Welche Fassadenaufbau nach Trockenlegung Erdgeschoss

  • In einem Altbau soll ein ebenerdiges Erdgeschoss (>20 cm Geländeoberkante) abgedichtet werden.
    Geplant ist im Innenbereich ein KSK System auf die horinzontale Fläche aufzutragen, darüber Estrich etc
    Die Wände sollen per Injektionsverfahren über der GOK eine Horizontalsperre bekommen


    Ich frage mich ob man dann auch einfach von außen abdichten kann und ein [definition=50,0]WDVS[/definition] aufträgt?
    Die Feuchtigkeit die die Horizontalsperre durchdringt (wer weiss ob das 100% dicht ist) muss ja irgendwo hin(?)


    Mir persönlich gefiele eine diffusionsoffene Außendämmung besser. Wie sind da eure Meinungen?

  • Gibt es nicht?

    Kommt darauf an, wie Du "diffusionsoffen" definierst.


    Du solltest dann auf jeden Fall den kompletten Wandaufbau betrachten, inkl. Kleber, Armierung, Edelputz (evtl. Egalisationsantrich), und natürlich die Dämmlage.


    Wenn es Dir um Wasserdampf-Diffusion geht, dann wäre beispielsweise MiWo mit einem µ um die 1 eine gute Wahl, die ist für den Wasserdampf quasi nicht existent. Bei [definition=29,0]EPS[/definition] gilt ganz grob, je besser die Dämmung (möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit Lambda), um so geringer die Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl µ (typ. um die 20-40). Eine weitere Möglichkeit wären Holzfaserdämmplatten, die je nach Dichte irgendwo um die 5-10 liegen.


    Aber wie gesagt, das ist nur die halbe Miete, denn man braucht ja noch Kleber, Armierung etc.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Naja die Frage ist doch, kann ich ein Problem bekommen an der Horizontalsparre (und da sage ich: vermutlich ja früher oder später) und wie bekomme ich aufsteigende Restfeuchtigkeit aus der Wand heraus oder sehr ihr das anders :)?

  • Die Feuchtigkeit die in der Wand nach oben steigt, wird diese halt nach innen und außen verlassen. Das ist abhängig von den Umgebungsverhältnissen, also Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, und natürlich dem Widerstand, der dem Wasserdampf entgegengesetzt wird.
    Feuchtigkeit in der Wand ist natürlich nicht gut, das ist klar. Richtig wäre die Ursache zu beseitigen, und wo das nicht geht, muss man eben die Folgen bekämpfen.


    d.h. Wenn die Horizontalsperre nicht funktioniert, und immer wieder Feuchtigkeit nachkommt, dann hast Du ein Problem, das nicht so einfach zu lösen ist, und das relativ wenig mit der Dämmung zu tun hat.
    Nicht falsch verstehen, mir ist schon klar in welche Richtung Du denkst, aber der Wasserdampfdiffusionswiderstand durch die Dämmung ist nicht die Lösung des Problems. Selbst wenn Du komplett auf Dämmung verzichten würdest, wäre ein Schaden unvermeidbar.


    Aus was bestehen die Außenwände?

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • DAnn ist die einzige Möglichket mit höschster Konzentration und Sorgfalt die Horizontalsperre einzubringen?

    Das ist eine Grundvoraussetzung, wobei man zuerst einmal überlegen sollte, WIE man diese Horizontalsperre nachträglich einbringen möchte. Es gibt beispielsweise Firmen, die treiben Bleche in die Wand. Keine Ahnung wie gut das ist, und wie teuer das wird. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass so ein Blech ziemlich diffusionsdicht ist. ;)


    Da war ich mit meiner Super-Idee wohl zu langsam.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Nun es ist ein altes 24er Mauerwerk und die Fuge kann man schon mit einem Schraubenzieher rauspicken


    Vielleicht kann ich auch mit einer Fugenfräse, bzw. Trennschleifer horizontal abschnittsweise die Fuge entfernen und die Bleche, bzw eine Mauersperrbahn einfach einlegen.

  • Vielleicht kann ich auch mit einer Fugenfräse, bzw. Trennschleifer horizontal abschnittsweise die Fuge entfernen und die Bleche, bzw eine Mauersperrbahn einfach einlegen.

    Das ist jetzt nicht Dein Ernst. :wall:

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Das Verfahren ist riskant und nicht für DIY geeignet. Schon fachgerecht ausgeführt ist es nicht sicher schadensfrei. Dafür möchte man im Zweifelsfall die Haftpflicht des Ausführenden in Anspruch nehmen können.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Die Idee war: Ich lasse die Fuge austrennen vom Maurer vor Ort und die Sperrbahn einziehen. Dann muss ich nicht extra einen Injektionsverfahrens- oder Blechstahleinschlagefachbetrieb suchen, da es nicht um viele lfd Meter geht.
    Der beteiligte Statiker wird vorher einbezogen.


    Ihr müsst nicht immer DIY SChnappatmung bekommen :)

  • Dann muss ich nicht extra einen Injektionsverfahrens- oder Blechstahleinschlagefachbetrieb suchen

    Warum, glaubst Du, gibt es dafür Spezialbetriebe.
    Weil das nicht nur nichts für DIY, sonern auch nicht für den Feld,- Wald- und Wiesenmaurer ist!

    1.) Wo steht das ich das mache?

    DA


    Vielleicht kann ich auch mit einer Fugenfräse, bzw. Trennschleifer horizontal abschnittsweise die Fuge entfernen und die Bleche, bzw eine Mauersperrbahn einfach einlegen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen