Heizung in Externe Werkstatt

  • Hallo


    Folgende Ausgangssituation,


    Wohnhaus und Hobbywerkstatt werden neu gebaut.


    Haus und Hobby Werkstatt sind zwei eigenständige Gebäude, liegen nebeneinander mit ca. 5 Meter Abstand.


    Problem : Wie bekomme ich die Hobbywerkstatt im Winter warm.


    Haus hat eine Pelletheizung die niedriger Vorlauf Temperatur läuft da das ganze Haus Fußbodenheizung haben soll.


    Die Idee ist in der Garage einen großen Heizkörper zu installieren und einen Vorlauf und Rücklauf vom Haus in der Hobbywerkstatt zu legen.


    Da das Haus in den Hang gebaut ist bekomme es im Keller eine weiße Wanne aus WU Beton.


    Die FRAGEN:


    Wie verlege ich die Heizungsrohre vom Haus in die Werkstatt ohne die Weiße Wann zu beschädigen - muss doch möglich sein ?
    Ist es aufwendig einen zweiten Heizkreis aufzubauen mit einer höheren Vorlauftemperatur ? unabhängig von der Fußbodenheizung ?


    Am liebsten würde ich natürlich die Leitung direkt unterm Fundament legen aber ich bin mir nicht sicher ob das die beste Idee ist.


    Gruß Pai68

  • Für die Rohrdurchführung durch die Betonwand gibt es druckwasserdichte Durchführungen.
    Der Pelleter fährt ohnehin hohe Temperaturen. Da kannst Du vor dem Mischer Deinen Heizkreis abzweigen. Eine kleine Pumpe kostet nicht die Welt. Aufwändiger ist der Frostschutz für den Werkstattkreis. Du müsstet im Haus einen Wärmetauscher zwischenschalten, damit Du den Außenkreis mit Frostschutzmittel schützen kannst.
    Ob sich der ganze Aufwand lohnt, musst Du Dir mal ausrechnen. Für eine Hobbywerkstatt könnte eine elektrische Direktheizung sinnvoller sein.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Wie häufig wird denn der Hobbyraum benutzt? Ich habe meine Werkstatt auch in der unbeheizten Scheune und behelfe mir derzeit mit Sarrazin-Methode (einen dicken Troyer aus Lammwolle überziehen).
    Allerdings überlege ich statt dessen 2 Varianten:
    1. Schnell und einfach: Heizlüfter - einsteckern und gut, so oft und lange bin ich da nicht im Winter
    2. Etwas komplizierter, aber auch gut: einen holzbefeuerten Werkstattofen. So werde ich auch noch die Holzreste los, muss aber einen Schornstein installieren.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • muss aber einen Schornstein installieren.

    und der Schornsteinfeger freut sich auch.


    Oben ist aber von einer "Garage" die Rede, da ziehe ich doch mal aus der FeuVo für BaWü den §4 (1) 3. aus dem Ärmel



    Zitat von FeuVo BW


    (1) Feuerstätten dürfen nicht aufgestellt werden
    1. in notwendigen Treppenräumen, außer in Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen,
    2. in notwendigen Fluren,
    3. in Garagen, ausgenommen raumluftunabhängige Gasfeuerstätten, die innerhalb der Garagen nicht wärmer als 300° C werden können.

    Der Schorni wird dafür kaum seinen Segen geben.


    Entscheidend ist in meinen Augen die Dauer der Nutzung. Wird die Garage nur sporadisch genutzt, dann kann ein el. Heizer die kostengünstigste Variante sein. Ich setze mal voraus, dass die Stromversorgung in der Garage dafür ausgelegt ist bzw. ausgelegt wird. Man muss sich dann auch keine Sorgen über Frostschutz machen. Ein E-Heizer mit Gebläse hätte den Vorteil, dass er schnell die Luft erwärmt, was in kurzer Zeit zu einer angenehmen Raum(luft)temperatur führt. Einen IR-Heizer würde ich weniger empfehlen, da man sich in der Garage wohl selten nur an einem Platz aufhält. Für eine kleine Garage vielleicht noch OK, aber auf die Gebläseunterstützung würde ich nicht verzichten.
    Nachteil: Staub wird aufgewirbelt, und bei leicht entzündlichen Stoffen sollte man besondere Vorsicht walten lassen.


    Hier wäre ein normaler wasserführender Heizkörper im Vorteil, den man ja auch noch mit kleinen "Lüftern" unterstützen kann.

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    .

  • Den Gedanken mit den Holz Ofen hatte ich natürlich auch aber dies ist nicht erlaubt.


    Die eigentlich Frage ist ob es möglich ist durch ein Fundament in UW Beton zwei Heizrohre in das Nebengebäude zu ziehen ohne die UW Beton Wanne zu beschädigen.


    Das ist dies prinzipiell die richtige Wahl:



    Ich hatte dran gedacht ein DN75 mm Rohr zu verlegen und in diesen Rohr die Leitungen die in die "Werkstatt" sollen und dachte das man dieses Rohr im Heizungsraum aus den Boden schauen läßt und mit z.b. Bauschaum füllt oder Acryl um die HOlhräume im Rohr zwischen den Leitungen und dem Rohr zu schließen.


    Aber eine H... Mehrsparten Hauseinführung ist wahrscheinlich die bessere Wahl.



    ----


    Die Idee mit vor dem Mischer für die Fußbodenheizung den Heizkörper anzuschließen ist eine gute Idee, da bin ich garnicht drauf gekommen - hört sich aber gut an.


    Gruß pai68

    2 Mal editiert, zuletzt von R.B. () aus folgendem Grund: Link entfernt

  • Ich hab nichts von einer "Garage" gelesen.


    EIn DN75 reicht NICHT!


    Edit:
    Ou, mist, also doch eine Garage... oder war das nur ein versehen?
    Allenfalls wäre ein (nicht mein Favorit) ein raumluftunabhäniger Pellet-OFEN als LUFT-version.
    Das wäre dann Frostschutzmäsig kein Thema.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Wenn die Garage/Werkstatt nur sporadisch genutzt wird, dann kostet der Schorni schon mehr als man durch Pellets oder Holz einsparen kann, von den (höheren) Investitionskosten mal ganz abgesehen.


    Ein Pelletofen, egal ob raumluftabhängig oder raumluftunabhängig, ist nun mal keine Gastherme. Ich glaube nicht, dass man den Schorni dazu überreden kann, so einen Ofen in der Garage zu genehmigen, völlig unabhängig von der Verbrennungsluftzufuhr. Da bräuchte es wirklich gute Gründe und Argumente, warum er das entgegen der Feuerungsverordnung trotzdem zulässt. Schwer vorstellbar, dass er sich so ein Risiko an´s Bein hängt, denn wenn irgendetwas passieren sollte, hat er schlechte Karten.

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  • Haus hat eine Pelletheizung die niedriger Vorlauf Temperatur läuft da das ganze Haus Fußbodenheizung haben soll.


    Die Idee ist in der Garage einen großen Heizkörper zu installieren und einen Vorlauf und Rücklauf vom Haus in der Hobbywerkstatt zu legen.

    Nochmal,
    die Hobbywerkstatt ist ein eigenständiges Gebäude... hat aber nichts mit der Garage zu tun?


    Ich habs nochmals gelesen und hab eher den Eindruck, das die GArage direkt am Haus/ im Haus ist. und von dort aus willst du in die Werkstatt.
    Korrekt?

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Selbst wenn ....


    Für das, was ein Pelletofen mit Einbau und Kamin kosten würde, kann ich je nach Ausführung zwischen 2000 und 4000 Stunden mit zwei Heizlüftern à 2KW heizen.

    Gruß Werner :)

  • Für das, was ein Pelletofen mit Einbau und Kamin kosten würde, kann ich je nach Ausführung zwischen 2000 und 4000 Stunden mit zwei Heizlüftern à 2KW heizen.

    und da hast Du die Kosten für die Pellets noch gar nicht gegengerechnet, die gibt es ja auch nicht gratis, auch wenn im Haus schon ein Pelletkessel läuft.

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  • Das rentiert sich nur, wenn man die Werkstätte ständig auf Plusgrade halten will und oft darin werkelt.


    Ist nichts Frost-sensibles darin und du nutzt sie nur sporadisch würde ich auf Strom setzen.


    Ich arbeite in meiner Werkstatt auch im Winter ohne Heizung. Falls nicht ist mit Heizlüftern schnell eine angenehme Temperatur hergestellt, günstig in der Anschaffung und Platzverbrauch und frostsicher.


    Gerade der Platzverbrauch ist bei Heizkörpern und schnellen hochheizen nicht zu unterschätzen.