Kabelanschluss nachträglich durch abgedichtes Leerrohr des Mehrspartenanschlusses legen!?

  • Hallo,


    ich weiß nicht, ob ich hier genau richtig bin. Falls nicht bitte verschieben.


    Unser EFH ohne Keller aus 2010 hat einen 4er Mehrspartenanschluss in der Bodenplatte. Gas, Wasser, Strom belegen drei Durchleitungen. Die 4. hat bisher "nur" die Telekom (Kupfer) drin. Nun ist die Überlegung noch den Kabelanschluss rein zu legen.


    Jedoch gibt es hier ein Problem. Der Mehrspartenanschuss von den Stadtwerken hatte leider nur sehr kurze (blaue) Leerrohre, die gerade mal so unter der Frostschürze rausgreicht hatten.
    Die Telekomleitung war lang genug, so dass der Tiefbauer diese für uns in einem Leerrohr (siehe Skizze - schwarzes Rohr) reinlegen konnte. Im Nachhin gesehen, machte ich den Fehler, dem Tiefbauer zu sagen, er soll am Übergang schwarzes Leerrohr zum blauen Lehrrohr die mitgeleiferte Dichtung an zu bringen. Eigentlich unnötig, da unsere Bodenplatte über einen halben Meter über der Straße liegt. Somit keinerlei Wasser/Rückstau eindringen kann. Das Kabel vom Kabelanschluss war leider zu kurz um es gleich mit reinzulegen. Der Kabelanbieter kam damals auch nicht so schnell her und die Grube musste zu, da am nächsten Tag der Autokran mit dem EG kam.


    Jetzt ist die Frage, gibt es hier "Werkzeug", die von Haus aus in das blaue Leerrohr (inkl. Telekomleitung) fahren können, die Dichtung "aufbohren" (ohne die Telekomleitung zu beschädigen). Somit könnte man das Kabel des Kabelanschlusses nun doch noch durchführen.


    Oder gibt es sonst noch Möglichkeiten? Am Übergang blaues zu schwarzem Leerrohr runtergraben ist für uns leider keine akzeptable Lösung. Sind mindestens 1,50m und betrifft auch noch die Hofeinfahrt. Da wird das Loch oben zu groß.


    Und falls die Frage kommt, warum ich Kabel eventuell noch brauche. Telekom bietet "nur" 16000. Bisher reicht es, wenn die Kleinen aber mal älter sind ziemlich sicher nicht mehr. Die Telekom hat Ende letztes Jahr in der Stadt ausgebaut, leider unser Neubaugebiet nicht. Daher wollte ich hier mal abklären, ob wir eine Lösung für unser PRoblem bekommen.


    Bin euch dankbar für jeden hilfreichen Hinweis.


    Danke und Grüße
    master

  • [...] Telekom bietet "nur" 16000. [...] Die Telekom hat Ende letztes Jahr in der Stadt ausgebaut, leider unser Neubaugebiet nicht.

    Ich vermute mal, dann wird die nächsten Jahre auch nicht viel passieren. Außer vielleicht ein 5G-Anschluss oder das Voda-Dingsda über LTE. Und wenn die Telerosa das Gebiet für "ausgebaut" erklärt, wird es auch für andre Anbieter schwierig dafür Fördermittel zu bekommen...


    Also ich würde mir keine Sorgen um das Pflaster machen und die Tiefbaukosten investieren, um die Möglichkeit herzustellen, schnelleres Internet zu bekommen. Es ist ja eine Investition für die nächsten 15 bis 25 Jahre. Meiner Meinung nach wird der Bedarf an Internetnutzung noch weiter steigen, erst recht, wenn auch die Behörden und Versorger noch digitalisieren und Behördengänge usw. usf. digital erledigt werden, Home-Office mittels RDP möglich wird usw.


    Bis Ende der 90er war ISDN mit 2x 64 kBit/s noch schnell. Jetzt gibt es schnell mit 64 MBit/s. Das ist Faktor 1024. Gut von 16 MBit zu 1 GBit ist es nur Faktor 64 aber damit kann man gut leben und arbeiten. Aber diese Geschwindigkeit kommt nun mal nicht über die Telerosadrähte.
    Eine weitere Zuführung ins Haus ist schon sinnvoll. Erst recht wenn später doch mal einer kommt und FTTH anbietet. Das Loch im Pflaster ist schnell vergessen.


    Meine Erfahrung: bei einem neuen Loch durch die Wand für LAN ist der Aufschrei größer als für eine Baugrube vorm Haus.


    Denk' noch mal 'drüber nach.
    Hast Du schon mal geprüft, ob Du einen Hybrid-Anschluss bekommen kannst?

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Danke für deine ausführliche Antwort.


    Aktuell habe ich/wir noch kein Druck. 16000 reicht bislang gut, aber in ein paar Jahren nicht mehr. Und wie du auch schreibst ist fraglich wann hier überhaupt aufgerüstet wird.


    Daher wollte ich mich jetzt schonmal schlau machen, wie wir die Hauseinführung möglichst einfach und sauber hinbekommen.


    Deshalb die Hoffnung das es eine Art Bohrer an einer Art Spirale gibt, um die Dichtung einfach "aufzubohren".
    Bevor wir graben (lassen), werde ich eher in 30cm Tiefe ein neues Leerrohr einbringen und dann mit schräger Bohrung vom Technikraum nach unten rausbohren, so daß das Kabel knapp unterm Pflaster ins Haus geht. Dann ist auch nichts zu sehen und weniger" reißerisch

  • Neu Bohren und ein neues Leerrohr ist auch eine gute Option. Dann kann ein flexibles Rohr ohne Stöße verwendet werden, was das spätere Einziehen eines Kabels oder einer Micro-Pipe deutlich erleichtert - egal für welches Medium. Bei glatten durchgehenden Rohren mit überschaubarer Länge muss dann nicht mal ein Zugdraht eingelegt werden.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • [...]
    die Dichtung "aufbohren" (ohne die Telekomleitung zu beschädigen).
    [...]

    Das wäre der Knackpunkt. Nicht einsehbar, nicht prüfbar und - bei einer Störung in 5...10 Jahren - vergessen.


    Die Tariffrage ging dahin:
    Normaler DSL-Anschluss oder DSL + Hybrid oder Magneta L mit SpeedOption (bis 500MBit) oder FTTH/FTTB .

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Hallo zusammen,
    ich weiß nicht ob ich das falsch verstanden habe, aber es handelt sich doch lediglich um eine Manschettendichtung, das Rohr müsste doch durchgängig sein. Das kannst du auch leicht prüfen: Abdeckung und Dichtung an der Hauseinführung im Technikraum demontieren und mit einer Kabeleinzugshilfe prüfen wie weit du kommst. Normal müsste das durchgängig sein.
    Jochen