alles lose installiert.

    So sehe ich das auch. Meiner ist von 19power. Keine Profiqualität, dafür sehr günstig.
    Beachte aber, dass ein Router mit WLAN in so einem Ding eher nix verloren hat - zumindest nicht solange DU das WLAN auch nutzen willst.

  • So sehe ich das auch. Meiner ist von 19power. Keine Profiqualität, dafür sehr günstig.

    Optik ist natürlich nicht entscheidend aber der schwarz-blaue 9 HE 10" Wandschrank dort sieht auf einer weißen Wand schon cooler aus als der den ich im Auge habe. 10" reicht ja für mein Mini Netzwerk.



    Beachte aber, dass ein Router mit WLAN in so einem Ding eher nix verloren hat - zumindest nicht solange DU das WLAN auch nutzen willst.

    Ja das stimmt natürlich. Im EG hätte ich noch eine freie Dose außerhalb des [definition=34,0]HWR[/definition] für einen AccessPoint aber der Router bringt ja eh WLAN mit also kann ich auch den für das WLAN im EG nutzen. Dazu müsste der Router dann aber auf den Wandschrank.

  • schwarz-blaue 9 HE 10" Wandschrank

    Der sieht wesentlich stabiler aus als der ganz schwarze den ich habe, kostet ja auch das doppelte und hat - Überraschung - mehr als das doppelte Volumen! Da sieht man mal, dass so ein Schrank alleine durch die Angaben von 10" und 9HE nicht ausreichend beschrieben ist.

  • Meinst du mit tiefe Dosen die 66 mm tiefen oder sollten es die breiten Elektronik-Dosen sein?

    die 66mm sollten auch für 2-fach LAN-Dosen reichen.

    Ist absehbar ob ein 10" Wandgehäuse mit 6 oder 9 Höheneinheiten für Patchpanel, Switch, Fritzbox, Steckdosenleiste und vielleicht sogar noch ein NAS vom Platz her reicht? Das 9er misst 464 x 312 x 300 mm - das sollte doch eigentlich reichen oder?

    Wenn du Platz hast nimm einen 19" Schrank und mindesten 9HE, besser währen 12HE. Sobald du was im Schrank machen must wirst du jeden cm mehr begrüssen. Bei 19" Komponenten hast du mehr Auswahl und meistens sind diese auch günstiger weil Massenware.
    Ich selber hab einen 12HE 19" Schrank und es wird langsam eng.

    Du würdest Variante 2 vorziehen?

    Ja