Mindestdurchmesser​ Leerrohr für welchen Zweck

  • Hallo,


    ich möchte Schutzrohr/Leerrohr (M16, M20, M25, M32, M40) bestellen und habe folgende Fragen:


    1.) Welchen Leerrohr Mindestaußendurchmesser für 7,3 mm Simplex Cat.7 Kabel?
    2.) Welchen Leerrohr Mindestaußendurchmesser für Duplex Cat.7 Kabel?
    3.) Welchen Leerrohr Mindestaußendurchmesser für ein HDMI Kabel mit Mini Steckern?


    Hier geht es mir erst um den Schutz und erst dann um die Möglichkeit Kabel zu tauschen. Das wird bei den meisten Strecken sowieso nur über Teilstrecken funktionieren.


    4.) Im Spitzboden brauchen wir ein Kabel für eine Lampe (5x1,5 mm²) aber auch ein Kabel für den Fall, dass wir uns irgendwann eine PV-Anlage installieren.
    4a) Was für ein Kabel braucht man für die PV-Anlage (sagen wir 7 kWp Leistung)? 2 Stück mit 4 oder 6 mm²?
    4b) Welchen Mindestaußendurchmesser sollte das Leerrohr für diese beiden (bzw. drei) Kabel haben?
    4c) Das Rohr soll innen in der Außenwand verlegt und anschließend überputzt werden damit es die Dampfbremse nicht durchdringen muss. Wie wird so ein Rohr dann aber im Spitzboden luftdicht verschlossen?


    5.) Ein Leerrohr soll vom Haus zum Tor und die Leitungen für die Türsprechanlage (4x2x0,8) aber auch Strom (5x2,5 mm²) für Licht und ggf. später Torantrieb beinhalten.
    5a) Würdet ihr hier schon die teureren Schutzrohre für Erdreich empfehlen oder tut es auch ein normales oder ein Betonrohr?
    5b) Können die genannten Kabel (also zwei) in ein Rohr?
    5c) Welchen Mindestaußendurchmesser sollte das Leerrohr haben?


    6.) Sollten NYM Stromkabel auf den Betondecken im Schutzrohr verlegt werden oder geht es auch ohne? Auf dieser untersten Ebene liegen die Kabel und die Flachkanäle KWL, dazwischen und über den Kabeln dann Dämmung


    Ich weiß viele Fragen wobei die zur PV Anlage ziemlich speziell sind. Vielleicht sind die besser in einem PV Forum aufgehoben?

  • 4.) Im Spitzboden brauchen wir ein Kabel für eine Lampe (5x1,5 mm²) aber auch ein Kabel für den Fall, dass wir uns irgendwann eine PV-Anlage installieren.
    4a) Was für ein Kabel braucht man für die PV-Anlage (sagen wir 7 kWp Leistung)? 2 Stück mit 4 oder 6 mm²?
    4b) Welchen Mindestaußendurchmesser sollte das Leerrohr für diese beiden (bzw. drei) Kabel haben?
    4c) Das Rohr soll innen in der Außenwand verlegt und anschließend überputzt werden damit es die Dampfbremse nicht durchdringen muss. Wie wird so ein Rohr dann aber im Spitzboden luftdicht verschlossen?

    zum Thema Lampe: warum 5 x1,5 und warum nicht fest verlegt? Ich wuerde das nicht in ein Leerrohr zusammen mit moeglichen PV Kablen packen. Ist vermutlich auch nicht zulaessig.
    PV Leerrohr: 7 kWp sind eher 3-4 Strings, daher auch gerne mal 6-8 Kabel, plus evtl. Potentialausgleich. Und gerne auch groesserer Querschnitt, schliesslich willst du ggf. die Verluste klein halten.
    Ich wuerde daher eher in Richtung [definition=1,0]DN[/definition] 50 oder [definition=1,0]DN[/definition] 75 denken, dann kann der PV Eli dann schalten und walten wie er/sie will.
    Wir haben ein [definition=1,0]DN[/definition] 75 HT Rohr vom Keller bis zum Dach, der Eli hat darin dann seine Leitungen in weiteren Schutzschlaeuchen verlegt (warum auch immer). Platz war jedenfalls genug und solange unbenutzt, kann man mit einem gewoehnlichen Deckel fuer HT ggf inkl. Dichtung abschliessen.

  • Ich werde jetzt nicht deine Einkaufsliste schreiben, aber mal ein paar Punkte zum Nachdenken: Wo sollen denn die Leerrohre liegen, unter Putz, in Hohlwand, in Beton, im FuBo/Dämmung...?


    Welches Leerrohr für die PV benötigt wird, hängt davon ab, ob du DC oder AC darin verlegen willst. Bei DC wäre erd-/kurzschlussfeste Verlegung zu beachten.


    Für die Leitungen im Aussenbereich (TSP, Strom) wird ohenhin Erdkabel verwendet, ob man da noch extra ein Schutzrohr braucht? Maximal bei Querung von Fahrbahnen, Wegen, ansonsten bekommst du für die Mehrkosten keinen Mehrwehrt.

  • PV werde ich hier dann doch mal ausklammern und ggf. in ganz zum Schluss oder in einem neuen Thema behandeln (hier oder in einem PV Forum)


    Bei Erdkabel könnte ich also auf das Schutzrohr verzichten, OK.


    Die Leerrohre im Innenbereich werden sowohl unter Putz als auch auf dem Beton (also zwischen der Dämmung und unter der [definition=30,0]FBH[/definition] und Estrich) verlegt. Dachte hier an FBY-EL-F nur die Durchmesser waren mir halt nicht ganz klar. Bekommt man ein 7,3 mm Kabel sagen wir über 10 m und 2 Kurven noch durch einen 10,9 mm Innendurchmesser gezogen oder nicht? Ich habe damit keine Erfahrung, hätte ja sein können, dass hier jemand so was weiß. Reicht ja schon wenn jemand schreibt, dass man Cat7 keine 5 m durch M16 gezogen bekommt oder eben dass das gut funktioniert.

    zum Thema Lampe: warum 5 x1,5 und warum nicht fest verlegt?

    5 x 1,5 weil mein Elektriker alle Lampen so ansteuert und da wollte ich da oben keine Ausnahme machen. Kann aber auch 3 x 1,5 sein, müsste ich halt extra kaufen da im Haus nicht vorgesehen. Meinst du mit fest verlegt für das Licht einen eigenen Schlitz zum Spitzboden und nicht mit in das Unterputz Leerrohr? Das kann man natürlich auch machen.

  • Ich habe in meinem "ersten Leben" mal eine Ausbildung zum Elektroinstallateur gemacht. Damals, so vor 35-40 Jahren, haben wir NYM noch in den Beton gelegt. Auch eine Lampe auf einer kleinen Insel in einem Teich wurde mal mit durchs Wasser verlegtem NYM angeschlossen. Die Lampe leuchtet heute noch. "Gehen" tut also Vieles...aber erlaubt ist das so nicht mehr; davon gehe ich zumindest aus, da heutzutage nur noch NYY in Beton gelegt wird oder eben NYM im Schutzrohr. :/  
    Wie man an meiner Berufsbezeichnung sehen kann, bin ich schon lange "branchenfremd". :D

    It doesn´t make sence to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • Bei Leerrohren gilt, lieber eine Nummer größer. M16 braucht an sich kein Mensch. Das taugt nur für dünne Kommunikationsleitungen oder ein NYM 3x1,5 auf sehr kurzen Strecken. Es gibt zwar solche "Experten" die auch dickere Leitungen mit Gewalt, Spüli, und was weiß ich, noch durch ein M16 ziehen, aber dann muss man sich nicht wundern, wenn die Leitung vorgeschädigt wird.


    Ein Duplex CAT7 kriegt man weder durch ein M16 noch durch ein M20, da braucht es schon ein M25, und selbst das könnte auf längeren Strecken knapp werden.


    Müssen mehrere Leitungen durch ein Leerrohr, dann sollte man sowieso den Durchmesser üppig wählen, denn die Leitungen kriegt man niemals in einem kompakten Paket durch das Leerrohr. Die Leitungen drehen sich usw. und nehmen deutlich mehr Platz ein, als der Durchmesser vermuten lässt.


    Leitungen auf Betonboden, würde ich im Leerrohr verlegen, vor allen Dingen wenn zwischen Elektrik und Bodenaufbau Tage und Wochen liegen, und während dieser Zeit Dutzende Leute mit ihren Stiefeln durch die Gegend marschieren.


    Zu den PV Leitungen, dazu kann man nur spekulieren. Keine Ahnung wie die Module angeordnet werden sollen, sprich wie diese aufgeteilt werden (müssen). Mit 7kWp kann man nicht viel anfangen, also würde ich mal von 3 strings ausgehen, entsprechend 6 Leitungen, deren Durchmesser dann auch von der Strecke abhängt, die überbrückt werden soll. Sitzen die WR unter´m Dach, dann sind es nur wenige Meter, sitzen die WR im Keller, dann sieht die Welt schon ganz anders aus. Mit den bisherigen Infos kann niemand einen seriösen Vorschlag machen, da bleibt alles Spekulation.


    Ach ja, und die Leerohre dicht kriegen, das ist auch kein Problem. Bei einer Durchdringung gibt es Manschetten bzw. man kann verkleben, und für das Rohr selbst gibt es Stopfen.


    Und so nebenbei bemerkt, weil Du von Außenwand schreibst, ich hoffe doch, dass DIr klar ist, dass man Wände nicht so einfach schlitzen darf (von Stemmen ganz zu schweigen).

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  • Wir haben ein [definition=1,0]DN[/definition] 75 HT Rohr vom Keller bis zum Dach

    Elektroinstallation in Abwasserrohren.. ;(


    1) DN20
    2) DN25
    5a) wenn im Erdreich, dann geeignet Rohre verwenden
    5b) nein
    6) man darf NYM ungeschützt auf der Decke verlegen, ich würde (und habe) aber Schutzrohr der Festigkeit "mittel" verwendet.

  • Wir haben ein [definition=1,0]DN[/definition] 75 HT Rohr vom Keller bis zum Dach, der Eli hat darin dann seine Leitungen in weiteren Schutzschlaeuchen verlegt (warum auch immer).

    Mich wuerde schon mal interessieren, wie der Elektriker bei solch einem Konstrukt die Zugentlastung der Kabel und Leitungen realisiert? Der hat doch sicher kein Abspannseil o.dgl. mit eingezogen und befestigt...

    Damals, so vor 35-40 Jahren, haben wir NYM noch in den Beton gelegt....aber erlaubt ist das so nicht mehr; davon gehe ich zumindest aus, da heutzutage nur noch NYY in Beton gelegt wird oder eben NYM im Schutzrohr.

    NYM-J ist zur Verlegung auf, im und unter Putz, im Mauerwerk und in unbewegten Beton geeignet.

  • Und so nebenbei bemerkt, weil Du von Außenwand schreibst, ich hoffe doch, dass DIr klar ist, dass man Wände nicht so einfach schlitzen darf (von Stemmen ganz zu schweigen).

    Mit der [definition=27,0]EN[/definition] 1996-1-1 habe ich mich vor dem Schlitzen beschäftigt und bin im sehr grünen Bereich (Wobei ich auch nicht auf die Idee kommen würde irgendwas größer DN40 in die Außenwand zu packen, selbst wenn es zulässig wäre).


    Dank euch komme ich der Sache ja schon näher:


    1.) Simplex -> mindestens M20
    2.) Duplex -> mindestens M25
    3.) HDMI -> Der Ministecker misst 11 x 3 mm, sollte also bei 7 m und vorher einfädeln selbst in ein M20 passen. Vorsichtshalber werde ich aber wohl ein M25 (19mm innen) nehmen.


    4.) PV Anlage werde ich in einem neuen Thema um Hilfe bitten


    5.) Ein Leerrohr soll vom Haus zum Tor und die Leitungen für die Türsprechanlage (4x2x0,8) aber auch Strom (5x2,5 mm²) für Licht und ggf.
    später Torantrieb beinhalten.


    5a) Würdet ihr hier schon die teureren Schutzrohre für Erdreich empfehlen oder tut es auch ein normales oder ein Betonrohr?
    Hier gab es unterschiedliche Aussagen ob bei Erdkabel überhaupt ein Schutzrohr gebraucht wird.


    5b) Können die genannten Kabel (also zwei) in ein Rohr?
    Falls überhaupt Schutzrohr dann Strom und A-2YF(L)2Y nicht in das gleiche?


