• r wäre es jedenfalls peinlich, so als Architekt, außer vielleicht in Schlumpfhausen.

    Naja...hinter den norddeutschen Deichen oder auf den Inseln gibt es ja schon des Öfteren Reetdachhäuser. Und deren Gauben sehen dann zumeist auch so oder so ähnlich aus.


    Wo steht das Schmuckstück denn?

  • außer vielleicht in Schlumpfhausen.

    Oder: Technisch nicht anders zu lösen ;) Schau dir mal den Kehlsattel an, dann ist klar warum das drei relativ kleine Gauben geworden sind. Geht auch nur bei Reet so. Mit Ziegel oder Schiefer hättest das nicht so decken können. Da wäre das Dach dann zu schmal für.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • sollte das so, oder war das ein Versehen? Mir wäre es jedenfalls peinlich, so als Architekt, außer vielleicht in Schlumpfhausen.


    Also est steht in gewohnter Umgebung wenn man das Dach des hinteren Hauses (linkes eck) betrachtet.
    MIch würde das auch stören.... vor der Haustüre Mülltonnen und ein saublödes Vordach der Garage da so stehen zu haben.
    Das Dach an sich ist ok.. vielleicht ohne Sprossen in den Fenstern, der Gauben

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Nein, ich habe nichts gegen neue Reetdächer, wo diese historisch üblich waren. Ich habe auch nichts gegen Gauben. Das Haus steht wie alle alten Häuser hier parallel zur Hauptwindrichtung also mit dem First O/W. Ich habe auch handwerklich nichts an der Ausführung auszusetzen und es ist sogar natürlich gewachsenes Rest, und Krüppelwalm war hier bis vor etwa 100 Jahren Standard, also alles prima. Das drumherum lassen wir einfach außer Betracht, da gibt es noch schlimmeres. Was meine ich also?


    "Da guckt einer" = Die oberen beiden Gauben bilden auf der gezeigten Dachfläche zwei Augen, die eine untere wahlweise einen Mund oder eine Nase und die Eingangstür dann zu letzterer Biberzähne. Und durch die von @Kalle gelobte handwerkliche Ausführung sieht das so dermaßen nach einem niedlichen (Tier-) Gesicht aus, dass ich mich eben für den Kollegen / die Kollegin schäme. Hier geschrieben, mir wäre es peinlich, auch, das vorher nicht gesehen zu haben. Schon im Grundstudium wurde mir dazu eine tiefe Abscheu anerzogen.


    Noch einmal kurz zur handwerklichen Ausführung: An der ist aus meiner Sicht nichts offensichtliches auszusetzen. Aber das alleine reicht eben nicht. Auch wenn man alles technisch richtig macht, kann es insgesamt im Einzelfall gestalterisch (wie hier) oder funktional unpassend sein. Genau das ist dann der Unterschied zwischen "mangelfrei" und "Architektur". Dieser Unterschied ist qualitativ zentral, aber offensichtlich schwer zu vermitteln, siehe „Ästhetische Bildung“ oder noch schärfer bei Schiller „ästhetische Erziehung“.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker ()

  • "Da guckt einer" = Die oberen beiden Gauben bilden auf der gezeigten Dachfläche zwei Augen, die eine untere wahlweise einen Mund oder eine Nase und die Eingangstür dann zu letzterer Biberzähne.

    Genau das meinte ich mit Humor. :D

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Und durch die von @Kalle gelobte handwerkliche Ausführung sieht das so dermaßen nach einem niedlichen (Tier-) Gesicht aus, dass ich mich eben für den Kollegen / die Kollegin schäme.

    Ich habe die Ausführung nicht gelobt, denn eine "echte" Fledermausgaube hat ein sauberes Verhältnis von Höhe zur Breite (1:5, 1:8 i.d.R.). Bedingt durch den Kehlsattel und deren Einbindungshöhe wäre rein technisch aber nichts anderes möglich als das Gezeigte. Ein [definition=7,0]DFF[/definition] in ein Reetdach? Das wäre noch mehr Frevel!


    Ich stimme dir aber zu, das vermutlich durch eine bessere Grundrissgestaltung an den Stellen keine Gauben erforderlich wären.

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  • Ich finde-unabhängig von der Art der Dachdeckung!- Dachgauben, die sich über 2 Geschoße im Dach verteilen ohnehin höchst fragwürdig. Das Dach bekommt, je mehr und je höher die Gauben sitzen, ein zu großes optisches Übergewicht. Am schönsten wäre es natürlich ganz ohne Öffnungen...O.K., geht halt nicht immer. Aber wenn, dann bitte wohl proportioniert.


    Und: Ja, Wolfgang, das Gesicht sieht (egal ob mit oder ohne Biberbeisserchen) total dämlich aus.

  • Mein erster Gedanke: da fehlt ein Fenster.
    Wo ist das 7. Fenster?
    Schön oder nicht, kann ich nicht beurteilen, da ich eher in den Bereichen „quadratisch, praktisch, gebrauchstauglich“ unterwegs bin.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)