Mörtel oder Gips für Unterputzdosen?

  • Mein Elektriker hat mir nach Plan alle Löcher gebohrt und Schlitze gefräst, das sieht auch alles ganz ordentlich aus. Er will mir nun bei 3-4 Dosen zeigen wie man diese "eingipst", dann zeige ich ihm 2-3 Dosen und den Rest soll ich dann allein machen. Nun rät er mir aber von Elektrikergips ab und meint ich soll lieber irgendwelchen Mörtel? Putz? kaufen da Gips zu schnell abbindet und man sich bei 200 Dosen ziemlich viel Arbeit macht vor allem als Laie.


    Kann man das so machen oder ist das Pfusch? Geputzt wird später mit Gipsputz falls das eine Rolle spielt. Falls man wirklich auf den Gips verzichten kann was sollte man dann nehmen? Ich habe schon von allen möglichen Varianten gelesen wie Haftputz, Maurermörtel, Fliesenkleber, Schnellzement aber auch Mischungen aus Gips und Putz und so weiter.


    Oder sollte man sich die Zeit nehmen und klassisch eingipsen?

  • Man kann schon "Gips(putz)" für Innen nehmen, der "Elektrikergips" bindet tatsächlich sehr schnell ab. Das ist OK, wenn man nur 3 oder 4 UP Dosen einsetzen möchte, aber nicht wenn man Dutzende oder gar 200 einsetzen muss. Da bist Du ja ständig am "Gips anrühren", und verplemperst sehr viel Zeit.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Ja eben, deshalb hat er mir ja vom Gips im Allgemeinen abgeraten. Was würdest Du nehmen? Wenn Gips technisch die beste Lösung wäre, dann würde ich den auch nehmen und abends immer mal ein paar Stunden eingipsen. Oder kann man problemlos andere Sachen nehmen aber wenn ja welche?

  • Gipsputz dürfte die billigste und für Innen die einfachste Lösung sein. Gerade wenn man so viele Dosen einsetzen möchte, und genügend Zeit zum Abbinden ist, würde ich jetzt nicht mit Schnellzement oder Elektrikergips anfangen, dafür gibt es keine Notwendigkeit.
    Da die Bohrungen ziemlich passgenau sind, ist das Material zum "eingipsen" ziemlich unkritisch. Es sollte halt so angerührt werden, dass es nicht wie Wasser aus der Wand läuft, und man die Dosen ausrichten und fixieren kann. Ob dann Zement(basierend) oder Gips, das ist für Innen egal. Für den Außenbereich bitte keinen Gips verwenden.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Wie gesagt, Gipsputz (R.t...d) für Innenräume geht, kann man auch mit Gips mischen, damit es etwas schneller bindet. Aber immer daran denken, sobald Feuchtigkeit im Spiel ist, Finger weg von Gips.


    Es gibt auch schnellabbindenden Mörtel, wie man ihn zum Setzen von Putzschienen oder Eckschienen verwendet. Dieser basiert auf schnell abbindendem Zement und hat noch ein paar Zusatzstoffe drin. Kostet um die 1,- €/kg der Sack, und kann für innen und außen eingesetzt werden.


    Ich wette, die meisten Elektriker machen sich darüber keine Gedanken, Hauptsache die Dosen sind drin, und fallen nicht mehr von alleine aus der Wand. Frage doch Deinen Eli was er nimmt, oder er soll Dir einfach einen Sack mitbringen. Ob der Sack dann 10,- € oder 20,- € kostet, da verfährst Du mehr Geld für Benzin wenn Du zum nächsten Baumarkt fahren musst.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Warum nehmen Elektriker immer noch Gips zum Dosensetzen, trotz der kurzen Topfzeit? Sind die alle dumm?
    Ich sage - nein!


    Ich sage, die wissen genau, was sie tun und warum.


    Aber gut, mir wäre auch 400 € (sinds überhaupt soviel) Ersparnis den Aufwand und das Streitpotential nicht wert.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Warum nehmen Elektriker immer noch Gips zum Dosensetzen, trotz der kurzen Topfzeit? Sind die alle dumm?
    Ich sage - nein!


    Ich sage, die wissen genau, was sie tun und warum.


    Aber gut, mir wäre auch 400 € (sinds überhaupt soviel) Ersparnis den Aufwand und das Streitpotential nicht wert.

    vielleicht bin ich schwer von Begriff, aber aus dem beitrag werde ich nicht schlau. Ist Gips nun gut oder schlecht zum dosensetzen? Und warum?
    Wenns schlecht ist, warum machen es die Elis trotzdem, wenn es sogar noch weitere Nachteile (topfzeit) hat? Wegen 2,50euro materialkosten?

  • Ich habe vor 50 Jahren als Elektrikerlehrling (ja damals hieß das noch so) gelernt, wie man Gips ansetzt, so dass man fast eine halbe Stunde damit arbeiten kann. In der Zeit lassen sich eine Menge Dosen einsetzen.
    Ist dieses Wissen heute verlorengegangen?


    Mit den 400 Euro spielte Ralf vermutlich auf das Einsparpotential an, was den TE dazu bewegt haben mochte, die Dosen selbst zu setzen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ist Gips nun gut oder schlecht zum dosensetzen? Und warum?
    Wenns schlecht ist, warum machen es die Elis trotzdem, wenn es sogar noch weitere Nachteile (topfzeit) hat? Wegen 2,50euro materialkosten?

    Wo habe ich (auch nur ansatzweise) geschrieben Gips sei ungeeignet?? Ja, es gibt Einbauorte, da sollte man auf Gips verzichten, aber das hängt mit den Orten und nicht dem Gips grundsätzlich zusammen.


    Warum nehmen die Elis trotz kurzer Topfzeit Gips? Weil andere Einbaustoffe die selben oder andere Nachteile haben.


    Btw - mich wundert, dass noch kein Eli auf die Idee verfallen ist, PU Schaum zu verwenden. ;(:wall:

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Wo habe ich (auch nur ansatzweise) geschrieben Gips sei ungeeignet??

    Ach Ralf, lies bitte meinen Beitrag nochmal. Das sind insgesamt 4 Fragezeichen drin.



    Btw - mich wundert, dass noch kein Eli auf die Idee verfallen ist, PU Schaum zu verwenden.

    Hab' ich schon gesehen, auf meiner eigenen Baustelle... Dosen mit "König" Klemmfix befestigt (ziemlich genial, evtl. auch für den TE was?), und da wo ein bisschen viel Hohlraum war, ausgeschäumt :motz2:

  • dass noch kein Eli auf die Idee verfallen ist, PU Schaum zu verwenden.

    auch das soll es schon gegeben haben.


    Bei Gips wäre noch zu beachten, gerade der "Elektrikergips" bindet zwar schnell ab, seine Endfestigkeit erreicht er jedoch erst nach vielen vielen Stunden.
    Diese Schnellmörtel sind da im Vorteil, sie können außen und innen verwendet werden, lassen sich min. 15-20 Minuten verarbeiten, ohne dass man sie irgendwie "strecken" muss, und sind nach etwa 1h voll belastbar. Diese Schnellmörtel sind auch bei Heizungsbauern beliebt, zumindest bei denen die ich kenne.


    Im Innenbereich spricht nichts gegen Gips zum Einsetzen der Dosen, und mit etwas Routine geht das flott von der Hand. Man sollte halt nicht auf die Idee kommen und einen 10l Eimer anrühren.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • vielleicht bin ich schwer von Begriff, aber aus dem beitrag werde ich nicht schlau.

    Das geht mir bei seinen Beiträgen fast grundsätzlich so. Es ist ja auch so, dass ICH das mit Gips machen wollte, diesen sogar schon gekauft hatte (25 kg Elektrikergips eines namhaften Herstellers) aber mein Elektriker die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen hat und meinte, dass das heute bei 200 Dosen und mehr kaum noch jemand mit Elektrikergips macht. Ich solle stattdessen einen Sack Haftputzgips kaufen. In verschiedenen (Elektriker)Foren hat sich diese Praxis bestätigt. Es bin ja nicht ich der auf Gips verzichten will sondern einige/manche/viele/fast alle(?) Elektriker die bei hunderten Dosen mit Haftputzgips besser zurecht kommen.



