Dachfußboden mit welchen Platten belegen ?

  • Hallo,


    wir haben ein Ungedämmtes Dach (wird aber in naher Zukunft gedämmt).
    Der Dachboden ist aus Stahlbeton, darauf befinden sich Kanthölzer, zwischendrin Dämmung und obendrauf dann mit leider zu dünnem Spanholzplatten belegt, so dass der Boden immer mehr bricht beim begehen.


    Jetzt überlegen wir den Boden neu zu machen, entweder auf dem alten Fußboden oder den raus nehmen und dann wieder neu.


    Die Frage aber, was nehmen wir hierfür ? Gehen OSB Platten auch, haben viel über Schimmel Thematik gelesen...


    Gruß

  • Wie soll der Dachboden zukünftig genutzt werden?
    Welcher Auflagerabstand ist durch die "Kanthölzer " vorgegeben, oder soll der komplette Aufbau erneuert werden?


    Einfacher Lagerfläche im DG? Dann landest Du je nach Rahmenbedingungen bei OSB 3 bei einer Plattenstärke von 15mm oder 18mm. Dafür gibt es Bemessungstabellen der Hersteller, im Zweifelsfall einen Statiker oder Zimmermann fragen.
    Alternativ zu OSB könnte man auch Rauspundbretter entsprechender Stärke verwenden.


    Wenn die Spanplatten brechen, dann sind sie viel zu dünn oder sie wurden evtl. vorgeschädigt (Feuchtigkeit zum Beispiel).


    Schimmel sollte kein Thema sein, wenn das Dach sowieso gedämmt und der Dachboden ab und zu gelüftet wird. Ein hoher Feuchteeintrag durch eine Dachbodenluke o.ä. sollte natürlich vermieden werden.

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  • Was ist das für ein Aufbau? Abmessungen der "Kanthölzer"? Dicke und Art der Dämmung?
    Wenn das eine Selbsbauaktion mit fester Dämmung (Polystyrol) und ner 10..13er Spanplatte (Flachpressplatte), schwebenden Stößen usw.. ist - raus damit und dämme dein Dach.

    Nachdenken kostet extra!

  • Dachboden soll ersteinmal als Lagerfläche dienen. In Zukunft möchte ich es aber als Wohnraum nutzen... In ferner Zukunft...
    Ich schätze jetzt mal das der Abstand zwischen den Kanthoölzer 40-50 cm sein wird.
    Kanthölzer müsste ich nachmessen, aber könnte 10 cm x 10 cm sein, zwischen den Hölzen ist einfache Dämmwolle.


    Die bisherige Platten sind max. 15mm dick, ich denke viel zu dünn ...


    Ich möchte entweder, am einfachsten, neue Platten auf die Alten, oder alte raus und neue rein machen.


    Handelt sich um ein Welmdach


    EDIT: Das Dach ist nicht gedämmt, lediglich mit einer Folie vor den Ziegeln versehen. (Baujahr 1982)
    Die Dämmung und anschließende Rigipsplatten anbringen wird aber dann gemacht wenn der Dachboden als Wohnraum genutzt wird (In ferner Zukunft)

  • walmdach + kaltdachkonstruktion in warmdach wandeln .. naja.
    machbar ist alles - kostet halt und erfordert hier abgestimmte
    massnahmen > bezahlten fachmann in die verantwortung nehmen.
    bei bauzeittypischer ausführung können die gefache nicht
    "einfach so" gedämmt werden.


    was bspw schieflaufen kann:
    - gefachdämmung unter dichter plastiktüte > kondensat-/konvektionsschaden
    - kosten für umbau am dach zu hoch > planung kaputt
    - wassereintritt während des umbaus > sanierter fussboden kaputt

  • Wenn das nur als Lagerfläche dient, dann würde ich einfache Rauhspundbretter verlegen, wie schon vorgeschlagen. Ist die einfachste Form, handliches Baumaterial. Wenn ausgebaut wird, dann muss eh die ganze Sache raus.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Warum muss alles raus, wenn ausgebaut wird?


    Ich würde ja genau deswegen so vorarbeiten dass wenn man ausgebaut wird, vom Boden her bereits alles passt...


    Ich meine sogar bei einer Stelle wo der Boden eingekracht ist (Holzplatte) Rote Folie gesehen zu haben, wahrscheinlich die für die Kondenswassersperre?

  • Moin,


    es muß bei einem späteren Ausbau alles raus, weil:


    - der jetzige Boden nicht mit den Ausbaulasten klar kommt
    - die thermische Hülle des Hauses sich von der oberen Geschoßdecke in die Dachschräge verschiebt
    - die Dämmung in diesem Bereich wahrscheinlich noch nicht mal für den Trittschall genommen werden kann
    - evtl. Fußbodenheizung, Elektroleitungen, Wasser-, Heizungsleitungen in den neuen Boden müssen
    - usw.


    Was mich noch interessieren würde, wie sahen die die durchgebrochenen Spanplatten auf der Unterseite aus ( die Seite die zur Dämmung lag )?

  • Wenn das DG ausgebaut werden soll, dann würde ich mir zudem überlegen, ob man anstatt OSB Platten nicht einen anderen Bodenaufbau wählt, beispielsweise Trockenestrich o.ä. Wird sicherlich teurer, aber ein Wohnraum ist auch etwas anderes als eine Lagerfläche im DG.


    Es versteht sich (hoffentlich) von selbst, dass das Vorhaben genehmigungsfähig sein muss.

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  • OK, ich habe es etwas kompliziert dargestellt.


    Ich plane mit dem Ausbauen in vielleicht etwas über 12 Jahren, wenn die Kinder größer sind und ggf. mehr Platz gebraucht wird.


    Jetzt aktuell: meine Frage, alter Boden raus, und neuer drauf (welcher) oder auf alten neuen Boden drauf machen?


    Hatte einen Dachdecker letztens wegen dem Dach da, Dachrinnen reinigen, er meinte einfach osb auf die alten Platten drauf, sie seien kaputt weil sie zu dünn wären...

  • Die müssen aber verdammt dünn sein, wenn sie beim Begehen schon brechen. Spanplatten sind zwar nicht besonders stabil, aber so schnell brechen sie auch wieder nicht. Deswegen ja die obigen Frage(n), mal unter die Platten zu schauen, denn Feuchtigkeit können die Dinger gar nicht ab. Wenn es aber feucht sein sollte, dann wären OSB die einfach draufgepackt werden, der falsche Weg. Deswegen hatte ich ja die Rauspundbretter in´s Spiel gebracht.


    Bei einem Dachausbau zu Wohnzwecken sieht die Welt dann wieder ganz anders aus, aber in 12 Jahren kann viel passieren, und dann ist es auch egal, ob man den Boden weiter verwenden kann, oder ihn entsorgen muss.

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    Einmal editiert, zuletzt von R.B. ()

  • Ich schaue mir heute mal die Unterseite an und mach ggf. ein Foto...


    ---------- 6. Februar 2018, 19:42 ----------


    Also habe mal paar Bilder gemacht.


    Ich finde, dass sieht trocken aus.
    Stellenweise ist Folie verlegt, dann wieder nicht. Diese liegt scheinbar zwischen den Balken.
    Maße der balken 10x10 cm.
    Dicke der Fussbodenplatten 14cm.


    Habe dann noch weitere Bilder angehängt wo man den Rand sieht, die eine schräge mit Folie bis in die Spitze, sie andere Seite wo der Kamin und Heizungschornstein ist, da ist die letzte Bahn nicht mit Folie versehen, (wegen den Schornsteinen ?)






    ---------- 6. Februar 2018, 19:43 ----------


    Übrigens: Balkenabstand 30cm

  • Kannst du das etwas näher erläutern?


    Kann das nicht sein das sich durch die Zeit von 37 Jahren die Platten "Feuchtigkeit" aufgenommen haben und versagen?


    Warum ist auf der einen Dachseite keine Folie auf der spitze ?, wegen der Entlüftung ? (auf der Höhe wären nämlich auch die Ziegel mit der Entlüftung)


    Kann ich jetzt OSB Platten auf diese verlegen oder muss der alte Boden raus`?


    ---------- 8. Februar 2018, 07:05 ----------


    Also wenn ich jetzt den Bodenaufbau komplett entferne und das Dach dämme, kann das so bleiben oder muss der Boden trotzdem bearbeitet werden ?


    Dachdämmung würde wie folgt aussehen. Dämmung zwischensparren, Dampfbremsfolie, Rigips ? (das ist mal grob aufgelistet)

  • Die Reihenfolge bei der Dämmung passt in meinen Augen. Der Teufel steckt aber im Detail. (Anbindung der Dampfsperre an Bauteile usw.).


    Nebenbei bemerkt, das Dach erscheint mir relativ niedrig, keine Ahnung wieviel Wohnfläche man daraus machen kann, und ob so etwas überhaupt genehmigungsfähig ist. Aber dieses Problem käme ja erst in xx Jahren auf Dich zu, wer weiß schon, was sich bis dahin noch ändert.


    Zur fehlenden Unterspannbahn auf der einen Dachseite, das ergibt für mich keinen Sinn. Die Belüftung solcher Dächer bzw. Dachboden sollte man in meinen Augen anders sicherstellt. Was die sich dabei gedacht haben, bzw. ob die sich überhaupt etwas dabei gedacht haben, das kann ich nicht sagen.


    Zum Bodenaufbau, ich würde die alten Platten entsorgen. Die drin lassen ergibt keinen Sinn.
    Wenn Du die Dachschrägen dämmst, dann ändern sich die Verhältnisse, wie oben schon geschrieben.

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  • Alles Glaskugel: die waren mal 13mm dick und sind inzwischen auf 14mm aufgequollen.
    V20 -> kein Feuchte belastbarer Leim drin, der löst sich quasi auf.
    Ist ein typisches Bruchbild, wenn die Platten ihre innere Festigkeit verlieren.


    Ergo: siehe letzter Absatz vorheriger Beitrag.

    Nachdenken kostet extra!

  • 30 cm Balkenabstand 13er Verlegeplatte Flachpress V 20 und die Bilder.
    Wenn keiner mit dem Hubwagen drüber ist, sagt die Glaskugel - Feuchtetod.

    Vollständigkeitshalber.
    Ich habe nochmal nachgesehen. Nur im Bereich der Dachbodentreppe herum beträgt der Balkenabstand 30cm.
    An der anderen gebrochenen stelle sind es ohne gemessen zu haben mindestens 50cm.