Sicherungssysteme Steildach

  • Moin Moin,


    nach [definition=18,0]BG[/definition] bez. DGUV Vorschrift B 101 ist es ja notwendig:


    • Bei Dachneigungen von mehr als 22,5° darf der Höhenunterschied zwischen Arbeitsplatz und Einrichtungen zum Auffangen abrutschender Beschäftigter nicht mehr als 5,00 m betragen

    Weiß einer der hier Anwesenden ob ich Dachdeckerstuhl als auch Schutzwand in einem Anschlagpunkt anschlagen dürfte? Ich finde dazu in der Literatur leider keinen Punkt. Auf mind. einer Dachfläche meiner Meisterakte muss ich mir auf alle Fälle dazu Gedanken machen, weil ich hier Höhenunterschiede von mehr als 10 m habe. Falls nein hätte ich halt über eine Laufschiene am First nachgedacht, wo man mind. mit PSA sich einklingen kann. @Elopant Kennst du solche Systeme für Schiefer?


    LG

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Moin,


    die technische Schutzausrüstung, also Gerüste, Fangvorrichtungen an den Traufen, etc. gehen immer über die PSA.
    Es gibt teilweise widersprüchliche Aussagen und Auskünfte zu Hubarbeitsbühnen und Anseilpunkten an Kranen.
    Die BauBG erteilt leider keine auskünfte, wie wo etwas zu erstellen ist, meckert aber im Zweifelsfall später an Maßnahmen herum.
    Die Verantwortung liegt inzwischen fast ausschließlich beim Inhaber bzw. einem ausgewiesenen Sicherungsbeauftragtem.


    Grüße


    si

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • Gilt nicht das TOP Prinzip?


    Technisch vor organisatorisch vor persönlich? Demzufolge wäre PSA in der Rangfolge die letzte Wahl aller Möglichkeiten. Ich vermute zwar nicht, dass ich vom Prüfungsausschuss derartige Fragen gestellt bekomme, die sich darum drehen ob Dachschutzwand als auch Dachdeckerstuhl in einem Sicherheitsdachhaken hängen dürfen. Aber das kann ja mal in der Realität vorkommen und da wollte ich ganz gerne nicht "dumm" da stehen.


    Ich würde über den Ansatz der Belastung pro Verankerung gehen. Da gibt es ja einige, die selbst für bis zu 3 Mann zulässig sind. 3x 1,5kN ist ja schon nicht wenig Belastung.

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  • Moin Kalle,


    es soll von der BauBG Dachhaken geben, die temporär einsetzbar und zugelassen sind. Ich selber habe die Dingen allerdings noch nicht gesehen oder eingesetzt.


    Ja, PSA steht im Ranking weit hinten.


    Grüße


    si

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • die temporär einsetzbar und zugelassen sind.

    Du meinst für die Schutzwände?

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  • Da müsste man in die [definition=25,0]DIN[/definition] [definition=27,0]EN[/definition] 517 rein schauen, wie weit man diese Sicherheitshaken belasten darf und mit was allem. Da Systeme für die Schutzwand und die der Dachdeckerstühle ja recht ähnlich sind, würde ich davon ausgehen, dass man sie an die gleichen Haken befestigen kann, ob sie aber am selben Haken befestigt werden dürfen, hängt von der [definition=25,0]DIN[/definition] [definition=27,0]EN[/definition] 517 ab. Gefühlsmäßig würde ich sagen, nein, weil die Dachdeckerstühle nur begrenzt belastbar sind (man darf ja nicht mehr als 15 Pfannen drauf packen und sich selbst dazu). Ob das mit der Belastbarkeit des Stuhls selbst oder des Hakens zusammen hängt, weiß ich nicht. Da müsste man weiter recherchieren. Wenn da einer runter purzelt, dann dürfte eine Schutzwand, zumindest kurzzeitig, stärker belastet werden als ein Dachdeckerstuhl. Wenn ich als SiGeKo agieren würde, dann würde ich es trennen wollen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ob das mit der Belastbarkeit des Stuhls selbst oder des Hakens zusammen hängt, weiß ich nicht.

    Stuhl als auch Anschlagpunkt sind separat zu betrachten. Ich darf ja selbst in Haken einhängen die nicht der [definition=25,0]DIN[/definition] [definition=27,0]EN[/definition] 517 entsprechen, wenn sachkundig im Vorfeld geprüft wurde. Das mit den Dachschutzwänden macht eh kaum einer... aber wie Stefan schon sagt, die [definition=18,0]BG[/definition] motzt wenn es nicht gemacht wird.


    Regel aufstellen geht ja auch schneller als sinnvolle Prävention damit zu betreiben...

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  • Wenn es eh keiner macht und die [definition=18,0]BG[/definition] dann motzt, dann müsste sie ja dauernd am motzen sein. :D
    Ich würde auf Nummer Sicher gehen und beides an getrennte Haken befestigen. Oder aber jemand sachkundiges hat den Anschlagpunkt geprüft und für tauglich für beides gleichzeitig bescheinigt. Jetzt kommt die Frage auf, wer ist dafür befähigt? Eigentlich nur ein Statiker. Was kostet jetzt mehr? Mehr Haken befestigen, oder den Statiker zusätzlich damit belasten?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Eigentlich nur ein Statiker.

    Nö, viel einfacher. Sachkundig ist schon der, der Kraft fachliche Eignung, Erfahrung und Ausbildung umfassende Kenntnisse besitzen. Kurz: Jeder "Meister".



    Ich würde auf Nummer Sicher gehen und beides an getrennte Haken befestigen.

    Was ja aber maximal absurd ist, wenn man sich mal überlegt, dass Dachschutzwände erst dann kommen, wenn man quasi "oben" angekommen ist. Dann kannst quasi auf jeden Sparren einen Haken befestigen. Wirds damit wirklich sicherer? Aber das wäre eine Diskussion die eh kein Ergebnis hat.

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