Neue Innentüren auf alten Zargen

  • Hallo,


    seit kurzem wohnen wir im Eigenheim. Das Wichtigste (Böden, Wände, Fensterrahmen, Teile der Elektrik und Sanitäranlage) haben wir bereits erneuert/aufgewertet. Nun möchten wir stückweise die Dinge ändern/austauschen, die vorwiegend der Ästhetik dienen. Darunter fallen auch die Innentüren, die mittlerweile ein etwas ausgeblichenes Braun aufweisen und einfach nicht zum Rest der Einrichtung passen.
    Das Haus wurde 1972 gebaut, daher gehe ich davon aus, dass es noch die ursprünglichen Innentüren aus dieser Zeit sind. Da wir noch einige andere größere Projekte in der kommenden Zeit planen, die ziemlich teuer sind (Garagenvorplatz erneuern mit Untergrund und Pflaster, Terrasse ebenfalls erneuren, 40 Meter Hecke entfernen und erneuern), möchten wir zumindest bezüglich der Innentüren eine finanziell günstige Variante wählen.
    Hiermit meine Frage an die Experten: Ist es möglich, günstige Röhrenspantüren (Vollspan brauchen wir im Innenbereich nicht) für etwa 100 Euro (Massenware, nichts Individuelles) beim Händler online zu bestellen und auf die alten Zargen aufzusetzen? Ich möchte deswegen keine neuen Zargen, da ich die alten abschleifen und in anthrazit streichen möchte, während die Türen weiß bleiben. Vom Gewicht her dürften die Zargen die Türen tragen, oder könnte es da Probleme geben?


    Folgende Türen hatte ich angedacht:



    Linke entfernt


    Laut Bewertungen sind sie für den Preis sehr gut, natürlich nicht vergleichbar mit Schreinerware.


    Was meint ihr - ist es möglich, die Türen in die alten Zargen einzubauen, ohne dass ich Angst haben muss, dass mir diese irgendwann herausbrechen?



    Die Fotos zeigen die Bänder (kurze Bänder der 61 cm Tür vom Gäste WC, und längere Bänder der 73er und 86er Türen). Die Türblattaufnahmen haben meines laienhaften Erachtens Standardmaße (4 cm tief, geteilt in 2,5 und 1,5 cm).




    Vielen Dank für eure Antworten.

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die neuen Türblätter an die Zargen passen ist hoch, Sicherheit gibt aber nur ein Vergleich mit den Maßzeichnungen.


    Wieviele Türen müssen ausgetauscht werden?


    Rechnet man den Aufwand für die Sanierung der Zargen, schleifen, grundieren, lackieren, und das wohl mehrfach, und berücksichtigt, dass man dadurch nur schwer den richtigen Farbton trifft, und es am Ende doch noch Unterschiede gibt, dann könnte ich mir so eine Aktion verkneifen.


    Weiß ist nicht gleich weiß, und am Ende hat man eine Optik über die man sich jeden Tag ärgern darf. In meinen Augen ist das am falschen Ende gespart. Da gibt es sicherlich noch andere Posten bei der Sanierung, die mehr Einsparpotenzial aufweisen.

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  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die neuen Türblätter an die Zargen passen ist hoch, Sicherheit gibt aber nur ein Vergleich mit den Maßzeichnungen.

    Da stimme ich Dir zu , müsste man halt ermessen und vergleichen .
    Im zweifelsfalle mal einfach mit einem Türblatt probieren , kann man ja, wenn unausgepackt wieder zurückgeben .


    Das Streichen in Anthrazit stelle ich mir jetzt nicht so dramatisch vor , sollte unkompliziert werden .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Wenn Geld so knapp ist, warumwerden die alten Türblätter nicht ausgehängt, angeschliffen, lackiert und wieder eingehängt?

    günstige Röhrenspantüren (Vollspan brauchen wir im Innenbereich nicht) für etwa 100 Euro

    Glaub ich nicht. Das sind entweder Wabenkern oder bestenfalls Röhrenspanstreifen. Wenn es denn wirklich Röhrenspan wäre, würde ich mir eher Gedanken um die Befestgung der Zargen machen!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Da stimme ich Dir zu , müsste man halt ermessen und vergleichen .Im zweifelsfalle mal einfach mit einem Türblatt probieren , kann man ja, wenn unausgepackt wieder zurückgeben .


    Das Streichen in Anthrazit stelle ich mir jetzt nicht so dramatisch vor , sollte unkompliziert werden .

    Na ja, je nach gewünschtem Ergebnis wird man merken, dass es Ausbildung und Erfahrung braucht - gerade bei schwarz und weiss.
    Mal probieren, ob man unfallfrei die Dichtungen herausbekommt und ob die ggf schon inelastisch und zu tauschen sind.


    Mit dem Probieren das hat was. Der einschlägige Heimwerkerbedarf wirbt schließlich mit Rückgabegarantie - unbeschädigt.
    Nebenbei - die Bänder kann man auch tauschen.

    Nachdenken kostet extra!

  • Nebenbei - die Bänder kann man auch tauschen.

    Sofern die Bandaufnahmen passen geht auch das .

    Mal probieren, ob man unfallfrei die Dichtungen herausbekommt und ob die ggf schon inelastisch und zu tauschen sind.

    Dann tausch man die halt gleich auch im passenden Farbton mit aus , braune Dichtung zu Anthrazit/Weiss ist glaube ich nicht unbedingt das optische Highlight .

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  • Vielen Dank erstmal für eure Antworten.


    Ja, bei 100 € war ich auch erst skeptisch, allerdings steht in der Beschreibung eindeutig Röhrenspantür (nicht Röhrenspankern). Habe gerade bei dem Anbieter angerufen und der hat mir versichert, dass die Türen KEIN Röhrenspankern, sondern Röhrenspan sind. Ich glaube kaum, dass er mich anlügen würde (scheint ein langjähriger seriöser Händler zu sein).


    An selber streichen hatte ich bereits gedacht, allerdings ist das Problem, dass wir durch das Fliesenlegen die Türen am Boden abgehobelt haben und bei 2 Türen (Wohnzimmer und Schlafzimmer) blöderweise etwas zu großzügig gehobelt hatten (etwa 1,5 cm Spalt am Boden). War ein Laienfehler und ärgert mich auch. Sieht auch unästhetisch aus, wenn man von der Couch aus auf die Tür schaut. Deswegen dachte ich an einen Austausch der Türen und gleichzeitig in Landhausstil-Optik. Es wären im Erdgeschoss 4 Türen mit 86 cm Breite, 1 Tür 73 cm und 1 Tür 61 cm. Die Türen der anderen Ebenen würde ich erstmal so belassen, hauptsache der Eingangsbereich in der Diele, wo man Gäste empfängt, sieht harmonisch aus.



    "...und berücksichtigt, dass man dadurch nur schwer den richtigen Farbton trifft, und es am Ende doch noch Unterschiede gibt, dann könnte ich mir so eine Aktion verkneifen.""


    Ich möchte deswegen auch nicht weiß, sondern anthrazit streichen. Den Aufwand wäre es mir wert, da uns der Kontrast-Effekt sehr gefällt.


    Ich glaube, ich werde mir erstmal ein Türblatt zur Probe bestellen. Vielleicht habe ich ja Glück, dass es passt.



    Vielen Dank nochmal für die schnellen Antworten.



    MfG, Heiko

  • Ja, das werde ich diesmal mit einem guten Bekannten machen, der ist Schreiner. Vielleicht werden wir auch nicht abhobeln, sondern mit einer Kreissäge abtrennen. Das würde doch einen saubereren Schnitt an der Unterkante ergeben als Abhobeln, oder etwa nicht?


    Mfg, Heiko

  • Das würde doch einen saubereren Schnitt an der Unterkante ergeben als Abhobeln, oder etwa nicht?

    Ja , wenn man es kann , aber Dein Bekannter sollte das ja als Schreiner können, der hat sicher auch eine Säge mit Führungsschiene zur Verfügung . Dann wird das klappen .

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