DVB-T2 im Haus verteilen

  • Hallo,


    bezüglich Fernsehempfang habe ich mich für DVB-T2 entschieden und noch nichts weiter gekauft als das Koaxialkabel. Da gibt es zwar auch unglaublich günstiges (15 Euro für 100 m) ich habe mich aber für das teurere K*** LCD 111 entschieden da ich Positives darüber gelesen habe und es bei xxx.000 Euro keine Rolle spielen sollte ob man nun 65 Euro für ein besseres Kabel bezahlt.


    Wir werden voraussichtlich eine Außenantenne installieren müssen und von dort ein Kabel in den HAR verlegen und von dort wiederum das Signal auf 3 TV-Dosen verteilen. Reicht da ein "normaler" 4fach Verteiler oder würdet ihr gleich was mit Verstärkerfunktion nehmen? Ist es sinnvoll die Antenne möglichst nah am HAR zu haben oder spielen da 5 oder 10 m keine große Rolle?


    Auch bei der Antenne selbst bin ich mir noch nicht sicher, das Angebot ist mit innen, außen, aktiv, passiv, Verstärker, Filter usw. schon recht groß. Wichtig ist ja auch ein guter Standort für die Antenne, habt ihr da Tipps? Wir liegen ziemlich genau zwischen 2 Sendemasten (je 50 kW) in je 20 km Entfernung (einer im Osten der andere im Westen) aber durch die hügelige Lage natürlich keine Sichtverbindung.


    Am liebsten hätte wir die Antenne natürlich innen nahe dem Fenster des HAR oder im Spitzboden aber das funktioniert vielleicht gar nicht oder zu Lasten der Qualität oder? Also doch besser außen aber dort dann vielleicht nicht unbedingt in der Giebelspitze sondern an einem Ort wo man später mit einer 4 m Leiter noch hinkommt. Wenn ich wüsste welche Antenne man nehmen sollte dann würde ich den "optimalen" Standort einfach testen.


    Ist das was man an Antennen auf Ama*** findet, mit sehr guten Rezensionen und ab 40 Euro OK oder Schrott?


    Einen DVB-T2 Stick kaufen um zu testen wäre zwar auch eine Variante aber hier wollte ich mir die 60 Euro für den Stick dann doch lieber sparen und in die Antenne investieren.

  • Ein Verstärker sollte immer möglichst antennennah plaziert werden. Ob es einen braucht oder nicht wird dir hier niemand sagen können, denn an jedem Standort sind die empfangsbedingungen unterschiedlich.
    Ich würde hier auf eine Aussenantenne setzen und möglichst direkt nach der hauseinführung den verteiler. Wenn nötig - das zeigt die Praxis - vor den Verteiler einen Verstärker.
    Und die Antenne möglichst dahin, wo ich bei Bedarf auch eine Schüssel aufstellen könnte.

  • Mit DVB T habe ich mich noch nie so beschäftigt da wir schon seit Jahrzehnten eine Sat Schüssel haben. Somit meine Frage an dich wäre es nicht besser wenn du so was Installieren würdest. Sicherlich ist die Sache wohl Teurer in der Anschaffung dadurch hat man aber wohl auch mehr Auswahl.


    Und noch was lege zu den Dosen Leerrohre mit möglichst großem Durchmesser. Bei größeren Entfernungen sind Zugdosen auch nicht die schlechteste Entscheidung.


    Es wäre nicht schlecht wenn Leitungen so kurz wie möglich verlegt würden.

  • Ein Verstärker sollte immer möglichst antennennah plaziert werden.

    Also vielleicht eine aktive Außenantenne mit Verstärker dann je nach Standort 3 bis 15 m Kabel in den HAR und dort dann noch einmal einen 4fach Verteiler mit Verstärkerfunktion. Denke da bin ich auf der sicheren Seite. Vorher würde ich eben testen an welcher Position am Haus ich den besten Empfang habe.


    Ich muss mal schauen, vielleicht reicht es ja sogar wenn ich die Antenne oben mittig in den Spitzboden stelle. Dort ist kein Beton, Metall usw. sondern nur Unterspannbahn plus Dachziegeln. Also wie eine Art zentrale Zimmerantenne am höchst möglichen (11 m) Ort im Haus. Wenn das nicht funktioniert schraube ich sie außen an die Wand aber irgendwie mag ich solche Anbauteile an der Fassade nicht besonders (da ist eine DVB-T Antenne gegenüber einer Schüssel aber noch das kleinere Übel).



    Ich weiß das ist hier keine Kaufberatung aber bin ich auf dem komplett falschen Weg wenn ich mir auf z.B. Ama*** eine Antenne mit sehr guten Rezensionen und einem Preis zwischen 40 und 60 Euro zulege?


    Und die Antenne möglichst dahin, wo ich bei Bedarf auch eine Schüssel aufstellen könnte.

    Guter Tipp. Reicht für den Fall, dass man die Antenne später durch eine Schüssel tauscht dieses eine Kabel?



    Somit meine Frage an dich wäre es nicht besser wenn du so was Installieren würdest.

    Zum einen bin ich bei drei Kindern froh, dass uns bei der DVB-T2 Grundversion der teilweise üble Schrott der Privatsender erspart bleibt. Klar könnte man die privaten Sender bei einer Schüssel löschen aber ob man das dann so konsequent umsetzt. Aktuell haben wir gar keinen Fernseher und die Kinder bedienen sich gezielt aus den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen und das klappt richtig gut. Sie schauen kaum bis keine grenzwertigen Sachen und sie schauen ganz gezielt Dinge die sie interessieren.


    Mit DVB-T haben sie ein ausreichendes Grundangebot welches man später über Netf***, amaz*** usw. ausweiten kann.


    Zum anderen ist es auch bei SAT nur noch eine Frage der Zeit bis die Privaten ihr SD Angebot abschalten (2022, 23, 24?) und nur noch kostenpflichtiges HS Senden also wie bei DVB-T auch.

  • Ja den Artikel habe ich mir gerade eben gekauft. Trotzdem Danke für den Tipp.


    Ich werde mir da einfach eine Gute raus suchen und testen wo ich guten Empfang habe. Falls jemand weiterführende Hinweise hat immer her damit. Nutzt hier jemand DVB-T mit Innen- oder Außenantenne?

  • und sie schauen ganz gezielt Dinge die sie interessieren.

    In der Not frisst der Teufel Fliegen - sagt ein Sprichwort


    Vernünftiges (Medien)Konsumverhalten erreicht man nicht über Abschottung, sondern über Einsicht.

    über Netf***,

    Neben G o t ist das RTL oder Sport1 Nachtprogramm aber von prüden Betschwestern zusammengestellt.


    ---------- 24. April 2018, 09:13 ----------


    Nutzt hier jemand DVB-T mit Innen-....antenne?

    Ja. 1 Antenne, 1 Receiver, 1 TV. funzt!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Also vielleicht eine aktive Außenantenne mit Verstärker dann je nach Standort 3 bis 15 m Kabel in den HAR und dort dann noch einmal einen 4fach Verteiler mit Verstärkerfunktion. Denke da bin ich auf der sicheren Seite.

    Vorsicht, viel hilft viel ist bei HF Verstärkern fehl am Platz, nur weil man eine Menge Verstärker kaskadiert bedeutet das noch nicht, dass man auch einen besseren Empfang hat. Vereinfacht gesagt, wenn von der Antenne nichts kommt, dann kann der beste Verstärker daraus nichts mehr machen.


    Zuviel verstärken kann auch schaden (bis hin zum Blocking des Empfängers usw.).


    Du solltest also zuerst einmal schauen, wie die Empfangsbedingungen an dem von Dir geplanten Installationsort sind. Evtl. hat sich dann das Thema Verstärker schon erledigt.


    Sollte ein Verstärker sinnvoll sein, dann wäre dieser möglichst nahe an der Antenne zu platzieren. Das hat den Vorteil, dass sich die Länge des Kabels, bzw. dessen Dämpfung, nicht zum Rauschmaß des Verstärkers addiert. Eine aktive Antenne, also mit integriertem Verstärker, hat den Vorteil, dass Verstärker und Antenne besser aufeinander angepasst sind. Damit meine ich jetzt weniger die Impedanz, sondern vielmehr Verstärkung, Bandbreite usw.
    Verstärker bzw. aktive Antenne mit integriertem Verstärker, benötigen jedoch eine Spannungsversorgung. Diese kann entweder über ein Netzteil erfolgen, oder über das Koaxkabel (bei mehreren Teilnehmern wird es wieder ein bisschen komplizierter).

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  • Nutzt hier jemand DVB-T mit Innen- oder Außenantenne?

    Nicht mehr, da aufgrund der Gebäudelage kein ausreichender Empfang. Es ist auch nur ein Mobilfunktnetz empfangbar, das aber sogar im Keller.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Vernünftiges (Medien)Konsumverhalten erreicht man nicht über Abschottung, sondern über Einsicht.

    Ja klar, Du hast es Deinen Kindern also freigestellt ob sie Action, Porno, Trash, Horror oder das Kinderprogramm geschaut haben. Die Zeiten hast du auch nicht reglementiert, funktioniert bei Kindern ja alles über die Einsicht.


    Ich treffe lediglich eine qualitative Vorauswahl und das was da über die ÖR und deren Mediatheken noch Angeboten wird plus DVD und NAS ist ausreichend viel um ein gesundes Medienverhalten zu entwickeln. Schließlich gibt es auch bei den ÖR genügend nicht so gute Sachen aber nur weil man ihnen den ganz üblen Schrott vorenthält heißt das doch nicht, dass sie kein vernünftiges Konsumverhalten entwickeln. Es soll sogar Kinder geben die wachse ganz ohne Fernsehen auf und entwickeln sich mitunter völlig normal :eek:


    Ich muss doch Kinder auch nicht mit Drogen konfrontieren damit sie ein vernünftiges (Drogen) Konsumverhalten entwickeln, es reicht doch wenn sie wissen das es das gibt, müssen es doch nicht gleich konsumieren um es schlecht (oder gut) zu finden. Aber das ist wieder so ein klassischer Dühlmeyer, da sitzen Millionen Kinder paralysiert vor der Glotze und schauen SuperRTL aber Du sorgst Dich um ein vernünftiges Konsumverhalten meiner Kinder.



    Eine aktive Antenne, also mit integriertem Verstärker, hat den Vorteil, dass Verstärker und Antenne besser aufeinander angepasst sind. Damit meine ich jetzt weniger die Impedanz, sondern vielmehr Verstärkung, Bandbreite usw.

    Eine aktive Antenne soll es werden wobei das mit dem Stromanschluss an der Fassade eben nicht so einfach ist. Wäre im Spitzboden deutlich einfacher, da kommt ja eine Steckdose hin. Es hätte auch den Vorteil, dass ich jederzeit dorthin käme und nicht erst die lange Leiter anstellen müsste. Klar kann der Empfang dort oben nicht so gut sein wie draußen aber vermutlich deutlich besser als mit Zimmerantenne in den Etagen darunter. Ich kann es ja testen und wenn es nicht funktioniert die Antenne an die Fassade anbringen. Wobei das mit dem Stromanschluss für die aktive Antenne dann noch ein Problem wird.

  • Eine aktive Antenne soll es werden wobei das mit dem Stromanschluss an der Fassade eben nicht so einfach ist. Wäre im Spitzboden deutlich einfacher, da kommt ja eine Steckdose hin.

    Ich hatte ja geschrieben

    Diese kann entweder über ein Netzteil erfolgen, oder über das Koaxkabel (bei mehreren Teilnehmern wird es wieder ein bisschen komplizierter).

    Es gibt Geräte die eine Speisung anbieten, ansonsten braucht es einen Adapter der in die Koaxleitung eingeschleift wird.

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  • Richtig.


    Diese "Einspeiseweiche" besteht an sich nur aus einem Serienkondensator und einer Spule (Drossel). Der Serienkondensator verhindert, dass die Speisespannung in Richtung RX anliegt, und die Drossel befindet sich zwischen Netzteil und Innenleiter des Koaxkabels, so dass die HF schön auf dem Innenleiter bleibt und nicht in Richtung Netzgerät flüchtet.
    Für die Speisespannung (genauer gesagt den Speisestrom) ist der Innenleiter des Koaxkabels dann quasi wie eine Einbahnstraße, er kann nur in Richtung Antenne fließen, während die HF nur den Weg zum Empfänger gehen kann.

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  • Ein Verstärker sollte immer möglichst antennennah plaziert werden.

    Diese undifferenzierte These wird auch durch noch so häufige Wiederholungen fachlich nicht richtiger. Sie stimmt für den Empfang extrem schwacher Signale, also bei sog. DX-Empfang. Bei ausreichend starkem Ortsenderempfang kann eine Verstärkeranbringung z. B. in einem Übergaberaum im UG durchaus die bessere Alternative sein und für Satellitenempfang, bei dem man häufiger kritisch hohe als zu niedrige Pegel hat, ist sie definitiv falsch.


    Auch die beste Glaskugel kann nicht

    • die Kenntnis örtlicher Antenneneingangspegel und
    • halbwegs stimmige Längenangaben der Koaxkabel zur Dämpfungsberechnung

    für eine fachlich seriöse Pegel-/Dämpfungsberechnung ersetzen. Wenn ein "Planer" zudem noch nicht einmal die Normpegelfenster für die Teilnehmeranschlüsse kennt und nicht einmal weiß wie ein Antennenmessgerät aussieht, dürfte für die Aufgabenstellung kaum kompetenter erfolgen. Da bleibt nur laienhafter Blindflug, der ab und an ja auch mal klappt, zumal OFDM-Signale auch bei erheblichen Unterpegeln funzen.


    Dass zuviel Verstärkung die Signalgüte versaut und schädlich ist, wurde bereits erwähnt. Zuviel Power kann Verstärker selbst und die DVB-T-Empfänger übersteuern. Mit der Ortsangabe "Thüringen" ist keine grobe Schätzung der örtlichen DVB-T/T2-Feldstärke und folglich auch keine Umrechnung in Antennenpegel möglich.

  • . Nutzt hier jemand DVB-T mit Innen- oder Außenantenne?

    Ja. Sender steht in ca. 10km Luftlinie entfernt. Innenantenne mit ca. 5m Coax-Leitung (festverdrahtet). Ohne Verstärker.
    Läuft. Auch in HD. Antenne sieht aus wie ein Kuchenblech - nur etwas dünner. Hängt da so rum wie früher die UKW-Wurfantennen. Funktion hat Vorrang !!

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Mit der Ortsangabe "Thüringen" ist keine grobe Schätzung der örtlichen DVB-T/T2-Feldstärke und folglich auch keine Umrechnung in Antennenpegel möglich.

    Habe in #1 zumindest geschrieben "Wir liegen ziemlich genau zwischen 2 Sendemasten (je 50 kW) in je 20 km Entfernung (einer im Osten der andere im Westen) aber durch die hügelige Lage natürlich keine Sichtverbindung."


    Bisher habe ich erst das K*** LCD 111 gekauft. Als nächstes werde ich voraussichtlich die K*** BZD40 bestellen und um das Gerüst laufen und schauen wo der Empfang subjektiv am Besten ist (habe leider kein Antennenmessgerät). Mir wäre natürlich eine Position recht die ich später gut mit der Leiter erreiche oder wie von feelfree vorgeschlagen eine Position wo man auch eine Sat Schüssel anbringen könnte.



    Den Gedanken, die Antenne innen im HAR oder im Spitzboden aufzustellen habe ich aber auch noch nicht ganz verworfen da ich da a) besser ran komme und ich b) möglichst wenig an der Fassade haben möchte. Oder würdest Du von einer Innenaufstellung auch bei subjektiv gutem Empfang abraten?



    Ja. Sender steht in ca. 10km Luftlinie entfernt. Innenantenne mit ca. 5m Coax-Leitung (festverdrahtet). Ohne Verstärker.

    Bei mir sind es 20 km. Das Koax Kabel kommt ja sowieso in die 3 Räume und da macht eine zentrale Antenne schon Sinn. Ob diese nun innen stehen kann oder außen angebracht werden muss wird sich zeigen.


    Viele Grüße

  • Bei mir sind es 20 km. Das Koax Kabel kommt ja sowieso in die 3 Räume und da macht eine zentrale Antenne schon Sinn. Ob diese nun innen stehen kann oder außen angebracht werden muss wird sich zeigen.

    Bei gerade mal 20 km Entfernung und 50 kW EIRP handelt es sich um Nahempfang. Ein Empfangscheck würde nach Eingabe der PLZ das Rätselraten ersparen, ob eine Zimmerantenne für Einzelempfang ausreicht oder wegen der hügeligen Topografie eine Dachantenne erforderlich ist.


    Nachdem die für seriöse Dämpfungs-Pegelberechnung erforderlichen Daten wie z. B. geschätzte Leitungslängen noch immer fehlen, ersatzweise eine willkürliche Beispielberechnung für Sternstruktur um darzustellen worum es geht:


    40,0 dB(µV) min. Planungspegel an den Teilnehmerdosen
    3,0 dB Dämpfung für 20 m LCD-Koax von der Antenne zum Verteiler bei max. 700 MHz
    8,0 dB Verteildämpfung Vierfachverteiler (Dreifachverteiler ~ 6,5 dB)
    3,0 dB Dämpfung für 20 m LCD-Koax vom Verteiler zur Antennendosen
    1,5 dB Anschlussdämpfung für Stich-/Einzeldosen
    = 55,5 dBµV erforderlicher Antennenpegel


    Die für wohnungsinterne Verteilung vorgeschriebene Teilnehmerentkopplung wird mit einem pegelfreundlichen Drei oder Vierfach-Verteiler und je einer Stich-/Einzeldose pro Stammausgang erfüllt. Die für wohnungsübergreifende Installation höheren Entkopplungswerte erfordern in Sternverteilung einen 4-fach-Abzweiger, der ~ 4 dB höhere Abzweigdämpfung hat. Alternativ wäre auch eine nicht mehr zeitgemäße Reihenverteilung mit Richtkoppler-Durchgangsdosen angepasster Auskoppeldämpfungen mit z. B. 18 - 14 - 10 dB oder mit einer echten intern terminierten Enddose auch 14 - 10 - 7 dB möglich. Nach [definition=25,0]DIN[/definition] 18015 soll die Installation auch wohnungsintern sternförmig erfolgen und die Koaxleitungen sind nach dieser Norm in zugfähigen Leerrohren zu verlegen.


    Wenn der Empfangscheck Zimmerantennenempfang ausgibt wäre mit der Verteilerlösung eine passive UHF-Antenne vermutlich ausreichend. Der max. zulässige DVB-T/T2-Teilnehmerpegel nach Norm beträgt 77 dB(µV). Manche Frontends verkraften auch mehr, bei zu hoher Verstärkung droht aber die schon erwähnte Übersteuerung.

  • Bei gerade mal 20 km Entfernung und 50 kW EIRP handelt es sich um Nahempfang. Ein Empfangscheck würde nach Eingabe der PLZ das Rätselraten ersparen

    Dort bekomme ich gesagt, dass ich bis Herbst 2018 eine Dachantenne brauche und danach nur noch eine Außenantenne. Wobei ich anmerken möchte, dass mein PLZ sehr groß ist und auch Orte beinhaltet die wiederum 20 km von uns entfernt sind.


    Die dort verlinkte Karte ist da aber deutlich hilfreicher und zeigt für unseren Ort teilweise ein starkes als auch ein mittleres Signal. Der zweite Sender von dem ich geschrieben habe wird erst am 5. Dezember 2018 auf DVB-T2-HD umgestellt und bringt dann vermutlich eine weitere Verbesserung da er topografisch günstiger scheint.


    Bezüglich Verteiler und Antennendosen werde ich wie schon beim Kauf des Kabels auf Qualität achten.


    Ich möchte dich als Experten noch Fragen ob es bei meinem voraussichtlich nicht ganz so schlechten Signal eine Option ist die Antenne in den Spitzboden zu stellen oder macht man so was einfach nicht? Der Spitzboden wäre der mit 10 m höchste zu erreichende Ort im Haus, ist Wind und Wetter geschützt und ich käme jederzeit gut ran. Ein Leerrohr vom HAR zum Spitzboden wird so oder so verlegt. Optisch würde es mir auch besser gefallen wenn keine Antenne die Fassade schmückt.


    Nachteil ist natürlich, dass die Ziegeln das Signal schwächen und die Antenne nur wie eine bessere Zimmerantenne arbeitet. Wenn überhaupt würde ich das aber vorher testen. Thema testen, ich habe leider kein Antennenmessgerät und möchte fragen ob die Pegelanzeigen am TV einigermaßen zuverlässig sind. Oder ob ein günstiger DVB-T Finder für meine Zwecke reichen würde? Oder einfach nur schauen ob das Bild OK ist?


    Herzlichen Dank für Deine vorherige Antwort

  • ...Falls du nicht zufrieden bist und du doch noch Umschwenken must.

    ... hat Opa in den 90ern auch gemacht. Kann man später super als Zugdraht nutzen, wenn mal wieder LAN-Kabel nachgezogen werden müssen !
    :-)

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Bei gerade mal 20 km Entfernung und 50 kW EIRP
    ...
    Der max. zulässige DVB-T/T2-Teilnehmerpegel nach Norm beträgt 77 dB(µV). Manche Frontends verkraften auch mehr, bei zu hoher Verstärkung droht aber die schon erwähnte Übersteuerung.

    Nachdem keiner mosert, berichtige ich selbst: Korrekt sind 50 kW ERP und 74 dB(µV). ;)


    Komplette DVB-T/T2-Pegeltabelle.

  • Ich habe mir nun die Ax*** TAA 3-10 (Sieger Stiftung Warentest) gekauft und testweise im Dachgeschoss an einen Fernseher angeschlossen. Passiv hatte ich überhaupt keinen Empfang, ich nehme an die normalen integrierten DVB-T2 Tuner speisen keinen Strom ein? Habe dann eine Einspeisweiche zwischen Antenne und TV geschaltet, damit hatte ich dann Empfang. Aber leider nur wenn ich die Antenne ins Fenster gestellt habe, somit wird das leider nix mit der Antenne im Spitzboden. Werde sie also doch an der Fassade anbringen was weniger ein Problem sein sollte als erwartet da diese recht flach und unscheinbar ist.

  • Passiv hatte ich überhaupt keinen Empfang,

    Aktive Antennen, also mit integriertem Verstärker, benötigen zwingend eine Stromversorgung. Ein Verstärker der nicht versorgt wird, wirkt quasi wie eine Sperre.


    Bei den Tunern würde ich eine Speisung nicht voraussetzen, und wenn diese vorhanden ist, dann lässt sie sich in einem Menü meist an- und abschalten.

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    .

  • Aber leider nur wenn ich die Antenne ins Fenster gestellt habe, somit wird das leider nix mit der Antenne im Spitzboden.

    Auch hier noch ein Feedback: Obwohl ich im Dachgeschoss nur in den Fenstern Empfang hatte habe ich die Antenne doch noch im Spitzboden getestet und siehe da es hat funktioniert. Die Antenne steht 3-4 m höher als im DG und die Dachziegeln schirmen dann wohl doch nicht so viel ab wie das Mauerwerk.


    Wer also auf eine DVB-T Außenantenne angewiesen ist und nicht an die Fassade möchte der kann es ruhig erst einmal im Dachboden versuchen.

  • Meine Erfahrung in diversen Ferienhäusern auf dem funktechnisch schwach versorgten Land: Empfang wird mit jedem Geschoss besser, am besten im Dachspitz.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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