Pfettendach mit Kopfbändern ohne Rispenband

  • Mahlzeit,
    benötigt o.g. Konstruktion überhaupt ein Rispenband? Habe öfter gelesen bei Pfettendächern ist das egal (?)
    Das Dachstuhl ist von 1935. Wenn überhaupt ginge eh nur eines von Innen einspannen.

  • Da wird aber anderweitige Aussteifung vorhanden sein , meist in Form von Diagonal Zug und Druckfest eingebauten Balken ,
    Kopfbänder reichen meist eher nicht aus , das sieht man dann daran , wenn sich die Giebel nicht mehr im Lot befinden , das wieder zu repositionieren gelingt selten ohne größere Horizontale Risse

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Die Kopfbänder sind idR zu einem anderen Zweck eingebaut worden - verkürzen der Spannweiten der Pfetten und damit kleinere Querschnitte.
    Für ne sinnvolle Aussteifung sind die Pfostenquerschnitte idR zu gering - zu weich.

    Nachdenken kostet extra!

  • ich würde das nicht so aus dem stehgreif empfehlen.
    erst recht nicht, wenn ausgebaut werden soll.
    in dem fall vermute ich höhere anforderungen an die
    begrenzung von verformungen. kann sein - oder nicht.
    deswegen ist das abzustimmen und deshalb finde ich
    entscheidungen, ohne den hintergrund zu kennen,
    nicht empfehlenswert.

  • Natürlich nicht. Sonst wäre das ja ein Großauftrag für den Statiker.


    Gibt es auch alternativen zu innenliegenden Windrispenbändern? Geht das überhaupt mit dem spannen so, dass es am Ende wirklich wsa bringt? Eine nicht richtig gespannte Windrispe hat jetzt auch keinen großen Vorteil.

  • Sonst wäre das ja ein Großauftrag für den Statiker.

    Beim Ausbau eines bis dato nicht ausgebauten Dachgeschoßes sollte aber in jedem Falle ein Statiker hinzugezogen werden. Es muss ja nicht gleich ein Großauftrag werden.


    War das DG seinerzeit lediglich als oberer Raumabschluß geplant oder vielleicht um dort ein paar Koffer abzustellen, so kann die neue Nutzung (Menschen, Möbel, Wände, Inventar,..) schnell dazu führen, dass die alte Konstruktion überlastet wird.


    Siehe auch:


    in dem fall vermute ich höhere anforderungen an die
    begrenzung von Verformungen

    Das Dach muss deswegen nicht gleich zusammenbrechen, aber Verformungen würde ich jetzt mal als nicht ganz unwahrscheinlich sehen.

  • Ich habe vom amerikanischen marktführer bei holzverbindern einen schönes Set gefunden um Rispenbänder von innen zu legen und zu spannen.


    Also bitte... ich bin doch angekommen in der BRD. Ich baue doch nicht einfach mal so nen Dachstuhl aus. Was denkt ihr von mir als langjährigen Forumsnutzer ???:)


    Es gibt eine geprüfte Statik für den gesamten Komplex und darin sind auch alle Dinge enthalten die jenen Dachstuhl betreffen. Die Windrispe soll halt einfach zusätzlich nochmal rein von innen... für "sicher ist sicher"

  • Es gibt eine geprüfte Statik für den gesamten Komplex und darin sind auch alle Dinge enthalten die jenen Dachstuhl betreffen.

    Und was sagt eben diese Statik über die angesetzte Nutzlast für den Dachstuhl aus???? Ist diese so groß wie für die damals zur Wohnnutzung ausgelegten Zimmerdecken?


    Zum Verständnis: ich gehe jetzt davon aus, dass der Dachstuhl bis dato unausgebaut ist und als ungenutzter Dachstuhl auch geplant war. Die Geschoßdecken der darunterliegenden Geschoße / des darunterliegenden Geschoßes dürften aber für andere Nutzlasten ausgelegt worden sein.

  • Der Dachstuhl wird gar nicht zusätzlich belastet durch Wohnnutzung o.ä.. Der Spitzboden bleibt ungenutzt als Raum "ohne Nutzung".
    Sonst würde es natürlich teuer.

  • Der Dachstuhl wird gar nicht zusätzlich belastet durch Wohnnutzung

    Nein, aber die Decke des darunterliegenden Geschoßes! Diese Decke ist ja der Fußboden des Dachgeschoßes.


    Welche Nutzlast wurde hier angesetzt?


    Oder wurde eben dieses Dachgeschoß bisher auch zu Wohnzwecken genutzt????