Datenverknüpfungen

  • Weil es kürzlich bereits mehrfach in unterschiedlichen Unterforen diskutiert wurde. Dieser Artikel aus der FAZ ist sehr interessant. Er zeigt, dass alle big player bisher munter auch dann Dateien miteinander in Beziehung setzen, deren Inhaber dem nie zugestimmt haben. Ob FB, Google oder Apple ist dabei völlig gleichgültig.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Naja wundert das dort geschriebene einen wirklich noch?

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Naja wundert das dort geschriebene einen wirklich noch?

    nö, hatte ich aber auch nicht geschrieben. Mir ging es vor allem um die gerätbergreifende Verknüpfung von Daten.

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  • Naja wundert das dort geschriebene einen wirklich noch?

    Nö.


    Erstaunlich ist in meinen Augen nur, dass obwohl die Mehrzahl der User das anscheinend wissen dürfte, diese Tatsachen schlichtweg ignoriert werden.


    Unternehmen dienen nur einem einzigen Zweck, Gewinne zu erwirtschaften. Niemand arbeitet aus Spaß, niemand investiert Unsummen, ohne auf Gewinn zu spekulieren. Wenn also ein Unternehmen wie FB "kostenlose" Leistungen anbieten kann, dann könnte man sich ja einmal fragen, "wer finanziert das alles", und "warum"?
    Nach Sekundenbruchteilen käme man zu dem Ergebnis, dass wir, die User, das bezahlen, und zwar nicht in Form von Euro und Cent für eine Nutzungsgebühr, sondern halt mit unseren Daten, für die Firmen anscheinend bereit sind Geld zu bezahlen.


    Nebenbei bemerkt, ist das auch der Grund dafür, warum solche Konzepte über Nacht zusammenbrechen können, denn sobald niemand mehr Interesse an diesen Daten hat, sei es weil er sie nicht mehr sinnvoll nutzen kann, oder sie von anderer Seite günstiger bekommt, haben diese Firmen keine Einnahmen mehr.


    Wer im Internet unterwegs ist, der muss wissen, dass jeder Klick irgendwo aufgezeichnet und gespeichert wird. Wenn ich über den Marktplatz laufe, dann kann ich auch nicht ausschließen, dass irgendwo vielleicht jemand steht, der mich beobachtet.


    Unabhängig davon stört mich eher das Verhalten von Anbietern, die nicht nur meine Spuren im Internet aufzeichnen, auswerten, und die Daten verhökern, sondern die sich aktiv Zugang zu weiteren Daten in meinen Endgeräten verschaffen. Um bei dem Beispiel mit dem Marktplatz zu bleiben, sie beobachten mich nicht nur, sondern sie klauen mir auch noch die Brieftasche und Notizblock, kopieren den Inhalt, und nutzen diese Informationen ebenso. Den Diebstahl rechtfertigen sie dann damit, dass ich mich ja auf dem Marktplatz aufgehalten hätte (und dort ist Diebstahl anscheinend legal).


    Ach ja, und wer meint man könne sich dem irgendwie entziehen, den muss ich leider enttäuschen. Das funktioniert vielleicht noch in den Tiefen des Regenwalds, oder in der sibirischen Steppe, aber nicht so lange man sich in der Zivilisation bewegt. Ob die Bonuskarte vom Discounter um die Ecke, Einkäufe mit Kreditkarten, selbst eine simple Reparatur in der Autowerkstatt, es vergeht kein Tag an dem man keine Daten irgendwo hinterlässt. Internet und vor allen Dingen mobile Endgeräte sind ja nur die Spitze des Eisbergs.


    Tja, und was "Datenschutz" angeht, wie lange dauert es wohl, solche Daten auf einen Server im Nirgendwo zu kopieren, wo sich niemand um Datenschutz kümmert, geschweige denn sich für irgendwelche deutschen (europäischen) Datenschutzrichtlinien interessiert?


    Selbst Banken, die ja meist einen Vertrauenvorschuss genießen, nutzen die Daten, und das immer intensiver, und ohne dass uns das bewusst wäre. Wer liest schon das Kleingedruckte, wenn das Schreiben von seiner "Bank" kommt?


    Ein Beispiel. Vor 3 Wochen bekam ich ein Schreiben von meiner Bank, mit der Bitte die neue Datenschutzerklärung unterschrieben zurückzuschicken. Dies wäre notwendig, damit man mich auch in Zukunft besser beraten könne, und blablabla......... und genau dieses blablabla hat es in sich. Ich habe mir dann die Mühe gemacht, und die vielen Seiten mal etwas genauer gelesen. Um es kurz zu machen, im Prinzip wollte die Bank von mir die Zusage, dass sie alle Konteninformationen, auch über Umsätze, Depots, Verbindlichkeiten, Sicherheiten etc. mit allen möglichen "Partnerunternehmen" (da gab es sogar eine Liste mit Dutzenden Firmen, von denen ich noch nie gehört hatte) auszutauschen.


    Nun, es ist ja bekannt, dass es schon lange kein Bankgeheimniss mehr gibt, aber wer so ein Schreiben unterschreibt, der kann gleich seine kompletten Finanzen bei Facebook oder Twitter offenlegen.

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  • Richtig. Man kann sich ja mal den Spaß machen und die Entwickler-Konsole jedes Browsers einfach mal beim Ladevorgang betrachten und schauen welche Verbindungen ohne jegliches zu tun bei einem Besuch geöffnet werden.


    Beispiel:


    Viele binden die Social-Media-Buttons zum Teilen so ein, das selbst ohne Interaktion Daten an FB, Google und Co gehen. Von Werbung gar nicht erst gesprochen.


    Das muss nicht schlimm sein. Das wird es erst, wenn man sich dessen nicht bewusst ist. Wer das nicht will sollte sich wohl mit seinem Browser auseinandersetzen und so ziemlich alles deaktivieren was nur geht. Ob nun "Do-not-Track", "Java", "Privater Modus" und was es da noch so alles einzustellen gibt.

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  • Wer das nicht will sollte sich wohl mit seinem Browser auseinandersetzen und so ziemlich alles deaktivieren was nur geht.

    Jaein, das gibt nur eine trügerische Sicherheit, denn niemand weiß, was das Betriebssystem im Hintergrund veranstaltet, vom Router und sonstigen Web-servern die man im Haus hat (Stichwort IoT) ganz zu schweigen. Tja, und selbst wenn man das alle unter Kontrolle bringen könnte, was ich bezweifle, dann bewegen sich meine Daten immer noch in einem weltweiten Netzwerk, außerhalb meiner Kontrolle.


    Ich bin diesbezüglich schon lange ziemlich desillusioniert. Allein schon die Datenraten sind zwischenzeitlich so hoch, dass es selbst mit technischer Hilfe kaum noch möglich ist, den Datenstrom (inhalt) zu kontrollieren. Wie schnell fließen da ein paar Bytes über meinen Router in´s Internet, von denen ich nichts weiß.


    Datensicherheit im Internet gibt es nicht. Was wir zu sehen bekommen, sprich was über die Presse bekannt wird, sind immer nur kleinste Stückchen.......immer nur soviel, dass sich die Situation schnell wieder beruhigt. Auch das Thema FB wird schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Vielleicht ist es auch gut so, dass wir nicht alles wissen, man könnte sich sonst ja Sorgen über seinbe Daten machen. ;)

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  • Ob Windows nach Hause funkt oder nicht, dafür gibt es ja Mittelchen und ein Router mit entsprechender Portfreigabe spuckt auch nicht unendlich Daten ins Netz. Man muss es nur einstellen, wollen/ können.


    Datensicherheit gibt es schon. Die sitzt vor dem Bildschirm und muss Abstraktionen vornehmen können. Ein PC oder Smartphone zu bedienen ist leichter als die Funktionsweise zu begreifen und damit auch den Blick für "was wäre wenn". Da haben die IT-Jungs eindeutig einen Vorteil :D Otto-Normalo muss sich das erst anlesen....

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  • Na klar wird das Thema FB schnell in der Versenkung verschwinden, weil jeder es nutzt und man viel zu gemütlich ist sich zu ändern und andere sicherere Alternativen zu nutzen. Man wird wohl nicht das Datensammeln verhindern können, aber mit dem eigenen Verhalten kann man es den Datensammlern schwer machen (und somit teurer), bzw ihnen nur weit weniger Daten anbieten.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ob Windows nach Hause funkt oder nicht, dafür gibt es ja Mittelchen und ein Router mit entsprechender Portfreigabe spuckt auch nicht unendlich Daten ins Netz. Man muss es nur einstellen, wollen/ können.

    Ich sag´s mal so, Du kannst nur das einstellen, was Du (aus Sicht der Entwickler) auch einstellen darfst. Was das Betriebssystem dann wirklich daraus macht, das ist mit normalen Mitteln nicht mehr zu kontrollieren.Bei der Komplexität der Anwendungen und Syteme ist es halt einfach nicht mehr möglich, alles zu kontrollieren. Wir verlassen uns dann darauf, dass es schon irgendwie passen wird. Die Abgaswerte der PKW waren ja auch OK, so lange niemand tiefer nachgeforscht hat, und das ist im Vergleich zu den Betriebssystemen auf Deinem smartphone oder PC noch eine einfache Anwendung.


    Wie können VIren und Trojaner so erfolgreich sein, trotz "Antiviren-Software"? Nur mal zur Erinnerung, die Hersteller dieser Software stehen ja auch oft genug in der Kritik.


    Ich behaupte, wer heutzutage am "normalen Leben" teilnimmt, liefert ungewollt eine Menge Daten, egal wie vorsichtig er ist. Das lässt sich nicht verhindern, und ist die Folge unserer gesellschaftlichen/technischen Entwicklung. Damit müssen wir einfach leben, denn ein Zurück gibt es nicht mehr.


    ---------- 2. April 2018, 19:10 ----------


    Facebook-Chef: Behebung der Datenprobleme dauert Jahre


    So, so, man hat sich zu sehr auf die "positiven" Aspekte der Vernetzung konzentriert.
    Aber gegen das Geld das durch die negativen Aspekte generiert wurde hatte man wohl nichts.

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  • Ob Windows nach Hause funkt oder nicht, dafür gibt es ja Mittelchen und ein Router mit entsprechender Portfreigabe spuckt auch nicht unendlich Daten ins Netz. Man muss es nur einstellen, wollen/ können.

    Vieles läuft aber über Port 80 und 443 und die kannst du nicht mal so einach blocken.

  • Ja? Warum wurde whatsapp erfolgreich? 1$ per Anno ohne schnick schnack... gutes einfaches Programm ohne Datenkralle... und nun?


    Social Media kann man meiden.... ich hab nie FB gehuldigt...


    Email dienste? die Basiscs sind immer kostenlos und klauen dir die daten. da Bringt dein Premium account auch keine Besserung. Einen Eigenen E-mail server über die eigene HP kannste zwar machen, aber macht dir ordentlich Aufwand wenn es gut gesichert haben möchtest.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah: