Spitzboden nutzbar machen

  • 2 cm + Brettbreite von der Pfette wegmessen, links/rechts n Strich machen, Schlagschnur ran und abschlagen. Erste Reihe am Riss anlegen, und befestigen, immer erst mal nur ein Nagel pro Balken. Danach den Rest montieren. Kleines Brettstück zum ranprügeln macht sich gut. Ansonsten Brett auf einer Seite in die Feder/Nut schieben und dann mit Druck den Rest ranknallen. Finger nicht dazwischen, sonst ist er gebrochen im schlimmsten Fall. Genagelt wird erst mal provisorisch und auf Zug, dazu einen Nagel im ca. 45° Winkel ansetzen und zu einem hin einschlagen. Der Rest wird nachher durch gemachte Schnurrschläge abgenagelt.


    Scheiß was auf die Schrauben. Ordentlichen Hammer, paar Drahtstifte (irgendwat um 65mm) und dann ab dafür. Willst doch handwerklich wat machen. Schrauben kann jeder Eumel, außerdem schmeckt das Bier danach besser wenn man im Körper merkt wat getan zu haben ;) Bei dem Nageleinschlagen immer erst dort wo schon das Brett dran liegt, dann bekommst das nächste sauberer montiert. ;)

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Noch eine Frage zu diesem Thema: Unsere Kehlbalkenlage misst 22 cm. Die eingebrachte Dämmung (0,031) misst 18 cm. Ich habe nun also in Richtung Spitzboden 4-5 cm "Luft". Nun will ich ja demnächst Rauspund verlegen und möchte euch fragen ob man diese 4-5 cm noch mit irgendwas "füllen" sollte und falls ja womit? Oder sind diese 4 cm "Luft" vorteilhaft?


    Später komme ich da ja nicht wieder ran.


    Danke und viele Grüße


    2 cm + Brettbreite von der Pfette wegmessen, links/rechts n Strich machen, Schlagschnur ran und abschlagen. Erste Reihe am Riss anlegen, und befestigen

    Entschuldige, das verstehe ich nicht ganz. Wieso plus 2 cm? Den Rest der Anleitung habe ich verstanden.

  • Der Aufbau von unten nach oben ist wie folgt:


    12,5 mm Gipskarton

    60 mm Dämmung

    Dampfbremse

    180 mm Dämmung

    40 mm Luft

    20 mm Rauspund (noch nicht verlegt)


    Der Spitzboden ist nicht beheizt und außerhalb der thermischen Hülle / Luftdichtigkeitsebene.

  • Bin um Kurzurlaub und kann weder in die Unterlagen der energetischen Berechnung noch in das LV schauen. Allerdings ist die Frage natürlich berechtigt warum man bei 22 cm Balkenhöhe 18 cm Dämmung einbringt. Wobei ich die 18 cm nicht gemessen habe sondern von der Verpackung abfotografiert habe als die Dämmung geliefert wurde. Vielleicht waren die 18 cm auch für die Dachschrägen.


    Deine Frage "wie lange ist diese schon eingebracht?" lässt vermuten, dass die Dämmung nach dem Einbau noch "auseinander geht" oder "zusammen sackt"?


    Das Einzige was ich klar sagen kann ist, dass von den 22 cm Kehlbalken momentan oben 4-5 cm frei sind. Am Montag werde ich mir die Unterlagen und Fotos anschauen und berichten.

  • In der Energieberechnung steht sogar noch 20 cm Holzstärke aber dementsprechend auch 20 cm Dämmung. Nun sind es 22 cm Holzstärke geworden aber nur 18 cm Dämmung. Hinzu kommen ja aber noch die 6 cm unter der Dampfbremse. Ich lasse mir mal die aktuelle Energieberechnung geben um zu schauen ob dieser Änderung eingerechnet wurde. Im LV stehen auch 18 cm.


    Heute kommt auch unser Architekt und natürlich werde ich ihn fragen aber es ist als Laie eben immer ganz hilfreich wenn man noch eine zweite Expertenmeinung hat. Mir erschließt es sich überhaupt nicht warum man da nicht 22 cm genommen hat, am Aufpreis hätte es unsererseits sicher nicht gelegen.


    Nun ist es aber wie es ist und was sollte man mit den 5 cm "Luft" machen bevor ich den Rauspund verlege? So lassen oder mit der gleichen oder anderer Dämmung auslegen/ausschütten?


    Das mit 4-5 cm Dämmung verloren gehen ist mir bewusst aber hat diese ruhende Luftschicht eher Vor- oder Nachteil bezüglich Feuchtigkeit, Schimmel usw.?

  • Komisch.


    Man betreibt einen gewissen Aufwand und bringt unter der Kehlbalkenlage 60mm WD ein, welche eigentlich gut geeignet sind hier Installationen unterzubringen (idR E-Leitungen) und reduziert den Aufwand darüber ohne Not. Ich hätte es einfacher/ stimmiger gefunden die Kehlbalkenlage vollständig zu dämmen und hätte auf die zusätzlichen 60mm wohl verzichtet.


    Naja...viele Wege führen nach Rom.

  • Man betreibt einen gewissen Aufwand und bringt unter der Kehlbalkenlage 60mm WD ein, welche eigentlich gut geeignet sind hier Installationen unterzubringen (idR E-Leitungen)

    Wenn ich es richtig verstanden habe ist es so, dass es den "abgehängte" Bereich unter der Dampfbremse nur für die Elektroinstallation gibt und man ihn dann nur nicht "leer" lassen sondern zusätzlich dämmen will. Dass zum Spitzboden hin die 4-5 cm fehlen ist trotzdem blöd und unstimmig nur hilft mir das nun auch nicht. Ich muss das Beste daraus machen (lassen).


    Was also macht man am Besten mit den 4-5 cm "Luft"?

  • dass es den "abgehängte" Bereich unter der Dampfbremse nur für die Elektroinstallation gibt und man ihn dann nur nicht "leer" lassen sondern zusätzlich dämmen will

    Eben...unstimmig!


    Einfacher wäre es gewesen die fehlenden 4cm zw. den Sparren zu dämmen. Das ist weniger Gefummel. Will man später einmal nachträglich etwas in der Installationsebene installieren (Leitungen nachziehen,...what ever), wird es durch die dort verlegte Dämmung natürlich nicht leichter.

  • Ja ich verstehe das schon. Hätte es sehr wahrscheinlich auch so gemacht. Architekt und Trockenbauer sehen das aber scheinbar anders. Wobei ich sagen möchte, dass in dem abgehängten Bereich ausschließlich das eine Kabel je Zimmer für die Lampe liegt und sich das wohl auch später kaum ändern wird. Alles andere liegt im Fußboden und den massiven Wänden.


    Deiner Antwort könnte ich entnehmen, die Dämmung unter der Dampfbremse zu streichen (Dämmung dort noch nicht verlegt) und stattdessen in Richtung Spitzboden 4 oder 6 cm zusätzliche Dämmung einzubringen.


    Mich hätte halt interessiert ob die paar cm Luft unter dem Rauspund vielleicht auch Vorteile haben.

  • Nein, dort bieten sie keine Vorteile aber unter der Dampfbremse Nachteile beim Umverlegen oder Nachziehen von Leitungen.

    Wenn die Dämmung noch nicht eingebaut ist, lass sie unter den Rauhspund legen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ich habe das Thema nun mit unserem Architekten besprochen und er meint, die 6 cm durchgehende Dämmung unter den Doppelzangen soll Wärmebrücken reduzieren. Wir haben ja durch die Doppelzangen und das geringe Maß zwischen den Doppelzangen relativ viel Holz und das hat natürlich eine deutlich höhere Wärmeleitfähigkeit (0,13) als die Mineralwolle (0,032).

  • Was meinst Du, was geschafft?


    Die 6 cm unter der Dampfbremse bleiben wie geplant. Die "vergessenen" 4 cm in der Kehlbalkenlage werden noch verlegt. Habe das Ganze im U-Wert Rechner nachgestellt und die Werte sehen für mich als Laie ordentlich aus:


    U-Wert: 0,152 W/m²K und Tauwasser: 0 kg/m²

  • Ich habe eine Frage zur Belüftung meines Kaltdaches. Ich habe es zwar bereits gegenüber unserem Architekten angesprochen aber bis heute ist der im LV vorgegebene Firstschnitt noch nicht erfolgt. Noch kann ich keine Kondenswasserbildung erkennen aber dennoch möchte ich die fehlende Belüftung noch einmal eindringlich beim Architekten bzw. Zimmerei/Dachdecker einfordern.


    Ehe die aber kommen und mit dem Cutter einfach ein paar Schnitte machen möchte ich euch fragen wie es richtig gemacht wird.


    Die verklebten Unterspannbahnen haben einen sd Wert von 0,02 m. Tonziegel ist Creaton Domino. USB ist ein paar cm von den Ziegeln entfernt. In die beiden Giebel möchte ich ungern Öffnungen einbringen lassen, es sei denn es gibt etwas sauberes wo man aber nicht nochmal ein Gerüst stellen muss. Einfach Loch durch den Giebel bohren ist eher keine gute Idee oder?


    Dann hätte ich noch zwei 40er Leerrohre (eines davon genutzt) vom Dachboden in den HWR, könnte ich das 40er Rohr mit einer Reduzierung an den 90er Abluft Anschluss der KWL anschließen? Entfernung ca. 10 m oder würde das "pfeifen" bzw. anderweitig keinen Sinn machen?


    Ich habe irgendwo mal so runde Teile gesehen die man quasi in die USB einbringt, so kann die feuchte Luft nach draußen aber Kondenswasser auf der USB fließt an dem runden Teil vorbei nach unten. Kennt das jemand und macht das Sinn? Oder reichen auf 2 oder 4 Unterspannbahn Lüfterelemente also diese Gitter die man zwischen die Überlappung der USB schiebt (ist ja bei mir verklebt, weiß nicht ob man die vorsichtig geöffnet bekommt).


    Oder wirklich einfach am First die USB aufschneiden?


    Da ich da oben einige Sachen lagern will wäre es mir lieb wenn Insekten, Spinnen und dergleichen nicht Tür und Tor öffnet.

  • Dann hätte ich noch zwei 40er Leerrohre (eines davon genutzt) vom Dachboden in den HWR, könnte ich das 40er Rohr mit einer Reduzierung an den 90er Abluft Anschluss der KWL anschließen? Entfernung ca. 10 m oder würde das "pfeifen" bzw. anderweitig keinen Sinn machen?

    :eek::eek::eek::eek:

    Was soll das bringen?!? Und außerdem, as Kaltdach liegt außerhalb der luftdichten Hülle... ne vergiss das schnell wieder.