Eingebundene Biberkehle - 3 Ziegel breit, 2er Teilung

  • Moin,


    sieht doch schon ganz gut aus. Habt ihr auch noch Modelle mit anderen Dachneigungen, bspw. kleiner 58° ( wo die Ausspitzer nicht immer gleich breit sind :P:D )




    Hier solltest du drauf achten, dass die Abstände der Ausspitzer gleich breit sind bei der gleichhüftigen Kehle, sonst verschenkst du unnötig Punkte. Kann aber auch täuschen, da du die Kehle ein bisschen seitlich fotografiert hast :thumbsup::bier:

  • Wie meinst du gleich? Man kommt doch unregelmäßig in die Kehle so dass links und rechts nicht gleich sein kann wegen viertelverband. Das ergibt sich ja wie breit der ist. Wir fangen nicht gleichmäßig aus der Kehle an.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • dass die Abstände der Ausspitzer gleich breit sind bei der gleichhüftigen Kehle,


    Wenn beide Dachseiten [definition=1,0]DN[/definition] 58° haben, sind die Ausspitzer immer gleich groß, die kannst du quasi schon vorher schneiden und musst sie nur noch anbringen.


    Dass Maß vom letzten ganzen Flächenbiber auf der rechten Seite bis zum rechten letzten Biber der Deckschicht bleibt doch bei deinem Modell gleich ?

  • Theoretisch ja :D

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  • Theoretisch ja

    Praktisch machst du rechts und links den gleichen Abstand, sieht sauber aus und bekommst volle Punktzahl. Wenn du die Kehle am Anfang 2-3 mal ausgelegt hast und weisst, worauf du schauen musst ( wenn das Modell die gleiche Neigung und Trauflänge hat, sollte das kein Problem sein ), klappt das nachher fast von alleine. :thumbsup:

  • Das ist interessant! Könnte man das in einen eigenen Thread verschieben? Hier gehts mir zu sehr unter.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Dass Maß vom letzten ganzen Flächenbiber auf der rechten Seite bis zum rechten letzten Biber der Deckschicht bleibt doch bei deinem Modell gleich ?

    Ich glaub jetzt weiß ich wo unser Missverständnis ist. Du gehst davon aus, dass beide Dachseiten identisch sind und ich vom Ortgang angefangen habe ne? Hab ich nicht. Man sieht es nicht aber die rechte Seite ist breiter.



    Praktisch machst du rechts und links den gleichen Abstand,

    In der Fachregel steht es ja nicht drin ;) Da geht es ja nur darum min. 1cm breiter Ausspitzer und bis zu 9cm. Ich weiß, je größer um so mehr die Gefahr das Wasser durch die Kehle kommt. Unser Ausbilder hat uns extra angewiesen in die Kehle unterschiedlich rein zu kommen und es eben nicht gleichmäßig aufzuteilen. Kannst auf der Baustelle ja auch nicht immer und unserem Ausbilder ist daran gelegen Praxisbezug zu haben. Klar schön aussehen soll es auch, auf der Baustelle soll es aber kein Kopfkratzen geben, weil man nur das "Modell" kennt. Er sagt: Ausspitzer ist der Ausgleich um den viertel Verband zu halten. Ob gleichmäßig oder nicht, interessiert ihn nicht. Hauptsache richtig übersetzt usw ;)


    Ob wir linke/ rechte Einfällerkehle machen werden? Ich glaube nicht, dafür fehlt die Zeit. In den 6 Monaten haben wir 7 oder 8 Tage Praxis... Da kannst ja nun nicht alles durchnehmen. Schade eigentlich.

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  • Man sieht es nicht aber die rechte Seite ist breiter

    X( wer macht denn sowas? 8o  

    Ich weiß, je größer um so mehr die Gefahr das Wasser durch die Kehle kommt

    bzw. sich heimlich eine Kreuzfuge einschleicht und keiner hat`s gemerkt....

    Ob gleichmäßig oder nicht

    Bei einer flacheren Dachneigungen bekommst du das automatisch, das die Ausspitzer größer, bzw. verschieden groß werden und, je nach Länge der Kehle, kommen dann auch die Übersetzungen ( Dachflächenseitig ) beim Ausspitzer. Deßhalb auch meine Frage, ob ihr noch andere Modelle mit anderen Dachneigungen habt? Wenn ich es heute noch schaffe, suche ich noch mal ein Bild von einer Biberkehle mit einer flachen Neigung raus.

  • wer macht denn sowas?

    Ich denke mal er will drauf hinaus, dass man unterschiedlich übersetzt. Das haben wir schon bei den Klebebildern gemacht. Sonst wäre es ja wirklich sehr einfach. 3/4 schneiden und Ausspitzer und Attacke. Du siehst ja, dass ich rechts viel mehr übersetzt hab. (1/2, 3/4 usw.) Muss ja was heißen, wenn der Bundessieger letztes Jahr sein Zögling war :D


    bzw. sich heimlich eine Kreuzfuge einschleicht und keiner hat`s gemerkt....

    Also bei dem falschen Übersetzen okay aber ansonsten? Bei flacher Kehlneigung ja, aber da ist ja auch bei 30° Grad Kehlneigung feierabend, wenn ich mich recht entsinne.


    Deßhalb auch meine Frage, ob ihr noch andere Modelle mit anderen Dachneigungen habt?

    Haben wir bestimmt, wird wohl aber nicht dran kommen. Wir machen ja auch keine Fledermausgauben :rb: Da wird Krone und Doppeldeckung dran kommen in unterschiedlichen Breiten und Teilungen. Dann ist auch bald Kursende. Halbzeit hab ich schon weg, ist also nicht mehr sooo lang. Vielleicht mach ich ja auch Schiefer 8o

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  • In den 6 Monaten haben wir 7 oder 8 Tage Praxis... Da kannst ja nun nicht alles durchnehmen. Schade eigentlich.

    Ich fand das auch zu wenig , aber es kann eben auch nur Grundlagen vermitteln , der Arbeitsalltag auf der Baustelle ist ja nun auch nicht immer gleich , deswegen finde ich das gut , das euer Ausbilder euch es nicht zu einfach macht , Im realen leben gibt es keine schön zu bearbeitenden Modelle.


    Mir hat mal ein Kollege erzählt , die Biber wurden früher in der Kehle in Mörtel gelegt, mach man das heute auch noch so ?

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Ne macht man nicht mehr. Aber wers noch kann, respekt. Gar nich einfach ohne das Dach einzusauen. Wir werden wohl Grat und First mörteln.

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  • Hier mal ein Bild von einem Biberkehlenmodell 3 Ziegelbreit, [definition=1,0]DN[/definition] 45°, eingedeckt mit Biber 18/38 cm Rundschnitt. Sorry für die Qualität, zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keine Digitalkamera :eek: . Ein Bild was direkt in die Kehle fotografiert hab ich auf die schnelle noch nicht gefunden, ich suche weiter :rolleyes:

  • Laienmeinung:
    Mag ja ne handwerklich tolle Leistung sein.
    Aber findet ihr das optisch ansprechend?
    Ich finde das nicht schön, bin ich jetzt ein Banause?

  • bin ich jetzt ein Banause?

    Ja, ein fürchterlicher :rolleyes: ( Spaß ) . Das ist alles Geschmacksache. Diese Ausführung wird rel. selten gemacht, wahrscheinlich wegen des Preises. Es ist von der Haltbarkeit und Regensicherheit eine ganz andere Ausführungsqualität und Haltbarkeit als bspw. eine Metallkehle, nur wie du schon schreibst, muß es dem Kunden gefallen und es muß auch bezahlt werden. Wir machen auch manchmal Ausführungen wo ich mir denke: das sieht aber bescheiden aus oder passt gar nicht zum Haus, aber solange es dem Kunden gefällt und er zufrieden ist, ist alles gut. :thumbsup:

  • Wie gesagt, handwerklich top, Daumen hoch Kalle.
    Da geht es wohl auch darum das Können auszureizen, ist ja wohl ne Meisterarbeit.
    Hmmm, je länger ich mir es anschaue...man müsste dass mal auf nem älteren Bau sehen mit vielen Gauben, Kloster oder so, in Schiefer bestimmt sehr passend.

  • .man müsste dass mal auf nem älteren Bau sehen mit vielen Gauben

    haus.jpg In Blech hätte das grausig ausgesehen! Dem Kunden mag das sicherlich nicht einleuchten, aber auf ein Biberdach gehört keine Metallkehle. Von mir aus noch eine Nockenkehle: ref4.jpg Es gibt so viele Möglichkeiten etwas auszuführen, oftmals sieht man aber Land auf und ab nur "billig". Ist nicht böse aber man kann Details weitaus lebendiger und langlebiger herstellen. Der Kunde weiß es nur in der Regel nicht, leider...


    Um mal ein Beispiel der Moderne der jetzigen Zeit zu machen:


    Glattziegel mit tiefliegender Seitenfalz und untergelegter Metallkehle:
    image.php?id=7053&width=800&height=600&format=jpg&cid=7ee7d


    Grausig! Da dreht sich mir der Magen um, wenn ich das sehe... In dem Beispiel mag man das nicht sehen und es dient ja auch nur exemplarisch. Aber wieso macht man bei so einem Deckwerkstoff keine Nockenkehle? Die ist dicht, in jedem Fall. Es gibt so abgefahrene Sachen, die man machen kann. Es fehlt den Betrieben an Identität. Der richtet sich sehr oft nur nach "hauptsache bin ich billiger als mein Mitbewerber". Scheiß der Hund was drauf, ich will mit meiner Arbeit punkten - nicht ausschließlich mit dem Preis. Leider sterben halt auch die ganzen Handwerker für "abgefahrenen Scheiß" aus und das Wissen was da verloren geht tut echt weh...



    in Schiefer bestimmt sehr passend.

    Da zählt das Argument "Kosten" aber noch weniger. Klar so ein Dach geht mal schnell über 100.000 Euro, je nach Größe und Umfang. Dafür leben unter dem Dach vermutlich zwei Generationen bis man mal wieder an eine Sanierung denken müsste. Schieferkehle kann ich ja auch noch mal reinstellen, in einigen Wochen.

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  • Danke Kalle, für die interessanten Einblicke in Dein Handwerk. Ich bin seit einem guten Jahr bei uns auch für das Denkmalschutzrecht zuständig - da kann ich nur dazu lernen.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Hier mal der kleine Bruder: Biberschwanz Doppeldeckung, eingebundene Kehle 2 Ziegel breit in eine 2er Teilung.

    Bilder

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