Erdungswiderstand 0,56 Ohm - ohne Heizungsrohre nur noch 46 Ohm

  • Guten Abend,


    beim Neuaufbau des Verteilerkastens (TN-C-S) eines Hauses BJ. ca. 1970 wurde der Erdungswiderstand gemessen: 0,56 Ohm. Das Haus hat jedoch eine Einliegerwohnung die früher mal von der Heizung des Haupthauses versorgt wurde. Die Rohre liegen noch, wurden jedoch irgendwann stillgelegt und die Wohnung bekam einen eigenen Gasanschluss und eine eigene Heizung. Da nicht auszuschließen ist dass dieser Teil der Rohre irgendwann mal ganz zurück gebaut wird, habe ich den Eli gebeten die Rohre von der Potischiene zu trennen und erneut zu messen. Bei dieser Messung kamen 46 Ohm heraus.


    Die "Quellcode-Zeichnung" zeigt die Architektur, kein Fundamenterder im HA-Raum, dafür über eine weitere Schiene einen offensichtlich nachträglich gebauten Fundamenterder in einem Wintergarten (nicht prüfbar, Leitung verschwindet in der Wand). Die Leitungen mit x wurden für die Messung getrennt. Ebenso "Kleinkram" wie Sat/Patchfelder etc.


    Bis hier ist es noch recht einfach, jetzt wird es kompliziert:


    Das Haus hat eine Einliegerwohnung. Der Verteiler der EInliegerwohnung wird mit 5x16qmm aus dem Verteiler des Haupthauses gespeist (eigener Zähler im Haupthaus). Es gibt offenbar einen ordentlichen Fundamenterder (Bandstahl aus dem Boden auf Potischiene) im eigenen HA-Raum der EInliegerwohnung. Von dort verschwindet 3x 16qmm sofort wieder im Boden und diese Leitungen sind an keiner Stelle (!) je wieder zu finden. Auch nicht im darüber liegenden Verteiler!


    Ich vermute dass sie irgendwo verbaut mit den Heizungsrohren verbunden sind was die guten Werte des Haupthauses erklärt.



    Was nun? Eigentlich dürfte man die Heizungsrohre doch nicht "mitrechnen" so dass es eigntlich notwendig wäre, eine neue Erdung zu installieren (Erdspieß?). Der Eli war sich nicht sicher weil die Situation vor Ort recht unübersichtlich war. Eine direkte nachträgliche Verbindung wäre nur über das bereits liegende 5x16qmm über den PE möglich. Wäre das grundsätzlich zulässig? Ein komisches Gefühl bliebe dennoch wenn der Mieter im worst Case "das störende gelbgrüne Kabel entfernt weil er da ne Fritzbox anschrauben will..." und die Bewohner des Hauses das nichtmal merken würden.



    Bin für Tipps dankbar.


    LG


    Tobias

  • Am Verteiler Haupthaus, soweit ich das mitverfolgen konnte zwischen N und der Potischiene 1 (Brücke vorher raus), anschließend die Heizungsrohre von beiden Schienen runter und dann erneut.

  • edit PEN statt N



    ---------- 9. März 2018, 20:42 ----------


    Verstehe ich nicht. Erdungsmessung waere hier doch nur im Bereich des Anschlusses Fundamenterder Wintergarten moeglich.

    Ja klar, durch die Verbindung beider Schienen war es auch so, ergab dann 46 Ohm.

  • Nach meinem Verstaendnis wuerde man die Erdung am Punkt "Fundamenterder Wintergarten" mittels Erdungsmesszange oder dgl. messen.
    Welches Messgeraet hatte der Eli denn im Einsatz?

  • Da die Verbindung der beiden Schienen Aufputz gut (Sichtprüfung) zu kontrollieren war, hat er offenbar darauf verzichtet.


    Im Messprotokoll steht ein Fl.... 1664 FC (oder FG?) vom zweiten Tag. Am ersten Tag (als er die Erdung gemessen hatte), hatte er ein anderes das genau so aussah auch von Fl...


    Das weiß ich nur zufällig weil er am zweiten Tag in einem Nebensatz sagte "dass das Gerät heute alle 3 Anschlusskabel an einem Stecker hat, gestern musste er alle 3 extra anschließen" als er die Schleifen gemessen hat.