Granit Großpflaster für Garagenzufahrt geeignet?

  • Hallo Leute,


    bin schon seit längerem hier als "stiller" Mitleser unterwegs ...
    Mein Hausbau (innen) ist schon seit mehreren Jahren abgeschlossen, allerdings gibt es noch rund ums Haus ein paar Baustellen.... ;)
    Konkret hätte ich eine Frage zur Gestaltung meiner Hofeinfahrt Richtung Garage, quasi der Zufahrtsweg für meine Doppelgarage.


    Die Einfahrt ist rund 10m lang und ca. 5m breit. Diese Einfahrt wurde bereits vor ca. 5 Jahren von einem Galabauer mit 80cm Kies auf "gewachsenem" Boden ausgekoffert und lagenweise verdichtet. Das sollte eigentlich alles soweit fachgerecht und ordentlich gemacht worden sein.
    Auch die "Einfassungen" (Granitsteine 15/17) wurden von ihm damals schon gesetzt und verfugt.
    Je nach Dicke des gewünschten Belags muss jetzt nur etwas Kies abgetragen werden und dann kann der Belag rein.


    Ursprünglich war von meiner Frau ein schickes "Betonpflaster" gewünscht.... :rb:
    Der Galabauer hatte schon damals versucht ihr das auszureden und Natursteinpflaster empfohlen....
    Auch ich konnte sie mittlerweile dahingehend umstimmen, dass wenn mal wieder etwas Geld in der ausgelutschten Kasse ist, wir Natursteinpflaster legen lassen, irgendwas in Granit in der Größe 9/11 oder ähnlich.


    Nun habe ich neulich von einem befreundeten Tiefbauer ein interessantes Angebot bekommen. Im Zuge einer Ortsstraßenerneurung wird ca. 50 Jahre altes sog. Großkopfpflaster ausgebaut und steht für Interessenten zum Verkauf. Ist alles "offiziell" und wird mit der örtlichen Gemeindeverwaltung abgerechnet. Der Preis inkl. Lieferung für 1to. Großkopfpflaster in der Größe 14/17 beträgt ca. 120€, vielleicht auch etwas weniger bei größeren Abnahmemengen.


    Jetzt wollte ich mal fragen ob sowas schon mal einer gemacht hat und sich Großkopfpflaster als Fläche in seine Zufahrt gelegt hat und wie die Erfahrungen damit sind?


    Mein Galabauer wäre nicht abgeneigt das zu machen, gibt aber zu bedenken das Großkopf auf meiner Fläche nur im Reihenverband gelegt werden kann und das sich hier zwangsläufig größere Fugen ergeben als bei Pflaster in der Größe 9/11 im Bogen. Er würde die Steine auf Splitt setzen und dann mit Brechsand einschlämmen.


    Wie ist eure Erfahrung damit, sind die großen Fugen eine Stolperschwelle für Kinder oder vielleicht für nicht mehr ganz so rüstige Rentner?


    Dann noch eine Frage, das ausgebaute Großkopfpflaster ist ja auf einer Seite "abgefahren", würdet ihr das nach oben legen oder lieber eine Seite nehmen die nicht abfahren ist oder gar mischen? Habe so meine Bedenken das die abgefahren Seiten etwas rutschig sein könnten bei Näße oder im Winter...?


    Wie ist eure Meinung und Erfahrung mit gebrauchtem Großkopfpflaster als Zufahrt im privatem Bereich?


    Würde mich über Antworten freuen! :)


    Grüße
    Chris

  • Bei Abnahme von mindestens einer LKW Ladung, Größenordnung von 10 to reduziert sich der Preis auf ca. 80€ pro tonne sagte man mir...
    Klar bekommt man auch neues aus Polen, Indien, China oder wo auch immer für 100 € pro Tonne, aber ist das auch "nachhaltig"?
    Womöglich noch aus "Kinderhand" geschlagen....


    Das mir angebotene gebrauchte liegt halt quasi schon vor der Haustür, keine großen Transportwege usw...


  • Jetzt wollte ich mal fragen ob sowas schon mal einer gemacht hat und sich Großkopfpflaster als Fläche in seine Zufahrt gelegt hat und wie die Erfahrungen damit sind?

    Mein Vermieter hat die Zufahrt zu meinem Büro nach Vorgabe des Denkmalschutzes so pflastern lassen. Ich musste mir schon mehrfach von Besuchern anhören, dass sie gestolpert und oder bei Nässe gerutscht sind. Ich komme auch nicht mit allen Schuhen darauf zurecht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • aaaaaaaaaaalso :


    geeignet ist sowas schon .
    nur gebe ich zu bedenken , dass das pflastern mit grossstein aufwändiger ist als 9/11.


    zudem ergibt 1t grossstein gerademal die hälfte der fläche von 9/11 . das relativiert den scheinbar günstigen preis.


    ich würde in richtung kombinieren denken wollen.man nehme 2 verschiedene pflastersorten (gross+klein)und mache einen teil mit gross und einen teil mit klein .
    der rest geht dann in richtung planungsleistung , das soll der machen , der damit geld verdient . ich würde vor allem den "laufteil" 9/11 muster nach gegebenheit und geschmack , den rest in grosspflaster ......


    kann richtig geil werden .wenn man denn will und kann

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Hallo Leute,


    Danke für die Antworten und Anregungen...
    Meine Frau hat ein bisschen im web nach Anregungen gesucht und u.a. Folgendes gefunden:


    So könnte sie sich das in der Fläche vorstellen...
    Würde mir auch gefallen, nur weiß ich nicht ob auch praktikabel.


