Wasserzählergröße und Frischwasserstation

  • Guten Morgen,
    gestern hatten wir ja das Abwasserthema geklärt.
    Heute stellt sich mir die Frage, ob ich mir einen größeren Wasserzähler einbauen lasse.
    Die Frischwasserstation hat einen DN25 Kaltwasseranschluss. Die Kaltwasserleitung ist eine 32er PE HD Leitung mit einem Qn2,5 Anschluss.
    Laut Netzbetreiber könnte ich auch einen Qn6 anschliessen lassen, das wäre erst ab 30 Wohneinheiten üblich.


    Nicht das am Ende wegen dem Qn2,5 nicht alle im Hause warm baden können?

  • QN 2,5 ist mehr als ausreichend. Ich würde den Zähler immer so klein wie nur möglich dimensionieren, da diese gerade bei den Typ. Kleinmengen die gezapft werden, genauer sind.


    Schau mal in ein Datenblatt, da liegt der obere Grenzwert bei 5m3/h,das wären gut 83Liter pro Minute. Da können 4 Leute gleichzeitig je eine Badewanne befüllen.

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  • Die Zählergröße sollte zum Durchfluss passen. Zähler in falscher Größe können u.U. nachlaufen. Das heißt, das Zählerrad dreht sich noch, auch wenn an der Zapfstelle kein Wasser mehr fließt. Größere Zähler werden unter ungünstigen Umständen auch mit höheren Gebühren abgerechnet oder mit höherer Eichgebühr - wenn bei der Abrechnung die Zählergröße eine Rolle spielt.
    Das war auch schon mal im TV. Grund war eine exorbitant hohe Wasserrechnung. Dann wurde festgestellt, dass die Zählergröße absolut nicht zum Durchfluss/Verbrauch passte.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Bei US Zählern gibt es den Effekt auch, aber auf deutlich niedrigerem Niveau. Die reagieren schon bei einem geringen Volumenstrom, je nach Ausführung um die 2l/h.


    Ja, smart metering, keiner braucht das, außer den Herstellern. Wieder ein Grund die Grundgebühren zu erhöhen......natürlich kostenneutral und blablabla. :rulez:

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  • Wie realisieren die die Fernauslesung? Draht um die Wasserleitung gewickelt?
    Oder "darf" der Kunde eine Internetverbindung zur Verfügung stellen?
    Die Mobilfunkanbindung dürfte sich nicht rechen. tsssz

    Nachdenken kostet extra!

  • ....aber ich verstehe immer noch nicht. Warum hat die Frischwasserstaion DN25 Anschlüsse.
    Die müssen doch einen Sinn haben. Und die können ja mehr als 5m³/h. Oder nicht?

  • Was die Frischwasserstation leisten kann, das muss man im Datenblatt nachlesen. Für 5m3/h WW wäre schon eine ordentliche Leistung erforderlich. Ich glaube nicht, dass die das schafft.


    Ob [definition=1,0]DN[/definition] 20 oder 25, daraus lässt sich das noch nicht ableiten.

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  • Wie realisieren die die Fernauslesung? Draht um die Wasserleitung gewickelt?
    Oder "darf" der Kunde eine Internetverbindung zur Verfügung stellen?
    Die Mobilfunkanbindung dürfte sich nicht rechen. tsssz

    Das Signal wird ebenfalls per Ultraschall in die Wasserleitung zum Versorger geschickt :thumbsup::lach:

  • Wie Versorger die Fernauslesung machen, weiß ich nicht.
    Ich weiß aber, wie die Funkzähler als Wohnungszähler funktionieren.
    Die Zähler speichern die Werte intern laufend und zusätzlich zum Stichtag der Jahresablesung (meist der 31.12.) für ein Jahr und setzen in festgelegten Zeitabständen (meist 3 min) kurze Funksprüche ab. Im Idealfall kann der MA der Abrechnungsorganisation die Signale auslesen, während er vor dem Haus im Auto sitzt.
    Auf die gleiche Weise werden auch die Funkrauchmelder mit Umgebungserkennung jährlich "gewartet".




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Die Zähler speichern die Werte intern laufend und zusätzlich zum Stichtag der Jahresablesung (meist der 31.12.) für ein Jahr und setzen in festgelegten Zeitabständen (meist 3 min) kurze Funksprüche ab. Im Idealfall kann der MA der Abrechnungsorganisation die Signale auslesen, während er vor dem Haus im Auto sitzt.

    Jupp so ist es auch bei meinem Wasserzähler
    Der plärrt alle 10 sek seinen Datensatz durch die Gegend. Der Datenanteil ist verschlüsselt.
    Die tatsächliche Reaktionzeit der hiesigen VG beträgt bei einem, im Vorüberfahren registrierten Leckagealarm, 3 Monate.


    Die Funkübertragungunng erfolgt bei meinem auf 868MHZ per WMBus .Beim Header vertauscht mein hersteller eine Stelle und so wie aus sieht treibt beim Datenanteil so jeder sein Spiel. Im FHEM Forum findet sich dazu (Funkzähler) einiges.


    Bei meinem liegen die Daten innerhalb des Gehäuses über Drahtschnittstelle an. MBus ist meist nicht verschlüsselt.
    Wenn ich mich richtigt eingelesen habe gäbe es auch noch die Möglichkeit über die eingebaute Fotodiode.
    Das "tolle Ding" ist bei mir in einem Schacht eingebaut, um die Werte am Display abzulesen schalte man sich mit der Fotodiode durchs Menu.
    LED taschelampen pulsieren...


    Theoretisch gäbe es ja externe Anzeigen lt Herstellerwerbung,
    aber Umfrage bei Instalateuren , die haben überhaupt keine Ahnung. Nachfrage bei der VG versandete. ( Mich würde mal interessieren wer den Kontrakt der VG aufs Auge gedrückt hat. Ne Bananensoftware gabs zum Abrechnen auch dazu. Aber hier gibts ja kein IFG)
    So das ich mich selber auf den Weg gemacht habe die Datensätze zu belauschen. Bisher aus zeitmangel noch nicht erfolgreich. Aber es könnte bei FHEM inzwischen eine Lösung für en bei mir eingestzten geben.

  • Laut Netzbetreiber könnte ich auch einen Qn6 anschliessen lassen, das wäre erst ab 30 Wohneinheiten üblich.

    Das würde der sicherlich sehr gerne.

    Nicht das am Ende wegen dem Qn2,5 nicht alle im Hause warm baden können?

    In EFH sind meist Qn = 1,5 völlig ausreichend. Meist werden jedoch Qn = 2,5 verbaut. Heute nur noch Q3.
    Interessant sind die jeweiligen Fehlerkurven der Zähler.

  • So ein schwachsinn. lassen sich die Stadtwerke wieder von den Herstellern und Industrie zu so einem Müll verleiten.
    Die Trockenzählerkapsen kosten fast nichts. und könnten ebenfalls mit Fernauslesung ausgerüstet werden.


    Ich bin sowas von geheilt von dieser superduper Technik. Schau dir doch mal an was für Einschränkungen so ein Zähler hat. Das davor nicht noch ein entlüftungsventil und Schmutzfangsieb eingebaut werden muss ist wahrscheinlich nur dem Marketing geschuldet.



    Zur Zählergröße.
    Der Installatuer deines Vertrauens oder falls vorhandene Fachplaner gibt vor welche Dimension dein Zähler haben sollte.
    Auch gibt dieser vor, welche Leitungsdimensionen gewählt werden müsen um die Versorgung optimal auszulegen.
    Da aber der Hersteller einer Friwa nicht auf deine Angaben wartet und dann nach deinen Wünschen die Anschlüsse anpasst, wird eine gängige Größe eingesetzt,
    Wie auch so bei allen anderen THemen hier, geht es dabei ums ganze und das sind dann Details die auf vielen Faktoren beruhen die nicht pauschal beantwortet werden können.
    Deshalb nur ein "vielleicht" oder :/

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Heute nur noch Q3.

    Natürlich werden nur noch Q3 verbaut, aber was für Q3? Ein Q3 = 3 gibt es nicht.


    Ein Zähler mit der alten Spezifikation Qn = 1,5 hat nun ein Q3 = 2,5, die als Hauswasserzähler üblichen Zähler mit Qn=2,5 entsprechen heute einem Q3 = 4


    Q3 bezeichnet nach MID den Dauerdurchfluss, Q4 die Überlastgrenze, Q1 den Mindestdurchfluss usw. Definition siehe MID.


    Die Pflichtangaben auf den Zählern haben sich durch die MID etwas geändert. So wird heutzutage auch keine "Klasse" mehr angegeben, sondern ein "Ratio", also Verhältnis, wobei es hier genauer gesagt um das Verhältnis von Q3 zu Q1 geht.




    Hier das Bild eines vor 2 oder 3 Wochen verbauten Wasserzählers. Man erkennt rechts die neuen Bezeichnungen R = 80 (Ratio), dann der Buchstabe "H" für die horizontale Einbaulage, Q3 = 4 (s.o.) und T50 für die Temperaturklasse.

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    2 Mal editiert, zuletzt von R.B. () aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler korrigiert.

  • Der Installatuer deines Vertrauens oder falls vorhandene Fachplaner gibt vor welche Dimension dein Zähler haben sollte.
    Auch gibt dieser vor, welche Leitungsdimensionen gewählt werden müsen um die Versorgung optimal auszulegen.

    Korrekt! Ein Fachplaner wird jedoch nicht existieren. Statt dessen wird Geraten, Vermutet und Angenommen ;-)

  • Ein Fachplaner für einen Hauswasserzähler für ein EFH, jetzt wird´s lustig. Was soll der denn planen? Vielleicht einen Zähler mit Q3 = 1,2384 den es gar nicht gibt?


    Für die Auswahl des Zählers ist der Netzbetreiber bzw. Messstellenbetreiber zuständig. Da genügt ein Blick in die AVBWasserV. Der Fachbetrieb muss dazu ein Formular ausfüllen, in dem die Zapfstellen etc., aufgeführt werden, und darauf basierend legt der Versorger dann die Zählergröße fest. Man müsste diesem also nachweisen, dass durch seine Auswahl ein Verstoß gegen die AVBWasserV vorliegt, und das wird bei Q3=4 und einem EFH schlichtweg unmöglich.

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  • EInspruch euer Ehren... :S


    Die Zählergröße wird anhand des Bedarfs ermittelt.. und dies kann nur wer beantworten? der Verbraucher.. bzw dessen Fachkraft bzw dessen AN.
    Was bei EFH rein typsich schon immer ein Qn 2,5 ist kann bei MFH auch ein Qn 2,5 sein, aber auch grenzwertiger und größer ausfallen. je nach Bedarf.
    Und der Wassermeister wird nicht rätselraten und Wohnungstüren zählen anfangen.... Von Gewerbe und co brauchen wir garnicht erst reden.....

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Die Größe legt der Versorger fest. Dazu muss beim Antrag, der vom Fachhandwerker geliefert wird, die Liste mit den Zapfstellen usw. beigelegt werden. Dann 1988-.300 bzw. bei kleinen Gebäuden auch EN806-3, und das Thema ist gegessen. Letztendlich entscheidet aber der VNB bzw. Messtellenbetreiber. Ich kann nicht kommen und sagen, nach meinen "Berechnungen" reicht auch ein Qn1,5, also müsst ihr mir diesen auch einbauen.

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  • Ein Fachplaner für einen Hauswasserzähler für ein EFH, jetzt wird´s lustig. Was soll der denn planen? Vielleicht einen Zähler mit Q3 = 1,2384 den es gar nicht gibt?


    Für die Auswahl des Zählers ist der Netzbetreiber bzw. Messstellenbetreiber zuständig. Da genügt ein Blick in die AVBWasserV. Der Fachbetrieb muss dazu ein Formular ausfüllen, in dem die Zapfstellen etc., aufgeführt werden, und darauf basierend legt der Versorger dann die Zählergröße fest. Man müsste diesem also nachweisen, dass durch seine Auswahl ein Verstoß gegen die AVBWasserV vorliegt, und das wird bei Q3=4 und einem EFH schlichtweg unmöglich.

    Willst du nun mit zweierlei Maß messen?


    Ein Fachplaner wäre nicht notwendig im EFH? Wollen wir mal die Problemfälle hier im Forum durchgucken?
    Eine Statikfrage im Forum wird doch auch nicht unterschieden ob EFH oder nicht?
    Und nein, mich interessiert nicht was das für ein HAus des TS ist, denn aus dem ersten Beitrag von Ihm gehtn nicht hervor wie groß das Objekt ist und was da drin ist... und ich werd das auch nicht für andere wahrscheinlich bezahlte AN beantworten. "Nachdenken kostet Extra" steht doch hier immer wieder irgendwo... ?(

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Willst du nun mit zweierlei Maß messen?
    Ein Fachplaner wäre nicht notwendig im EFH?

    @chieff,

    Ein Fachplaner für einen Hauswasserzähler für ein EFH, jetzt wird´s lustig. Was soll der denn planen? Vielleicht einen Zähler mit Q3 = 1,2384 den es gar nicht gibt?

    @R.B. meinte nach meinem Verständnis ausschließlich die Teilleistung "Dimensionierung Hauswasserzähler".

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Ich will mich nicht zitieren,
    aber in meinem ersten Beitrag steht das ein Wert durch den AN bzw Fachplaner ausgegeben werden sollte.

    Was der Versorger daraus macht, ist doch was ganz anderes.
    Aber auch der Versorger muss , um ein OBjekt zu versorgen gewissen Angaben erhalten!
    Das hab ich auch in meinem zweiten Beitrag wiederholt.

    ie Zählergröße wird anhand des Bedarfs ermittelt..

    You do what you have to do, man. :bier::yeah: