Kosten für mit Bauschutt verunreinigten Aushub?

  • Servus allerseits,


    ich plane die Bebauung eines Grundstücks, jedoch steht auf diesem noch ein Erdwall bestehend aus dem Aushub eines Nachbargebäudes (dunkler Mutterboden mit etwas Lehmanteil) verunreinigt mit ca. 4% Bauabfällen (Ziegel, Pflastersteine, Beton etc.)


    Es handelt sich um ca. 600m3, die Verladung der Kieslaster würde durch meinen eigenen Arbeiter mit einem 18t Bagger erfolgen.


    Jetzt habe ich einige Angebote reingeholt, jedoch liegen diese alle bei ca. 12-14 Euro netto der m3. Alle Firmen im Umkreis von 2-4km zur Entladestelle.


    Der Preis erscheint mir etwas hoch, da im Grunde der Boden ja nur gesiebt werden müsste und man für den Verkauf Mutterboden hätte.


    Was halten die Experten von den Angeboten?

  • Der Preis bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage.
    Wenn keine anderen Angebote einzuholen sind.........

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk

  • Könnte es sein, dass da allein schon fast die Hälfte nur für die Entsorgung des Bauschutts drauf geht? Oder habe ich mich verrechnet?

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  • Könnte es sein, dass da allein schon fast die Hälfte nur für die Entsorgung des Bauschutts drauf geht? Oder habe ich mich verrechnet?

    Inwiefern?


    Also die Verladung würde durch uns auf den Kieslaster erfolgen, ab durch die Siebanlage und man hätte alles in Mutterboden und Ausgangsstoffe für Beton- und Ziegel- Recycling, welche der Betrieb weiterverkauft.

  • Inwiefern?
    Also die Verladung würde durch uns auf den Kieslaster erfolgen, ab durch die Siebanlage und man hätte alles in Mutterboden und Ausgangsstoffe für Beton- und Ziegel- Recycling, welche der Betrieb weiterverkauft.

    Und wer trennt dann Ziegel von Beton, Pflaster usw.

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  • Also die Verladung würde durch uns auf den Kieslaster erfolgen, ab durch die Siebanlage und man hätte alles in Mutterboden und Ausgangsstoffe für Beton- und Ziegel- Recycling, welche der Betrieb weiterverkauft.

    Und die Einstufung nach LAGA spielt keine Rolle? Erstaunlich!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • bei uns ist es so , dass unser entsorger sein gesiebtes zeug kostenfrei zur baustelle liefert , damit er es los wird .

    Und da will man keine Klassifikation nach LAGA sehen? Also nicht würde sie inzwischen interessieren!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • ich bin mir ziemlich sicher , dass da alles korrekt abläuft . nur bezahlt man halt auf der anlieferungsseite . und zwar nicht nach m³ sondern nach tonnen , und zwar irgendwas um 12€/t

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Dass das korrekt ist, bezweifle ich nicht. Aber der Empfänger möchte doch mit dem neu angelieferten Material auch keine neuen Probleme im Garten haben!?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker ()

  • Da stellt sich für MICH als erstes die Frage, warum man den Verursacher, den Nahcbarn den Kram nicht entfernen läßt. DAS kostet nämlich 0,00 €/m³

    Fehler meinerseits, hätte mich eindeutiger ausdrücken sollen, der Aushub gehört zu einem nebenstehenden Gebäude, welches auch uns gehört.
    Evtl. noch wichtig, es handelt sich um ein Bauprojekt in der Nähe von Münster.


    Somit wäre das Angebot ok. :)

  • Hallo,
    die Preise für solch eine Aktion sind stark regional abhängig. Hier in Westmittelfranken kostet das grob zwischen 18 und 25€, im Raum NEA und Teilen von WÜ würde das alleine die Deponiegebühr kosten (Erde mit Deklarationsanalyse teilweise bis € 17,50/to!). Wegen 600 m3 stellt keiner die Siebanlage nur auf. Und in unserem gesamten Einzugsbereich bringe ich nicht einen m3 mehr ohne Deklarationsanalyse los.
    Jochen

  • Ich kann mich da Skeptiker nur anschließen - will der keiner eine LAGA-Klassifizierung des Bodens sehen? Hier oben in Niedersachsen wird man tlw. nicht mal ne Karre voll Boden (mit offensichtlichem Bauschuttanteil) los ohne diesen beprobt zu haben. Und dann wird's sofort spaßig wenn sich irgendwo Reste von Dachbahnen oder Schwarzanstrichen verstecken - wenn man Glück hat landet man bei Z1.2, eigentlich eher bei Z2...

  • Bei uns kostet Verunreinigter Bodenaushub (Beton, Bauschutt in Kleinmengen) 25 € die Tonne.

    Bei uns im Nachbarkreis wurde im letzten Jahr von 15,- € auf 25,- €/to erhöht, und zwar für den unbelasteten Erdaushub. Die wissen nicht mehr wohin damit, also müssen sie die Erde über längere Strecken transportieren. Findet sich darin nur irgendein Störstoff, dann hat der Anlieferer ein echtes Problem, denn dann darf er damit wieder nach Hause fahren, oder 50,- €/to auf den Tisch blättern.

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  • Soweit ich weiß nur für das Sieben des Bodens. Kann das nicht sein? Ist das zu teuer? Dann muss ich doch nochmal nachfragen.

  • Tja mit dem Sieben ist Boden noch nicht weg.


    BW ist groß.
    In BW sind die Deponiekapazitäten äußerst knapp ( es gibt da so ein Großbauvorhaben, auch wenn dazu täglich Züge in den Osten fahren)...
    In BW ist alles belastet (natürlicher Sulfatgehalt)
    In BW sind die Deponienetfernungen inzwischen groß (außer man kippt es im Schwarzwald um die Ecke illegal in eine Kuhle von nem Bauern zur Auffüllung)
    In BW geht idR nix ohne Beprobung weg - Zwischenlagerung
    in BW gibt es erste Recycling Center in großem Stil.

    Nachdenken kostet extra!

  • Ich wüsste da auch einige Löcher die gefüllt werden könnten , die nehmen aber auch nur Erde mit Zertifikat

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein