Brüstungshöhe für ein Fenster um wenige cm erhöhen, von außen wahrnehmbar?

  • Hallo,


    leider hat sich unsere eh schon recht niedrige Brüstungshöhe aufgrund einer Planänderung (Fußbodenaufbau von 14 auf 17 cm) von 86 cm auf 83 cm reduziert. Das ist in allen anderen Räumen kein Problem aber in der Küche schon. 83 cm plus 3-4 cm Arbeitsplatte die als Fensterbank einlaufen soll kämen wir dann auf 87 cm Arbeitshöhe und das wäre für meine Frau mit 165 Körpergröße auch in Ordnung. Problematisch wird es bei der Küche weil diese z.B. bei I*** immer einen 80 cm Korpus plus 8 cm Sockel haben und da ist man ja schon bei 88 cm plus 3-4 cm Arbeitsplatte und das Fenster geht nicht mehr auf.


    Nun gibt es für dieses Problem mehrere Lösungen, wir könnten die Küche irgendwo anders mit niedrigeren Sockel kaufen oder schmalerer Arbeitsplatte oder diese gar im Bereich der Fenster absenken usw. Mir schwebt aber eher vor die Brüstungshöhe des Fensters zu erhöhen. Die Rohbauer sind zum Glück noch vor Ort und die Fenster werden erst Ende diese Woche ausgemessen.


    Nun frage ich mich ob ich dies in dieser Etage für alle Fenster (5) machen sollte oder ob man das auch nur für dieses eine in der Küche machen kann? Geplant sind die Fenster mit 113x151 + 25 cm Rollladen. An der Hausseite mit dem Küchenfenster ist noch ein weiteres Fenster mit einem Abstand von 199 cm und beide Fenster sind unten und oben auf "einer Linie". Nun frage ich mich ab wann man mit bloßem Auge erkennt, dass das eine Fenster die untere Linie um 3, 4 oder 5 cm verlässt?


    Oder sollte man dann alle 5 Fenster kleiner fertigen lassen damit man überall die gleiche Brüstungshöhe hat? Gibt es sonst noch irgendwas bezüglich Brüstungshöhe zu beachten?

  • Hast Du eine Ansicht da?


    Evtl kann es auch ok sein das eine Fenster zu verkleinern oder gänzlich anders aussehen zu lassen ( auch andere Fensterrahmenfarbe o.ä.)

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • ... frage ich mich ob ich dies in dieser Etage für alle Fenster (5) machen sollte oder ob man das auch nur für dieses eine in der Küche machen kann? ... Nun frage ich mich ab wann man mit bloßem Auge erkennt, dass das eine Fenster die untere Linie um 3, 4 oder 5 cm verlässt?

    ja

    Oder sollte man ... ?

    Varianten in Ansichten vom Planer zeichnerisch gegenüberstellen lassen, Kosten benennen lassen, vergleichen, entscheiden. Bauordnungsrechtliche Anforderungen dabei nicht aus den Augen verlieren!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Ungleiche Brüstungshöhen in einem Geschoss in einer Fassade sieht man immer. Bei Unterschieden von 3 - 5 cm sieht es richtig schlimm aus, so als wäre etwas schiefgelaufen und keiner hätte es gemerkt.


    Auf einem 100tel-Plan ist so etwas nicht immer gut zu erkennen. 3/10 mm fallen i.d.R. nicht so ins Auge, wenn die Fenster nicht direkt nebeneinander liegen. Deshalb würde ich auf eine zeichnerische Darstellung verzichten, das bringt bei 1:100 nicht allzuviel.


    Ganz wichtig ist der Hinweis von @Skeptiker auf die baurechtlichen Anforderungen. Die Fenstermindestgrößen (i.d.R. 1/8 der Grundfläche) müssen erhalten bleiben. (Was anderes von Belang fällt mir jetzt auf die Schnelle nicht ein.)

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Evtl kann es auch ok sein das eine Fenster zu verkleinern oder gänzlich anders aussehen zu lassen ( auch andere Fensterrahmenfarbe o.ä.)

    Das Fenster in Farbe, Form, Lage gänzlich anders aussehen zu lassen ist nicht so mein Ding. Das ist freilich Geschmackssache aber wir wollten alles möglichst klar strukturiert und symmetrisch. Ich würde die Brüstungshöhe nur erhöhen wenn man es nicht als "außer der Reihe" empfinden würde.


    Mir fehlt da schlicht die Erfahrung ob man da schon 2 cm oder erst 5 wahrnimmt. Das Küchenfenster ist übrigens das auf der rechten Seite in der zweiten Etage (OG).

    Auf einem 100tel-Plan ist so etwas nicht immer gut zu erkennen.

