Abdichtung unter flachen Duschwanne in Holzständerhaus mit FBH

  • Hallo zusammen,


    Achtung dies wird ein Thread, der von gewissen Leuten wieder zerrissen wird. Aber ich versuchs trotzdem mal:


    In meinem Neubau in Holzständerbauweise soll eine flache Duschwanne (Mineralguss) fliesenbündig ins Bad eingebaut. Dazu soll der Estrich an dieser Stelle ausgespart werden und die Duschwanne auf einem Gestell montiert werden. Der Rohfußboden ist in diesem Fall eine Massivholzdecke. Die Fußbodenheizung soll ebenfalls unter der Duschwanne verlegt werden, um mehr Fläche mit erschlossen zu haben. Nun mache ich mir allerdings Gedanken, wie die Abdichtung unter der Duschwanne aussehen kann/soll/muss.


    Meine bisherige Recherche gab immer unterschiedliche Aussagen. Muss man machen / muss man nicht machen / haben wir noch nie gemacht. Und bei Freunden, die erst in Holzständerbauweise gebaut haben, wurde unter der Duschwanne auch nicht abgedichtet. Und die haben es nicht selber gemacht, sondern vom Profi. Allerdings frage ich mich dann, ob das so professionell gemacht worden ist. Deswegen versuche ich es mal hier. Die DIN-18534-1:2017-07 habe ich mir auch schon angeschaut, aber nicht fündig geworden für meinen Fall. Mir ist klar, dass so eine schadensträchtige Arbeit nicht vom Laien durchgeführt werden soll, was auch grundsätzlich nicht mein Plan ist, aber wenn man das Gefühl hat, dass sog. Profis, die man bisher gefragt hat, es auch nicht richtig machen, muss man nach anderen Lösungsmöglichkeiten suchen.
    Zum Thema folgende Anliegen/Fragen:


    1. Laut einem Hersteller von Wannendichtbändern soll der Bereich unter der Duschwanne ebenfalls abgedichtet werden, dazu soll eine Kunststoff-Zementmörtel-Kombination verwendet werden, weil sich Kunststoffpolymerabdichtungen bei stehendem (was natürlich absolut zu vermeiden ist) Wasser auflösen sollen.


    2. Wie soll die Abdichtung unter der Duschwanne bei Holz gemacht werden? Kunststoff-Zementmörtel-Kombination wird man vermutlich nicht auf Holz auftragen können.


    3. Da das Untergestell vermutlich zu niedrig ist, muss dieses dementsprechend erhöht werden. Könnte man diese Erhöhung dann aus einem Material machen, auf das man die Kunststoff-Zementmörtel-Kombination auftragen kann?


    4. Kann es überhaupt funktionieren, dass die Fußbodenheizung unter der Duschwanne verlegt wird und dass richtig abgedichtet werden kann? Wo kann dann die Abdichtung angeschlossen werden?


    5. Sollte im Holzständerhaus der gesamte Fußboden unter den Fliesen abgedichtet werden?


    Anbei eine Skizze.
    Vielen Dank

  • Du musst ja verhindern, dass die Wärmedämmung nass wird.
    Die Abdichtung muss also weiter oben angeordnet werden.


    Normalerweise kommt die Abdichtung auf den Estrich unter die Fliesen.
    Warum ziehst Du Estrich und Fliesen nicht in den Duschbereich?


    Gefälleestrich im Duschbereich kann man dann mit einem chemisch modifizierten Schnellzementestrich ausführen (z.B. Thermorapid o.ä.)

  • efälleestrich im Duschbereich kann man dann mit einem chemisch modifizierten Schnellzementestrich ausführen (z.B. Thermorapid o.ä.)

    Wir wollen ja keine geflieste Dusche, sondern eine sehr flache Duschwanne, deswegen wird man ja kein Gefälle-Estrich benötigen. Klar, man könnte die Duschtasse auch in Mörtel setzen, aber abdichten muss man dann trotzdem.

  • Prinzipiell ist es das gleiche Thema, ob nun die Duschtasse oder gefliest. Bei Fliesen kommt dann diese Thematik beim Ablauf.


    Es gibt noch das Thema Trittschallschutz.....


    Wozu sind die 8 cm Dämmung?
    Was passiert an den Stellen, an die Füße alles Durchdringen?
    Wie wird die Duschtasse abgekoppelt? Oder pappt die alles zusammen, auch wenn es nicht zusammen sein soll?
    Worauf fliegt die Tackerplatte unter der Duschtasse?

    Nachdenken kostet extra!

  • Alles Banane, oder anderst gesagt, alles Krum.


    Mein Laienwissen , gemischt mit Bauerfahrung ohne Bezug auch Gewisse [definition=25,0]DIN[/definition]´s.


    Mir ist bekannt, das Tragwerk (dazu zählt deine Balkenlage des Bodens) Grundsätzlich vor möglichen Schäden durch Feuchtigkeit zu Schützen ist.
    Meist, so kenn ich es von vielen Holzbauhausfirmen, wird dazu alles unterhalb der Wanne komplett abgedichtet. Dazu zählen auch Durchdringungen von Ablauf- und Wasserleitungen.
    Es wird sozusagen eine Wanne unter der Wanne ausgebildet. Ob Diese Sicherheitswanne sich über das ganze Bad erstreckt oder nicht, ist erstmal zweitrangig. Wichtig sind, das die Wandanschlüsse und Durchdringungen sauber eingefasst werden.


    Deine Duschwanne, welche auch immer, gibt eigentlich vor, wie die Montage zu erfolgen hat. Entweder auf den Estrich, oder auf den Rohboden. Bei jedem System gibt es eine spezielle Art der Abdichtung von Wannenrand zur Wand bzw Bodenseite. Das soll dir entweder deine Fachfirma sagen, oder der Hersteller der Duschwanne.


    Ob du dann noch eine Abdichtung zwischen Estrich und Fließe brauchst, hängt von vielen anderen Faktoren noch ab die nicht bekannt sind.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Wozu sind die 8 cm Dämmung?

    Das ist der Fußbodenaufbau im gesamten Stockwerk. Dort sind Leitungen, Leerrohre und Lüftungsrohre untergebracht.

    Was passiert an den Stellen, an die Füße alles Durchdringen?

    Das ist ja auch die Frage. Wenn eine Wanne unter der Wanne gemacht wird, stehen diese Füße auf dieser "Wanne". Ist nur die Frage, auf welcher Ebene die Abdichtung gemacht wird.

    Wie wird die Duschtasse abgekoppelt? Oder pappt die alles zusammen, auch wenn es nicht zusammen sein soll?

    Wie meinst du das? Von der Wand abgekoppelt? Da gibts doch die Wannendichtbänder mit Schalldämmstreifen. Oder meinst du was anderes?

    Worauf fliegt die Tackerplatte unter der Duschtasse?

    So wie skizziert, liegt sie bisher auf den 8cm Dämmung auf. Diese Dämmung wurde dann in der Wanne unter der Wanne sein. Die [definition=30,0]FBH[/definition] unter der Duschtasse ist auch kein absolutes muss, wenn es nicht umsetzbar ist

  • Die Füße der Duschtasse: worauf stehen die?!? Also durchdringen die alles und pappen es Schalltechnisch zusammen.


    Es gibt schon Lösungen. Siehe alle Hersteller von Duschelementen und Bodenabläufen.


    Die Variante mit der durchlaufenden Tackerplatte ist neu. Also ran und lösen mit allen Aspekten

    Nachdenken kostet extra!

  • Die Füße der Duschtasse: worauf stehen die?!? Also durchdringen die alles und pappen es Schalltechnisch zusammen.

    Da die Füße wie es aussieht, zu niedrig sind, um auf dem Rohfußboden zu stehen, müssen die erhöht werden.
    Warum sollten die Füße denn stehen?

  • Wenn das hier eine Online Planung werden soll:


    Zitat von Nutzungsbedingungen §9.1

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    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ob die Füße zu kurz sind , ist dein kleinstes Problem.
    Viel viel wichtiger ist, das dein Bauwerk vor Feuchtigkeit geschützt wird.
    Bevor du dir den Kopf zermarterst, was man mit den evt. zu kurzen Füßen macht, ist die Thematik der Abdichtung viel wichtiger. Die Abdichtung ist doch das A & O und muss passen.
    Sprich das mit deinen Gewerken ab, Fließe, Estrich, Elektro, Sani, Heizi, Damit ihr auf einen Nenner kommt und das es kein Beschädigungen durch die Gewerke gibt.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Die Kombination von durchlaufender [definition=30,0]FBH[/definition] und Abdichtung unter der Duschwanne funktioniert nicht. Allenfalls müsste der gesamte Badbereich als Wanne mit eigenständiger Entwässerung ausgebildet werden. Da wird dann allerdings die Ausbildung der Türschwelle mir ihren Rohrdurchdringungen spannend.
    Bisher habe ich noch jedem Bauherrn diesen häufig vorgebrachten Wunsch ausreden können.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Die Kombination von durchlaufender [definition=30,0]FBH[/definition] und Abdichtung unter der Duschwanne funktioniert nicht. Allenfalls müsste der gesamte Badbereich als Wanne mit eigenständiger Entwässerung ausgebildet werden. Da wird dann allerdings die Ausbildung der Türschwelle mir ihren Rohrdurchdringungen spannend.
    Bisher habe ich noch jedem Bauherrn diesen häufig vorgebrachten Wunsch ausreden können.

    Aber ist es nicht so, dass wenn man eine Wanne unter der Wanne macht bspw. das Abwasserrohr auch durch die untere "Wanne" muss und dementsprechend (Manschetten) abgedichtet wird. Könnte man die FBH-Rohre nicht auch durch Manschetten abdichten?

  • Nehme mal ein Blatt Papier, einen Stift und zeichne das Esemble räumlich auf inkl. Bodenablauf.
    Dämmerts? Was sich alles durchdringen muss? Dann Schallschutz und kommt ggf. das Thema Entkopplung bei unterschiedlichen Verformungen?


    RD: Anleitung zur Selbsthilfe. Den Rest muss er selbst lösen. Da er selbst ausführt, kann er die Bedenken auch selbst beiseite wischen oder ernst nehmen.


    M.M.: die [definition=30,0]FBH[/definition] im Bad gehört eh ausgeredet. Und wenn unbedingt, Elektromatte.

    Nachdenken kostet extra!

  • Nö insgesamt.
    Weil:
    - idR. Grundfläche zu klein
    - der Wunsch nach deutlicher Fusswärme Vorgabe ist
    - bei jeder Änderung man die Rohre am Wickel hat
    - kaum sinnvolle Grundrissgeometrie.
    Ergo: Quadratur des Kreises.

    Nachdenken kostet extra!

  • inkl. Bodenablauf.

    meinst du damit den Ablauf für die "Wanne" unter der Duschwanne? Schreibt das die [definition=25,0]DIN[/definition] vor? Ist klar, dass das Wasser, welches an der evtl. irgendwann mal undichten Duschwanne, durchdringt, sonst in der gebauten "Wanne" stehen bleibt. Aber wirrd das wirklich so gemacht?

  • Ähm, wohin läuft das Duschwasser ab? Steigt als Nebel auf?
    Der Ablauf mit Siphon hat eine größere Höhe als dein Estrich inkl. Tackerplatte. Dann kommt noch der Rohranschluss senkrecht nach unten oder seitlich.
    Das piekst durch die Schichten, bildet einen Hohlraum, wird vergossen oder sonst was.

    Nachdenken kostet extra!

  • Ich löchere noch weiter mit meinem Fragen :-)
    Wie ist es denn, wenn die erste Abdichtungsebene (Wannendichtband etc.) versagt und Wasser in die untere "Wanne" läuft und dort unbemerkt stehen bleibt oder durch eine Undichtigkeit sogar in die Wandkonstruktion eindringt. Wäre es dann salop gesagt nicht besser, eine Art Solltropfstelle zu installieren, wo man das Wasser dann auf der Unterseite der Massivholzdecke sieht und darauf schnell reagieren kann?

  • uiuiuiii.
    Solltropfstelle und Sollbruchstelle... naja, brauchts sowas im Haus?
    Die zweite..untere ebene ist genau dafür da um das zu verhindern..

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Solltropfstelle und Sollbruchstelle... naja, brauchts sowas im Haus?
    Die zweite..untere ebene ist genau dafür da um das zu verhindern..

    Eine Sollbruchstelle ist nicht gewollt. Und alle Eventualitäten sind eh nicht abgedeckt.
    Benötigt die zweite Abdichtungsebene dann zwangsläufig eine Unterflurentwässerung?

  • In Absprache mit Architektin und Bauleitung wurde damals beim Kunden von mir über der Holzbalkendecke absichtlich keine Wanne unter den Fliesen, der Wanne etc ausgebildet. Tenor : Wenn Wasserschaden, dann sofort sichtbar im Erdgeschoß. Hat im Ernstfall 2 Jahre später dann auch funktioniert.


    Vielleicht doch auf Bodengleiche Fliesen umschwenken?

  • also nach Nachfrage bei So**o ergab sich, dass man entweder Wannendichtband ODER Abdichtung unter der Wanne mit Abdichtbahn machen muss.
    Wie soll man da, vor allem als Laie, wissen was nun richtig ist.

  • Ich hoffe, der Denker hat daran gedacht, sich das vom Bauherren freizeichnen zu lassen, damit er aus der Haftung ist, wenn die Decke gammelt.
    Ausserdem wird das wohl keine Massivholzhdecke gewesen sein.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • also nach Nachfrage bei So**o ergab sich, dass man entweder Wannendichtband ODER Abdichtung unter der Wanne mit Abdichtbahn machen muss.
    Wie soll man da, vor allem als Laie, wissen was nun richtig ist.

    Deswegen Fachfirma...


    Und ich bezweifle ganz Stark daran, das es reicht, nur ein Wannendichtband einzusetzten. Denn nicht nur der Wannenrand birgt Gefahr für Undichtigkeit, die schleichend vorangeht....

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  • Ausserdem wird das wohl keine Massivholzhdecke gewesen sein

    Richtig, wie ich schon schrieb, Holzbalkendecke.


    Nur zum Verständniss, die üblichen Dichtebenen wurden ausgeführt, es gab aber die Diskussion, ob es eine zweite "komplette" Wanne geben sollte. Und es gab die gleichen Fragen, die jetzt in diesem Thread auftauchen, vor allem der Detailpunkt der "kontrollierten Entwässerung" der Wanne.


    Insgesamt sollte bei penibler Ausführung der Dichtebenen erstmal davon ausgegangen werden, daß dies dann den alltäglichen Lastfällen genügt.


    Eine 2. Sicherheitsebene unter allem wäre allerdings gerade im Holzbau garnicht so uncharmant. :)

  • "kontrollierten Entwässerung"

    Dafür gibts durchaus Lösungen, die aber während der Ausführungsplanung (und nicht erst, wenn der Innenausbau beginnt) einiges an Hirnschmalz verbrauchen.


    Stichworte wären Geruchsverschluß, Rückstausicherung (sonst wir die Ent- zur BEwässerung <X ) , Leitungsführung, Belüftung der Leitung, ...

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