    5d) Noch eine Frage zum Kabel ans Tor, für den Fall, dass neben einer Steckdose und einer LED Lampe später noch ein Torantrieb installiert wird würde ich gleich ein NYY mit 2,5 mm² nehmen. Sollte ich da gleich 5 Adern nehmen oder reichen 3?


    6.) NYM Kabel direkt auf den Betondecken oder im Schutzrohr? Für 5x1,5 und 3x2,5 wird M16 ja nicht reichen, M20 aber schon. Oder kann man je nach Kabelbündel auch gleich mehrere Kabel in ein M40, M50 (also nicht höher als die KWL Kanäle) stecken? Oder je Kabel ein Schutzrohr? Mein Elektriker hätte es übrigens ohne gemacht da er sagt, dass die Schutzrohre vor manchen Beschädigungen nicht schützen man sie aber durch die Schutzrohre viel schlechter findet. Letztendlich wäre es aber auch OK mit Schutzrohr.


    Wobei Schutzrohr das auch wirklich schützt schon einiges kostet, das einfache ist dann eher für das Gewissen.

  • Hier gab es unterschiedliche Aussagen ob bei Erdkabel überhaupt ein Schutzrohr gebraucht wird.

    Ich hab im Außenbereich Kabuflex DN50 verwendet oder direkt in die Erde gelegt.
    Direkt in die Erde nur da, wo man später auch problemlos rankommt.
    Unter der Einfahrt, Querungen von Beeteinfassungen etc.. alles mit Kabuflex DN50.



    5b) Können die genannten Kabel (also zwei) in ein Rohr?
    Falls überhaupt Schutzrohr dann Strom und A-2YF(L)2Y nicht in das gleiche?

    bei NYY-J ist die Prüfspannung 4kV, damit kannst du es mit A-2YF(L)2Y in ein Rohr legen (bei NYM-J + ysty zb unzulässig unter der Annahme, dass SELV/PELV gefahren wird auf der Kommunikationsleitung).



    Sollte ich da gleich 5 Adern nehmen oder reichen 3?

    ich hab im Außenbereich grundsätzlich 5x2,5 verlegt, um mal auch was schalten zu können.

    Oder je Kabel ein Schutzrohr?

    so hab ich das gemacht - je Leitung ein DN25. Viele Weege führen nach Rom.. wenn du ander sicherstellen kannst, dass die Leitungen nicht beschädigt werden, auch gut. Mehrere in ein Rohr halte ich für unpraktikabel.
    Letztens habe ich gesehen, da hat einer einen normalen Installationskabelkanal aus Kunststoff auf die Rohdecke genagelt... zulässig? Weiß nicht...

  • Zur PV, da wird Dir anhand der bisherigen Infos niemand eine seriöse Beurteilung geben können, egal wo Du fragst.


    Klar, wir können jetzt anfangen über alles mögliche zu philosophieren, aber das bringt niemanden weiter.

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  • Danke @SirSydom :):thumbsup::bier:



    Zur PV, da wird Dir anhand der bisherigen Infos niemand eine seriöse Beurteilung geben können, egal wo Du fragst.


    Klar, wir können jetzt anfangen über alles mögliche zu philosophieren, aber das bringt niemanden weiter.

    Ist nicht bös gemeint aber dann werde ich die Fragen bezüglich PV lieber gar nicht erst hier stellen sondern in einem anderen Forum.


    Jemand hat eventuell vor in einigen Jahren eine PV Anlage zu installieren, baut aber heute schon sein Haus. Nun möchte er wissen was er heute schon beachten sollte um später den Aufwand bezüglich Verkabelung in Grenzen zu halten. Weiß nicht was daran so ungewöhnlich ist will aber keine neue Diskussion vom Zaun brechen. Nutzbare Dachfläche, Neigung, Ausrichtung, Lage, Verschattung sind doch bekannt, auch der Umstand, dass der WR nicht unbedingt in den ungedämmten Spitzboden sollte.


    Würde ich heute keine Vorkehrungen für die PV treffen (Leerrohr(e)) dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie in ein paar Jahren trotzdem installiere bei Null.

  • Sorry, aber dafür kann man auch gleich die später erforderliche Verkabelung fest einbauen. Meine Erfahrung zeigt mir aber, dass mind. 80 % aller eingebauten Optionen später nicht genutzt werden. Die wenigen genutzten passen nicht ganz und es muss aufwändig an sie angepasst werden. Zusätzlich entstehen durch den späteren Einzelbau erhebliche Mehrkosten gegenüber der Finanzierung (momentan jedenfalls) für den sofortigen Einbau. Weshalb wird die PV nicht gleich richtig eingebaut?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Jemand hat eventuell vor in einigen Jahren eine PV Anlage zu installieren, baut aber heute schon sein Haus. Nun möchte er wissen was er heute schon beachten sollte um später den Aufwand bezüglich Verkabelung in Grenzen zu halten. Weiß nicht was daran so ungewöhnlich ist will aber keine neue Diskussion vom Zaun brechen.

    Dann solltest Du aber nicht nach Leerrohrquerschnitten fragen.


    Die Vorgehensweise ist doch ganz einfach. Du hast ein Dach mit einer bestimmten Ausrichtung, darauf passen max. xx kWp, und die müssen irgendwie mit den WR verbunden werden (PA, nicht vergessen).


    Kommen die WR unter´s Dach oder in einen anderen Raum? im EG, Keller oder wohin?


    Wenn alles noch offen ist, dann hilft nur ein großzügiger Installationsschacht, der sowieso vorhanden sein sollte, und über alle Etagen geht. Da ist es jetzt völloig nebensächlich ob M16,20,25 oder was weiß ich.


    Ich kann ja Deine Fragen teilweise verstehen, aber Du gehst die Sache völlig falsch an. Das führt zwangsläufig dazu, dass DU heute Vorkehrungen triffst, die in Zukunft unbrauchbar sind, oder anders ausgedrückt, die Arbeit ist umsonst. (ok, war ja auch gratis).

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  • Weshalb wird die PV nicht gleich richtig eingebaut?


    Weil unsere finanziellen Möglichkeiten begrenzt sind und ich in den nächsten 2-3 Jahren das Geld lieber in Terrasse, Außenbereich, Einfahrt, Tor, Zaun stecken möchte. Möbel braucht es ja auch noch ein paar obwohl wir schon sehr viel aus dem alten Haus mitnehmen. PV Anlage wäre nur für den Fall, dass es sich in ein paar Jahren noch oder wieder lohnt und wir es uns finanziell leisten können.


    Da dachte ich es wäre ganz schlau heute schon die Vorkehrungen zu treffen und ein oder zwei Leerrohre für DC+, DC-, Steuerleitung und
    Potentialausgleich zu verlegen. Frage war halt nur welcher Durchmesser und welches Material (wegen Brandschutz ggf.)


    Meine Erfahrung zeigt mir aber, dass mind. 80 % aller eingebauten Optionen später nicht genutzt werden.

    Das gilt auch für LAN Dosen von denen man ja nie genug installieren kann :P



    Kommen die WR unter´s Dach oder in einen anderen Raum? im EG, Keller oder wohin?

    Unter das Dach ist bei einem ungedämmten Spitzboden nicht die allerbeste Idee, denke also eher in den HAR im EG.

    Wenn alles noch offen ist, dann hilft nur ein großzügiger Installationsschacht, der sowieso vorhanden sein sollte, und über alle Etagen geht. Da ist es jetzt völloig nebensächlich ob M16,20,25 oder was weiß ich.

    Den einzig durchgehenden "Schacht" sind die Installationswände in den drei übereinander liegenden Bädern. Da käme ich vom HAR recht leicht in den Spitzboden. Dort könnte ich ein dickes (M63?) oder zwei dünnere (M40) Rohre (je nachdem ob DC+ und - getrennt) nach oben legen. Je nachdem wie gut die Anlage schon planbar ist würde ich das Kabel schon gleich mitverlegen ansonsten halt zumindest eine Einzughilfe und später die Kabel einziehen.

  • Wieviel kostet es, dort jetzt für den ungünstigsten Fall passende Kabel einzubauen?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Einziehhilfe.

    Danke ;-)



    Wie groß ist die Dachfläche?

    Das Dach hat die Maße 10,80 x 7,05 m also 76 m². Schneefang ist über der zweiten Ziegelreihe. Mittig im unterem Drittel ist ein [definition=7,0]DFF[/definition] (78x140) eingebaut. Ansonsten keine Einschränkungen wie Antennen, Rohre usw.


    Je nachdem wie man das ganze aufteilt und welche Abstände man einhalten muss kommt man letztendlich vielleicht auf 55 m². Vielleicht nicht so viel aber ziemlich genau nach Süden und günstige 48° [definition=1,0]DN[/definition].



    Wieviel kostet es, dort jetzt für den ungünstigsten Fall passende Kabel einzubauen?

    Dagegen haben ich ja nichts, nur eben die ganze PV können wir uns im Moment nicht leisten.

  • kommt man letztendlich vielleicht auf 55 m².

    Dann werden es wohl kaum mehr als 7kWp.


    Ich würde mir einen Schacht basteln, so um die 5 x 5 cm. Verkleiden, mit MiWO verschließen, fertig. Ob man dann später die 7kW in 3 strings oder 4 strings aufteilt, die 8 Leitungen + PA kriegt man immer durchgezogen.


    Da noch nicht absehbar ist, wann die PV Anlage aufgebaut wird, macht es wenig Sinn jetzt über 4mm oder 6mm zu philosophieren. DC seitig würde ich sowieso den Querschnitt üppig bemessen, und wer´s genau wissen will, der rechnet den Widerstand der Leitung und den dadurch entstehenden Spannungsfall (oder einfach ausgedrückt, die Leistung die dort verheizt wird).
    DIe 4mm sind OK für Kleinstanlagen, ansonsten würde ich immer die 6mm in´s Visier nehmen.


    Darauf achten, dass der Schacht nicht zum Haustelefon wird.

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  • Um es noch spekulativer zu machen, was denkt ihr wie wird sich das PV Thema eurer Meinung nach entwickeln? Leistungsfähigkeit Module und Stromspeicher, Preise der Anlage, Einspeisevergütung, Strompreis usw.


    Mit anderen Worten macht es überhaupt Sinn Vorkehrungen für eine PV zu treffen? Habt ihr privat PV installiert oder vorbereitet oder bewusst gar nichts in diese Richtung geplant?


    Und noch eine Frage, warum kann man die drei oder vier Strings nicht oben "vereinigen" und in 2 entsprechend dimensionierten Kabeln nach unten führen?

  • Ich glaube das kann niemand vorhersagen. Deswegen würden sich meine Vorarbeiten auf einen Steigschacht (von mir aus auch dicke Leerohre) beschränken. Evtl. hat man irgendwann einmal Lust auf Solarthermie als Hobby, oder was weiß ich. Ein freier Schacht kann ja mit allen möglichen Dingen belegt werden. An sich dient er nur dazu, dass man später nicht die kompette Wand aufreißen muss.

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  • was denkt ihr wie wird sich das PV Thema eurer Meinung nach entwickeln? Leistungsfähigkeit Module und Stromspeicher, Preise der Anlage, Einspeisevergütung, Strompreis usw.

    Glaubt man den PV-Enthusiasten und den wöchentlichen Verlautbarungen der betreffenden Forschungs-/Industrie- und Lobbyverbänden, kannst du in spaetestens 5 Jahren mit einer Solarzelle in Handygrösse und einem Akku in Knopfzellengrösse eine halbe Stadt mit Strom versorgen. Sogar bei Nacht...
    Praktisch haben sich die Wirkungsgrade der auf dem Markt verfügbaren PV-Module in den letzten 10 Jahren kaum nennenswert verbessert. Lediglich der Preis für Module ist gefallen.

    Und noch eine Frage, warum kann man die drei oder vier Strings nicht oben "vereinigen" und in 2 entsprechend dimensionierten Kabeln nach unten führen?


    Die Module liefern Ausgangsseitig eine DC-Spannung, je nachdem, wie man diese zusammenschaltet (Reihe oder Parallel) ergibt sich daraus die resultierende Eingangsspannung/Eingenasstrom für den Wechselrichter. Diese kann nur in einem definierten Bereich liegen, um den WR wirtschaftlich zu betreiben. Daraufhin muss man die Stringbildung der PV-Module auf dem Dach ausrichten und die Kabel vom Dach zum WR dimensionieren. Schaltest du mehrere Strings zusammen erhöhen sich entweder Spannung oder Strom am Eingang WR. Kann der WR damit umgehen, ist es gut.

  • Die Parallelschaltung von Modulen ist technisch war möglich, aber nicht ganz so einfach. Abgesehen davon, dass die Module völlig identisch sein müssen, muss man verhindern, das es zu Ausgleichsströmen (Rückströmen) kommt.


    Das ist vergleichbar mit der Parallelschaltung von Batterien oder Akkus, was in der Praxis ja auch nicht so ohne Weiteres möglich ist. Dabei sollte man nicht vergessen, dass man mit PV Modulen richtige "Kraftwerke" auf dem Dach hat, sprich Spannungen und Ströme können erheblichen Schaden anrichten.

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  • Ob man dann später die 7kW in 3 strings oder 4 strings aufteilt, die 8 Leitungen + PA kriegt man immer durchgezogen.

    Hierzu habe ich doch noch eine Frage:


    Sollte man die je 3 oder 4 DC+ und DC- Kabel vorsichtshalber in je einem Leerrohr verlegen oder kann das alles in eins? Nehmen wir mal an in zwei, würden dann bei nahezu senkrechter Verlegung bis zum Spitzboden auch 2 x M40 (31,5 mm) reichen oder sollten es schon M50 (innen 39 mm) sein?


    Es ist nämlich so, dass der Weg vom HAR über die Installationswände der Bäder hin zum Spitzboden nicht ganz so einfach ist und außerdem mit den zwei Leerrohren die Dampfbremse durchbrochen werden müsste.


    Stattdessen überlege ich die zwei M40 oder M50 Leerrohre in unserer recht dicken Außenwand hin zum Spitzboden zu verlegen. Der Spitzboden ist senkrecht über dem HAR und da wäre dies der mit Abstand kürzeste Weg. Die Dampfbremse müsste so auch nicht durchbrochen und anschließend abgeklebt werden.


    Wenn ich die [definition=27,0]EN[/definition] 1996-1-1 richtig lese scheint es in unserem Fall kein Problem mit M40 oder M50 zu geben, würde das aber bei nächster Gelegenheit noch mal mit unserem Architekten absprechen.


    Wenn es zu der "senkrechten" Variante in der Außenwand kommen sollte, ist es ja nicht ganz unerheblich ob 2 x M40 reichen würde oder ob es 2 x M50 werden sollten.


    Hat da jemand einen Erfahrungswert? Ich habe mir den Innendurchmesser mal aufgezeichnet und die 3 bzw. 4 Kabel (in einem + PA) ebenfalls eingezeichnet und passen tut das schon aber ob man es dann noch durchziehen kann sieht man so natürlich nicht, da braucht es eher Erfahrung.


    Sind bei meiner nutzbaren Fläche von ca. 55 m² 3 oder 4 Strings wahrscheinlicher?

  • also wenn man 4 Leitungen 6mm² (ca. 6,5 Außendurchm) nicht durch ein DN40 bekommt, stellt man sich schon blöd an.
    Ich Hab schon 4 CAT7-Leitungen (ähnlicher AD) durch ein DN25 gelegt.. (ok, das war sehr eng und grnezwertig, aber es ging).


    Bei mehreren Leitungen muss man halt aufpassen dass sich die Kabel nicht verdrehen und immer schon gleich liegen und ins Rohr eingeführt werden.


    Andererseits kann man auch gleich DN50 nehmen, weils eh wurscht ist. Senkrechte Schlitze sind eher weniger ein Problem.

  • Wenn es mit 2 mal DN40 voraussichtlich keine Probleme gibt dann werde ich der Wand auch nicht mehr zumuten.


    Kann man die beiden Leerrohre eigentlich auch an der Außenseite der Außenwand verlegen oder nur innen? Gerüst steht ja noch und man müsste nur je zweimal bohren und senkrecht schlitzen da HAR und Spitzboden übereinander liegen (mit 2 Etagen dazwischen). Dann müsste man nicht drei Decken (davon 2 aus Beton) durchdringen.


    Oder ist Schlitzen außen nicht empfehlenswert oder gar unzulässig?