    Das dachte ich ja auch. Ich habe in meiner Ansicht West das 151 cm Fenster in der Höhe um 2% reduziert und ja wenn man genau hinschaut sieht man, dass da was nicht stimmt. Ob es Leuten sehen die nichts davon wissen, keine Ahnung, vermutlich eher nicht.


    Was ganz anderes ist es natürlich an der Fassade, deshalb habe ich ja nach euren Erfahrungen gefragt und ja auch gute Antworten bekommen.


    Es wäre bezüglich Rohbauer kein Problem die Brüstungshöhe des anderen Fenster dieser Hausseite um die gleichen 3 cm zu erhöhen, dann sind sie zumindest auf einer Linie aber trotzdem 2% kleiner als die im EG und DG wobei man dies vermutlich nicht mehr so wahrnimmt wie 2 nebeneinander liegende Fenster.


    Oder ich lasse alles wie es ist und finde mich mit der geringen Arbeitshöhe ab. Scheiden eben manche Küchen (I***) von vornherein aus da diese eine Standardhöhe von 88 cm zuzüglich Arbeitsplatte haben. Sockel von 8 auf 5 cm reduzieren wäre wohl ziemlich aufwändig.


    Viele Grüße und vielen Dank

  • Das dachte ich ja auch. Ich habe in meiner Ansicht West das 151 cm Fenster in der Höhe um 2% reduziert und ja wenn man genau hinschaut sieht man, dass da was nicht stimmt. Ob es Leuten sehen die nichts davon wissen, keine Ahnung, vermutlich eher nicht.

    Sorry, aber das lässt sich in Genehmigungsplänen nicht sinnvoll prüfen! ?( Dafür möchte es mindestens 1:50, vielleicht auch 1:20 sein oder gleich das 3D-Modell / die Perspektive! :bier:

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Wen interessiert die Ansicht? Ich würde mir erstmal Gedanken über die blau-glebe Küche machen! Für einen Menschen von unter 1,70 an einer rd. 90 cm hohen Arbeitsplatte zu arbeiten, ist eine ergonomische Zumutung!


    Kauf mal ein STück Arbeistplatte, zwei Kanthözer und bau das nach. Ich würde mich nicht wundern, wenn Deine Frau die Kantholzabschnitte als Meinungsverstärker einsetzt, wenn sie Dir selbige sagt.


    Füße muss man nicht von blau-gelb nehmen, und Sockelblenden kann man auf der Kreischsäge zuschneiden.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Was ist denn am kürzen von Plastikfüßen aufwändig?

    Gibt es die nicht sogar in unterschiedlichen Längen (das kann ja sogar das sog. schwedische "Möbelhaus")?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Höhen kann man anpassen- und zwar die der Küche, sodass es ergonomisch funktioniert! Das ist erstmal das wichtige.


    Ich wollte die Ansicht sehen, um zu schauen, wie die Fenster angeordnet sind. Eben, obs evtl gut ausschaut, wenn eines besonders/ anders ist. Kann ja auch optisch auflockern.

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  • Dann aber bitte ganz anders. 3 cm Höhenversatz bei der Brüstung gehen da gar nicht.

    Ups, das war für mich so klar, dass ich es nicht geschrieben habe. Danke Thomas!


    ---------- 19. März 2018, 15:52 ----------


    Man kann ja damit noch spielen, gerade bei so einer Fassade

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  • Es gab eine Zeit, da waren geteilte Küchenfenster, mit einer festverglasten unteren Fensterfläche, Mode. Das hatte den Vorteil, dass man das Fenster aufmachen konnte, auch wenn Geschirr oder die Ketchup-Flasche davor standen. Das wäre eine Möglichkeit für euch. Die Rohbauöffnung bleibt gleich, nur die [definition=55,0]Teilung[/definition] des Fensters selbst ist anders.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Frau maier, deine Lösung geht mal wieder am Problem vorbei.

    Das finde ich nicht unbedingt. Man sollte schon bedenken, dass bei UK Fensterflügel knapp über der Arbeitsplatte dort nichts mehr stehen oder liegen darf, wenn man den Flügel öffnen möchte.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Die Arbeitsplatte kann auch wenige cm über dem Fensterbank sein. Von außen sieht man es nicht. So wie es auf Kante geplant ist, so wie ich es verstehe, sind es eh nur ein paar cm hin und her. Das könnte hin hauen. Dann ist die Fensterbank eben mal zwei cm tiefer als die Arbeitsplatte. Ist auch nicht so schlimm. Günstiger als alle Fenster nachzuarbeiten.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Beitrag von feelfree ()

    Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.
  • Schuldenuhr : Wir haben zwar nicht das Problem der Brüstungshöhe gehabt da ausreichende Höhe, haben allerdings von Anfang an trotzdem ein geteiltes Fenster vor der Arbeitsplatte.
    Unten ca.30 cm feststehend, darüber ca. 100 cm zum Öffnen. Davor stehen gerne mal Küchenkräuter, Blumen oder Anzuchten fürs Gemüsebeet uvm. Uns gefällt es.


    Vielleicht doch eine Alternative anstelle einer Umplanung.


    Viele Grüße M.

  • Dann ist die Fensterbank eben mal zwei cm tiefer als die Arbeitsplatte.

    Das wäre allerdings wirklich die schlechteste aller denkbaren Lösungen. Diese Schmutzecke möchte man keinem wünschen.


    Wir sind hier beim Neubau.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Dann muss man regelmäßig putzen ;)
    Oder Rahmen breiter machen und Fensterbank höher setzen. Sieht aber auch nicht gut aus, wenn ein Fensterrahmen breiter ist als die anderen. Oder alle Fenster nacharbeiten, was aber die teuerste Variante ist. Ich würde das mal im Detail vom Architekten durch planen. Evtl. gehen sich Arbeitsplatte und Fensterbank gerade so aus.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das wäre allerdings wirklich die schlechteste aller denkbaren Lösungen. Diese Schmutzecke möchte man keinem wünschen.

    wollte ich auch erst schreiben, und dann habe gedacht, dass kann frau maier nur so meinen, dass dann die arbeitsplatte in die Brüstung gezogen wird und gegen den Rahmen stößt.


    Aber jetzt bin ich echt schockiert, dass es wirklich Architekten gibt, die so einen Oberbockmist ihren Bauherren empfehlen würden. JEDER Aufwand ist gerechtfertigt, so etwas zu vermeiden!!

  • Warum nicht einfach eine Rahmenverbreiterung unten an's Fenster?
    Dann die Arbeitsplatte an das Fensterprofil laufen lassen.


    30mm oder 50mm sind Standard Verbreiterungen.

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  • aufgrund einer Planänderung (Fußbodenaufbau von 14 auf 17 cm)

    Vielleicht sollte man hier ansetzen, und mal nachfragen, warum der FuBo-Aufbau 3cm mehr benoetigt? 14cm sind doch eine "normale" Aufbauhoehe, was soll denn da noch alles in den FuBo, das man 17cm braucht?

  • Wen interessiert die Ansicht? Ich würde mir erstmal Gedanken über die blau-glebe Küche machen! Für einen Menschen von unter 1,70 an einer rd. 90 cm hohen Arbeitsplatte zu arbeiten, ist eine ergonomische Zumutung!

    Nope, das ist pauschal gesagt Quatsch.
    Unter 165 sollte man die Ellbogenhöhe kontrollieren aber auch Kleinere kommen sehr oft mit 90 cm klar.
    Weit besser als Größere mit zu niedrigen Küchen, DAS ist die wahre Zumutung

  • Weil das von außen wahrscheinlich noch schlimmer aussieht als 2cm mehr Brüstungshöhe. Wenn, dann müssen die beiden Fenster nebeneinander schon einheitlich sein.

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Wenn dann noch von außen sowieso so eine Alu Fensterbank angeschraubt wird, könnte man diese etwas höher setzen. Optisch bleiben dann 1-1,5cm, dafür bräuchte man schon ein sehr gutes Auge um das zu erkennen.

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  • Ich sehe das Problem und die Lösung ganz woanders.
    Das Fenster auf der Zeichnung ist ein Fenster mit nur einem Flügel, in einer
    Küche eine völlige Katastrophe an der Arbeitsplatte.
    Da gehören Fenster mit einem feststehendem Unterteil hin von ca 30 cm damit man auch das Fenster mal öffnen kann ohne die Küche abzuräumen.
    Dann lässt man da einfach die Arbeitsfläche in die Fensteröffnung reinlaufen und Thema erledigt. Sieht von Innen sauber aus, sieht von Aussen sauber aus, Thema erledigt...
    Man braucht nur eine vernünftige Firma für die Arbeitsplatte die solche Ausschnitte auch hinbekommt. Und ja, solche Firmen gibt es, ich habe solche Konzeptionen mehrfach schon gesehen und habe auch 2 Häuser in der eigenen Baubetreuung gehabt die genaau so das Problem gelöst haben...

  • Fenster in Varianten in einem vernünftigen Maßstab zeichnen, Küchenmöblierung ebenfalls, Varianten vergleichen, entscheiden. Ganz normales Entwerfen / Planen in Varianten halt.


    X/ Entwerfen ist zeichnen oder Modelle bauen, nicht Texte schreiben!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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