Wärmepumpe: welche Variante???

  • Hallo zusammen,


    ich bin ganz neu hier (und im Themenspektrum "Haus bauen").


    Immerhin haben wir uns für einen Fertig-Hausbauer (Holzständer) entschieden, stehen jetzt aber vor diversen Entscheidungen:
    a) [definition=36,0]KfW[/definition] irgendwas oder nur EnEV (da bin ich noch unentschlossen, muss mal sehen, was die Bank am Ende sagt)
    b) falls KFW: welche Variante zur Heizung??
    Standardmäßig bietet unser Anbieter die folgenden beiden Varianten an:


    1) Luft-Wasser-Wärmepumpe inkl. Lüftung & Fußbodenheizung:
    **keine Produktnennungen**


    2) Luft-??-Wärmepumpe inkl. Lüftung ohne Fussbodenheizung:
    **keine Produktnennungen**


    Unser Anbieter sagte, er empfiehlt Nr. 2 weil diese am besten zum Haus "passt" und auch weniger Energie verbraucht. Und eine Fußbodenheizung bei einer 300mm Bodendämmung auch nicht wirklich notwendig ist.


    Kann mir hier jemand etwas zu den Vor- und Nachteilen der beiden unterschiedlichen Systeme sagen?


    Besten Dank und viele Grüße,
    Andi

  • die zweite Variante ist eine Luft-Luft Wärmepumpe in Kombination mit einer Lüftung.
    Das ist eigentlich nur bei Häusern mit sehr niedrigem Energiebedarf empfehlenswert.


    Welche Heizleistung wird denn benötigt?
    Alternativ: Dämmstärke aller Bauteile + Fensterwerte

  • Hä?


    Einen Holzrahmenbau mit EnEV Mindestniveau bauen wäre wie, einen Prosche 911 mit einem Up-Motor zu betreiben.


    Und die Beheizung bestimmt sich nach dem Dämmwert der Hüllflächenbauteile, dem GEWÜNSCHTEN Bauteilaufbau und den möglichen Energiequellen.


    Ich rate zu Variante 3:
    Eine(n) vernünftige(n) Planer(in), die/der nicht bloß "Schublade auf, machen wir immer so" kann.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • die zweite Variante ist eine Luft-Luft Wärmepumpe in Kombination mit einer Lüftung.
    Das ist eigentlich nur bei Häusern mit sehr niedrigem Energiebedarf empfehlenswert.


    Welche Heizleistung wird denn benötigt?
    Alternativ: Dämmstärke aller Bauteile + Fensterwerte

    Dämmstärke (Bodenplatte, Außenwände,Dachboden): 300mm, Fenster: Ug-Wert 0,7

  • Variante 2 ist Unsinn, eine WP ohne [definition=30,0]FBH[/definition], davon kann man nur abraten. Bitte daran denken, dass eine WP auf der Heizkreisseite immer mit möglichst niedrigen Temperaturen betrieben werden sollte, da ansonsten der COP deutlich schlechter ausfällt, schlechter als er bei LWP ohnehin schon ist.


    Das hat auch nichts mit der Dämmung der Bodenplatte zu tun, was mich an der fachlichen Kompetenz des Verkäufers zweifeln lässt.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Variante2 währe was, wenn das Haus Richtung Passivhaus geht. Was dir dann fehlt, währe die Strahlungswärme der Fussbodenheizung (was von den meisten als angenehm empfunden wird auch wenn die VL Temp. nur zwischen 25-30°C liegt)

    Unser Anbieter sagte, er empfiehlt Nr. 2 weil diese am besten zum Haus "passt" und auch weniger Energie verbraucht. Und eine Fußbodenheizung bei einer 300mm Bodendämmung auch nicht wirklich notwendig ist.

