Einlagige hochpolymere Abdichtung flicken

  • Moin Kollegen, moin Leser,


    der Titel verrät die Frage eigentlich ja schon. Mich würde interessieren, wie hier gerade die baupraktischen Nutzer mit dem Thema umgehen hochpolymere Abdichtungen auszubessern. Fallbeispiel:


    Abdichtung liegt schon mehrere Jahre, Hersteller eher unklar und Unterlagen geben jetzt auch nicht sonderlich viel her.


    Bei Schäden ist daher ja oft die Frage, wie fachgerecht Instandsetzen? Nun befinden wir uns ja in einem Gebiet in der Chemie und das Zusammenspiel unterschiedlicher Werkstoffe eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Klar kann man jetzt eine Probe im Labor beproben lassen - bei Unklarheit. Wie macht ihr es aber auf der Baustelle? Flüssigkunststoff? Haftprobe mit unterschiedlichen Material? Bitumenflicken? Schlagt ihr bei Euren Dächern Marken an, auf dem Material und Erstellungszeitraum+ Firma drauf stehen?


    An unsere Juristen: Wie sieht das haftungstechnisch aus, wenn wir zum Flicken ungeeignetes Material verwenden, dass sich nach relativ kurzer Zeit voneinander abstoßen?

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Schlagt ihr bei Euren Dächern Marken an, auf dem Material und Erstellungszeitraum+ Firma drauf stehen?

    Eigentlich sollte der Besitzer schon wissen wann und von wem das Dach gemacht wurde , beim dem mit was könnte das in der Rechnung stehen .
    zumindest wenn es noch nicht so ewig her ist .
    Ich vermute mal , Du meinst nicht nur ausschließlich Bitumendächer ?

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Moin,


    heißes Eisen das Thema.....
    Sehr oft wissen die Kunden nicht mehr, welche Bahn es ist/war, Rechnungen meistens auch nicht mehr da, es gibt da die üblichen Verdächtigen. Aber bevor wir was aufschneiden machen wir immer eine Probeschweißung mit einem Streifen einer Bahn die sich nach Recherche vertragen. [definition=65,0]FSK[/definition] haben wir auch schon gemacht, aber meistens ( je nach Alter und Zustand ) macht nur einmal runter und neu wirklich Sinn.

  • Eigentlich sollte der Besitzer schon wissen wann und von wem das Dach gemacht wurde , beim dem mit was könnte das in der Rechnung stehen .zumindest wenn es noch nicht so ewig her ist .

    Ich glaube, das wäre schon eher der Idealfall. Würde es tatsächlich helfen, wenn ich als Kunde sagen könnte, "das hat der Kollege xyz vor x oder xx Jahren gemacht "?


    Gibt es die Firma überhaupt noch? Und wenn ja, wissen die tatsächlich noch, was sie damals wo verarbeitet haben? Wer setzt sich hin und kramt in den alten Buchhaltungen nach, sofern die Belege überhaupt zugeordnet werden können?


    Ich habe gerade mal nachgeschaut, Garagendach neu abgedichtet, vor 10 Jahren. Auf der Rechnung finde ich keine Daten, welches Material genau verarbeitet wurde. Wenn ich den Handwerker nach so langer Zeit anrufen würde.....Ich glaube nicht, dass er mir sagen könnte, was er damals verarbeitet hat.

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  • Ich vermute mal , Du meinst nicht nur ausschließlich Bitumendächer ?

    Steht doch da :P Sonst hätte da Bitumen gestanden ;)



    macht nur einmal runter und neu wirklich Sinn.

    Bei >20 Jahre okay aber nach 10-15 Jahren wirst das dem Kunden ja kaum begreiflich machen können. Der Idealfall ist natürlich, der Kunde hat noch Reste von der Bahn rumliegen. Wenn es größere Schäden sind, ist der Aufbau darunter ja meist auch hin. Wenn jetzt aber mal nachträglich was hergestellt werden soll (Kabeldurchführung o. ähnliches) wird es ja schon etwas spaßig. Da machst ja auch keine "kleinen" Löcher.


    Ich finde es z. B. echt schwierig PVC von PVC-P zu unterscheiden und sämtliche Bahnen auf Lager haben?

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  • Ich kann nicht Alles auf Lager haben. Da wird dann halt mit Grundierung und Flüssigkunststoff repariert

    Hast du da bis jetzt gute Erfahrungen mit gemacht? Hinsichtlich alter, verwitterter Oberflächen? Fläche erst mit Reiniger (MEK o. ä.) gereinigt, angeschliffen leicht und dann normale Grundierung oder doch noch etwas Quarzsand mit rein?

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  • Ich hatte mal eine Kamindurchführung durch ein Kunsstoffbahnendach aus DDR -Zeiten mit [definition=65,0]FSK[/definition] abgedichtet , nachdem der Errichter ( vielleicht war das Verschließen auch eine Eigenleistung ) des Edelstahlkamins das mit fragwürdigen Versuchen( mit vermutlich Heißbitumen ) nicht Dauerhaft dicht hinbekommen hat . Zumindest hat es einige Jahre mit dem Bitumen gehalten.
    Mit dem [definition=65,0]FSK[/definition] hält es nun schon 5Jahre , das ist natürlich auch noch keine lange Zeit , aber die damals einzige mögliche Lösung , da der Kamin auch nur ca 10 cm von der Wand weg war , und das Folienmaterial nicht mehr identifizierbar war . Selbst wenn , gäbe es das Produkt eh nicht mehr .

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