Schlafzimmertemperatur im Passivhaus mit Be-und Entlüftung zu hoch

  • Hallo,


    ich wohne in einem Passivhaus mit 3Etagen wo eine zentrale (Zwangs) Be-und Entlüftung eingebaut ist. D.h. die Zuluft geht in die einzelnen Räume. Die Abluft hingegen wird von der offenen Küche und dem Bad angesaugt und geht durch die Zimmertüren(unten ein Spalt offen) nach oben zu einem Zentral-Lüftungsgerät mit Gegenstromwärmetauscher und Wärmerückgewinnung. Problem ist im Winterbetrieb, dass im Gegenstrom-Wärmetauscher die frische Zuluft mit der abgesaugten Abluft aus den Wohnungen vermischt wird. D.h. hier findet im Prinzip keine Regelung statt da alles fest eingestellt ist.


    D.h. je höher die Abluft der einzelnen Wohnungen ist umso höher ist auch die Zuluft zur Belüftung. Im Schlafzimmer werden sind dann Zuluft-Temperaturen von 20-22 Grad, die natürlich die Raumtemperatur stark beeinflussen. Eine Wohlfühlschlaftemperatur von 18-20Grad ist meistens nicht möglich. Es ist teils zu warm in den Schlafräumen und das bei Außentemperaturen von +4-8Grad. Hatte schon mehrfach reklamiert - die Rückantwort war da kann man nichts machen. Hat jemand gleiche Erfahrung machen müssen? Was kann man da tun?


    Bin für jeden Tipp und Hinweis sehr dankbar.



    LG


    Wekon

  • Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass man in *keinem* vernünftig gedämmten Haus Temperaturunterschiede von mehr als ein bis zwei Grad erreichen kann.
    Gewöhn' dich dran. Ich schlafe jedenfalls bei 20-21 Grad im Winter genauso gut wie bei 24-25 Grad im Sommer.


    ps
    Natürlich könntest Du was dagegen machen, oder hat dein Schlafzimmer kein Fenster?

    frische Zuluft mit der abgesaugten Abluft aus den Wohnungen vermischt wird

    Natürlich wird die Zuluft nur von der Abluft erwärmt und nicht mir dieser vermischt. Deine Zuluft ist zwar warm, aber immer noch frisch! Das verwechseln viele oft und glauben, dass nur kalte Luft auch "frisch" ist und fühlen sich alleine wegen dieses Irrglaubens unwohl.

  • Könnte es sein, dass auch die Raumtemperatur in den sonstigen Räumen relativ hoch ist? Wie sonst sollte die WRG die Zuluft auf 22°C bringen?
    Ansonsten kann man sagen, die WRG macht das was sie soll, und das sogar relativ gut. Erstaunlich gut, oder spielt da noch ein Heizelement mit rein?


    Notlösung: Zwangskühlung, aber das wäre nicht im Sinne des Erfinders.


    Man könnte natürlich darüber nachdenken die WRG zu umgehen, evtl. nur für ein paar Stunden während der Nacht. Das gibt eine Bastelei, sollte aber machbar sein. Gewaltige Temperaturunterschiede wird man dadurch zwar auch nicht erreichen, aber vielleicht sind das ja die entscheidenden Zehntel.

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  • Der TE spricht von Passivhaus und mehreren Wohnungen. Da kann man vermutlich nichts an der zentralen Anlagentechnik ändern, solange nichts wirklich falsch läuft, und das tut es hier ja nicht.

  • Das mit den 3 Etagen habe ich falsch interpretiert, Du hast Recht, er schreibt von mehreren Wohnungen. Damit ist eine Änderung an der Anöagentechnik nicht machbar.

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  • Im Schlafzimmer werden sind dann Zuluft-Temperaturen von 20-22 Grad, die natürlich die Raumtemperatur stark beeinflussen.

    Korrekt, ganz besonders bei sehr gut gedämmten Gebäuden wie PH, wobei bei "echten PH" meist die Aufheizung mit aufbereiteter Abluft völlig hinreichend ist. ==> Luftheizung!

    Eine Wohlfühlschlaftemperatur von 18-20Grad ist meistens nicht möglich.

    Nun, wenn die WRG aus der Abluft, die raumweise Zuluft über das gewünschte Maß deutlich erhöht, stimmt wohl am Gesamtkonzept Einiges nicht!
    Was machst Du in der sommerlichen Hitzeperiode, wo die Außenluft mit 30...40°C deutlich höher ist, als die gewünschte RT?

    Was kann man da tun?

    Die Aufheizung durch Bypassbeimischung von Außenluft teilweise oder vollständige mildern.=> raumweise! Ob das Deine KWL jedoch raumspezifisch leisten kann, weiß ich jedoch nicht.
    Der Außenluft vorgeschaltete EWT sind dabei grundsätzlich keine schlechte Idee.
    Im Sommerlastfall kühlen diese und Senken durch vorhergehenden Kondensatausfall den Luftfeuchteeintrag in die Räume, während sie im Winterlastfall die zugeführte ALT nutzbar aufheizen können.
    Rein interessehalber würden mich an diesem Beispiel mal die Verbrauchskosten für Heizbetrieb und WW-Bereitung interessieren.

  • ... Ob das Deine KWL jedoch raumspezifisch leisten kann, weiß ich jedoch nicht....

    Ob jedoch unser effizienzmaximierender Oberschlaumeier die Fragestellung gelesen und verstanden hat, wissen wir jedoch nicht.


    Wie soll man in einem Mehrfamilienhaus mit zentraler KWL raumweise den Wärmetauscher umgehen?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • die wesentlichen, vertiefenden fragen, die nötig wären, um halbwegs sinnvolle
    antworten geben zu können, sind noch nicht gestellt - aber schon wird mit halbgaren
    thesen rumgeworfen .. das kann ich auch: eine temperaturspreizung von 3-4 grad
    ist normal oder gut. aber! wie gross ist die echte temperaturspreizung?


    im winterbetrieb als zu hoch empfundenen lufttemp. mittels ewt reduzieren zu
    wollen .. ja, das hat schon was. mit solchen ideen haut dich jeder informierte
    bauherr aus dem auftrag.

  • die wesentlichen, vertiefenden fragen, die nötig wären, um halbwegs sinnvolle
    antworten geben zu können, sind noch nicht gestellt -

    dann wäre es sinnvoll, wenn DU die stellen würdest...



    eine temperaturspreizung von 3-4 grad
    ist normal oder gut. aber! wie gross ist die echte temperaturspreizung?

    wie meinen?

  • manchmal reicht es mir, systematische, "forale", fehler aufzuzeigen.
    ich muss nicht jedes problem lösen oder lösungsgrundlagen erarbeiten.
    dafür reicht schlicht meine zeit nicht.


    18-20 vs 20-22 könnte für die spreizung gehalten werden - ist es aber
    nicht. daher der hinweis .. und ob die art der luftführung oder eine
    evtl. vorheizung oder evtl. "heizung" mit luft eine rolle spielt ... s.o.