Pelletlagerung außerhalb vom Haus

  • Guten Tag.
    Hat jemand Erfahrung mit der Pelletlagerung draußen?
    Im Haus ist kein Platz, im Nebengebäude ist schon die Heizungsanlage selbst geplant. Nachdem ein Bekannter auch eine Pelletheizung hat, wird überlegt ob dies nicht auch eine Option wäre, anstatt ein LW WP die, die wohl anfälliger ist auf Dauer und auch nicht wirklich viel günstiger in der Installation, und schon gar nicht im Betrieb mit Stromverbrauch und resultierender Heizleistung. Da das Haus einfacher EnEV Stanard ist mit über 10kW Heizlast, würde sich günstiger Brennstoff gerade hier rentieren.


    In einem anderem Forum habe ich mal geschaut, quasi Silos aus "Stoff". Dies muss nur vor Sonne und Regen geschützt sein, nicht mal eine komplette Gartenhütte wäre nötig. Platz wäre sogar draußen in der Ecke unweit vom Anbau mit der Heiztechnik vorhanden.
    Gibt es da Probleme mit Feuchtigkeit, bei so "einfachen" StoffSilos? Ein See ist nicht so weit weg, GW steht hoch. Ein Erdtank wäre wieder rel. aufwendig mit Einbau, Saugvorrichtung...

  • Ich würde die Pellets nicht einfach so draußen lassen.
    Mir wurde das so erklärt: Das Problem bei der Sauganlage ist, dass der Luftstrom zirkuliert - es wird also aus der Heizungsanlage auch warme Luft in Richtung Pellets geblasen, während in die andere Richtung Luft samt Pellets vom Silo in den Heizkessel gesaugt werden. Die tendenziell wärmere Luft aus dem Heizkessel transportiert auch mehr Feuchtigkeit in Richtung Pellets, die dort dann in der kälteren Umgebung wieder abgegeben wird. Damit ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Pellets verkleben.
    So zumindest die Theorie von unserem Heizi und der Grund warum wir unser Pelletsilo eingehaust haben.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Klingt nicht doch.


    Was heißt denn eingehaust? Ein Sacksilo könnte es schon werden. Ein einfacher Schuppen , wie ich in einem link wohl aus Skandinavien fand muss es nicht sein. wobei man hier dann evtl. wieder mit Schnecke arbeiten können.


    Aber bitte definiere eingehaust? Bzw. wie ist eure Lösung. Hatte eben mit einem Heizungsbauer telefoniert. Mit dieser Thematik kennt sich ja nicht jeder aus, geschweige denn Planer.

  • anstatt ein LW WP die, die wohl anfälliger ist auf Dauer und auch nicht wirklich viel günstiger in der Installation, und schon gar nicht im Betrieb mit Stromverbrauch und resultierender Heizleistung. Da das Haus einfacher EnEV Stanard ist mit über 10kW Heizlast, würde sich günstiger Brennstoff gerade hier rentieren.

    Ich würde zwar nicht behaupten, dass eine LWP anfälliger ist, warum auch, aber Dein Gedankengang ist trotzdem richtig. Die Betriebskosten könnten der entscheidende Faktor sein, auch wenn für den Pelleter ein Schornstein erforderlich wird, ein Lager gebaut (aufgestellt) werden muss, und der Schorni mit schöner Regelmäßigkeit auch noch was dran verdienen möchte.


    Ein Lager im Freien (wettergeschützt) wäre zwar denkbar, aber ich gebe zu bedenken, dass Pellets sehr feuchteempfindlich sind. Bei Wetterschwankungen könnte es passieren, dass die ausgekühlten Pellets eine Menge Feuchtigkeit aus der feuchten Luft aufnehmen, und dann hast Du im schlimmsten Fall ein Lager voll mit Sägemehl. Belüftung ist ja allein schon wegen dem CO ein Muss.

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  • Ein Bild sagt mehr als Worte:


    Unter dem Kubus auf Stelzen sieht man eine Wand (die ist gedämmt, das sieht man jetzt nicht), dahinter ist das Pelletlager. Das meinte ich mit "eingehaust". Ist kein technisch korrekter Begriff, ich weiß. Was ich aber damit meine: das Lager ist ein eigener Raum mit einem eigenen Zugang von außen, damit der Lieferant auch halbwegs bequem einblasen kann, liegt aber innerhalb der "Hausdämmung".

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  • Pelletslagerung draußen dürfte eigentlich kein Problem sein. Dafür werden auch entsprechende Silos angeboten.
    Im alten Haus habe ich meine Pellets für den Kaminofen in Bigbags im Scheunenanbau (quasi bei Außentemperatur) gelagert. Es gab damit in den fünf Jahren, die wir das so gemacht haben, kein Problem. Schwierig, wird es - denke ich - nur, wenn die Pellets automatisch zur Heizung laufen sollen.


    Hier ein Beispiel für so ein Außen-Silo: Pelletslager im Freien

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  • Danke Danke.
    Habe selber auch geschaut, Baumesse, 1 Hersteller und 1 SHK gefragt und nun mal den Planer fragen. Aber wohl eher Neuland, und die Hersteller sagen natürlich ja.


    Genau so etwas wie aus dem Link meinte ich.
    Quasi ein Sacksilo was draußen steht. Es soll laut Hersteller UV und Regen geschützt stehen.


    Die Pellets sollen nicht zur Heizung laufen, sondern "fliegen" bzw. angesaugt werden.


    Habe im anderen SHK forum sogar einfache Holzhäuschen gesehen, oder die SchaumBlechPanele im Selbstbau.
    Beim Hersteller lagern die angeblich auch draußen.


    Ja, wenn man die ansaugt, muss ja Luft nachströmen, die aber nicht viel wärmer wie die Pellets sein sollte. Keller sind ja auch feucht. Und beim erdtank sind die ja im Sommer viel kälter als die feuchte warme Luft.


    Weiß jemand auf die Schnelle, ab wann etwas ein Nebengebäude ist? Weil im Nebengebäude soll die Heizung (evtl. Pellets) rein. Danebendran dann das Lager. Benötigt das eine Baugenehmigung? Weil das Nebengebäude (ohne Baugenehmigung aufgrund der cbm Zahl) ist schon mit dem Volumen zu 90% ausgeschöpft. Gibt es eine Regel, ab wann etwas ein "Gebäude" ist?

  • Steht der Schuppen frei oder an´s Haus angebaut?
    Grenzabstand?


    Achtung ! Verfahrensfrei bedeutet nicht, dass man machen kann was man will. Feuerstätten sind dann noch einmal ein Thema für sich.


    Da lauern also einige Fallstricke.

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  • Ein Silo ist ein Behälter - kein Gebäude. Die sollten bis 50 m³ verfahrensfrei sein. Ggf. ist aber der Bebauungsplan zu beachten, falls es einen gibt.


    Und ja - die Pellets lagern beim Verkäufer auch in Behältern im Freien - dort sind die Silos allerdings etwas größer.


    Definition Gebäude nach § 2 Abs. 2 Bauordnung Ba-Wü:
    "Gebäude sind selbständig benutzbare, überdeckte bauliche Anlagen, die von Menschen betreten werden können und geeignet sind, dem Schutz von Menschen, Tieren oder Sachen zu dienen."

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  • Ok, gut zu wissen. 2 unabhängige Meinungen, dass Pellets beim Hersteller quasi auch im freien lagern. Aber wenn die Behälter dort luftdicht sind, ist es nicht vergleichbar. Ich weiß ja nicht, ob so ein Sacksilo luftdicht ist.


    Also wäre einen Bodenplatte mit dem Sacksilo und einem Dach drauf ein Gebäude, laut §2, überdacht und dient dem Schutz der Sache Pellets?



    Vorhin vom Archi zurück.
    Ja, der Anbau ist außerhalb vom Baufenster.
    An die Außenwand vom Haus, in diesem Anbau sollte der Wasserzähler und Stromzähler kein Problem machen. Da gibt es irgendwie eine Regel, 1m Überschreitung des Fensters oder so.
    Ob die Heizung außerhalb vom Baufenster eingebaut werden darf, wusste er nicht. Muss er klären, am besten in einer anderen Stadt beim Amt wo man jemanden besser kennt. Weil zuerst war es nicht so geplant laut Genehmigung, sollte in das Haus kommen nach oben, aber keine Pelletheizung.

  • in diesem Anbau sollte der Wasserzähler und Stromzähler kein Problem machen.

    Auch an die TAB der Versorger denken.
    Da sollten an sich keine Probleme auftreten, aber sicher ist sicher. Man hat schnell etwas übersehen.

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  • JA, mit den Stadtwerken war ich selber dabei. Denen ist das OK. Nah zur Straßenseite die Zähler/Anschlüsse und frostsicher oder Rohrbegleitheizung.
    Bloß beim Bauamt war es nicht so beantragt.


    Und ob eine Heizung außerhalb des Baufenster sein darf, ist völlig unklar aktuell.

  • und die EnEV Berechnung muss dann auch noch aktualisiert werden.


    Für den Pelletkessel braucht es aufgrund der geringen Leistung keinen Heizraum, ein Aufstellraum genügt. Das erleichtert die Sache schon einmal. Aber das soll der Architekt erst einmal abklären, ob er dafür ein OK kriegt. Dann kommen auch noch so Kleinigkeiten wie Schornstein, Abstand (des Schornsteins) zu den Nachbarn.....

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  • [...]wärmere Luft aus dem Heizkessel transportiert auch mehr Feuchtigkeit in Richtung Pellets, die dort dann in der kälteren Umgebung wieder abgegeben wird. Damit ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Pellets verkleben.So zumindest die Theorie von unserem Heizi und der Grund warum wir unser Pelletsilo eingehaust haben.

    Da heizung nicht mein Thema ist, mal 'ne Frage:
    Reicht da ein einfacher Wetterschutz oder besteht in kalten Wochen auch die Gefahr des Zusammenfrierens der Pellets?
    Muss das Lager dann frostfrei gehalten werden?

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Im Lager dürfte das weniger ein Problem sein, beim Transport nach drinnen, oder evtl. Zwischenlagerung in einem "Tagesbehälter " (kann auch ein Wochenbehälter sein) ,nehmen die Pellets jedoch Feuchtigkeit auf.

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  • Also ich könnte einige Bilder von Herstellern (darf man hier nicht so wirklich?) verlinken, wo man sieht, dass die Pellets in Außensilo lagern. Sacksilo geschützt durch eine Plane, oder Metallsilo einfach so draußen.
    Qwant


    Die Frage ist nun, darf die Heizung außerhalb des Baufenster liegen? Der bereits genehmigte Anbau würde dann vom Abstellraum zu einem Raum umfunktioniert, dass einen wichtigen Zweck des Gebäudes dient.
    Andererseits, ist bei einer WP doch auch ein Wärmetauscher in der Erde oder steht irgendwo am [definition=52,1]Grundstück[/definition], außerhalb des Baufenster.

  • Ausserhalb des Baufensters ist KEIN Gebäude erlaubt, wenn es nicht anders im B-Plan steht. Wenn da Ausnahmen drinstehen, ist die Frage, ob BaWü Nutzungen zum Hauptzewck Wohnen darunter subsummiert oder nicht.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • ist bei einer WP doch auch ein Wärmetauscher in der Erde oder steht irgendwo am [definition=52,1]Grundstück[/definition], außerhalb des Baufenster.

    Das ist etwas anderes. Eine WP ist keine Feuerstätte, und ein "Kollektor" im Erdreich ist kein Gebäude(teil).


    Aber auch bei (Erd)Kollektor oder einer Bohrung darf man nicht bis an die Grenze heran, auch hier gelten Abstände die einzuhalten sind.


    In Deinem Fall ist das Pelletlager weniger das Problem, das könntest Du frei auf dem [definition=52,1]Grundstück[/definition] platzieren (Grenzabstand ist evtl. einzuhalten). Knackpunkt ist der Kessel, der als Feuerstätte anders zu betrachten ist.

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  • Da heizung nicht mein Thema ist, mal 'ne Frage:
    Reicht da ein einfacher Wetterschutz oder besteht in kalten Wochen auch die Gefahr des Zusammenfrierens der Pellets?
    Muss das Lager dann frostfrei gehalten werden?

    Keine Ahnung, ich bin da auch völliger Laie und verlasse mich auf das was mir gesagt wird.

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    - John Maynard Keynes -

  • Ja, mit der WP ist einleuchtend, kein Brenner. Aber ich wollte "umweltfreundlicher" sein und eine Pelletheizung nehmen.


    Nein, es ist nicht im BPlan vorgegeben, aber im BauAntrag genehmigt. Vielleicht auch als verfahrensfreies Gebäude von [definition=39,0]LBO[/definition] oder so. Bin da kein Fachmann. Und ich glaube bei diesen "freien" Gebäude gibt es gewisse Regeln.


    Also abwarten, wie man das sicher klären kann ohne lange Wartezeit und Anträge.



    Kamin usw. kein Problem, kein Gebäude im Umkreis von 10m, Grenzabstände an dieser Seite auch nicht.
    Naja, das Lager darf man nicht ganz frei bauen glaube ich, es würde zu diesen genehmigungsfreien Teil zählen (Axhutz von Sachen), wo es Vorgaben gibt. Obwohl unterirdisch wäre die Größe wohl wieder egal? Naja, aber das ist dann nicht mehr rentabel. Dann lieber den Strom durch die WP "verbraten"

  • Zitat von OLger MD

    Da heizung nicht mein Thema ist, mal 'ne Frage:
    Reicht da ein einfacher Wetterschutz oder besteht in kalten Wochen auch die Gefahr des Zusammenfrierens der Pellets?
    Muss das Lager dann frostfrei gehalten werden?


    Also meine Pellets in der Scheune sind nie eingefroren. Und da herrschten im Winter durchaus kräftige Minusgrade (die Scheune war ja quasi offen, das Tor wurde nie ganz zugemacht). Kartoffeln hätte man dort nicht lagern können. :rolleyes:

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  • Aber ich wollte "umweltfreundlicher" sein und eine Pelletheizung nehmen.


    Die Entscheidung für eine Pelletheizung ist sicherlich nicht schlecht, auch wenn ich "umweltfreundlich" in Anführungszeichen setzen würde (was Du ja auch getan hast).


    Ich bin gespannt auf die Neuigkeiten die Dein Architekt dann liefern kann.

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  • Naja, umweltfreundlich... Habe mal mitbekommen, dass in Südosteuropa inzwischen sogar in Naturschutzgebieten wild gerodet wird, um den Pellethunger in Mitteleuropa zu stillen...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • ...nicht nur den Pellethunger. Das gilt auch für alles andere an Brennholz. Deshalb sollte man sich z.B. überlegen, ob es neben der WP wirklich noch unbedingt den Kaminofen braucht.

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  • Pelletlager...
    kein Problem. Pellets lager selbst bei mit im BigbBg unterm Vordach.
    Auch wurden/werden Pellets NIE Luchtdicht gelagert in irgendwelchen Silos.


    Ein Pelletlager aus Gewebe oder OSB ist Problemlos. Es sollte nur der EIntrag von großen Mengen Feuchtigkeit vermieden werden.
    Also Windabweisend wäre ganz gut damit z.b. Nebel oder so nicht großflächig ran kann.
    Schlagregendicht. und Dicht gegen Erdfeuchte. Also kein Kontakt zu Erdreich. Untergrund sollte fest sein.


    Der Luftaustausch im Lager ist kein großes Thema. Es gibt 2 Luftschläche. einer zum Kessel udn einer zurück. Sozusagen ein Umluftbetrieb.
    Die Luft wird automatisch warm durch die Reibung 2KW Saugerleistung müssen ja irgendwo hinkommen.
    Problematisch könnte es nur werden, wenn die Saugleitungen an sich direkt im Erdreich liegen würden. Da könnte sich dann Feuchtigkeit im Rohr absetzten und das wiederum die Pellets anfeuchten.
    Aber das lässt sich durch ein jeweiliges [definition=1,0]DN[/definition] 70 Leerrohr vermeiden. ISt aber eher ein Thema bei Erdtanks. Da war die Problematik schon da bzgl Feuchte.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah: