Laibung Dachflächenfenster rechtwinklig anstatt senkrecht und waagerecht

  • Hallo,


    die Trockenbauer waren heute wieder da und als ich mir die Arbeit heute Abend anschaute ist mir aufgefallen, dass die Trockenbauprofile so angebracht sind, dass man die Laibung oben (Sturz) und unten (Brüstung) nur rechtwinklig zur Dachfläche anbringen kann. Ich finde aber das sieht sch*** aus und lässt auch weniger Licht rein. Außerdem entsteht da ja eine Art Ecke die dann vielleicht schlecht belüftet ist?


    Ich hätte es gern so gehabt, dass die Laibung unten senkrecht verläuft und die oben waagerecht, das lässt das Fenster zum einen viel größer wirken und lässt auch mehr Licht rein. Schimmelgefahr ist vielleicht auch niedriger, kann ich aber nicht beurteilen. Der Dachstuhl lasst es jedenfalls zu das so zu machen nur die Trockenbauer wollten es wohl nicht so ausführen. Im [definition=41,0]LV[/definition] steht das leider nicht so konkret und ich kann den Leuten ja nicht jeden Morgen eine Liste geben worauf sie achten sollen.


    Meine Frage ist nun ob es da eine Norm oder aRdT bezüglich GK Laibung [definition=7,0]DFF[/definition] gibt? Würdet ihr darauf bestehen, dass der Trockenbau am [definition=7,0]DFF[/definition] unten senkrecht und oben waagerecht ausgeführt wird? Noch ist dort ja nur das Profil für den rechten Winkel, dass wäre ja schnell entfernt. Die Dämmung und Dampfbremse sind aber auch für die rechtwinkelige Laibung vorbereitet, man kann diese aber mit den Händen leicht eindrücken damit die GK Laibung senkrecht ausgeführt werden könnte. Könnte man das so machen oder müsste man die Dampfbremse an dieser Stelle öffnen um einen Teil der Dämmung heraus zu schneiden sodass es passt und sie anschließend wieder verkleben (das will ich natürlich vermeiden).


    Ich frage morgen auch die Trockenbauer, wäre aber schon wenn ich vorab schon den einen oder anderen Tipp bekommen könnte. Vor allem ob es da eine Art Standard, Norm gibt.


    Viele Grüße

  • In dem verlinkten Vortrag findest Du auf Seite 18 mit einem Auszug aus dem Merkblatt für Einbauten in Dachdeckungen die Vorgabe für Deine richtige Annahme. Das zitierte Merkblatt ist meiner Bewertung nach eine [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. und damit auch ohne ausdrückliche Erwähnung so auszuführen. Unbegründete Abweichungen von dieser „Soll“-Ausführung stellen einen Mangel dar.


    Ob allerdings der Trockenbauer das von allein wissen muss? Der ist ja kein Dachdecker?


    Gibt es keine Ausführungsplanung und keine fachkundige Bauleitung?

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  • Danke das hilft mir sehr.



    Gibt es keine Ausführungsplanung und keine fachkundige Bauleitung?

    Offensichtlich scheint es zu diesem "Detail" keine Ausführungsplanung zu geben, auch im [definition=41,0]LV[/definition] steht dazu nichts. Die Bauleitung hat die aktuelle Ausführung noch nicht gesehen.



    Ob allerdings der Trockenbauer das von allein wissen muss? Der ist ja kein Dachdecker?

    Wer sonst wenn nicht der Trockenbauer? Der hat doch sicher schon hunderte [definition=7,0]DFF[/definition] Laibungen gemacht und bestimmt nicht alle im rechten Winkel. Selbst als Laie würde ich nicht auf die Idee kommen das so blöd auszuführen.



    Noch ist dort ja nur das Profil für den rechten Winkel, dass wäre ja schnell entfernt. Die Dämmung und Dampfbremse sind aber auch für die rechtwinkelige Laibung vorbereitet, man kann diese aber mit den Händen leicht eindrücken damit die GK Laibung senkrecht ausgeführt werden könnte. Könnte man das so machen oder müsste man die Dampfbremse an dieser Stelle öffnen um einen Teil der Dämmung heraus zu schneiden sodass es passt und sie anschließend wieder verkleben (das will ich natürlich vermeiden).

    Das kann man aus der Ferne vielleicht schlecht beurteilen aber denkt ihr das kann man so machen?

  • Außerdem entsteht da ja eine Art Ecke die dann vielleicht schlecht belüftet ist?

    Es wird unten am Fenster Kondenswasser entstehen und da läuft dann in der Laibung runter und sieht irgendwann nur Sche**e aus , und das Dachfenster leidet.
    Warum kein Innenfutter ? hat das bei Dir preisliche Gründe ? aber es lohnt sich das Geld auszugeben !

    Wer sonst wenn nicht der Trockenbauer? Der hat doch sicher schon hunderte [definition=7,0]DFF[/definition] Laibungen gemacht und bestimmt nicht alle im rechten Winkel. Selbst als Laie würde ich nicht auf die Idee kommen das so blöd auszuführen.

    Der wird das sicher wissen , der wird das auch sicher öfters so machen , aber rechtwinklig geht einfacher und ist viel weniger Aufwand ;( , aber einfach nur :pfusch:

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Ich möchte darauf hinweisen, daß lediglich "senkrecht" bzw "waagerecht" als Definition noch nicht ausreicht.
    Die einzig sinnvolle Einbauweise stellt das Bild auf Seite 11 bzw 12 in dem PDF dar, nämlich mit einem Teilbereich des Leibungsquerschnitts durchaus winklig zur Dachfläche. Warum? -> Sonst fehlender Dämmstoffquerschnitt in dem Bereich.

  • Oh contrair


    Ich habe (als Nicht-Laie) gerade das Dach unseres Hauses erneuern lassen. Bei 2 von 3 [definition=7,0]DFF[/definition] werden die Leibungen wieder rechtwinklig zur Fensterebene erstellt.


    Beim 3. sind es die Randbedingungen, die lot- und waagerechte Erstellung der Leibung erfordern.

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  • Warum kein Innenfutter ? hat das bei Dir preisliche Gründe ? aber es lohnt sich das Geld auszugeben !

    Hat mich nie einer gefragt und bis eben wusste ich gar nicht, dass es so was gibt.



    Die einzig sinnvolle Einbauweise stellt das Bild auf Seite 11 bzw 12 in dem PDF dar, nämlich mit einem Teilbereich des Leibungsquerschnitts durchaus winklig zur Dachfläche. Warum? -> Sonst fehlender Dämmstoffquerschnitt in dem Bereich.

    Danke für den Hinweis, habe es mir ausgedruckt.


    ---------- 6. April 2018, 08:18 ----------


    Unter LINK ist es auch noch einmal gut beschrieben.

  • Diese ganzen schicken Bildchen mit Pfeilen die der Luft erklären, wie sie strömen soll, stammen aus einer Zeit, als [definition=7,0]DFF[/definition] U-Werte von 1,6 und schlechter aufwiesen und dementsprechend von Kondensat befreit werden mussten.


    Heutige [definition=7,0]DFF[/definition] haben U-Werte von 0,9 und besser (OK, die miesen gibts auch noch - für die Sparfüchse) und beschlagen im Scheibenbereich nicht mehr.
    Schön im verlinkten Roto-Heftchen das NoGo Kreuz bei nur einem Heizkörper unter einem der zwei [definition=7,0]DFF[/definition]. Da will Roto also sagen, dass man unter jedes [definition=7,0]DFF[/definition] einen EIGENEN Heizkörper setzen soll.
    Heutige Neubauten haben a) meist Flächenbeheizung ([definition=30,0]FBH[/definition]/WH) und b) [definition=7,0]DFF[/definition] mit Uw < 1,0. Da gibt es ganz andere Probleme und die hängen weder am HK unter dem Fenster noch einem "Strömungsschatten" der Warmluftquelle.


    Interesant auch, dass in diesen ganzen bunten Bildchen immer nur die Luftdichte Ebene raumseits der Dämmung liegt. Luftdichtung im Bauteilquerschnnitt kennen die alle nicht.

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  • Wir haben das V*** Energie Plus genommen, das ist so glaube ich das mit dem geringsten U-Wert. Kondensat ist auch nicht meine Befürchtung. Mir geht es eher darum dass ich es zum einen optisch viel schöner finde wenn die Laibung unten senkrecht und oben waagerecht ausgeführt wird (mit den kurzen rechtwinklingen Ansätzen auf die greenbay hingewiesen hat).


    Zum anderen denke ich auch, dass bei einer solchen Ausführung mehr Licht einfällt als bei der rechtwinkeligen.

  • . Mir geht es eher darum dass ich es zum einen optisch viel schöner finde wenn die Laibung unten senkrecht und oben waagerecht ausgeführt wird

    Optik ist und kann nicht allgemeine Regel sein, sondern ist zu vereinbaren und zu vermitteln. Z.B über Leistungstexte, Zeichnugen, mündliche Anweisungen...

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  • Optik ist und kann nicht allgemeine Regel sein

    Soll nun die rechtwinklige Ausführung die allgemeine Regel sein nur weil DU das bei dir in zwei Fällen so ausgeführt hast? Wenn ich das Thema hier richtig lese, dann sind alle andere Diskussionsteilnehmer der Meinung, dass die "schräge" Ausführung der rechtwinkeligen vorzuziehen ist. Da geht es auch nicht nur um Optik sondern um den größeren Lichteinfall.


    Wenn Du irgendwas anders machst (hier Laibung aber auch im Dunstrohr Thema) dann sind externe Fachinformationen plötzlich nur bunte Bildchen und so weiter...


    Ich sehe in meinem Fall keinen Vorteil es rechtwinkelig auszuführen. Auch konstruktiv gibt es kein Hindernis es "schräg" zu machen. Einzig für den Trockenbauer ist es halt aufwändiger.

  • Diese ganzen schicken Bildchen mit Pfeilen die der Luft erklären, wie sie strömen soll, stammen aus einer Zeit, als [definition=7,0]DFF[/definition] U-Werte von 1,6 und schlechter aufwiesen und dementsprechend von Kondensat befreit werden mussten.


    Heutige [definition=7,0]DFF[/definition] haben U-Werte von 0,9 und besser (OK, die miesen gibts auch noch - für die Sparfüchse) und beschlagen im Scheibenbereich nicht mehr.

    Ralf, nominell ist das richtig. Wir beide wissen aber auch, dass nach Norm die U-Werte von Isolierverglasungen in Einbaulage senkrecht gemessen werden, [definition=7,0]DFF[/definition] aber doch überwiegend geneigt, oft sogar flach geneigt eingebaut werden. Wir beide wissen weiter, dass durch die bei geneigtem Einbau erheblich stärkere Konvektion im ZSR der reale U-Wert von [definition=7,0]DFF[/definition] um einen Faktor von bis über 1,5 schlechter ist, als normgerecht gemessen. Und wir wissen auch, dass die durch den unbedeckten nächtlichen Himmel fehlende äußere IR-Einstrahlung zu einer noch weiteren Abkühlung führt.


    Damit hat ein nominell mit den Fassadenfenstern baugleiches [definition=7,0]DFF[/definition] aber auch heute noch eine niedrigere oder je nach Einbaulage sogar ganz erheblich niedrigere Oberflächentemperatur als die anderen Fenster eines Hauses und es kommt insbesondere in Schlafräumen, Bädern und Küchen weiterhin zu massivem Kondensatausfall. Aus genau diesem Grund rät Velux weiterhin vom Einbau von Holzfenstern in genau diesen Räumen ab.


    ---------- 6. April 2018, 11:21 ----------

    Optik ist und kann nicht allgemeine Regel sein, sondern ist zu vereinbaren und zu vermitteln. Z.B über Leistungstexte, Zeichnugen, mündliche Anweisungen...

    Die [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. sehen die senkrechte bzw. waagerechte Ausbildung als Regelausführung vor. Die [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. müssen nicht besonders vereinbart sein.

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  • Einzig für den Trockenbauer ist es halt aufwändiger.

    Genau. Und deswegen muss er bei der Kalkulation eine ERSCHÖPFENDE Leistungsbeschreibung als Kalkulationsgrundlage haben, In Form von Text, Zeichnung o.ä.
    Die gabs wohl nicht (sonst wärs ja jetzt einfach), also hat er kalkuliert und ausgeführt, was ihm am besten (für die Auftragserlangung) erschien.


    Das, was DU mir unterstellst (die eigene Vorstellung zur Fachregel erheben) ist das, was Du hier immer wieder versuchst. Dun und Dein Architekt. ihr habt nict eindeutige Vorgaben gemacht und nun suchst DU Gründe, die Korrektur Eurer Versäumnisse dem Handwerker aufs Auge zu drücken.
    Ich sage NICHT, weil ich es so mache, ist es so zu machen. Bei meinen Antworten ist Mitdenken nicht nur erlaubt, sondern notwendig!
    Ich sage nur, das die Tatsache, dass es bunte Bildchen mit EINER Ausführung gibt, diese noch lange nicht dsie einzig wahre ist und begründe das!


    ---------- 6. April 2018, 11:27 ----------


    Die [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. sehen die senkrechte bzw. waagerechte Ausbildung als Regelausführung vor. Die [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. müssen nicht besonders vereinbart sein.

    Eben genau DARAN hege ich Zweifel.

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  • Ich frage mich



    Auch konstruktiv gibt es kein Hindernis es "schräg" zu machen. Einzig für den Trockenbauer ist es halt aufwändiger.

    ist dem tatsächlich so? Sparrenwechsel? Höhe der Sparren?


    Ich habe beide Varianten und muss gestehen, dass mir die Variante senkrecht zum Fenster (also der typische "Kasten") optisch nicht so gut gefällt. Insbesondere die obere Kante ergibt bei einer waagerechten zum Fenster hin etwas mehr Kopffreiheit und wirkt somit optisch großzügiger. Luftzirkulation war/ist ein angenehmer Nebeneffekt, an den ich ehrlich gesagt, damals gar nicht gedacht hatte. Ist auch schon 15 Jahre her, und ich hatte auch keinen Dachfenstereinbauplaner.

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    .

  • Eben genau DARAN hege ich Zweifel.

    Dass es sich bei dem Merkblatt um eine [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. handelt? Kannst Dun das bitte erklären?


    Für die, die es nicht in der Bürobibliothek haben, habe ich es auszugsweise gescannt und stelle den Titel und die relevanten 3 Seiten hier vorübergehend ein. Ich werde sie in einigen Stunden wieder löschen.


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  • Genau. Und deswegen muss er bei der Kalkulation eine ERSCHÖPFENDE Leistungsbeschreibung als Kalkulationsgrundlage haben, In Form von Text, Zeichnung o.ä.

    Geschadet hätte es nicht aber wenn man so an die Sache heran geht dann würden Leistungsbeschreibungen zu Büchern.


    Aber im Prinzip ist es wie immer, eine einfache Frage -> mehrere klare Antworten und dann kommst Du und wirbelst alles durcheinander. Ihr Experten müsst euch doch auch darüber Gedanken machen wie das nach außen wirkt. Dieses Thema betrifft doch nicht nur mich sondern eine Vielzahl von Bauherren die über die Suchfunktion dann auf dieses Thema stoßen und die gehen völlig irritiert wieder aus dem Thema. Wenn schon eine so klare Problematik unter den Experten unnötige Diskussion auslöst - wie soll das dann bei wirklich kniffligen Fragestellungen funktionieren?


    Und wenn wir beim Thema Unterstellungen sind, wie kommt man auf die Idee ich wolle dem Handwerker irgendwas "aufs Auge drücken"? Ich wollte mich informieren wie die fachgerechte Ausführung aussieht und das hat ja (abgesehen von deinen Beiträgen) auch gut funktioniert. Wie ich mich dann mit dem Handwerker einige ob ich ihm und wenn ja wie viel für den Mehraufwand bezahle entzieht sich doch deiner Kenntnis. Ich kann dir jedenfalls versichern, dass mir eine ordentliche, fachgerechte und sinnvolle Ausführung wichtiger ist als die paar Euro und vor allem wichtiger ist als die Schuldfrage. Von mir aus ist es alles meine Schuld solange es am Ende ordentlich ist.


    Das ist im übrigen der Hauptgrund warum sich Bauherren hier anmelden, da muss man nicht permanent reflexartig auf sie einhacken und ihnen böse Absichten unterstellen.

  • ich hatte auch keinen Dachfenstereinbauplaner.

    tststs :rulez:


    Aber wie @Ralf Wortmann hier einmal sinngemäß schrieb: Es gibt keine Pflicht zur Planung. Man kann die [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. auch lediglich durch glückliche Zufälle einhalten. Das Ergebnis zum Zeitpunkt der Abnahme zählt!



    ---------- 6. April 2018, 11:56 ----------


    Geschadet hätte es nicht aber wenn man so an die Sache heran geht dann würden Leistungsbeschreibungen zu Büchern.

    Da muss ich @Ralf Dühlmeyer beipflichten. Eine Leistungsbeschreibung hat per Definition "eindeutig" und "erschöpfend" zu sein. Und ja, die werden dann natürlich umfangreicher als 2 [definition=25,0]DIN[/definition] A4 Seiten. Meine letzten Ausschreibungen für ein zugegebenermaßen etwas komplizierteres EFH, nämlich Rohbau, Zimmerer, Dach und Fenster hatten jeweils zwischen 50 und 80 Seiten zzgl. Plänen.

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  • Dass es sich bei dem Merkblatt um eine [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. handelt? Kannst Dun das bitte erklären?

    Erläutern? Gerne:
    1) Ist das lt. des Textes eine EMPFEHLUNG. Eine Empfehlung ist für mich nicht zwingend einzuhalten. Der TE sucht aber etwas zwingendes.
    2) Die [definition=7,0]DFF[/definition] Hersteller verstoßen ohne Hinweis selber gegen diese Empfehlung.
    Den lotrechten unteren Leibunsabschluß begründen sie mit vollständiger Öffnung (Putzstellung), nicht mit aRdT.
    Gleichzeitig bieten sie gegenteiliges an, z.B. Fensterbänke für Ihre eigenen Innenfutter
    velux-innenfutter-fensterbank-lfi-richtige-position.pdf?la=de-de



    Aber im Prinzip ist es wie immer, eine einfache Frage -> mehrere klare Antworten und dann kommst Du und wirbelst alles durcheinander.

    Weder ist es eine einfache Frage (hättest DU vielleicht gerne) noch wirble ich alles durcheinander. Ich habe eine andere Sichtweise und kann die auch begründen. Auch wenn das DEINE Intention stört.



    Ihr Experten müsst euch doch auch darüber Gedanken machen wie das nach außen wirkt.

    Wie wirkt es denn nach aussen? Auch Experten sind nicht immer über alles einer Meinung und tauschen sich darüber aus. Das ist einer der Zwecke eines solchen Forums.
    Es soll nicht nur Baulaien den Bauleiter ersetzen, es soll auch der Fortbildung und dem Meinungsaustausch der Experten untereinander dienen.


    Ich erinnere mich z.B. an eine Debatte an anderer Stelle darüber, ob die [definition=25,0]DIN[/definition] 1946 überhaupt den Anschein einer aRdT hat und wie Experten das sehen. Auch das kann eine für Laien bedeutsame Information sein -> Status ist nicht unumstritten!

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  • Für die, die es nicht in der Bürobibliothek haben, habe ich es auszugsweise gescannt und stelle den Titel und die relevanten 3 Seiten hier vorübergehend ein. Ich werde sie in einigen Stunden wieder löschen.

    Was hat der Trockenbauer damit zu tun? Weder ist das Regelwerk des ZVDH für die gemacht, noch werden die das kennen. Ich gehe sogar noch weiter und mutmaße, das selbst der 0815 Trockenbauer nicht mal die Hinweise der Hersteller von Velux und Roto kennt. Muss er das? Nö, hat ja nix mit dem Fenster zu tun. Hier liegt der Kern des Problems doch ganz wo anders. Wer ist für die Schnittstelle zuständig? Architekt? Vielleicht, wenn beauftragt. Andernfalls ist es doch Bauherrenaufgabe die Arbeiten zu koordinieren.


    Wer macht die Luftdichtung? TB? Dachdecker? Theoretisch eigentlich der DD, weil es zum Fenster dazu gehört. Jetzt kann man sagen "Ja der TB muss ja die Vorleistung prüfen" Okay, was muss er prüfen? Die korrekte Höhe? Dann müsste er nur die Brüstungshöhe kennen, Rest ergibt sich aus Fensterlänge und [definition=1,0]DN[/definition]. Gibt es eine [definition=13,0]a.R.d.T[/definition] im Bereich TB der das thematisiert? Ich kenne keine. Insofern hat Ralf schon irgendwo Recht, wobei wir uns nicht darüber streiten müssen ob nun Lot/Waage oder orthogonal. Worüber man streiten kann ist insofern, wer nun die Kosten für die "Änderung" trägt, tragen muss.


    Ich finde es nicht zielführend hier das Pferd der [definition=13,0]a.R.d.T[/definition] zu besteigen, weil ich wie Ralf massive Zweifel habe das dem TB dies überhaupt bekannt sein muss. Mich juckt es ja auch nicht mit welchen Schrauben der TB sein Gips anschraubt. Irgendwo hört es auch auf mit der Prüf- und Hinweispflicht und wenn ich Eric bis dato richtig verstanden habe geht es auch elementar darum ob Derjenige "hätte wissen müssen".


    Dann könntest ja auch sagen: "Der TB hat zu prüfen ob die Lichtquelle der [definition=39,0]LBO[/definition] genügt" - das ist doch total realitätsfern.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • 1) Ist das lt. des Textes eine EMPFEHLUNG. Eine Empfehlung ist für mich nicht zwingend einzuhalten. Der TE sucht aber etwas zwingendes.

    Nein @Ralf Dühlmeyer, diese Aussage ist falsch! Es ist keine Empfehlung, sondern nach der Liste 1 der modalen Hilfsverben mit der Einleitung "soll" eine Regel, "von der nur in begründeten Fällen abgewichen werden darf".

    2) Die [definition=7,0]DFF[/definition] Hersteller verstoßen ohne Hinweis selber gegen diese Empfehlung.
    Den lotrechten unteren Leibunsabschluß begründen sie mit vollständiger Öffnung (Putzstellung), nicht mit aRdT. Gleichzeitig bieten sie gegenteiliges an, z.B. Fensterbänke für Ihre eigenen Innenfutter
    velux-innenfutter-fensterbank-lfi-richtige-position.pdf?la=de-de

    Die Fachregel gilt für die Ausführung von Einbauteilen bei Dachdeckungen. Es gibt keinen Zwang nur dem entsprechende Einbauteile herstellen.


    Off-Topic:


    ---------- 6. April 2018, 14:37 ----------

    Was hat der Trockenbauer damit zu tun? Weder ist das Regelwerk des ZVDH für die gemacht, noch werden die das kennen. Ich gehe sogar noch weiter und mutmaße, das selbst der 0815 Trockenbauer nicht mal die Hinweise der Hersteller von Velux und Roto kennt. Muss er das? Nö, hat ja nix mit dem Fenster zu tun.

    Na dann spinnen wir den Faden doch 'mal weiter: Du, DDM @Kalle, baust 2018 ein [definition=7,0]DFF[/definition] in einem Dach ein. Später baut ein TB die Wände und der Raum darunter wird - ein Bad. Brüstung und Sturz werden von ihm senkrecht zur Dachneigung ausgeführt.


    Vier Jahre ziehen ins Land und der Hauseigentümer zeigt Dir den Mangel verfaulender Fensterrahmen des [definition=7,0]DFF[/definition] an und möchte dieses von Dir im Rahmen einer Mangelbeseitigung kostenlos ausgetauscht haben. Und jetzt bin ich auf Deine Antwort gespannt! 8)

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  • Zum einen hat @Kalle meinen Gedanken so gut Ausdruck verliehen, so gut hätte ich das selbst nicht gekonnt.
    Zum anderen steht unter Abb. 4 GANZ eindeutig Empfehlung. Richtig, im Text steht soll. Also in sich widersprüchlich.


    Und nix, beratungsresistenter DIY, nur advocatus diaboli. :bier:

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  • Ich bin viel in Bestandsgebäuden und Sanierung unterwegs und wenn es irgendwie möglich ist, versuchen wir die Innenverkleidung unten senkrecht und oben waagrecht auszubilden. Es gibt aber im Bestandsbereich ein paar Situationen, wo das einfach nicht möglich ist, die Innenverkleidung wie in dem Link beschrieben ist, auszubilden. Nur als kleines Beispiel: Aussenwand ziemlich hoch und noch ca. 80 cm Dachschräge mit Dachfenster und dann kommt die obere Geschoßdecke. Soll ich hier dem Kunden sagen: tut mir leid, ich darf hier kein Fenster mit der Länge von 78 cm einbauen, weil ich sonst die Innenverkleidung nicht nach den a.[definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. ausführen kann, sondern nur rechtwinkling zur Dachneigung? Genau für diesen Fall steht in den Fachregeln das soll.
    Alleine wegen der Luftströmung, die dann auch die Randbereiche der Scheibe erreicht, sollte man die Innenverkleidung der Dachfenster unten senkrecht oben waagrecht ausführen, der größere Lichteinfall ist dann noch ein positives Nebenerzeugnis.
    Für einen Neubau wie beim TE, wo einem alle Möglichkeiten offen stehen, würde ich auch auf eine Ausführung wie im Link bestehen. Der Hund liegt liegt aber vermutlich im [definition=41,0]LV[/definition] des Trockenbauers und evtl. des Zimmerers ( wenn die Auswechslung zu klein ist ) begraben.

  • Und jetzt bin ich auf Deine Antwort gespannt!

    1. Punkt: Ich baue es dir nur ein, wenn ich auch den Luftdichtenanschluss mache/vorbereite, die UK für die Innenverkleidung. Wer dann da Gips ran baut, ist mir völlig egal. Oder ich baue gleich ein Fertigfutter ein, in Bad/Küche eh sinnvoll.


    2. Punkt: Du machst wie beschrieben, bekommst von Haus aus aber schon mal meine Bedenkenmeldung, so wie natürlich der Kunde.


    Man muss es ja nun nicht komplizierter machen als es ist. Ich bin doch nicht so bescheuert, und lass in meinem Bauteil einen andere rumpfuschen. So viel betriebswirtschaftliches Denken sollte jeder DD haben, dass so was absolut keine gute Idee ist. Im Zweifel hänge ich doch im Strick, wenn etwas mit dem Fenster passiert. Entweder/ oder, was anderes wirst du von mir nicht bekommen. Wem das nicht passt, kann gerne nen anderen Deppen hernehmen ;)

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  • Und jetzt bin ich auf Deine Antwort gespannt!

    Vielleicht so:
    Werter Bauherr, weise mir ausreichende Beheizung und Belüftung des betroffenen Raums nach ;)


    Noch ein techn. Nachtrag.
    Unsere alten [definition=7,0]DFF[/definition] hatten auch zur Dachneigung winklige Brüstungs-und Sturzflächen, waren lackierte Holzfenster und aus der Mitte der 80er (Uw ca. 1,9). Die Leibungen selber, die bis in der Bereich der Deckung durchgingen, waren GK-B (nix I).
    Kondensat gabs immer mal wieder an den Scheiben.
    Weder an den Hölzern noch an den GK-B Platten gab es Schäden, obwohl im Staub immer mal wieder Laufspuren zu sehen waren. Das einzige Fenster mit angegriffenem Holz war das mit lotrechter Brüstung. 4 m² Raum, Heizung an einer Querwand.


    Ich sehe auch immer wieder die uralt [definition=7,0]DFF[/definition], bei denen man noch den Flügel teilen konnte (2* Einscheibenverglasung) Die sind 40,50 Jahre alt. Ja, man erkennt bei schlechter Unterhaltung des Anstrichs typische Schäden am Lack und den Holzteilen, aber bei Durchfaulungen hab ich bisher nur ÄUSSERE Ursachen wie verstopfte "Rinnen", defekte Dichtungen usw. festgestellt.
    Also wird das Thema Kondensat vielleicht überbewertet. Und für Belichtung ist die Scheibenfläche maßgebend. Wird die nicht eingeschränkt, wird die Lichtausbeute nicht gemindert. Sonst müsste man ja seitlich auch schräge Leibungen anlegen.

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  • Und für Belichtung ist die Scheibenfläche maßgebend.

    Richtig, aber betrachte mal den Einfallwinkel der Sonnenstrahlen, dann siehst Du schnell die Verschattung durch die Leibungen, und bei den heutigen Sparrenhöhen ist das schon beträchtlich. Vor allen Dingen die obere "Kante" begrenzt den Lichteinfall in den Raum.


    Ist das kriegsentscheidend? Ich glaube nicht, zumindest nicht bei den üblichen Fenstergrößen. Es wäre halt ein Gratis Bonbon.

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    .

  • ist dem tatsächlich so? Sparrenwechsel? Höhe der Sparren?

    Bin mir ziemlich sicher weil der Zimmermann beim Einbau des Fensters darauf hingewiesen hat, dass es unbedingt unten senkrecht und oben waagerecht beplankt werden soll.



    Ich finde es nicht zielführend hier das Pferd der [definition=13,0]a.R.d.T[/definition] zu besteigen, weil ich wie Ralf massive Zweifel habe das dem TB dies überhaupt bekannt sein muss.

    Und ich finde es nicht zielführend so an der eigentlichen Fragen vorbei zu argumentieren. Mir als Ratsuchenden geht es primär darum zu erfahren welche Variante (schräg oder rechtwinkelig) beim Neubau besser, sinnvoller, zu bevorzugen, vorteilhafter und am ehesten den [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. entspricht. Darauf habe ich viele eindeutige Antworten erhalten.


    Es geht mir überhaupt nicht darum zu erfahren wer Schuld hat oder wer den Mehraufwand zu tragen hat oder was an welcher Stelle schief gelaufen ist sondern nur darum in Erfahrung zu bringen welche Variante die Sinnvollere ist. Ich wollte vermeiden auf die "schräge" Variante zu bestehen um dann später zu erfahren, dass die rechtwinkelige die bessere ist.


    Oder anderes gesagt mich interessiert zu diesem Thema die [definition=13,0]a.R.d.T[/definition] aber mich interessiert nicht ob der TB diese kennt oder kennen muss. Ich will wissen wie es richtig ist. Wenn er dann sagt OK kann ich auch schräg machen kostet aber 2 Stunden mehr, wo ist denn da das Problem?


    Und jetzt mal ehrlich, beim Lesen des Themas wird doch überaus deutlich welche Variante im Neubau die Sinnvollere ist - verstehe nicht warum man das unnötig verkomplizieren muss. Die Bauherren die hier Rat suchen müssen die meisten Entscheidungen von einem Tag auf den anderen treffen, da ist wenig Zeit und wenig Sinn für irgendwelche Nebenkriegsschauplätze und endlose Diskussionen.


    Zurück zum Thema: Bei der "schrägen" Variante fehlt ja zugegeben ein kleiner Teil der Dämmung, ist das zu vernachlässigen? Im Bereich der Schrägen ist der U-Wert ja trotzdem noch höher als beim Fenster selbst oder?

  • Oder anderes gesagt mich interessiert zu diesem Thema die [definition=13,0]a.R.d.T[/definition] aber mich interessiert nicht ob der TB diese kennt oder kennen muss. Ich will wissen wie es richtig ist. Wenn er dann sagt OK kann ich auch schräg machen kostet aber 2 Stunden mehr, wo ist denn da das Problem?

    Problem? Eigentlich nur dort, dass du jegliche Diskussion im Keim ersticken willst so lange sie nicht deinem Zweck dient... Aber mach mal...

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  • Zurück zum Thema: Bei der "schrägen" Variante fehlt ja zugegeben ein kleiner Teil der Dämmung, ist das zu vernachlässigen? Im Bereich der Schrägen ist der U-Wert ja trotzdem noch höher als beim Fenster selbst oder?

    Siehe Punkt 3.2.4 der 3. von mir oben eingestellten Seite!

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  • Bei der "schrägen" Variante fehlt ja zugegeben ein kleiner Teil der Dämmung

    Wenn es so wie in dem link abgebildet ist ausgeführt wird ( zuerst 4-5 cm in der Flucht des Fensterrahmens und dann waagrecht/senkrecht verlaufend ), hält sich die Wärmebrücke in Grenzen und funktioniert in den meisten Fällen.