Wasser unter dem Estrich

  • Hallo,


    Ich lies von einem Bauträger einen Bungalow bauen. Übergabe ist am 19.02.2018. Am Sonntag, dem 26.01.2018 waren meine Frau und ich auf der Baustelle und stellten fest, dass im [definition=34,0]HWR[/definition] ein Wasserhahn geöffnet war. Wasser ergoss sich auf den Estrich und lief an der Wand entlang unter diesen. An der Stelle, an der sich der Verteiler für die Fußbodenheizung befindet, konnte ich bis zur Bodenplatte greifen und stellte fest, dass dort Wasser 10 cm hoch stand.


    Der Bauträger stellte die ersten Tage lediglich ein Trocknungs-/Heizgerät auf. Nachdem ich am 05.02.2018 einen Bausachverständigen zu Rate zog, wurde im [definition=34,0]HWR[/definition] ein Loch in den Estrich gebohrt und begonnen, Luft unter den Estrich zu Pumpen. Der Bauträger ist der Meinung, das die Dämmung nun ausreichend getrocknet wäre und die Restfeuchte nun durch die Fußbodenheizung beseitigt wird.


    Ich habe mir einen Baufeuchtemesser angeschafft der mir nicht nur im [definition=34,0]HWR[/definition], sondern auch in den anderen Räumen erhöhte Feuchtigkeit an den Wänden über dem Estrich anzeigt. Ist es Möglich, dass die Isolierung und dem Estrich trocknet und die Feuchtigkeit über den Randstreifen entweicht? Ist es ausreichend, wenn ich in der Bauabnahme den Wasserschaden vermerken lasse um spätere Schäden ersetzt zu bekommen? Wie soll ich mich verhalten?

    Einmal editiert, zuletzt von Kalle () aus folgendem Grund: Form des Beitrages angepasst.

  • Schwimmende Zementestriche lassen sich allein durch Kondenstrockner oder auch zusätzlich durch mit Seitenkanlverdichtern eingepresste Luft trocknen. Beide Methoden sind üblich. Die erstere dauert länger, ist aber auch billiger. Der Erfolg der Trocknung lässt sich nur durch Messung feststellen. Sofern in einem Neubau bei Zementestrich auf [definition=29,0]EPS[/definition] nur sauberes (Trink- oder Heizungs-) Wasser ausgelaufen ist, sind regelmäßig keine weiteren Maßnahmen erforderlich - sofern keine Gipskartonplatten feuchtgeworden sind.


    Von wem wurde womit was gemessen?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Messungen wurden vom Bausachverständigen mittels Baufeuchtemessgerät durchgeführt. Er schob zwischen Wand und Estrich zwei Metallbänder und hielt dann oben sein Messgerät an die Bänder. Messgerät zeigte Werte von 70 - 100 % an.

  • es bleiben weiter die Fragen:


    • Zeitpunkt der Messung?
    • welche Art von Baufeuchtemessgerät?
    • welche Einstellungen (Materialkennwerte ...) waren gemacht?
    • 70 - 100 % wovon wurden gemessen? (Masseprozent, relative Luftfeuchte ...?)
    • Wurde nach der Trocknung erneut gemessen?
    • Wenn Antwort auf 5 ja: 2. - 4. lauteten bei dieser Messung?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • nach der Trocknung wurde vom Bauunternehmer gemessen. Er teilte mir Messung lediglich mit und meinte, dass Feuchte unterm Estrich zurückgegangen ist und die restliche Feuchte nun durch die Fußbodenheizung beseitigt wird. Aus diesem Grund werden die Fußbodenleisten erst später angebracht.
    Bei meine Messungen mittels Feuchtemesser (Einhell) zeigte das Gerät Hi an. Messbereich geht bei Zementestrich, Beton, Gips bis 17 % Feuchte.


    Vielen Dank für Ihre Info

  • Der Bauunternehmer soll sagen, wie feucht der Estrich in Masseprozent jetzt noch (ungefähr) ist. Der Wert sollte bei Abschluss der Trocknung in unteren einstelligen Prozentbereich liegen.


    Mit welcher Technik misst das Einhellgerät, Widerstandsmessung bei oberflächlicher Berührung? Zeigt es keinen zahlenmässigen Messwert an?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Ich bin über die Messmethode des Sachverständigen irritiert.
    Hat er einfach blanke Metallstreifen in den Spalt gesteckt? Das hieße, er hat die Messoberfläche extrem vergrößert und das Resultat ist nach meinem Dafürhalten nicht zu gebrauchen, außer auszusagen, dass es irgendwie feucht ist. Messpitzenverlängerungen sind immer zu isolieren und nur an den Enden blank zu machen, um den Messhorizont genau zu definieren.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • ich würde zum jetzigen Zeitpunkt die Abnahme ganz verweigern bzw die Zwangstrocknung nicht als "abgeschlossen" oder "erfolgreich" abnicken, denn ob eine Trocknung erfolgreich war, ist nicht überprüfbar. Das mit den Estrichdämmschichtzwangstrocknungsversuchen ist ein bekanntes Dilemma...inklusive der (wahrscheinlichen) mikrobiellen Kontamination, die sich zumeist erst Wochen später geruchlich zeigt...