Brauchwasserspeicher undicht?

  • Hallo liebes Forum,


    unser Brauchwasserspeicher bereitet mir ein wenig Sorgen. Anfangs war der Boden an der Seite ein wenig feucht, ich dachte erst, ok, hab vieleicht beim Nachfuellen zuviel verschuettet, aber der Fleck weitet sich aus.
    Die Anschluesse sind trocken. Sollte eigentlich ein Edelstahl Speicher sein. Gibts da Erfahrungen, ob die Dinger auch irgendwann "durchrosten"?


    Hier ein paar Bilder:


    Wie kann man das praktisch testen?


    Danke und viele Gruesse


    Juanito

  • Wie alt ist der Speicher? (oder einfach ein Bild vom Typenschild hier einstellen)
    Mit welchen Temperaturen wird dieser betrieben?


    Schau mal, ob Du unten am KW Anschluss irgendwo Feuchte fühlen kannst. Sicherheitshalber auch mal den Deckel runter, und oben schauen (Reinigungsöffnung).


    Auch Edelstahl kann "rosten", ich würde aber eher auf eine Verschraubung, oder evtl. noch Kondensat tippen.

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  • Baujahr duerfte Mitte der 90er sein. Typenschild ist leider verdeckt durch die Anschluesse, ist aber ein verticell 130 Hg.


    Alle Anschluesse fuehlen sich trocken an. Habs mit Papier getestet. Was mir aber Sorgen bereitet ist, dass das Wasser in den Plasik Aufstellfuessen steht:

  • Ich würde auch auf Anschlüsse und Reinigungsflansch tippen. Das Behältermaterial wird selten undicht.
    Die Kleinspeicher sind meist komplett eingeschäumt und lassen sich nicht auspacken, aber an alle genannten Anschlüsse sollte man herankommen. Dort würde ich ansetzen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Was mir aber Sorgen bereitet ist, dass das Wasser in den Plasik Aufstellfuessen steht:

    Das läuft wohl innen an der Verkleidung abwärts, und tropft dann auf den Boden bzw. landet halt im Aufstellfuß (der geht durch die Verkleidung hindurch).


    Man sieht an bzw. unterhalb der Vorderseite keine Feuchtigkeit. Deswegen vermnute ich, dass sich die Feuchtigkeit von hinten nach vorne ausbreitet, und hinten sind die ganzen Anschlüsse. Theoretisch denkbar wäre auch der Übergang vom KW Anschluss an den Speicher selbst, der befindet sich m.W. zentral unterhalb des Speichers. Da kommt man aber nicht so einfach ran.


    Ich würde mich von oben nach unten arbeiten. Deswegen hatte ich oben geschrieben, Deckel runter, Dämmplatte entfernen, und dann schauen, ob es dort feucht ist. Das ist eine Arbeit von Sekunden. Ist dort alles trocken, dann kann man etagenweise nach unten gehen.
    Oder Du fühlst mal unter dem unteren Ring (Verkleidung), zwischen den Aufstellfüßen gibt es (glaube ich) noch Öffnungen. Evtl. fühlst Du die Öffnung, an welcher das Wasser austritt. Dann könnte man zumindest einmal spekulieren, ob das Wasser hinten, seitlich oder vorne (innen) an der Verkleidung nach unten läuft.


    Sind wirklich alle Anschlüsse, und die o.g. Reinigungsöffnung trocken, dann wird man versuchen müssen die Vekleidung zu entfernen. Irgendwann erreicht man aber den Punkt, ab dem es einfacher ist den Speicher zu ersetzen.

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  • werde heute abend mal den Deckel abnehmen und die Daemmung an den Anschluessen zurueckbauen. Von unten komm ich wahrscheinlich nicht ran, oder muss mir vorher die FInger platt klopfen...
    Ich hatte erst auch noch das KFE Ventil im Heizkreis im Verdacht, ohne Schraubkappe kommen da immer wieder ein paar Tropfen, aber die Wassermenge scheint deutlich groesser zu sein, da musste man ja schon einen Druckverlust sehen.

  • Druckverlust kam mir auch schon in den Sinn, sprich ob im Heizkreis, genauer gesagt Kesselkreis, ein Druckverlust feststellbar war. Es könnte aber auch Trinkwasser sein. Zudem sieht das schlimmer aus als es ist, denn auf dem Boden bildet selbst ein einzelner Tropfen schon einen Fleck von x cm. Es wäre gut möglich, dass sich das als Druckverlust nicht bemerkbar macht.


    Das ist ein außenbeheiztes Modell, soweit ich das gesehen habe. Ich habe so einen als horizontale Bauform (ein Vor vor vorgänger von Deinem), der ist sicherlich schon über 40 Jahre in Betrieb. Damals habe ich mir über solche Dinge definitiv keine Gedanken gemacht. DIe ca. 25 Jahre die Dein Speicher auf dem Buckel hat, bedeuten nicht automatisch, dass er nun Schrott ist, aber das Risiko besteht natürlich.


    Wenn von oben nichts sichtbar ist, und auch die Verschraubungen dicht sind, dann könnte ich mir nur noch vorstellen, dass dort wo die Abgangsrohre angeschweißt sind, ein kleiner Riss entstanden ist. Der KW Anschluss (als Beispiel) ist ja über ein ca. 60cm langes Stück von unten mit dem Speicherinhalt verbunden. Diese Verbindungsstelle könnte evtl. ein Schwachpunkt sein (unterschiedliche Materialien o.ä.).

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  • evtl ein durchgerosteter Tempergussfitting , oder eine sich auflösende/ platzende Schweißnaht beim Stahl-Gewinderohr . Kann man unter der Rohrisolierung schlecht erkennen was verbaut wurde .
    Selber schon gehabt .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Manchmal kann es auch ganz einfach sein....hoffentlich.
    Hab gestern die Abdeckung demontiert und wurde dabei, als ich mich ueber den Speicher beugte, von oben nass. An der Decke verlaeuft eine Leitung und die Verschraubung eines Absperrventils hat getropft. Die Tropfen trafen genau auf den Rand der Verkleidung, weshalb sich dort erstmal kein Wasser gesammelt hat, und liefen dann am Rand des Speiches nach unten um ueber die Stellfuesse auf den Boden zu tropfen...


    Die Menge war schon erheblich, habs interessehalber ca 1 Stunde lang tropfen lassen, das ergab schon ein halbes Schnapsglas voll.
    => Verschraubung nachgezogen, jetzt tropft nix mehr und der Wasserfleck trocknet jetzt hoffentlich ab.


    Trotzdem Danke fuer die Hilfe, immerhin weiss ich jetzt auch, dass so ein Speicher auch deutlich laenger halten kann...

  • und ich hatte ihn in Gedanken schon auseinander gesägt. :lol:


    Zur Lebensdauer, der Speicher kann problemlos viele Jahrzehnte halten, und damit meine ich nicht nur 10 oder 20 Jahre. Je nach Wasserqualität (Härte etc.) sollte man aber die Wartung nicht vergessen. Gerade bei Speichern die mit hoher Heizwassertemperatur betrieben werden, kann Kalk zum Problem werden.
    Wer so eine Wartung selbst durchführen möchte, sollte aber wissen was er tut, schließlich geht es hier um Trinkwasser. Es versteht sich von selbst, dass man auch das notwendige Material (inkl. Ersatzteile wie Dichtungen) griffbereit haben sollte. Im Zweifelsfall immer einen Fachbetrieb beauftragen, und vorher die Kostenfrage klären.

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  • Das Thema Entkalkung werd ich dann bei der naechsten Wartung mal ansprechen. Ist vermutlich noch nie gemacht worden. Zumindest ist nix dokumentiert, und unsere Vorbesitzer haben alle Wartungen eigentlich dokumentiert...


    Da ich schon gedanklich und auch praktisch nach neuen Speichern gesucht hab, wuerde mich interessieren wie es eigentlich mit der Energieeffizienz der alten Teile bestellt ist. In den Unterlagen unseres Speichers findet sich ja leider nix zum Waermeverlust. Gibts da Erfahrungen? Ich vermute fast dass es sich einem derart kleinen Speicher nicht lohnt, ihn nur aus Energie-Ueberlegungen zu tauschen.

  • In den Unterlagen unseres Speichers findet sich ja leider nix zum Waermeverlust. Gibts da Erfahrungen? Ich vermute fast dass es sich einem derart kleinen Speicher nicht lohnt, ihn nur aus Energie-Ueberlegungen zu tauschen.

    Wenn ich mich richtig erinnere, dann habe ich in einem Datenblatt etwas von 1,x [definition=38,0]kWh[/definition] pro Tag gelesen....


    Ich hab´s gefunden. Bei 20°C Raumtemperatur und 60°C WW-Temperatur beträgt der Bereitstellungsverlust 1,2kWh pro 24h. Deswegen würde ich den Speicher niemals austauschen, denn verantwortlich für diese Verluste ist die Form des Speichers UND dessen Dämmung.
    d.h. Wenn Du die Verluste reduzieren möchtest, dann einfach den Speicher noch einmal in Dämmung einpacken. Das kann man einfach selbst erledigen, und Mineralwolle kostet jetzt nicht die Welt.

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  • Trotzdem Danke fuer die Hilfe, immerhin weiss ich jetzt auch, dass so ein Speicher auch deutlich laenger halten kann...

    Und die Grenzen des Internets kennst Du jetzt auch. Das Netz kann Vieles, aber Deine eigenen Sinne kann es nicht ersetzen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow