Meinungen zu Dünnlagenputz

  • Nehmen wir an die Anforderungen an flächenfertige Wände sind durch KS, PB, Beton erfüllt, was spricht dann für und gegen Gipsglättputz / Dünnlagenputz mit ca. 5 mm Dicke? Hat das einer der Bauherren hier für seine Innenwände so ausführen lassen? Was halten die hier anwesenden Architekten, Experten, Handwerker davon? Ist das nur gut für den Preis, da man die Hälfte der Materialkosten spart (unabhängig davon wie viel davon beim Bauherrn ankommt) oder hat Dünnlagenputz irgendwelche andere Vorteile für den Bauherrn?

  • Es gibt Merkblätter der Hersteller und Stuckgewerbebund, machbar ist das schon.


    Als Laie erscheinen mir die Anforderungen an den Untergrund höher, was mehr Aufwand für die Untergrundvorbereitung erfordert. Am Ende würde es mich nicht wundern, wenn diese Variante unter'm Strich sogar teurer werden kann, denn die Materialkosten sind nur eine Seite der Medaille, der Arbeitsaufwand bestimmt maßgeblich die Gesamtkosten.


    Es wird immer darauf hingewiesen, dass sich bei solchen dünnen Putzlagen irgendwelche Unebenheiten (Kleber, Fugen etc.) nicht ausgleichen lassen. Man muss also bei der Untergrundvorbereitung entsprechend pingelig sein, sonst sieht man diese Unebenheiten später. Dieser Mehraufwand muss ja auch bezahlt werden.


    Ob man wirklich Kosten spart, das sieht man beim Vergleich entsprechender Angebote. (An sich erst wenn die Rechnungen vorliegen). An echte Kostenvorteile glaube ich nicht, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

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  • Unser Architekt würde gern dünnlagen Gipsglättputz ausführen lassen und grundsätzlich haben wir da auch nichts dagegen. Informiert wurden wir von ihm quasi nur darüber, dass der super ist ;-)


    Im Internet konnte ich abgesehen von den Produkt- und Merkblättern der Hersteller nicht viel finden. Eben das was du auch schon sagst, dass der Erfolg stark vom Untergrund abhängt aber auch, dass er aufgrund der geringen dicke eher zu Rissen neigt als dickerer Putz weil er schneller trocknet.


    Ob der Dünnlagenputz teurer oder günstiger ist wäre jetzt nicht so unser Thema, wichtiger ist uns später keine Probleme zu haben. So ganz verstehe ich eben noch nicht den Vorteil dieser Variante ist, außer dass sich die Räume minimal vergrößern. Ist dünner Gipsputz weniger anfällig für Schimmel oder ist es einfach eine Art zu putzen ohne besondere Vor- und Nachteile?


    Für mich wäre eben interessant ob damit schon jemand Erfahrung gesammelt hat und wenn ja welche?

  • Wenn der Architekt so begeistert ist, dann hätte er doch auch ein paar Vorteile benennen können.


    Warte mal, bis noch weitere Rückmeldungen kommen. Es könnte gut sein, dass ich das Super Argument einfach nicht auf dem Schirm habe.

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  • Wenn der Kollege so auf das Material schwört, wird er Argumente nennen können, weshalb.


    Eine Ausgleichs- und Egalisierungsschicht besonders dünn auszuführen, hat doch nur dann einen Sinn, wenn der Untergrund bereits überdurchschnittlich glatt, eben und im Material homogen ist. Ist das bei euch der Fall?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Der Untergrund ist schon ziemlich plan, kann aber nicht beurteilen ob plan genug. Ich hoffe darauf, dass Architekt und Putzer es nicht so dünn ausführen würden wenn Probleme absehbar wären. Ich bestehe ja in keiner Weise auf den dünnen Putz, aus dem Bauch heraus wäre mir die "Standardausführung" lieber.


    Ich sehe das aktuell so, dass selbst wenn man das mit dem dünnen Putz gut hinbekommen würde, es ja mit dem dickeren mindestens genauso gut wäre. Mir fehlt eben noch das Argument warum dünn (5 mm) anstatt dick (ab 10 mm) aber ich spreche noch einmal mit ihm, wollte nur erst einmal abfragen ob es hier diesbezüglich bereits Erfahrungen gibt.

  • Anbieten lassen. und sehen was kommt.


    Dünnputz - 2-3 mm, Mittellagenputz 5..x mm, ...
    Ich habe es vor 20 jahren schon mal probiert. Nach einer Etage aufgegeben und konventionell weiter. Seitdem beobachte ich das und habe noch keinen gefunden, der das ernsthaft bei einem modernen Neubau ohne Ärger gemacht hat.
    Sollen die Putzer mal was zu sagen. Ergo bei KS insbesondere Großformat bloß nicht, Ziegel eh nicht, bleibt höchstens noch Porenbeton.
    Materialersparnis fällt nicht ins Gewicht, da teuerer Grundpreis. Arbeitsaufwand ist höher, Abläufe sensibler, Untergrund muss vorbereitet werden.
    Alle Untergrundspannungen schlagen sofort durch.
    Das Einizige wo es mM nach sinnvoll funktioniert ist im Trockenbau. Da heißt es dann Flächenspachtelung.

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  • Ergo bei KS insbesondere Großformat bloß nicht

    Nur aus Interesse, wieso nicht? Siehe LINK



    Dünnputz - 2-3 mm, Mittellagenputz 5..x mm, ...

    Dann wäre es bei uns Mittellagenputz auch wenn google zu dem Wort 0 Treffer liefert. Die Dicke soll bei uns 5-7 mm betragen.


    Wie ist das eigentlich wenn nachher Risse im Innenputz auftreten, ab wann muss das ausführende Unternehmen nachbessern oder bis wohin kann man ein Auge zudrücken? Wenn in einer Ecke ein kleiner Riss ist dann würde ich da nicht unbedingt noch einmal die Firma her bestellen sondern den Riss selbst ausbessern (mich zuvor aber informieren). Oder sollte man jeden Riss vom ausführende Unternehmen nachbessern lassen?


    Vielleicht kennt ja auch jemand eine Seite die gut beschreibt was noch "normal" ist und was nicht.

  • Alle Untergrundspannungen schlagen sofort durch.

    Man hat bei KS-XL eh schon mit den Rissen zu kämpfen. Warum: Kleinformat: alle 25 cm ne Fuge, Großformat 50(100cm) -> Rissbreiten 2-4x so groß. Es verteilt sich auf viel weniger Fugen.
    Das Zeug hat eben Schwindmaße. Porenbeton noch mehr.
    Wenn man mal die Hütte ein Jahr beheizt stehen lässt vor dem Verputzen, dann können wir nochmal darüber reden.


    Es gibt eigentlich auch eine Grundregel: man spricht die geplante Oberfläche mal mit der Planung und dem Rohbau ab.


    Was hat Mark Carden letztens irgendwo erwähnt: nix ohne Tapete oder Malervlies.
    Sonst ist höherer Aufwand beim Untergrund erforderlich.


    ansonsten ist weder mit Gewährleistung noch ein Auge zudrücken sondern Ärger programmiert.

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  • Was hat Mark Carden letztens irgendwo erwähnt: nix ohne Tapete oder Malervlies.

    Das ist auch noch ein großes Thema für uns. Wir haben unserem Architekt gesagt, dass wir die meisten Wände einfach nur streichen wollen, vielleicht hier und da Tapete, vielleicht aber auch gar keine. Er sagt das wäre mit "seinem" Gipsglättputz (5-7 mm) kein Problem. Ausgeführt werden soll dieser zunächst in Q2 und er sagt, dass er schon viel mit der Firma gemacht hat und die meisten Bauherren waren mit Q2 ausreichend zufrieden. Die würden das Q2 so gut hinbekommen, dass es schon in Richtung Q3 geht. Sollte uns Q2 nicht ausreichen müssten wir dann (der Putzer oder Maler) auf Q3 aufwerten oder eben Tapete, Vlies aufbringen. An den Decken hatten wir schon überlegt Vlies anzubringen, an den Wänden aber wie gesagt eigentlich nicht.


