Fussbodenheizung auf Holzdielen/Holzbalken

  • Halllo,


    ich habe ein Haus aus den 50er und möchte im Zuge der Kücheneinrichtung die Heizung in der Küche erneuern. Die alte ist ca. 20cm tief und nimmt somit zuviel Platz.


    Leider ist in der Höhe nur ca. 2,5cm Platz bis zu Tür. Somit bin ich bei [definition=30,0]FBH[/definition] auf Trockensysteme beschränkt.


    Den Boden habe ich nun bis auf die Holzdielen freigemacht. Die Holzdielen sind auf den Holzbalken genagelt. Die Holzdielen sind ca. 5 cm breit, 100 cm lang, 2,5cm dick und weisen einen guten Zustand auf.


    Zwischenraum scheint mit Schlacke/Torf gefüllt zu sein.


    Nun möchte ich den Boden für eine Fussbodenheizung bereit machen.
    Meine Idee ist wie folgt:


    Holzbalken-Holzbalken-FBH--Vinylboden


    Meine Sorge ist, dass die Heizung die Dielen und Balken heizen könnte statt die Wärme nach oben abzugeben. Hat jemand eine Idee,wie ich am besten vorgehe? Gibt es evtl. Anbieter mit guter Dämmung, die bereits in Verlegeplatte eingebaut wäre? Mit Verlegeplatten meine ich die Platte, in welche die Heizungsröhre verlegt werden.

  • Gleich mal das Böse vorweg: Mit 25 mm wird das nichts. Selbst wenn Du die Dämmung weglässt. Was ist denn unter der Küche? Beheizter Raum?


    Schon über Alternativen nachgedacht? (Nein, nicht die für Deutschland!)


    Ich nehme an, Du hast einen dicken Gussheizkörper unter dem Fenster und willst jetzt die Küchenmöbel bis unter das Fenster stellen?
    Dann könntest Du den durch einen entspr. dimensionierten Flachheizkörper ersetzen und die Unterschränke davor stellen.
    Zwischen Wand und Arbeitsplatte lässt Du farbig passende Lüftungsgitter ein und die Blende unter den Schränken ist 2 cm flacher als der Abstand Fußboden-Schrank. So kann die Luft zirkulieren und die Konvektionswärme sich im Raum verbreiten.
    Einfach mal drüber nachdenken...




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • in der Höhe nur ca. 2,5cm Platz bis zu Tür. Somit bin ich bei [definition=30,0]FBH[/definition] auf Trockensysteme beschränkt.

    Da schließe ich mich Thomas an, das wird nichts. Allein der Oberbelag nimmt davon grob 10mm in Anspruch, also bleiben 15mm übrig. Das reicht nicht für Rohr + Lastverteilung, geschweige denn für für eine (Wärme)Dämmung darunter.
    Selbst bei Systemen die auf Kante genäht werden, brauchst Du 8mm Rohrüberdeckung, von richtigem "Estrich" ist dann schon lange keine Rede mehr, und somit blieben von den 15mm nur noch 7mm für das [definition=30,0]FBH[/definition] Rohr übrig. So ein Rohr hätte einen Innendurchmesser, den müsste man mit der Lupe suchen.


    Erschwerend kommt hinzu, dass der Unterbau (Holzbalken) zwar tragfähig sein könnte, aber im Vergleich zu einem Betonboden federn kann. Es ist vorhersehbar, dass so eine [definition=30,0]FBH[/definition] nicht alt werden wird.


    Hier käme wohl nur eine el. [definition=30,0]FBH[/definition] in Frage, die ich aus Betriebskostengründen als Vollheizung nicht empfehlen würde, oder eine Sonderkonstruktion die auch eine Änderung an den Balken notwendig macht. Den Aufwand (und die Kosten) kann man nur erahnen.


    Eine Wandheizung ist in Küchen meist nicht sinnvoll, da sowieso zu wenig Wandfläche für Schränke zur Verfügung steht.


    Ich würde einmal überlegen, ob man überhaupt eine große Heizfläche benötigt. Das zeigt sich, wenn mehr Infos zum Raum (Abmessungen, Heizlast) bekannt sind. Denkbar wäre dann vielleicht ein Typ 22 Heizkörper (ca. 1ocm tief + etwa 3cm Abstand zur Rückwand), den man mit einem Lüfter unterstützt, also quasi eine Art Gebläsekonvektor. Dadurch lassen sich die Abmessungen des Heizkörpers ein bisschen reduzieren.


    Solche Lösungen können aber immer nur Kompromisse sein.

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  • Die Überlegungen der Vorschreiber zur [definition=30,0]FBH[/definition] kann ich nur unterstützen.( Aufbauhöhe zu gering, problematisch durch Bewegung des FB)


    Und ja: ohne eine vernünftige Mindestdämmung heizt Du den Raum darunter bzw geht Dir (zu)viel wertvolle Wärme verloren.


    Ich würde noch zwei Ideen bzgl Heizkörpern einbringen:


    a) Einen „klassischen“ schmalen kleinen an eine Wandfläche, falls da was frei ist. HK müssen nicht zwingend sich am Boden befinden


    b) Fall der Grundriss siwas zulässt: HandtuchHK hinter den Türaufschlag ( praktisch für Geschirrtücher)

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Meine Sorge ist, dass die Heizung die Dielen und Balken heizen könnte statt die Wärme nach oben abzugeben. Hat jemand eine Idee,wie ich am besten vorgehe?

    Deine Sorge ist vollständig berechtigt! Wende Dich daher an einen Profi, der sich mit derartigen Sachverhalten auskennt und hierfür auch eine wirtschaftliche Haftung übernimmt!

  • Es gibt auch ein angenehmes Leben ohne [definition=30,0]FBH[/definition]. Was die Lösung angeht, kann ich meinen Vorredner nur anschließen. Thomas hat doch brauchbare Lösungen aufgezeigt.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Es gibt auch ein angenehmes Leben ohne [definition=30,0]FBH[/definition]. Was die Lösung angeht, kann ich meinen Vorredner nur anschließen.

    Korrekt!
    Bei Neubauvorhaben kommt man allerdings meist nicht ohne große Heizflächen aus, insbesondere, wenn der Wärmeerzeuger eine WP ist(=>geringe VLT).
    Bei EFH mit Satteldach bieten sich oftmals im DG alleinig oder als Ergänzung Flächen in der Dachschräge oder Abseiten an, die anderweitig funktional nicht genutzt werden.
    Die sind wesentlich flinker, als konventionelle FB Heizflächen.
    Insbesondere in Bädern, Gäste-WC und Küchen sind FB Flächen vorhanden, die keinen oder nur einen marginalen Anteil zur Raumbeheizung bei energetisch sinnvoll niedrigen System-VLT beitragen können.

  • ... Profi, der ... hierfür auch eine wirtschaftliche Haftung übernimmt!

    Was soll daran besonderes sein? Alle freiberuflich tätigen unabhängigen Planer haften bei marktüblichen Vertragsbedingungen für ihr (Plan-) Werk.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Alle freiberuflich tätigen unabhängigen Planer haften bei marktüblichen Vertragsbedingungen für ihr (Plan-) Werk.

    Was sind marktübliche Vertragsbedingungen?
    Mir ist kein anderer Fall bekannt, wo Anbieter für die Energieeffizienz (Verbrauchskosten, Co2 Emissionen) => Anlagenaufwandszahl der Anlagentechnik eine Haftung übernehmen.

  • Mir ist kein anderer Fall bekannt,

    Welcher Fall ist Dir denn bekannt? Der Deiner faulen Werbesprüche (Nehmt mich, ich in toll, weil ich behaupte zu haften)


    Natürlich kann man versuchen, diese Haftung auszuschliessen, aber das ist seltenst erfolgreich.
    Wenn also jemand sagt, Unter denundden Rahmenbedingen wird die Anlage soundsoviel verbrauchen +- normale Schwankungsbreite dann haftet er/sie auch für diese Aussage.


    Wenn denn die Rahmenbedingungen eingehalten sind.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Wenn also jemand sagt, Unter denundden Rahmenbedingen wird die Anlage soundsoviel verbrauchen +- normale Schwankungsbreite dann haftet er/sie auch für diese Aussage.

    Genau so ist es. Das mussten auch schon einige Hersteller lernen, nachdem sie ihren Kunden Einsparungen versprochen hatten. Ich erinnere nur mal an die berühmten 30%.

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  • Wenn also jemand sagt, Unter denundden Rahmenbedingen wird die Anlage soundsoviel verbrauchen +- normale Schwankungsbreite dann haftet er/sie auch für diese Aussage.

    Korrekt. Es geht sogar noch einfacher, indem die Anlagenaufwandszahl definiert wird. Die lässt sich im praktischen Betrieb relativ einfach mittels WMZ überprüfen.