Traglast Decke Projekt Aquarium

  • Hallo,


    ich möchte ein Aquarium in mein Wohnzimmer stellen.
    Und will sicher gehen, dass die Decke die Last auch tragen kann, um Schäden zu vermeiden.
    Habe bereits verschiedene Bekannte vom Bau gefragt, aber unterschiedliche Antworten bekommen.


    Zum Vorhaben selbst...
    Das Aquarium hat folgende Maße:
    200x70x70cm wiegt mit Wasser, Kies und Unterbau insgesamt 1260 Kilogramm.
    Wären dann 956kg/m2.


    Die Decke auf die das AQ stehen soll ist 20cm dick und aus Stahlbeton.
    Das AQ soll mit der kurzen Seite an einer tragenden Wand stehen. Siehe Bild im Anhang.


    Die alles entscheidene Frage ist... Hält die Decke dem Gewicht statt?


    Kann ich das ohne Bedenken so durchführen oder würdet ihr mir davon abraten?

  • Jupp, was nutzt Dir die Decke, wenn der Estrich an der Stelle bricht.
    Die Lastenverteilung sollte man auch klären.
    Neubau? Bestand?

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  • Drüber habe ich leider keine Info. Dazu müsste ich die Decke auf machen.


    Ich weiß aber, dass zwei Schichten Stahlgewebe darin liegen mit 8mm starken Stahlstangen.


    ---------- 5. Februar 2018, 08:27 ----------


    Ich habe auch überlegt ob ich unter das AQ Duplexplatten legen so dass ich auf eine Fläche von 200x160cm komme.
    Dann würde sich das Gewicht günstiger verteilen und pro m2 wären es dann nur noch 418 kg.


    Würde das gehen?

  • Steht das Aquarium auf x Stellfüßen oder einem Rahmen?


    Wie gesagt, über die Betondecke würde ich mir jetzt weniger Sorgen machen. Die wurden auf xkN/m2 und mehr ausgelegt, und wenn das Aquarium dann noch am Rand steht, wo die Decke auf einer tragenden Wand aufliegt, dann ist das Risiko noch geringer. Für solche Fragen gibt es aber Statiker, die beißen nicht, und können das anhand der Pläne oder nach Ortsbesichtigung genauer sagen. Mit Deinen Angaben müsste man sonst würfeln.


    Den restlichen Bodenaufbau solltest Du aber kennen, denn das ist in meinen Augen (bin aber kein Statiker) der Schwachpunkt. Ein Estrich auf einer Dämmlage könnte Dir so eine Last übel nehmen.


    Duplexplatte zur Lastverteilung? Was ist mit der Optik?

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    Einmal editiert, zuletzt von R.B. () aus folgendem Grund: Geändert

  • Ja da hast du sicherlich Recht.
    Die Multiplexplatte zur Last Verteilung würde nur auf der einen Seite rausgucken und da würden dann ein leichter TV-Schrank rauf kommen.
    Die würde man also nicht sehen. Wie bekomme ich denn raus wie dick der Estrich und die Dämmschicht ist?



    Auf dem Dachboden kann man den Fussboden sehen. Werde da mal nachher ein Foto von machen. Würde euch das helfen?

  • Die Gesamtdicke lässt auch schon Rückschlüsse zu. Im Zweifelsfall "Probebohrung" (zumindest Estrich und evtl. vorhandene Dämmlage).
    Vielleicht gibt es einen Treppenaufgang vom Geschoss darunter, dort lässt sich zumindest die Gesamtdicke feststellen.

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  • Gesamtdicke sagt noch nicht viel über die einzelnen Lagen aus. Es könnte sich beispielsweise um 15cm Betondecke, dünne Trennlage, und 5cm Estrich handeln. Könnte, wohlgemerkt.

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  • Die Frage nach der Tragfähigkeit der Decke kann nur ein Statiker nach Ortsbesichtigung, Sichtung der vorhandenen statischen Nachweise und einigen Berechnungen verantwortlich beantworten. Das ist allerdings honorarpflichtig.


    Wohnraumdecken wurden in D noch nie auf 10 kN / m2, noch nicht einmal 5 kN/m2, ausgelegt. Die hier geäußerte Vermutung einer Gesamtstärke der Decke von 20 cm (!) lässt das Vorhaben sehr zweifelhaft erscheinen, wenn sie stimmt und es sich um eine übliche Wohnraumspannweite von 4 - 6 m handelt.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • ist das Wohneigentum oder etwa eine Mietwohnung?
    davon abhängig kann es sein, dass Ihr gar nicht probebohren dürft/könnt. Natürlich sollte der Estrich keine Fußbodenheizung haben, sonst wird das mit dem Bohren u.U. ein sehr kritisches Unterfangen...

  • 1620kg, Hälftig in die Wand und in den Boden eingeleitet, bleiben 810kg für die Wand auf 2m.
    Alle 20cm einen Anker muss jeder Anker ca. 75kg tragen.


    Das Glas wird von einer entsprechend verwinungssteifen Platte getragen, diese an der Wand z.B. mit einem L-Stahl, vorne ausreichend viele Füße.

  • Also, wenn die Decke komplett nur 20 cm stark ist, dann hätte ich meine Zweifel, dass es tragen wird. Das mit der Wand kann man gleich vergessen. Die üblichen Wandkonstruktionen halten keine Tonne, ganz zu schweigen davon, wie man es überhaupt verankern sollte in den üblichen Ziegelwänden.


    Aber es fehlen eh noch Angaben, die weiter oben abgefragt wurden. So wie es auf dem Dachboden aussieht, muss es nicht auch bei der besagten Decke aussehen. Was ist darunter? Gäbe es da ein Wand die zufällig unter dem Aquarium ist? Usw...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich hab das mal gemacht, das war aber nur ein 200l Tank.
    Stahlgestell, darauf ne Küchenarbeitsplatte, darauf das AQ. Allerdings 60cm Sandsteinmauer.

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  • "Was ist darunter? Gäbe es da ein Wand die zufällig unter dem Aquarium ist?"


    Leider nein.



    Hier ist ein Foto von der Decke ein Stockwerk drüber. Ich gehe davon aus, dass die Wand bei uns mindestens genau so dick ist, wenn nicht dicker. Es handelt sich dabei um ein Einfamilienhaus.



    Gibt das weitere Aufschlüsse?

  • Gibt das weitere Aufschlüsse?

    leider nein.
    Statik und die Frage danach, wieviel eine Decke (zusätzlich) trägt, ist leider etwas komplexer als die Frage, wie dick die Decke ist...
    neben der Spannweite und der Belastung ist auch das zugrundeliegende statische System und die vorhandene Bewehrung entscheidend.


    Dass aber vorher der Fußbodenaufbau auf Tragfähigkeit zu prüfen ist, wurde hier ja schon mehrfach erwähnt...

  • Sprich hier endet meine Reise. Also ohne Fachmann vor Ort eine nicht lösbare Aufgabe?

    Richtig erkannt! (und so auch schon ihn den Beiträgen # 5 # 10 und # 20 mehr oder weniger deutlich geschrieben)

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Es hat niemand geschrieben, dass es nicht geht, sondern lediglich, dass Du es von einem Statiker rechnen lassen sollst. Dann weißt Du sicher, ob es bei Dir geht.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Ich verstehe nur nicht das es ja doch recht viele Leute machen können. Warum sollte es bei mir nicht gehen.

    trial and error? der "error" könnte allerdings viel Geld kosten und Ärger machen...
    Im Mittelalter hat man so gebaut. Heute hat man andere Möglichkeiten.


    Das Problem ist hier, dass wir nicht über ein übliches kleines Aquarium sprechen, sondern über eines, welches das m.E. übliche Maß deutlich überschreitet und das hier zudem auf einen "weichen" Fußbodenaufbau gestellt werden soll. Ein solches stellt nun halt auch mal an den Untergrund besondere Ansprüche.

  • Ich verstehe nur nicht das es ja doch recht viele Leute machen können. Warum sollte es bei mir nicht gehen.

    Hast Du keine Unterlagen/Statik zum Haus?
    Vielleicht mal beim Bauamt fragen, was dort noch zu Deinem Haus vorliegt. Dann die Unterlagen einem Statiker vorlegen, und er kann Dir Deine Aktion absegnen, oder sagen was Du tun musst, damit es nicht zu Schäden kommt. Vorher noch die Kostenfrage klären, das erspart unangenehme Überraschungen.


    Und denke daran, solange das Aquarium nicht direkt auf den Rohbetonboden gestellt wird, ist der restliche Bodenaufbau noch zu betrachten. Der dürfte kritischer sein als die 20cm Betondecke.

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  • Auf dem Bild erkennt man, das die untere Kante der Decke teilweise schräg und unten auch noch rund ist. Oft ein untrügliches Zeichen für eine Rippen- oder Kassettendecke.
    Und die ist eben icht 20 cm dick, sondern in der Fläche meist nur 7 - 8 cm, nur die Stege sind höher. Und wenn mein Verdacht sich bewahrheitet, ists Essig mit einem Aquarium > 60 Liter.


    Was andere tun, ist kein Maßstab. Vielleicht hatten die einfach nur Glück. Oder haben gefragt Oder oder oder.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen