Anschluss / Einbindung des Boilers

  • Hallo zusammen,


    bei uns im Haus wurde, zwei Jahre bevor wir es gekauft haben, ein neuer "Boiler" installiert. Die Einbindung an die bestehenden Rohre war mir eigentlich schon immer etwas suspekt.....tja und nun ist es undicht.


    Anbei sind 2 Bilder, einmal der Kaltwasseranschluss/Eingang und einmal der Warmwasseranschluss/Abgang. Die Verbindung am Ausgang ist nun undicht, auch ein "Nachziehen" bringt keinen Erfolg.


    Da mir die ganze Konstruktion eh komisch vorkommt und ich eigentlich den Querschnitt der Röhrchen, die zum Verbinden genommen worden sind, zu klein einschätze, frage ich nun hier um Rat.



    Ist die Konstruktion überhaupt so fachmännisch / zulässig?
    Passt der Querschnitt der "Röhrchen"? (dran hängt ein Einfamilienhaus mit 2x Duschen + 4 x Warmwasserabnahmestellen(Waschbecken, Küche usw))
    Ist hier nicht auch das Thema "Elekrolyse" zu beachten?
    Wie bekomme ich das wieder Dicht ohne gleich sämtliche Rohre mit tauschen zu müssen?


    Vielen Dank für Eure Antworten.


    Beste Grüße
    Andreas

  • Mit Boiler meinst Du einen Warmwasserspeicher? Wieviel Liter? Oder einen Durchlauferhitzer?


    1/2" wäre schon ausreichend, zumindest so lange die Entfernungen zu den Zapfstellen nicht zu groß sind.


    Ein Bild mit Maßstab wäre hilfreich.


    Am einfachsten kommt man wohl mit Gewindefittings und einer flachdichtenden Verschraubung zum Ziel.

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    .

  • Also:
    Diese vernickelten/verchromten Rohre sind beschichtete Kupferrohre. Ich sehe am unteren Bildrand die (vermutlich) Kaltwasserleitung als verzinktes Stahlrohr.
    Evtl. sind da (kann man schlecht sehen) auch noch weitere Kupferrohre in dem Rohrgewürge und in dem "Boiler".
    Verzinkte Leitung und Kupferleitung veertragen sich nicht und sind daher (unabhängig vom Rest) ohnehin Pfusch.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Der Rohrquerschnitt sieht gewöhnungsbedürftig aus, dürfte aber kein großes Problem sein.
    Allzu groß dürfte die Schüttleistung des 80(?) l Elektro-WW-Speichers ohnehin nicht sein.


    Das eigentliche Problem ist die fehlende Passgenauigkeit zwischen den nivht dafür vorgesehenen Rotgussfittingen und den Eckventilverschraubungen sein. Ein Installateur bekommt das für kleines Geld gebacken, ohne gleich eine Komplettsanierung daraus zu machen.


    Zur elektrochemischen Korrosion wäre es wichtig zu wissen, ob nach Kupfer (ich sehe nur unschädliche verchromte Kupferröhrchen) noch verzinktes Stahlrohr in Fließrichtung kommt. So wie sich das auf den Fotos darstellt, wäre es unkritisch.
    Tritt doch mal einen Meter zurück und fotografiere mal den Knoten in seiner Gesamtheit.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • unschädliche verchromte Kupferröhrchen

    Die aber innen aus Kupfer sind, dass an den (wasserberührten) Schnittstellen freiliegt. Ja - zumindest anfangs nicht DIE Menge Kupfer, aber diese Verchromung ist auch eher in my zu messen.
    Ausserdem meine ich da auch noch andere Kupferleitung um die Ecke lugen zu sehen (hinter dem Bronzegussgewürge)

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  • ...Ausserdem meine ich da auch noch andere Kupferleitung um die Ecke lugen zu sehen (hinter dem Bronzegussgewürge)

    Darum fragte ich ja nach den weitergehenden Leitungen. Die Chromröhrchen allein sind wirklich ungefährlich.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Wahrscheinlich zwecks Platzmangel und fehlender Kentniss, wurde der Boiler beim Tausch Absolut Laienhaft angeschlossen.


    Für Solche E-Boiler gibt es saubere und auch Tauschbare Anschlusset.
    So wie das jetzt gebaut ist, wird das immer wieder zu Probleme führen.
    Boileranschlüsse sauber installieren lassen und dann ist gut.
    Das sind je nach Aufwand ca 0,5m Leitung je Anschluss und 3-5std arbeit.
    Natürlich open end. Wenn noc hSIcherheitseinrichtungen fehlen wirds noch kritischer, denn davon hab ich noch garnichts gesehen.


    Nein, das Kupferrohr sollte da nicht wirklich sein.
    Das sichtbare VZ Rohr ist Warmwasser. Ergo schlechte Idee.
    Auch wenn es nur wenig ist, es führt zu erhöhter Korrosion in allen nachfolgenden verzinkten Leitungen.!

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Vielen Dank erstmal für die vielen Antworten, ich versuche auf alle einzugehen….. :-)


    Mit “Boiler” meinte ich natürlich einen Warmwasser-Wandspeicher, dieser ist von Stibel Eltron und hat die genaue Bezeichnung “SHZ 120 LCD” und fasst somit 120 Liter.


    Die entfernteste Entnahmestelle ist ca 10 Meter (Leitung) weg, es handelt sich um einen Bungalow in L-Form, wo der Wirtschaftsraum im Keller ist und die Entnahmestellen wirklich sehr Zentral in der Nähe sind und sich auch nur ein Stock darüber befinden…… Bungalow eben…. :-)


    Ich habe nun noch mal Bilder von einem Meter Entfernung gemacht…….ich hoffe ihr könnt jetzt mehr Details bzw. das “große Ganze” sehen…… auf jeden Fall sind die ganzen Leitungen, vor und nach dem WW-Speicher, die alten verzinkten Stahlleitungen.


    Somit lese ich schon mal mein 1. Problem raus, da ja in Fließrichtung nach den “Pfuschröhrchen” wieder verzinkte Stahlleitungen kommen…….


    Was ist eigentlich mit den “Schrägsitzventilen” und den am WW-Speicher noch verbauten Fittings, die sind ja eigentlich auch nicht aus verzinkten Stahl sondern sicher eher aus Messing / Rotguss, wie verhält es sich da mit der elektrochemischen Korrosion?


    Zu den neuen Bildern, vom Ausgang des WW-Speichers geht es ja zu einem T-Stück und von da nach links und rechts zu den Entnahmestellen.
    Der Zulauf vom WW-Speicher rechts, geht über das “Pfuschröhrchen” zu dem Kugelhahn zur Entwässerung?! und dahinter kommt das “Kaltwasserrohr” direkt aus der Wand, auf dem 2. Bild sieht man das sicher etwas besser……


    Gelöst bekomme ich das Ganze nun in dem ich alles was so chromfarben aussieht raus reise und dann “Gewindefittings und eine flachdichtende Verschraubung” (was genau das auch heißt?! :-() einsetze?


    Und was ist mit “Sicherheitseinrichtungen” gemeint? Was genau würde denn da fehlen?


    Herzlichen Dank für eure Hilfe und Antworten……


    Gruß
    Andreas

  • Aaaalso: Rotguss und Messing ist unkritisch. Ebenso die Chromröhrchen. Das Kupfer, was da freiliegt, liegt in so homöopatischen Dosen vor, dass das Zink schon ganz ganz fest dran glauben muss, um ihm zu schaden.
    Verzinktes Rohr als WW-Leitung wird heute nicht mehr verwendet. Solange Du aber beim Zapfen nicht erst eine braune Rostbrühe ablaufen lassen musst, besteht noch lange keine Gefahr. Zuerst rosten die Fittinge und dann dauert es noch 3 Jahre, bis das erste Leck zu erwarten ist. Setz das Rohr aber auf die ToDoList für die nächste Badrenovierung.
    Was aber wirklich frevelhaft ist, ist die fehlende Absicherung des Speichers. Danke @chieff fürs Entdecken. Es fehlt der Rückflussverhinderer und das Sicherheitsventil in der Zuleitung.
    Das solltest Du zusammen mit dem Austausch der undichten Anschlüsse unbedingt kurzfristig nachrüsten lassen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Vor allem solltest Du den letzten Satz von ThomasMD beachten!
    Nicht selbst daran rumbasteln, hol Dir eine Sanitärfirma, die das komplett fachgerecht überarbeitet.
    Die vorhanden Installation scheint DIY zu sein.

    Grüsse Peter

  • So, jetzt habt ihr mich soweit... :-).... ich lass jetzt eine Sanifirma kommen, das alles ist mir doch ein wenig zu "heiß".........zu dem musste ich feststellen das auch kein Druckminderer in der Hauptleitung eingebaut ist und wenn ich die Verordnung richtig lese, ist es ja Pflicht?! ........Somit lass ich das auch gleich machen........ ich hoffe nur das mir hier keine Komplettsanierung der gesamten Wasserleitungen "dringend ans Herz gelegt wird"..... :-(


    Ich habe in den gesamten Hausunterlagen geschaut und eine Rechnung über den WW-Speicher gefunden........ der WW-Speicher wurde 06/2014 doch tatsächlich von einer Sanifirma eingebaut....... Gibt es da nicht eine Art Gewährleistung die bei Handwerkern über 5 Jahre geht? Macht es Sinn an die Firma ran zu treten, oder wird er max die Undichtigkeit mit den gleichen Röhrchen beheben und von den anderen Fehlern nichts wissen wollen? Den Aufwand mit Anwalt & Co würde ich mir bei den evtl. kleinen Kosten echt sparen wollen........zumal zieht sich sowas ja immer ewig hin, ich müsste ja wegen der Undichtigkeit bis zur Klärung jeden Tag fast 10 Liter Wasser wegkippen?!


    Beste Grüße
    Andreas

  • Grundsätzlich könnte die Gewährleistung je nach Vetrag 5 ([definition=19,0]BGB[/definition]) oder 4 Jahre ([definition=48,0]VOB[/definition]) laufen, der Mangel wäre also noch nicht verjährt...theoretisch. Ob man sich praktisch damit bei der Firma Gehör verschaffen kann, ist die andere Frage. Dazu kommt noch die Überlegung, was kann man von einer Firma, die so einen Murks abliefert, als Nachbesserung erwarten? Alles mit Klebeband abgedichtet und durch Bauschaum ummantelt? :D


    Einen Versuch wäre es, schon rein interessehalber, natürlich wert. Vielleicht wirst du auch mit einem überraschten Chef sprechen dem das äußerst peinlich ist, was seine Mitarbeiter da gebastelt haben. Dann könnte glatt noch was draus werden.

  • Grundsätzlich könnte die Gewährleistung je nach Vetrag 5 ( [definition=19,0]BGB[/definition]) oder 4 Jahre ( [definition=48,0]VOB[/definition]) laufen, der Mangel wäre also noch nicht verjährt...theoretisch.


    Nachdem der Boiler anscheinend nachträglich eingebaut wurde, handelt es sich wohl um einen Werkvertrag mit einer einzelnen Firma, und da der TE Privatperson ist, dürfte hier die [definition=48,0]VOB[/definition] wohl kaum vereinbart sein. Entscheidend dürfte sein, was/wie beauftragt war, und da würde ich unterstellen, dass der Kunde als Laie mit hoher Wahrscheinlichkeit Lieferung und Montage vereinbart hat.


    Die Unterscheidung ist wichtig, da der Kunde in diesem Fall wohl ein "Werk" bestellt hat, das fest mit dem Gebäude verbunden ist, und er neben Funktion auch eine fachgerechte Montage erwarten durfte. Das Fehlen von Sicherheitseinrichtungen würde nicht nur einer fachgerechten Montage widersprechen, sondern wäre ein gefährlicher Mangel. Der Mangel der sich zeigt tritt zudem nicht am Gerät selbst auf, sondern an der Installation, und diese (Rohrverbindung) müsste selbst ohne Wartung eine deutlich längere Lebensdauer aufweisen.


    Die Firma wird wohl darauf verweisen, dass es dafür nur 2 Jahre Gewährleistung gibt, allein schon deswegen, weil deren Lieferant mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nur 2 Jahre Gewährleistungen anbieten wird (Kaufvertrag). Der Mangel hat aber mit dem Hersteller des Boilers nichts zu tun.


    d.h. Die Firma müsste den Mangel an sich beseitigen.


    Aber Vorsicht, das hat mit den (notwendigen) Sicherheitseinrichtungen nichts zu tun. Man darf also nicht erwarten, dass die Firma jetzt kostenfrei alle diese Teile nachrüstet. Hier hat sich die Firma ein Ei gelegt, denn entweder es war vertraglich festgelegt, was und wie zu installieren ist, inkl. der Kosten, oder die Firma hätte den Boiler nicht installieren dürfen, da hier nicht nur die Gefahr eines Sachschadens besteht, sondern auch ein Personenschaden möglich ist.



    Ich habe in den gesamten Hausunterlagen geschaut und eine Rechnung über den WW-Speicher gefunden........ der WW-Speicher wurde 06/2014 doch tatsächlich von einer Sanifirma eingebaut..

    Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass eine Firma so etwas macht. Steht auf der Rechnung tatsächlich Lieferung und Montage? oder hat die Firma vielleicht nur geliefert?

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

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  • Einen Versuch wäre es, schon rein interessehalber, natürlich wert. Vielleicht wirst du auch mit einem überraschten Chef sprechen dem das äußerst peinlich ist, was seine Mitarbeiter da gebastelt haben. Dann könnte glatt noch was draus werden.

    ja, evtl. könnte ich auf so eine Reaktion treffen..........aber die Chance ist heut zu Tage ziemlich gering..... leider.......ich kenne das aus meiner Zeit früher etwas anders........ egal, aber ich glaube ich lass das mit der "Reklamation" Und so wie R.B. schrieb, kommt es ja auch darauf an was damals in Auftrag gegeben bzw. was abgesprochen wurde, evtl. sollte ja nur der Boiler getauscht werden "und wehe es entstehen Mehrkosten, der alte Boiler hat doch auch ohne den Sicherheitsquatsch funktioniert" usw...... solche Kunden gibt es ja auch......Wobei dann die Firma eigentlich in der Pflicht wäre genau so einen Mist eben nicht einzubauen...... aber auch da gibt es ja Unterschiede...... die ihr ja sicher auch kennt......... Somit könnte ich maximal bei der Reklamation die Undichtigkeit auf Gewährleistung gemacht bekommen und dann stellt sich die Frage in welcher Qualität........und für die Sicherheitsgruppe müsste ich dann eh zahlen und wahrscheinlich dann als Trotz noch mehr als wenn ich es gleich von jemanden anderen machen lasse......


    Somit hole ich mir nun Angebote ein und lasse es auf meine Kosten richten und dann habe ich hoffentlich Ruhe und die wenigste Zeit investiert.......

    ch kann mir immer noch nicht vorstellen, dass eine Firma so etwas macht. Steht auf der Rechnung tatsächlich Lieferung und Montage? oder hat die Firma vielleicht nur geliefert?

    doch doch, ist nicht nur geliefert sondern auch eingebaut....... ich habe mal die Rechnung hier hochgeladen und alle Firmendaten weggemacht......... da ich den eigentlichen Auftrag von damals nicht kenne, möchte ich ja auch der Firma nichts schlecht andichten........


    Gruß und noch mal vielen Dank für eure Hilfe und Hinweise
    Andreas