WU Detail von vor 40 Jahren?

  • Servus!
    Wir sind gerade dabei, für einen Wasserversorger im Teilbereich eines Hochehälters eine Wand freizulegen, da es hier auf Grund von schlechter/unzureichender Isollierung zu einem Wassereintritt im Technikraum kommt.
    Hierbei sind wir auf ein Detail gestoßen, auf das wir und der Ing. des Wasserversorgers uns keinen Reim machen können.
    Im Übergang zwischen der Betonwand des Wasserbehälters und der Betonwand des Technikraumes ist ein gummiähnliches Material, vermutlich bahnenförmig eingebaut worden.
    Der Hochbehälter wurde vor 40 Jahren errichtet. Kann es sich dabei um ein früheres WU- Bauteil ähnlich der heutigen Fugenbleche/Dichtbänder handelt?


  • Ich habe es so verstanden, dass die Bahn innerhalb der Betonwand liegt. Dann würde ich mir die Bewehrungsführung schwierig vorstellen.
    Wassereintritt war schon immer oder erst jetzt?


    Fugenbänder gibt es meines Wissens schon sehr lange, googeln nach "Fugenband" und "50er Jahre" führt direkt zu Informationen, dass es so etwas damals schon gab.
    Oder ein örtlicher Dachdecker hat da was gebastelt.


    Also: ja, kann eine Dichtungsfunktion haben

    Es grüßt


    Manfred Abt
    Beratender Ingenieur

    AQUA-Planungsgruppe PartG mbB

    Ingenieurbüro für Tiefbau

  • Achso... Das Gummizeug ist innenliegend mit gut 10cm Betonüberdeckung. Vermutlich wurde zuerst der rückwärtige Teil des Technikgebäudes betoniert und dann der Wasserbehälter. Vor dem Gummizeug stand von außen auf Grund von Pfusch/ mangelhafter Isolierung Wasser an, von dort aus hat sich das Wasser seinen Weg durch das Schwerbeton-Mauerwerk ins Innere des Gebäudes gesucht.

  • ... Vor dem Gummizeug stand von außen auf Grund von Pfusch/ mangelhafter Isolierung Wasser an, von dort aus hat sich das Wasser seinen Weg durch das Schwerbeton-Mauerwerk ins Innere des Gebäudes gesucht.

    Was ist denn nun wie wogegen abgedichtet worden? Und wie solls sein. :/

    Nachdenken kostet extra!

  • Suchbegriff Fugenbänder (Bildersuche)


    Die gibts für
    innen-innen
    aussen-aussen
    aussen-innen
    innen-aussen


    Früher gabs nen Hersteller (ich meine)mit A beginnend, dessen Name wie Tempo bei Taschentücher ein Synonym für diese Bänder war. Ich hab die in den 70ern kennengelernt und da war die Technik schon alterprobt.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • was zeigen die Zeichnungen:


    Übersichten, Schnitte, Ansichten, Details ?
    M eher 1:500 oder eher 1:5 ?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Ich brauche keine maßstäbliche Zeichnung, Skizze reicht. Unproportional darfs auch sein, sofern die Proportionen nicht relevant sind. Ich bin gern bereit, zu abstrahieren, aber dazu muss ich irgendwas erkennen können. Irgendwas!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Fugenband nur so lang oder nur soweit einsehbar?


    Von wo kommt das Wasser dass in den Technikraum eindringt? Vom Behälter oder von außen? Ist bisher nicht klar.

    Nachdenken kostet extra!

  • Ich vermute, man geht davon aus, dass es vom Behälter kommt. verstehe ich es richtig, dass das Fugenband zu weit außen ist? Geht das über die ganze Länge oder nur an dem Punkt wo man es frei gelegt hat?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Früher gabs nen Hersteller (ich meine)mit A beginnend, dessen Name wie Tempo bei Taschentücher ein Synonym für diese Bänder war. Ich hab die in den 70ern kennengelernt und da war die Technik schon alterprobt.

    mir ist da hauptsächlich die Marke Tricosal ein Begriff


    Und wenn ich mich nicht sehr irre, fing der Name des Herstellers mit G an. G hatte Anfang der 60er ein erhebliches Problem mit C, ich bin nur froh, dass meine Mutter die schon verschriebenen Tabletten nicht geschluckt hatte.

    Es grüßt


    Manfred Abt
    Beratender Ingenieur

    AQUA-Planungsgruppe PartG mbB

    Ingenieurbüro für Tiefbau

  • Weiter gehts...


    Erstmal ein aktuelles Bild:


    links ist die Wand des Wasserbehälters, gerade aus ist der Technikraum. Das Gummizeug befindet sich vertikal zwischen den beiden Bauteilen (siehe roter Strich).
    Da, wo der rote Pfeil hinzeigt, war der Beton auf Grund schlechter Isolierung bröselig geworden und der zuständige Ing vom Wasserversorger hat in dem Bereich das Gummizeug händisch freigelegt.


    Das Wasser kommt definitv nicht aus dem Wasserspeicher, sondern hat sich den Weg in die Schwerbetonsteine bis nach unten auf das Betonauflager gesucht, um dann unter dem Estrich in den Technikraum zu gelangen. Davon gehen die hohen Herren zumindest momentan aus.


    An uns ist es jetzt gelegen, das ganze vernünftig und dauerhaft abzudichten...


    Edit: Bevor einer fragt, warum das jetzt so aussieht, wie es aussieht... Alle Arbeiten werden nur auf Anweisung ausgeführt... ;)