    Ich nehme an das ist eine Frage des eigenen Anspruchs und Geschmacks aber mal unabhängig von den optischen Faktoren, wie ist das mit den Rissen? Wenn der Maler später ein Vlies aufklebt sieht man dann die Risse (falls vorhanden) nur nicht mehr oder werden diese durch das Vlies auch verhindert? Der Maler kommt ja aber ziemlich zum Schluss, ist es da nicht schon zu spät?


    Wird bei Innen Gipsglättputz eigentlich Gewebe/Armierung aufgebracht?

  • Es geht nicht um dicke Risse, sondern die netten Haarrisse. Die sind auf den nur gestrichenen oder gar nicht gestrichenen Oberflächen besonders auffällig. ´-> Rissfüllende Farben. (ist die normale für Raufaser eh)


    Tja, wie wäre es mit Bemusterung in ausgeführten Objekten?


    Wurde eine Mauerabsperrbahn auf den Wänden unter den Decken im Rohbau eingelegt?

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  • Ist eigentlich alles schon geschrieben.
    Auch die Putzhersteller können nicht zaubern.
    Der Putzgrund, hier das Mauerwerk wird reißen. Das ist ein als bauphysikalisch normaler Prozess zu werten.
    Alle mineralischen Baustoffe sind Formänderungen unterzogen. Insbesondere das Schwinden im Zuge der Bauwerksaustrocknung ist hier zu beachten.
    Die Mauersteine (außer Ziegel) schwinden. Die Betonbauteile schwinden und zerren an den Wänden, usw.
    Ergo, es ist wünschenswert, wenn der Putz auch eine Entkoppelungsschicht darstellen würde. Das können Dünnputze nicht.
    Besser wäre ein Normalputz, 10-15 mm Dicke, nicht zu hart.
    Rissfrei wird das Ganze der heutigen Bauweisen und Fertigstellungszeiträume wegen trotzdem kaum ablaufen.
    Daher mein Rat nach der kaschierenden Tapete oder Malervlies.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk

  • Ergo, es ist wünschenswert, wenn der Putz auch eine Entkoppelungsschicht darstellen würde. Das können Dünnputze nicht.

    Hattest du in Deiner Berufspraxis schon (schlechte) Erfahrungen mit Dünnputz (5-7 mm) oder wird das viel zu selten ausgeführt?


    Habe nach wie vor kein gutes Gefühl vor allem weil es kein richtiges Argument dafür gibt. Er hat keine Vorteile und scheint weder für das Unternehmen noch für mich günstiger zu sein. Wieso macht man dann so was? Werde da wie schon geschrieben noch einmal beim Architekten nachfragen.

    Wurde eine Mauerabsperrbahn auf den Wänden unter den Decken im Rohbau eingelegt?

    Ja wurde gemacht. Einmal direkt auf der Bodenplatte und dann noch einmal über der ersten Reihe wegen aufsteigender Nässe, Spritzwasser oder was weiß ich. Dann noch einmal auf der letzten Reihe (auch auf den Innenwänden) unter den Geschossdecken aber vermutlich ein anderes Material und zu einem anderen Zweck als auf der Bodenplatte. Man hat auch Gewebe in die Steinreihe unter den Fenstern gemacht, so für mich als Laie schon OK aus.

  • 5-7 mm sind eher keine Dünnputze mehr, aber...
    Ja - ich habe regelmäßig solche Putze zu begutachten.
    Aber ähnliche Szenarien sind auch bei Normalputze zu erwarten wenn diese zu hart eingestellt sind.
    Das mit der Entkopplung unter den Betondecken ist schon mal gut. Lässt eine gewissen Schlupf zu, die Wände gelten (bei Richtiger Ausführung) trotzdem als oben gehalten.
    Die Bahn auf der Bodenplatte ist auch richtig.
    Die AUF der 1. Schicht könnte zu Problemen führen. Ist auch im Regelfall nicht notwendig. Gegen Spritzwasser (außen) wir nun Mal eine Vertikalabdichtung im Sockelbereich aufgebracht. Da braucht es keine weitere Horizontalabdichtung. Diese verändert das Verhalten des Mauerwerk hinsichtlich des Haftverbundes zwischen den beiden Steinlagen. Wenn alles richtig gemacht wurde nicht viel, aber evtl. entscheidend. Der Putz kann hier also reißen. Stellt sich also die Frage, welche Schichthöhe und ob damit der Riss über oder im Bereich des Fußbodenaufbaus liegt.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk

  • Die Mauerabsperrbahn direkt unter den Geschossdecken ist bei "Sichtputzen" schon mal Mindeststandard. Denn ohne "Bappt der oberste Stein regelmäßig am Deckenbeton fest und es gibt regelmäßig die Risse in der ersten Lagerfuge von oben - die sich immer wieder keiner so richtig erklären kann... ?(

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  • Diese verändert das Verhalten des Mauerwerk hinsichtlich des Haftverbundes zwischen den beiden Steinlagen. Wenn alles richtig gemacht wurde nicht viel, aber evtl. entscheidend. Der Putz kann hier also reißen. Stellt sich also die Frage, welche Schichthöhe und ob damit der Riss über oder im Bereich des Fußbodenaufbaus liegt.

    Die erste Horizontalabdichtung ist auf der Bodenplatte also 21 cm unter Fertigfußboden und Gelände. Die zweite Horizontalabdichtung ist 50 cm über Bodenplatte also 29 cm über Fertigfußboden und Gelände. Ist nun ja eh nicht mehr zu ändern oder gibt es vor dem Putzen Maßnahmen die Risse in diesem Bereich verhindern könnten?

  • - die sich immer wieder keiner so richtig erklären kann... ?(

    :-)


    ---------- 21. März 2018, 11:29 ----------


    . Die zweite Horizontalabdichtung ist 50 cm über Bodenplatte also 29 cm über Fertigfußboden und Gelände. Ist nun ja eh nicht mehr zu ändern oder gibt es vor dem Putzen Maßnahmen die Risse in diesem Bereich verhindern könnten?

    Ich mag der Rechnung nicht ganz glauben.
    Schichtenhöhe als 50 cm. Aber die werden die doch nicht ohne Kimmschicht versetzt haben - oder????
    Ist bei der Beantwortung der Frage hier (zur Zeit noch) nebensächlich. Man könnte ein Gittergewebe im äußeren drittel des Putzes einbetten. Das hilf wenigsten ein bisschen. Zauber kann das aber auch nicht. Dünnputze und Sichtputz wäre für mich bei dieser Bauart ausgeschlossen. Meine Privatmeinung. Vor Gericht bräuchte ich da viele Worte für.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk

  • Wieso sind Gelände und OK FF gleich? Habt ihr in den Terrassen- und der Haustür 15 cm Schwellen drin?

    Verstehe ich nicht, habe da irgendein Brett vor dem Kopf oder falsche Begrifflichkeiten :( Also bei uns ist der fertige Fußboden genauso hoch wie das Pflaster draußen.



    Schichtenhöhe als 50 cm. Aber die werden die doch nicht ohne Kimmschicht versetzt haben - oder????

    Ja Kimmschicht ist vorhanden und dann zwei Reihen Steine und dann die Horizontalabdichtung also in ca. 50 cm über Bodenplatte.

  • Verstehe ich nicht, habe da irgendein Brett vor dem Kopf oder falsche Begrifflichkeiten Also bei uns ist der fertige Fußboden genauso hoch wie das Pflaster draußen.

    Is scho kloar. Aber wie schafft Ihr es dann, dass die vertikale Wandabdichtung 15 cm über OK Gelände durchgehend auch im Bereich der bodentiefen Öffnungen durchgeht? Schwellen in den Türen? 15 cm hoch?

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  • Die Haustür und die eine Terrassentür müssen also quasi 15 cm über Gelände sein?

    Nein. Das Gelände muss mind. 15 cm unter OK Vertikalabdichtung liegen. Das gilt auch bei Öffnungen (z.B. Türen). Mit bestimmten Maßnahmen kann man da ggf. auf 5 cm runter, aber a) eben nur bei Türen o.ä. und b) mit besonderen ZU PLANENDEN Maßnahmen wie grossen Dachüberständen/Vordächern, Rinnen samt Hebeanlage (die wird nämlich zu 99,9 % vergessen).

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  • weshalb zwingend eine Hebeanlage?

    Wegen der [definition=25,0]DIN[/definition] 1986-100 13,1.3, die vorschreibt, dass Ablaufstellen (RW) unterhalb der Rückstauebene über Hebeanlagen entwässert werden müssen!


    Und wie viele Terrassen, die ebenengleich mit OK FF liegen, liegen OBERhalb der Rückstauebene. Nach meiner Erfahrung die allerwenigsten bis gar keine.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Also vor der Haustür (Nordseite) gibt es eine Überdachung in Form eines umgedrehten L dort ist die Haustür also von zwei mehr oder weniger Seiten geschützt.


    Bei Haustür und Terrassentür (Ostseite) wird eine an das Drainage / Regenwasser angeschlossene Rinne eingebaut aber keine Hebeanlage.

  • oder es braucht m.W. weitere Maßnahmen (vordach zum Beispiel)

    Nein . ihr habt den Trick nicht verstanden. Ich lese es so, dass das gesamte Haus so "tief" liegt, dass das Gelände = OK FF ist. Entweder also Vordach ums gesamte Haus :eek: oder ABDICHTUNG 15 ü OK Gelände.


    ---------- 21. März 2018, 12:10 ----------


    Drainage / Regenwasser

    Das wird ja immer spannender! Die Drainage entwässert also in den RW Kanal. Und wird bei Rückstau zur BEwässerung ;(

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  • Wie bekomme ich die Höhe der Rückstauebene heraus? Also ich kann sagen, dass der Abwasserkanal locker 2,5 bis 3 m unter meiner Gelände OK liegt.


    Regenwasser / Drainage wird in einen Bach geleitet.



    ---------- 21. März 2018, 12:50 ----------


    Und wie viele Terrassen, die ebenengleich mit OK FF liegen, liegen OBERhalb der Rückstauebene. Nach meiner Erfahrung die allerwenigsten bis gar keine.

    Falls man Rückstauebene mit Straßenoberkante gleichsetzen kann dann bin ich mit Fertigfußboden geschätzte 80 cm drüber. Der Kanal liegt dann noch einmal 2 m tiefer als die Straßenoberkante.


    Der Bach in den ich Drainage und Regenwasser einleiten darf liegt mindestens 1 m tiefer als mein Fertigfußboden / Gelände wobei wir hier wahrscheinlich eine Rückstausicherung einbauen werden.



    ---------- 21. März 2018, 23:29 ----------


    Ich möchte nicht unhöflich erscheinen aber kommt hier noch was? Erst den Laien in Angst und Schrecken versetzen und dann keine kurze Rückmeldung geben :nono:


    Gelände (=OK FF) liegen deutlich über der Rückstauebene des SW-Kanals und auch deutlich über dem Bach in den das Regen- und Drainagewasser eingeleitet wird. Auf der Bodenplatte gibt es für die Außen- und Innenwände eine horizontale Abdichtung. Die vertikale Abdichtung wird (wenn ich das richtig verstanden habe) ab UK Bodenplatte (51 cm unter Gelände) bis 30 cm über Gelände ausgeführt. An Haus- und Terrassentür dann entsprechend nur die 50 cm unter Gelände. Die horizontale Abdichtung ist hingegen umlaufend also auch unter den beiden Türen.


    Wie ist das nun einzuschätzen, es wäre nämlich noch relativ leicht möglich das Gelände um 15 cm abzusenken, hätte dann halt an beiden Türen eine Stufe.

  • Wegen der [definition=25,0]DIN[/definition] 1986-100 13,1.3, die vorschreibt, dass Ablaufstellen (RW) unterhalb der Rückstauebene über Hebeanlagen entwässert werden müssen!
    Und wie viele Terrassen, die ebenengleich mit OK FF liegen, liegen OBERhalb der Rückstauebene. Nach meiner Erfahrung die allerwenigsten bis gar keine.

    Ich habe es inzwischen ungefähr 10 x gelesen um es richtig zu verstehen. Mir ist genau ein Objekt eingefallen, bei dem das so sein könnte und da habe ich die Rinne tatsächlich an die Hebeanlage anschließen lassen, aber der Regelfall war bei mir bisher Rinnensohle einige Zentimeter über Rückstauebene. Kann aber Zufall sein!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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