    Haben oben ja auch geschrieben, dass ich die Zeit und Muse hätte das auch mit Gips zu machen, mir der Elektriker aber dringend davon abgeraten hat. Auch will ich die Dosen nichts selbst setzen um Kosten zu sparen sondern mein Elektriker ist der Meinung, dass man das nach Anleitung gut selbst hinbekommt. Da geht es überhaupt nicht um irgendwelche 400 Euro sondern darum, dass ich auch was machen kann/soll.



    Na wie auch immer, R.B. hat meine Ausgangsfrage ja bereits vollumfänglich beantwortet.

  • ...Auch will ich die Dosen nichts selbst setzen um Kosten zu sparen sondern mein Elektriker ist der Meinung, dass man das nach Anleitung gut selbst hinbekommt. Da geht es überhaupt nicht um irgendwelche 400 Euro sondern darum, dass ich auch was machen kann/soll.

    Hihi, da fällt mir doch gleich Tom Sawyer ein, der es schaffte, als er selbst zum Zaunanstreichen verdonnert war, seinen Kumpels die Sache so schmackhaft zu machen, dass sie ihm Geld zahlten, um selbst für ein paar Meter den Pinsel schwingen zu dürfen.
    Dein Eli scheint ein echtes Cleverle zu sein...




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Dein Eli scheint ein echtes Cleverle zu sein...

    Ja das hoffe ich. Unabhängig davon ist es einer meiner besten Kumpels und da er selbst zwei Kinder hat (eines gerade erst geboren) habe ich schon Verständnis, dass er nicht alle 200 Dosen selbst eingipsen will. Wie schon geschrieben zeigt er mir 2-3 Dosen, dann mache ich es nach und wenn er den Eindruck hat das passt dann mache ich den Rest. Ich bekomme das schon hin ;-) Bohren und Schlitzen hat er ja gemacht und alles was später kommt macht er ja auch wieder.


    Was das alles mit 400 Euro sparen oder Tom Sawyer zu tun haben soll erschließt sich mir zwar immer noch nicht aber nun ja. Im Prinzip ist die Frage ja längst beantwortet, dafür Danke.

  • Die paar Dosen kriegst Du schon hin. Wasserwaage nicht vergessen, Hammer und einen kleinen Meisel griffbereit legen (für die Stege bei mehreren Dosen über- oder nebenbeinander.) Zuerst Trockenübung um zu schauen ob alles passt (manchmal wurde nicht tief genug gebohrt etc.), und wenn alles passt, Pampe ran, Dose rein, ausrichten, fertig. Aber das wird er Dir schon eigen, und dann heißt es, Übung macht den Meister. Nach 200 Stück solltest Du dann wissen wie es geht......für´s nächste Haus. ;)

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Danke für die Tipps, das ist sehr hilfreich. Ich denke auch, dass ich das ordentlich und gewissenhaft mache, informiere mich ja hier und schaue mir dazu sicher noch einige Videos auf yout... an.


    Ich habe doch noch eine Frage. Nun habe ich ja die 25 kg Elektrikergips und frage mich welche Vorteile es hätte wenn ich diesen benutzen würde? Sitzen die Dosen fester wenn ich diesen benutze oder gibt es da keine Unterschiede zum Haftgipsputz? Hat der Elektrikergips nur den Vorteil, dass er schneller fest wird und die Elektriker schneller verkabeln können?


    Zeit ist ja nun bei mir nicht der große Faktor. Wenn beide Varianten qualitativ gleich wären würde ich aufgrund der leichteren Verarbeitung den Haftgipsputz nehmen. Wenn der Elektrikergips zu besseren Ergebnissen führt würde ich es mit diesem Versuchen.


    Ansonsten bekommen den die Kinder um Formen zu gießen oder was auch immer.

  • ...Was das alles mit 400 Euro sparen oder Tom Sawyer zu tun haben soll erschließt sich mir zwar immer noch nicht aber nun ja. Im Prinzip ist die Frage ja längst beantwortet, dafür Danke.

    Wenn Du gleich geschrieben hättest, dass Du die Elektrik quasi in Feierabendnachbarschaftsfreundeshilfe machst, wären wir gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass der Hauptgrund für Eigenleistungen beim Häuslebau eine Rolle spielen könnte.


    Zur Frage Gips oder Mörtel kann ich nur auf meine Erfahrungen mit Gips verweisen und vermuten, dass ein Putzmörtel nicht die gleiche Haftzugsfestigkeit erreichen kann.
    Du hast es doch jetzt in der Hand: Probier zwei Dosen mit unterschiedlichen Methoden aus und versuche sie am nächsten Tag wieder rauszureißen. Unterschätze nicht die Kräfte, die die Strippenzieher beim Abisolieren entwickeln.
    Den Gips streust Du nur in reichlich Wasser ein bis er vollständig benetzt ist. Nur einmal ganz leicht umrühren. Er muss noch fließfähig sein. Dann kannst Du lange mit arbeiten.
    Anschließend berichtest Du bitte hier.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • 25 kg Elektrikergips und frage mich welche Vorteile es hätte wenn ich diesen benutzen würde?

    Vorteil? Du sparst Dir das Fitness Studio. Verarbeitungszeit um die 10 Minuten, offiziell "8 Minuten", da musst Du schnell sein, und dabei auch noch gewissenhaft. Das Zeug ist gut wenn man einmal schnell ein halbes Dutzend Dosen setzen, oder ein Leerrohr fixieren möchte, aber bei 200 Stück bist Du mehr mit Anrühren beschäftigt als mit Dosen einsetzen, zumal wenn Dir die Routine fehlt.


    Es gibt Leute die nehmen den zum Mischen hinzu. Manchmal glaube ich, da hat jeder so sein kleines Geheimrezept von dem er überzeugt ist.



    dass ein Putzmörtel nicht die gleiche Haftzugsfestigkeit erreichen kann.

    Probiere mal den von mir genannten Schnellmörtel. Das ist ein Teufelszeug. Im Gegensatz zu Elektrikergips in etwa 1h durchgehärtet, und damit meine ich richtig durchgehärtet. Danach brauchst Du Meisel oder Bohrhammer.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Gips ist deswegen besser, weil es rasch härtet und danach sitzt die Dose bombenfest und kann nicht mehr verrücken. Trocknet das Zeug (wie z.B. Mörtel) langsamer, dann fließt es und die Dose rutscht mit dem Zeug mit. Mit Gips braucht man keine sonstigen Hilfsmittel um die Dose zu fixieren. Die Technik hat sich bewährt. Mit etwas Übung merkst Du schnell wie man den Gips so anrührt, dass es nicht schon fest wird, bevor man die Dose in die Hand genommen hat. Gips lässt sich auch leicht wieder heraus stemmen, wenn man Mist gebaut hat, es lässt sich für kurze Zeit auch etwas modellieren, wenn es denn sein muss.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das Material selber ist nicht so sehr entscheidend.
    Wichtig ist, das die Dose doch vollumfänglich im Material sitzt und nicht nur hinten auf nen batzen und vorne leicht umrandet.


    Gips ist da ein sehr Weiches Mittel und lässt sich gut "wegdrücken" mit der Dose.
    Mörtel selber find ich da sehr unpassend, da Mörtel eigentlich für drückende Lasten Konzipiert ist.


    Bei mir gabs kein Gips an den Dosen. :S

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Wäre da für innen z.B. Kn*** R**b*** Haftputzgips eine gute Wahl?

    ja. hab ich auch verwendet. Habe aber variabel Elektrikergips zugemischt, damit es schneller abbindet.
    Habe alles verwendet, von reinem Gips über jedes Verhältnis bis hin zu reinem Rotband.
    Oft hab ich mit Gips die Dose erstmal nur fixiert. Dann später einen großen Eimer Putz mit der Mixer angerührt und alle Löcher "zugeschmissen".


    Für Wände die später mit Zementputz geputzt werden (Bäder?!) hab ich erst "Schnellzement" verwendet. Ist ein Scheißzeug. Später dann in der Garage Fliesenkleber, das geht richtig gut!

  • Btw - mich wundert, dass noch kein Eli auf die Idee verfallen ist, PU Schaum zu verwenden.

    Möglicherweise hat der eine oder andere gemerkt, dass einige Sorten nachquellen und dann in der Mittagspause oder nach Feierabend die Dosen wieder etwas 'rausdrücken... aber sobald man das merkt, ist das Zeug dann fest. Dann beleibt es bei 1x undniewieder.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Die Firma Primo hat auf der Light und Building auf gar nicht mal so wenig Quadratmetern ihre Elektronikdosen und zugehörigen "Thermoschaum" präsentiert.


    Lässt sich googeln, gibt es auch Videos dazu.


    Also nicht nur m1molter zeigt Lösungen mit Schaum ;)

  • Ah ja. PU Schaum macht jetzt also schon luftdicht :wall:


    Nur weil ein Hersteller seine neueste Marketing Idee groß auf einer Messe präsentiert, bedeutet das nicht, dass die Anwendung dieses Sytems fachregelkonform ist.
    Ausserdem stellt sich für MICH die Frage, in wie weit sich die Verlegebedingungen ändern, wenn der Hersteller mit "Wärmedämmung" wirbt, ergo die WäremABleitung behindert ist.
    Kein Wort dazu im Werbematerial des Herstellers.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ausserdem stellt sich für MICH die Frage, in wie weit sich die Verlegebedingungen ändern, wenn der Hersteller mit "Wärmedämmung" wirbt, ergo die WäremABleitung behindert ist.

    für mich auch.


    Ein "Gipsloses" System hat auch Kaiser im Angebot, nennt sich Clipfix. Das sind Kunststoffringe, die die Dose in der Öffnung fixieren. Das verfüllen der Spaltes erfolgt dann mit dem Auftrag des Putzes...


    => habs ausprobiert, zumindest bei meinem Mauerwerk nicht brauchbar. Man braucht äußerst planes Mauerwerk mit perfekt gebohrten Löchern. Mit KS oder Porenbeton mag das evtl. funktionieren...

  • Ah ja. PU Schaum macht jetzt also schon luftdicht :wall:


    Nur weil ein Hersteller seine neueste Marketing Idee groß auf einer Messe präsentiert, bedeutet das nicht, dass die Anwendung dieses Sytems fachregelkonform ist.
    Ausserdem stellt sich für MICH die Frage, in wie weit sich die Verlegebedingungen ändern, wenn der Hersteller mit "Wärmedämmung" wirbt, ergo die WäremABleitung behindert ist.
    Kein Wort dazu im Werbematerial des Herstellers.

    Die Dosen in Dämmung setzen, das passiert bei Trockenbau ja öfter. Grundsätzlich dürfte die Wärmedämmwirkung des Schaums an diesem Punkt vernachlässigbar sein.


    Bei der Verlegeart müssen erst (Teil)Strecken ab xx cm (oder waren es x Meter) berücksichtigt werden. Die genauen Werte müsste ich jetzt nachlesen.


    Die Vorsicherung der Leitung muss also wegen der Dose nicht reduziert werden, egal ob diese in Mörtel oder Schaum sitzt


    Das ist der trotzdem kein Grund um die Dosen in Montageschaum zu setzen.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Ausserdem stellt sich für MICH die Frage, in wie weit sich die Verlegebedingungen ändern, wenn der Hersteller mit "Wärmedämmung" wirbt, ergo die WäremABleitung behindert ist.
    Kein Wort dazu im Werbematerial des Herstellers.

    Warum die Frage nicht einfach mal an den Hersteller schicken und das ganze erst dann verteufeln?


    Ich habe null Ahnung ob das ganze sinnvoll ist oder nicht, will da auch gar keine Bewertung vornehmen.


    Nur so zu tun, als ob nur m1molter Pfuscher Schaum verwenden, verschließt die Augen vor der Realität da draußen.


    Vielleicht haben die Antworten auf kritische Fragen, vielleicht auch nicht. Zumindest gibt es da draußen jemand der ggf. auf Augenhöhe für eine fachliche Diskussionen aufgeschlossen ist. Die Chance könnte man nutzen, wenn man grundsätzlich interessiert an neuem ist und mit offenen Augen durch die Welt geht.


    Wie gesagt: danach kann man gerne immer noch die Meinung vertreten das alles ist Schwachsinn. Macht das dann aber fundiert und nicht auf Basis von Kopfkino und hab ich ja schon immer anders gemacht.