Kalksandstein schlitzen - ist das so in Ordnung?

  • Hallo zusammen, anbei ein paar Bilder. Würde gerne wissen, ob ihr denkt, dass das so in Ordnung ist? Müssen die Löcher so groß und tlw. durchgängig sein oder hätte man hier vorsichtiger sein müssen? Interessanterweise sehen die Dosen im Porenbeton (Außenmauerwerk) bisschen ordentlicher aus als die Dosen im Innenmauerwerk (Kalksandstein).


    KS 17,5 beidseitig:


    Hier sieht es schon besser aus als auf dem Bilder davor:


    Ein anderes Zimmer:


    Quer rüber zum Rollladen (17,5 KS):


    Porenbeton außen:

  • Ist noch eine Schewißbahn auf der Bodenplatte geplant ?
    Dann wäre jetzt der Zeitpunkt dafür , bevor die Leitungen drin liegen .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Müssen die Löcher so groß und tlw. durchgängig sein oder hätte man hier vorsichtiger sein müssen?

    Müssen sicherlich nicht. Natürlich aber müssen die Löcher etwas größer sein als die Dosen. Logisch.


    Vielleicht hatte sich der Eli vermessen oder einfach mal etwas planlos mit der Schlitzfräse agieren lassen. Nicht wirklich tragisch. Aber auch nicht wirklich schön.

  • Wenn das nur Bilder vom OG sind , dann wissen wir natürlich nicht , ob die arbeiten erledigt sind .
    Aber wie das so ist , es gibt auch Architekten die sowas mal vergessen , hatte ich erst vor 4 Wochen erlebt , da war für die Wandheizung alles vorbereitet , aber die Schweißbahn hat noch gefehlt .
    Der Bauherr war Architekt !

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Ist noch eine Schewißbahn auf der Bodenplatte geplant ?
    Dann wäre jetzt der Zeitpunkt dafür , bevor die Leitungen drin liegen .

    Im EG sind dunkle Bahnen jeweils unter dem Mauerwerk, nicht aber vollflächig.


    Gründung auf ca. 1,00 - 1,10 Meter Bodentausch mit kiesigen Material. Laut Rechnung 0/45 FSS.


    Dann gibt es aber noch zwischen Gründungspolster und Bodenplatte eine Schweißbahn, welche dem Radonschutz dient. Trotzdem wird dies ja noch mal eine effektive Feuchtigkeitssperre sein.
    (Und Sauberkeitsschicht wurde natürlich auch nicht vergessen.)


    Die Bodenplatte ist 30 cm und "WU Beton". Genaue Bezeichnung der Betongüte habe ich jetzt und hier gerade nicht da.


    Ich denke da sind in Summe genug Maßnahmen gegen aufsteigende Feuchtigkeit, oder?

  • Sollte die Fensterbank nicht erst später eingesetzt werden, ich meine wegen der luftdichten Ebene und dem Putz ?
    Bekommt man dies da noch korrekt luftdicht. Ich meine die Kanten am Putz zur Fensterbank.
    Wäre es nicht sinnvoller erst zu putzen und dann die Fensterbank aufzusetzen ?


    Christian

  • Dichtband war immer an allen vier Seiten. Blower-Door-Test wird gemacht, sobald alles dicht.


    Das mit der Schweissbahn auf der Bodenplatte verunsichert mich gerade schon etwas. Ist die vollflächige Schweissbahn unter den oben beschriebenen Umständen vorteilhaft bzw. unbedingt notwendig?


    Und die Schlitze sind tlw. nicht gut gemacht, aber ok - das habe ich jetzt so mitgenommen?

  • 1) Was sagt die Bauleitung dazu?
    2) Was sagt DEINE Baubegleitung/Baulietung dazu?
    3) Ist das Wandloch neben den vielen Dosen eine Türöffnung? Wenn ja, wie sollen da Zarge und Schalterabdechungen passen, ohne sich in die Quere zu kommen?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Naja, hat einer schon mal KS gestemmt? Das Zeug ist scheiße und sau hart und dann ist man froh, wenn mal ein größerer Brocken abfällt. Ich habe es gehasst. Und dann auch noch mit der Fräse da ran gehen, das war eine scheiß Arbeit. Wie genau die Bruchkanten verlaufen, kann man eh nicht kontrollieren. Von daher ist das schon in Ordnung. Sicher, der Eli kann sich auch Stundenlang an einer Dose aufhalten damit es sauberer aussieht, aber ich glaube kaum, dass das jemand noch bezahlen will. Bau ist dreckig und manchmal grob. Das kann man nicht mit kleineren Arbeiten als Heimwerker vergleichen, wo man alle Zeit der Welt hat ein Loch so sauber zu gestalten, dass die Hausfrau nicht die Scheidung einreicht. Er hätte aber auch eine Dosenfräse nehmen können. Hat aber auch nicht jeder kleine Betrieb an jeder Baustelle gerade parat. ;)

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • ...da hättet ihr mal sehen sollen, was der Eli an unseren Dübelholzwänden für ein Massaker angerichtet hat....
    Wahrscheinlich wollte er wegen dem einen Holzhaus auch nicht extra Werkzeug kaufen.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Ich kenne mich da nicht aus, aber ich meine, dass er eine Dosenfräse genutzt hätte. So sah es vorher aus:


    Bild A: Nochmal sichtbar, die Sperrbahnen unterhalb der Mauern und oberhalb der Bodenplatte:


    Bild B: Und hier haben sich schon einzelne Dosen von alleine gelöst:



    Also hier sah es ja alles noch ordentlich und penibel aus. Der Zustand nachher hat mich dann eben etwas verwundert.


    Abstand der Dosenmitte jeweils zur Rohbaukante werde ich am Wochenende mal ausmessen. Ich habe nur kurz recherchiert und da bin ich eigentlich darauf gestoßen, dass alles ab 10 cm ok ist.


    Da ich jetzt zuhause bin und die Unterlagen habe, hier noch die Betongüte nachgeliefert: C25/30 XC3 WF; 30 cm (habe ich selbst auch nachgemessen).

  • Würde gerne wissen, ob ihr denkt, dass das so in Ordnung ist?


    KS 17,5 beidseitig:

    Was soll an diesem Bild in Ordnung sein, hattest du eine Durchreiche an der Stelle geplant? Vermutlich sollte das Mauerwerk nach dem Eli irgendwie so aussehen:



    Ich kenne mich da nicht aus, aber ich meine, dass er eine Dosenfräse genutzt hätte. So sah es vorher aus:


    Haben die wirklich so diagonal durch den Sturz und dessen Auflager durchgeschlitzt, wie in #18 Bild 1 (vorher.jpg)zu sehen ist? Respekt...

  • Ja unter den Wänden OK; wo ist der Rest der Fläche?

    Ist das notwendig unter den gegebenen Umständen? Ich werde unseren Bauleiter auf jeden Fall mal fragen.


    Was soll an diesem Bild in Ordnung sein, hattest du eine Durchreiche an der Stelle geplant?

    Es sind beidseitig Dosen geplant. Bei tiefen Dosen gehen also schon 12,2 cm von 17,5 cm verloren. Hätte der Elektriker fachgerecht noch 5,3 cm stehen lassen sollen dazwischen oder ist es nicht vermeidlich, dass dieser dünne Steg dazwischen auch herausbricht?


    Nochmal, wie gesagt, im Porenbeton sieht es sehr ordentlich aus. Nur im KS geht es bei uns anscheinend nicht so genau.

  • Es sind beidseitig Dosen geplant. Bei tiefen Dosen gehen also schon 12,2 cm von 17,5 cm verloren.

    Wer hat sowas geplant, was soll denn in den tiefen Dosen alles verschwinden?

    Hätte der Elektriker fachgerecht noch 5,3 cm stehen lassen sollen dazwischen oder ist es nicht vermeidlich, dass dieser dünne Steg dazwischen auch herausbricht?

    Es ist bestimmt vermeidlich, solche Schaltgerätebatterien beidseitig auf der gleichen Wand anzuordnen...

  • Ist das notwendig unter den gegebenen Umständen? Ich werde unseren Bauleiter auf jeden Fall mal fragen.

    Es sind beidseitig Dosen geplant. Bei tiefen Dosen gehen also schon 12,2 cm von 17,5 cm verloren. Hätte der Elektriker fachgerecht noch 5,3 cm stehen lassen sollen dazwischen oder ist es nicht vermeidlich, dass dieser dünne Steg dazwischen auch herausbricht?

    Einbauteile können auch horizontal gegeneinander verschoben werden, da muss nichts brechen.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Wer hat sowas geplant, was soll denn in den tiefen Dosen alles verschwinden?

    Es ist bestimmt vermeidlich, solche Schaltgerätebatterien beidseitig auf der gleichen Wand anzuordnen...

    Nennen wir jetzt einen Lichtschalter Flur auf der einen Seite und einen Dimmer Licht und 2 Jalousie-Elemente auf der anderen Seite schon Gerätebatterie? Ok...


    Jedenfalls wurde das natürlich von uns so geplant bzw. gewünscht. Licht gehört neben die Tür, zumindest nach unserem Verständnis, und nicht sonstwo in den Raum, damit der Elektriker einfacher schlitzen kann.


    Tiefe Dosen werden nach meinem Wissen überall verwendet, nur Steckdosen werden als flache Dosen gemacht? So ist das heutzutage üblich, oder?

  • Licht gehört neben die Tür


    Ich kenne es allerdings so, dass hierbei ein gewisses Muster eingehalten wird. Also z.B. Lichtschalter immer rechts der Tür, wenn man den Raum betritt. Damit vermeidet man die angesprochene beidseitige Belegung einer Wand von ganz allein... und irritiert später die Gäste nicht ;-)

  • Tiefe Dosen werden nach meinem Wissen überall verwendet, ......

    Nö. Tiefe Dosen sind in manchen Fällen hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Was gibt es bei einem einfachen Lichtschalter oder Taster schon groß zu verklemmen? Gerade bei dünnen Wänden sollte man sich vorher überlegen, ob man die Schalterdose gleichzeitig noch als Verteildose missbraucht.


    Nebenbei bemerkt, auch wenn die Dosen nur einen geringen Anteil an der Wandfläche haben, man reduziert damit die Schalldämmung, erst Recht wenn die Wand komplett durchbohrt wird.

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  • Ich kenne es allerdings so, dass hierbei ein gewisses Muster eingehalten wird. Also z.B. Lichtschalter immer rechts der Tür, wenn man den Raum betritt. Damit vermeidet man die angesprochene beidseitige Belegung einer Wand von ganz allein... und irritiert später die Gäste nicht ;-)

    Lichtschalter kommen nach meinem Verständnis immer (!) an die Seite der Türklinke. Sonst muss ich ja um die Tür herum rennen zum Licht einschalten.


    ---------- 23. Februar 2018, 12:51 ----------


    Nö. Tiefe Dosen sind in manchen Fällen hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Was gibt es bei einem einfachen Lichtschalter oder Taster schon groß zu verklemmen? Gerade bei dünnen Wänden sollte man sich vorher überlegen, ob man die Schalterdose gleichzeitig noch als Verteildose missbraucht.
    Nebenbei bemerkt, auch wenn die Dosen nur einen geringen Anteil an der Wandfläche haben, man reduziert damit die Schalldämmung, erst Recht wenn die Wand komplett durchbohrt wird.

    Ich kenne mich da nicht aus. Jedenfalls sind es zumindest Dimmer und elektronische Jalousiesteuerungen und nicht nur Lichtschalter. Bei normalen Dosen wären noch 7-8 cm übrig, ok.


    Mal abgesehen davon, dass es vielleicht besser ginge bei präziserem Arbeiten usw. - die Fotos aus Post 1 sind also ok und das Haus wird morgen nicht einstürzen?

  • Eine normale Schalterdose hat innen eine Tiefe von etwa 40mm, das reicht auch für Dimmer & Co. Kein Hersteller würde einen Dimmer entwickeln, der nicht in normale Schalterdosen passt.


    Ob die Wand einstürzt? Wohl eher nicht. Darum geht es aber auch gar nicht, es schmerzt ja bereits, wenn sich unerwartet Risse bilden. Es gibt mehr Anforderungen an eine Wand, als nur "sie darf nicht einstürzen".
    Für INteressierte, Google Merkblatt "Schlitze und Aussparungen" der DGfM, dort findet man kompakt ein paar wichtige Infos (Schlitzbreiten, -tiefen usw.).

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  • Es sind beidseitig Dosen geplant. Bei tiefen Dosen gehen also schon 12,2 cm von 17,5 cm verloren. Hätte der Elektriker fachgerecht noch 5,3 cm stehen lassen sollen dazwischen oder ist es nicht vermeidlich, dass dieser dünne Steg dazwischen auch herausbricht?

    Das ist bei KS normal. Mit Glück bleibt ein Rest übrig. Meist bricht aber der ganze Stein. Da hat man keine Kontrolle bei solchen Querschnitten.



    Ich kenne es allerdings so, dass hierbei ein gewisses Muster eingehalten wird. Also z.B. Lichtschalter immer rechts der Tür, wenn man den Raum betritt. Damit vermeidet man die angesprochene beidseitige Belegung einer Wand von ganz allein... und irritiert später die Gäste nicht ;-)

    Da wo die Tür auf geht, dort sind die Schalter. Hättest Du die Schalter auf die andere Seite gelegt, wären sie beim Anschlag der Tür. Das macht man nicht. Bei 17,5er Ziegel passiert es auch, dass dazwischen nix mehr bleibt, wenn man beidseitig Dosen setzt. Handwerker, die selbst mal daran gearbeitet haben, wissen das. ;)

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Bei 17,5er Ziegel passiert es auch, dass dazwischen nix mehr bleibt, wenn man beidseitig Dosen setzt. Handwerker, die selbst mal daran gearbeitet haben, wissen das.

    na ja, vielleicht bei einem Grobmotoriker, der nur den 5kg Stemmhammer kennt.

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