    Wahrscheinlich verdient er da am meisten. Die [definition=30,0]FBH[/definition] ja/nein hat auch nichts mit der Dämmstärke der Bodenplatte zu tun.
    Wenn du schon den H'T, die Hüllfäch A, das Beheizte Bruttovolumen, Anzahl der Personen im Haus und dein Wunschtemperatur hättest könnte mann deinen Wärmebedarf abschätzen. Falls du die Werte schon kennst stell sie hier ein.
    Das ersetzt aber nicht die Heizlastberechung nach [definition=25,0]DIN[/definition] 12831. Diese solltes du vertraglich auch gleich festschreiben.


    Persöhnlich würde bei geringer Heizlast zur Variante 1 tendieren.


    ---------- 23. Januar 2018, 15:38 ----------


    Das hat auch nichts mit der Dämmung der Bodenplatte zu tun, was mich an der fachlichen Kompetenz des Verkäufers zweifeln lässt.

    2 Mann ein Gedanke :D

  • 3 Menschen 1 Gedanke


    ---------- 23. Januar 2018, 16:55 ----------


    Nachtrag: Zumindest was diese Aussage betrifft.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • Vielleicht noch einen Kommentar zur Variante 1.
    Es handelt sich hier um eine Abluft-Wärmepumpe, die der Abluft durch Abkühlung Wärmeenergie entzieht. Dadurch erreicht diese WP eine Heizleistung von knapp unter 2kW. Bevor man jedoch der Raumluft Energie entziehen kann, muss diese ja erst einmal erwärmt werden, und da es das Perpetuum Mobile nicht gibt, darf man sich fragen, woher diese Energie wohl kommt. Bei Wärmepumpen wird hierfür gerne ein el. Heizstab eingesetzt, der aber nur teuren el. Strom direkt in Wärme umsetzt. Selbst bei gut wärmegedämmten Gebäuden kommt da über's Jahr gesehen einiges an Stromkosten zusammen.


    Nicht vergessen darf man bei solchen Konzepten die Warmwasser Erzeugung, die bei einer Familie auch schnell mal einen Energieeinsatz von um die 3.000kWh p.a. erfordert. Bei 25Ct./[definition=38,0]kWh[/definition] für el. Strom kein billiges Vergnügen.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • a) [definition=36,0]KfW[/definition] irgendwas oder nur EnEV (da bin ich noch unentschlossen, muss mal sehen, was die Bank am Ende sagt)

    [definition=36,0]KfW[/definition] lohnt wegen der ohnehin schon hohen EnEV Anforderungen häufig tatsächlich nicht.

    b) falls KFW: welche Variante zur Heizung??

    Das ergibt sich aus dem [definition=36,0]KfW[/definition] Nachweis.

    Kann mir hier jemand etwas zu den Vor- und Nachteilen der beiden unterschiedlichen Systeme sagen?

    Ein abendfüllendes Programm. Sicher belastbar jedoch nur zu beantworten, wenn der tatsächliche Energie- und Leistungsbedarf für Heizung und WW bekannt sind.
    Das lässt sich im Rahmen einer Grundlagenermittlung relativ leicht abklären.

  • Das ergibt sich aus dem [definition=36,0]KfW[/definition] Nachweis.

    Du zäumst den Gaul von hinten auf. [definition=36,0]KfW[/definition] Nachweis wird nötig, wenn man [definition=36,0]KfW[/definition] Mittel beantragt und folgt aus dem EnEV Nachweis, in den eingetragen wird, was im Rahmen der Planung für Hüllfläche und Beheizung festgelegt wird!


    Mensch, erzähl nicht immer so einen Murks.



    [definition=36,0]KfW[/definition] lohnt wegen der ohnehin schon hohen EnEV Anforderungen häufig tatsächlich nicht.

    Zwischen den verschiedenen KfW-Stufen und EnEV Mindestanforderung liegen weite Felder.
    Und bei einem HRB, wie ihn der TE will, ist eine Ausführung oberhalb der EnEV-Minimum-Lösung relativ simpel und preisgünstig zu machen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen