Stahlträger(?) zeichnen sich an EG Decke ab?

  • Hallo Zusammen,


    an meiner Decke im Erdgeschoss habe ich Verwerfungen. Ich vermute es sind stahlträger oder ähnliches welche sich abzeichnen? Es handelt sich um ein Mittelreihenhaus Baujahr ungefähr 1995.


    Kann mir jemand sagen was der Grund dafür sein könnte? Ist das "normal" und kein Grund zur Sorge? Einfach schlecht bzw. zu wenig Putz aufgetragen?
    Habe leider absolut keine Ahnung von Hausbau.
    Ich hänge mal ein Foto an.. Im Vordergrund kann man Beulen erkennen und kurz vor dem Rauchmelder auf dem Foto eine komplette Welle von links nach rechts. Könnten das wirklich Stahlträger sein und es würde einfach zu wenig Putz aufgetragen oder hat jemand eine andere Erklärung dafür?


    Danke und Gruß

  • Es wäre hilfreich, wenn Du:

    • die Hinweise aus diesem Post bei weiteren Fotos beachten würdest
    • eine Skizze ergänzen würdest, die den Buckel in einem schematischen Grundriss des Hauses zeigt (Lage und Richtung des Buckels)
    • die Bauart der Decke benennen könntest (Holzbalken, Stahlbeton als reine Ortbetondecke, Halbfertigteildecke)

    Sonst können wir hier nur rätseln.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Erinnert mich an eine Betondecke, die ich mal sah, dann einen Eimer nahm und mit dem Taschenmesser in die Decke stach.
    Kurz darauf befand sich in dem Einer ca. ein Tasse voll Wasser.


    Das war zugegebenermaßen eine Dachdecke aus Betonelementen und es hatte zuvor auch geregnet....
    aber die Beulen in den oben gezeigten Bildern sehen denen von damals schon verdammt ähnlich.


    Schon mal mit einem kleinen Hämmerchen druntergeklopft und zum Vergleich an einer anderen Fläche der gleichen Decke ?

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Das wäre auch so Glaskugel - Fugenfüllung Halbfertigteile ist in Bewegung und findet es dort nicht mehr so hip


    Neben Dach gibt es noch andere Wasserquellen im Innenbereich.

    Nachdenken kostet extra!

  • Hallo Zusammen,
    zur Bauart der Decke kann ich leider nichts sagen. Ich bin wie gesagt Laie und habe keine Ahnung von der Materie und weiß nicht wie ich die Bauart erkennen kann.


    Ich habe die Decke an den Beulen abgeklopft mit einem kleinen Hammer. Hört sich nicht anders an als an allen anderen Stellen der Decke.. Habe auch etwas doller auf eine Beule geklopft. Das einzige was das gebracht hat: die Farbe hat sich gelöst.. Unter der Farbe ist es sehr glatt.. Erinnert mich an glatt geschliffenen Gips.. Eventuell hat der vorbesitzer da auch "schlampig" gespachtelt oder ähnliches? Siehe Foto mit meinem Daumen.


    Über dem Bereich der Decke mit den Beulen liegt tatsächlich das Badezimmer.. Aber "auf Höhe" der Beulen liegt kein Abfluss oder ähnliches. Man steht sozusagen genau über den Beulen wenn man sich in die Mitte vom Badezimmer stellt. (Fußbodenheizung ist allerdings im Bad vorhanden!)


    Das zweite Bild zeigt eine nahaufnahme der "Welle" hier sieht es für mich definitiv so aus als ob gespachtelt wurde. (Siehe Struktur ca zwischen 6-21 cm auf dem Meterstab).


    Ich entschuldige mich nochmals für meine Unwissenheit - habe auch schon viel im Internet gesucht, aber nichts ähnliches gefunden. Ich weiß auch nicht so genau wie ich was fotografieren soll, ich weiß ja leider nicht worauf es ankommt. :(


    Gruß

  • Im harmlosesten Fall handelt es sich um eine - wie meist - nicht sauber verspachtelte Stossfuge zwischen zwei Filigranplatten. Das Bild nach Deinem Hammerschlagtest spricht dafür. Dann müsstest Du Dir weiter keine Sorgen machen. Ohne eine Antwort auf meine Frage 2 lässt sich dazu leider nicht viel mehr sinnvoll raten.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Hallo Skeptiker,


    Danke für deine Antwort. (Und allen anderen natürlich auch - vielen Dank)..


    Anbei eine Skizze auf der ich die Beulen (Bild mit meinem Daumen) und die Wellen die über die komplette Decke gehen (Bild mit dem Meterstab aus meinem vorherigen Post)..


    .. Wehe jemand lacht!! :D


    Gruß

  • Deine Skizze bestätigt meine Vermutung! Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei den längeren geraden Aufwölbungen um die optisch schlechten aber bautechnisch unbedenklichen Verspachtelungen der Fugen zwischen Filigranplatten. Zu den einzelnen Buckeln kann ich nichts weiter betragen, halte diese aber für auch eher unkritisch. Vielleicht sind es ganz einfach nur ebenfalls schlecht verspachtelte Bohrlöcher?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Nach der Skizze halte ich es für wahrscheinlich, dass da eine Decke aus Fertigteilen, z.B. DX-Decke oder eine Spannbetondecke, verbaut wurde. Die haben den Nachteil, dass jede Platte für sich trägt, und je nach tatsächlicher Belastung stellen sich unterschiedliche Durchbiegungen ein; bei unterschiedlichen Stützweiten sowieso.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Danke für eure Antworten... :)


    Ich wollte die Decke sowieso malen.
    Da werde ich die Decke dann mal ordentlich "seitlich" beleuchten und die Beulen und Stoßfugen glatt schleifen bevor ich die Farbe auftrage.


    Nochmals Danke und viele Grüße.


    :bier: