Mindestquerschnitt von Regenentwässerungsrohren

  • In einem Nachschlagewerk habe ich von Mindestrohrquerschnitten für Entwässerungsleitungen (im Erdreich) gelesen:


    Gilt da noch ?
    Wenn ja - wo steht's?
    [definition=25,0]DIN[/definition], DVWK - [definition=15,0]ATV[/definition], ... ?


    Projekt = Bauliche Anlage im Gewerbebau, mit überdachter Verladefläche + Umfahrung. Straßenabläufe + Schächte + Rinnen. 2 Entwässerungsstränge: 1x linksrum 1x rechtsrum um die bauliche Anlage. Die ersten Abläufe und die ersten Schächte bilden den ersten Netzabschnitt. Aufgrund der noch kleinen Fläche ist die Gesamtwassermenge noch überschaubar und würde auch durch kleinere Rohleitungen bequem 'wegzubekommen' sein. Die Amtliche Regenauskunft vom DWD liegt vor; Berechnungen wurden erstellt. Kam die Frage vorbei: "Brauchen wir so große Rohre ?"

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Beim Hochbau würde ich sagen: Bemessungsregenspende errechnen und Leitungen auch [definition=25,0]DIN[/definition] 1986-100 dimensionieren. Aber ist ja kein Hochbau mehr. Insofern bin ich 'raus. Aber der @Manfred Abt kann da bestimmt weiterhelfen.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Die [definition=25,0]DIN[/definition] 1986-100 gilt aber auch für die Dimensionierung der Entwässerungsleitungen auf dem [definition=52,1]Grundstück[/definition].


    Die o.g. Werte der Mindestdurchmesser sind veraltet, [definition=15,0]ATV[/definition] gibts auch schon lange nicht mehr, nannte sich zwischenzeitlich ATV-DVWK und heute DWA.
    Dafür muss man heute einen Überflutungsnachweis machen, in der Regel für das 30jährige Regenereignis.

    Es grüßt


    Manfred Abt
    Ingenieurbüro AQUA-Bautechnik GmbH

  • Bemessungsregenspende und Abflussberechnungen liegen wie o.g. vor. Bei den ersten Abläufen und den Abflussmengen, die an die ersten Schächte anschließen kommt aber nicht viel bei raus. DWA-A 138 und DWA-M153 liegen vor und waren Grundlage der Berechnungen. Und wenn am zweiten oder dritten Schacht nur 8 bis 10 l/s ankommen brauche ich dort keine 300er und auch keine 250er Leitung.
    Bei Stau im Regenrohr würde (das meiste) überschüssiges Wasser in einem Gleisbett (Betriebsbahn; eigenes [definition=52,1]Grundstück[/definition]) landen und in angrenzenden Grünflächen (auch eigenes [definition=52,1]Grundstück[/definition]).
    Reserven sind auch noch vorhanden: Abflussbeiwerte wurden mit 1,0 berücksichtigt und das Rückstauvolumen in Rohren und Schächten wäre auch noch verfügbar.

    Gruß
    Holger
    --
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    (Andreas Marti; Schweizer)