    Ich rede mal bei Gelegenheit mit dem galabauer was er meint.
    Er hat aber schon mal vor Wochen durchklingen lassen das seine Auftragsbücher grad ziemlich voll sind und er für Experimente eigentlich keine Zeit hat...

  • na ja , 50 m² natursteinpflaster ist jetzt kein experiment . sowas wurde schon vor ein paar tausend jahren experimentell bearbeitet und gilt in der zwischenzeit als zuverlässig erprobt .


    high heels sind natürlich etwas gefährdet..

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  • Ich möchte mir den galabauer nicht „vergraulen“ wie man so schön sagt bei uns in Bayern...
    Nur mal so laut nachgedacht...wäre eine feste Fuge bei dem grosskopfpflaster „high heel“ tauglich bzw. eine Alternative für das einschlämmen mit Brechsand?

  • Ich sehe in unserer Gegend Zufahrten von den Straßen zu den Grundstücken, die den Fußweg kreuzen, aus verschiedenen Baustoffen: Mosaikpflaster, Kleinpflaster, Großpflaster (Straßenpflaster), seltener Betonpflaster.


    Beim Großpflaster hebt sich die Zufahrt optisch und haptisch vom Gehweg ab.
    So eine Grundstückszufahrt mit abgesenkten Bord wird in innerstädtischen Gebieten auch oft von anderen Verkehrsteilnehmern als Wendestelle verwendet und wenn dann noch im Stand gelenkt wird, macht das dem Pflaster schon einige Mühe, einfach nur ganz cool liegen zu bleiben und die Position 1/10mm-genau beizubehalten ohne dass die Fugen knirschen. Und die Zufahrten nutzen auch Logistikdienstleister als "Parkhilfe". Im gehwegkreuzenden Bereich auf jeden Fall auf maximale Qualität achten, weil hier eine Stolperstelle unter ungünstigen Umständen teuer werden kann.


    Bei Mosaikpflaster und manchmal auch bei Kleinpflaster sieht man oft Verdrückungen, Spurrinnen oder lockere Steine.


    Aber auch bei Betonpflaster-Garagenzufahrten sieht man desöfteren Spurrinnen, insbesondere bei engen Zufahrten, in denen sehr spurtreu gefahren wird. Da scheint mir die Ausführungsqualität der maßgebende Faktor für eine funktionsfähige Pflasterfläche zu sein und auch die Auskofferungstiefe, die Materialien und die Verdichtung des Unterbaues und ein funktionierendes Gefälle auf der Oberfläche.


    Funktional würde ich pers. Betonpflaster bevorzugen, schon weil es sich im Winter deutlich besser Schnee schieben lässt und auch eine gringere Geräuschkulisse verursacht. Optisch kann man es nach persönlichen Wünschen gestalten. Es muss ja nicht standard grau im Läuferverbabd sein.
    Randeinfassung mit Tiefbord und Bischofsmützen, Steine unter 45Grad verlegt, farbige Steine zur Musterbildung, nachleuchtende Steine als Hingucker, oder etwas ausfefallener: mit Leuchtmittel....
    Bei entsprechend großen Flächen und ausreichend Kontrast sieht man das Muster schon bei Kugel-Mäbbs.


    Eine weitere Möglichkeit, ist die Ausbildung einer Fahrspur aus Großpflaster oder Natursteinpflaster, OK Pflaster etwas höher als die Flächen daneben. Flächen neben den beiden befahrenen Streifen, die nur begangen (selten auch mal überfahren) werden oder nur der Entwässerung dienen, können aus anderen Materialien hergestellt werden oder als Sickerflächen (Grünflächen) dienen.


    Sieht man sich alte Bauernhöfe oder Hofflächen von alten Villen /Schlössern mal an, sieht man, dass eine gute Pflasterflächer auch über huntert(e) Jahre alt werden kann und immer noch funktioniert.


    Wichtig auch: die richtige Gefälleausbildung und eine funktionirende Entwässerung.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Funktional würde ich pers. Betonpflaster bevorzugen, schon weil es sich im Winter deutlich besser Schnee schieben lässt und auch eine gringere Geräuschkulisse verursacht.

    Als Alternative (Preislich leider + bzw. +++) dazu gibts dann noch Klinker oder gesägtes Natursteinplaster. Ich hab mich für Klinker entschieden.
    Schneeschieben :thumbsup: .

  • Ich habe altes Granit-Großpflaster, in leichtem Bogen verlegt. Altmaterial aus dem Osten der Republik, damals aus Straßensanierungen, so ein rötliches Material.
    Fugen mit Split, mittlerweile schön begrünt. Schnee wird dort festgefahren, was allerdings nicht bei 50 cm funktioniert, soviel gibt es in Underfranggn aber nicht.
    Es gibt auch keine High-Heel-Träger unter den Benutzern. Mir gefällt die sofortige Gebraucht-Optik.

    Grüsse Peter

  • Ich habe mal gelernt, dass man entweder die "Gebundene Bauweise" macht; d.h. Pflaster und Fuge gebunden - z.B. Pflaster in Beton verlegt, oder die "Ungebundene Bauweise" was dann bedeutet Pflaster auf Sand, Splitt, Kies whatever und die Fuge dann auch ungebunden - also eingeschlämmt oder ähnlich.
    Wenn man die Fuge Fest macht und das Pflaster liegt selbst lose auf Sand o.ä. dann ist nicht auszuschließen, das die Fugen kaputtgehen weil sich das Pflaster bewegt.

    It doesn´t make sence to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • @wasweissich nichts anderes habe ich gesagt. Verstehe Deinen Thread nicht so ganz?!?!? ?(

    It doesn´t make sence to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • du hast geschrieben , dass es nicht auszuschliessen ist ..... also vielleicht , könnte möglich sein ....


    ich bin mir ziemlich sicher , nein ich weiss , dass es nicht hält .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Hallo Leute,


    danke schon mal für die vielen Antworten und Gedanken die mich ein bisschen zum nachdenken angeregt haben.


    Der Galabauer rückt Anfang nächster Woche mit dem Bagger an und trägt das überschüssige Obermaterial (Kies und Splitt) ab und planiert den Unterbau für das gebrauchte Großkopfpflaster.


    Er hat einen "mündlichen" Plan vorbereitet, wir werden die "Fußgängerlaufwege" an der Straße entlang und zur Haustür mit gebrauchtem 9/11 Pflaster machen und die Zufahrt zur Garage dann mit besagtem Großkopfpflaster.
    Das Material wurde gestern angeliefert und sieht herrlich schön alt aus.... ;)


    Die Steine (9/11 wie auch 14/17) werden auf 2/5 Splitt gepflastert und dann mit sog. Brechsand eingeschlämmt. Splitt und Brechsand gibt es bei uns im nicht all zuweit entfernten Kieswerk für ca. 12€/to., das mit fester Fuge hat sich erledigt...mein Galabauer hätte es auch nicht machen wollen, bzw. wann dann ohne Gewährleistung... :nono:


    Dürfte deutlich günstiger sein als das teure 1k oder 2k Fugenmaterial was viele hier mittlerweile verbauen lassen, z.B. mein Nachbar.... mal schauen was länger hält, sein 1k Fugenmaterial oder mein Brechsand.... :thumbsup:


    Danke für die Infos.

  • Dürfte deutlich günstiger sein als das teure 1k oder 2k Fugenmaterial was viele hier mittlerweile verbauen lassen,

    Feste Fugen müssen nur sinnvoll angewendet werden. Zum Beispiel vor der Haustür um den Abtreter zwischen dem Pfeffer-und-Salz-Mosaikpflaster, das in Mörtel verlegt wurde. Dann kann auch bei jedem Regen Wasser von der Fassade oder vom Vordach auf die Fläche tropfen, ohne dass die Verfugung dabei ausgespült wird.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Hallo Leute,


    Es hat nun etwas länger gedauert……aber der Aufwand hat sich, wie ich finde, doch gelohnt.


    Habe die ganze Sache jetzt selber verlegt, in Summe ca. 20 Tonnen an Pflaster Material (9/11 und Grosspflaster). Da brauchst keine Muckibude mehr, Hut ab vor den Jungs die das jeden Tag machen ...

  • Ach ja, verfugt wurde mit 2/5 splitt gemischt mit sog. Brechsand.

    Jetzt warte ich noch auf die 500 kg rüttelplatte....danach wird nochmal nachverfugt und eingeschlämmt....


    Hatte auch schon an eine grüne Fuge gedacht, aber dann doch für splitt entschieden, grün wird sie ja mit der Zeit selber.....☺️

  • na ja , das 9/11er ist kein 9/11 , sindern eher ein 7/14 . ist aber nicht schlimm , sauber (praktisch kreuzfugenfrei ) verlegt . hut ab .



    das mit der 500kiloplatte würde ich nicht riskieren wollen . da gibts unter umständen böse überaschung , vor allem bei ungeübtem bediener .(heisst , jeder fehler wird gewaltig bestraft ).


    zwei nummern kleiner reicht auch und ist nicht so schadensträchtig .


    das mit der splittfuge finde ich richtig , richtig gut .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer