Paneele streichen

  • Ich vermute mal zuerst einen Isoliergrund , um Vergilbung und Inhaltsstoffe des Holzes am durchschlagen zu hindern .
    Ich persönlich würde wahrscheinlich Acryllack nehmen .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Ich vermute mal zuerst einen Isoliergrund , um Vergilbung und Inhaltsstoffe des Holzes am durchschlagen zu hindern .
    Ich persönlich würde wahrscheinlich Acryllack nehmen .

    Jop, ich auch :thumbup: wenn die Decke im Innenbereich ist.
    Wenn's denn Eine draußen wäre, dann Dispersionslack.



    Aber vorsicht, wenn solche Decken mit einem Schichtbildner gestrichen werden, bekommt man sehr oft ziemlich hässliche Risse rein.
    Das kommt daher, dass das Holz vorher (hauptsächlich bei Nut und Federbrettern) im Minimalbereich quellen und schwinden könnte, was man nicht gesehen hat, und wenn es dann lackiert und damit miteinander verklebt ist, reißt oftmals die schwächste Stelle. Und das mitunter ganz schön heftig.

    Gruß Werner :)

  • Aber vorsicht, wenn solche Decken mit einem Schichtbildner gestrichen werden, bekommt man sehr oft ziemlich hässliche Risse rein. Das kommt daher, dass das Holz vorher (hauptsächlich bei Nut und Federbrettern) im Minimalbereich quellen und schwinden könnte, was man nicht gesehen hat, und wenn es dann lackiert und damit miteinander verklebt ist, reißt oftmals die schwächste Stelle. Und das mitunter ganz schön heftig.

    Sehr interessant! Hast Du das schön öfter gesehen? Es würde einen bisher nicht aufgeklärten "Mangel" am Ortgang eines umgebauten Bungalows erklären.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Aber vorsicht, wenn solche Decken mit einem Schichtbildner gestrichen werden,

    Kann ich nur bestätigen. Nachträgliches Streichen mit deckenden Farben ist Mist!

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Sehr interessant! Hast Du das schön öfter gesehen? Es würde einen bisher nicht aufgeklärten "Mangel" am Ortgang eines umgebauten Bungalows erklären.

    Ja, habe ich allerdings schon öfter gesehen.


    Da ist bei einer Zimmerdecke mit 4 - 5 m länge durchaus ein Riss von 5 - 8 mm Breite drin.
    Und den Riss kriegst Du nie in den Griff, weil diese Stelle durch Schwinden und Quellen IMMER in Bewegung bleiben wird.


    Zuverlässig funktionieren würde so etwas nur. wenn "erst" lackiert und "dann" montiert würde.

    Gruß Werner :)

  • Sehr einleuchtend. Danke Sarkas.
    Gesehen habe ich solche Risse im Anstrich schön öfter, aber nur zur Kenntnis genommen, weil sie mich und mein Fachgebiet nicht tangierten.
    Die sind also bei Nut und Feder oder Kasetten gar nicht zu vermeiden, wenn die Beschichtung anderesfarbig als der Untergrund ist.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Die sind also bei Nut und Feder oder Kasetten gar nicht zu vermeiden, wenn die Beschichtung anderesfarbig als der Untergrund ist.

    Nur um Missverständnisse zu vermeiden.
    Ich rede ausschließlich von Vollholz. Und hier geht es im Wesentlichen um Nut- und Federbretter. Und hier wieder eher um Weichholz.
    Vollholzkassetten auch, aber hier spielt die Faserrichtung eine Rolle.
    Kassettendecken (Dekor auf MDF) natürlich nicht.


    Wo das ist, ob auf Decke oder Wand ist egal.


    Der Farbton spielt übrigens überhaupt keine Rolle. Das würde transparent genauso passieren.
    Es geht nur darum, dass hier durch die Kunstharze die Nut mit der Feder verklebt wird und die Spannung auf den schwächsten Punkt der Fläche summiert wird.


    Bei Ölen, Dünnschichtlasuren, Wachsen etc. würde dies mangels Schichtbildner nicht passieren.

    Gruß Werner :)

  • Ah ja, Danke.


    Antwort an den TE müsste also lauten: Decke demontieren, Bretter einzeln behandeln und nach dem Trocknen Decke wieder montieren?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Antwort an den TE müsste also lauten: Decke demontieren, Bretter einzeln behandeln und nach dem Trocknen Decke wieder montieren?

    Theoretisch - ja. :freaky:


    Praktisch heißt das: Lassen wie sie ist, nach dem Lackieren mit einem (oder mehreren) Rissen leben oder eine neue Decke raufmachen.



    PS: Es ist ja gar nicht sicher, dass dieser Supergau passiert! Kann halt sein ...


    Gem. Murphys Gesetzt (Abwandlung) klappt es beim Laien sehr oft und beim Profi gehts öfter in die Hose.

    Gruß Werner :)

  • Streichen lohnt nicht, m2 schicke Paneele in MDF kosten 8 Euro, das Streichen von Kiefernpaneelen dauert länger und kostet mehr - Zudem kriegt man die nie Weiss, da deckende Lacke nach kurzer Zeit beginnen zu reissen.

  • für 8€ /Qm haste die aber noch nicht an der Decke montiert , geschweige denn die alten demontiert und entsorgt .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Teile nur meine Erfahrungen, Kiefer "arbeitet" und harzt gerne aus, so dass man allein aufgrund der Struktur bei deckenden Farbanstrich nach kurzer Zeit seine Freude verliert.


    Bin aber auch kein Freund von gestrichenen Echtholz, damit verliert das Holz seinen Charakter (Geruch, Optik etc.), wer es optisch perfekt haben möchte, ist mit MDF besser beraten.


    Abreissen neu beplanken, ist imho auch schneller - Aber ich tacker die Paneele auch statt zu nageln.
    Davon wurde mir seitens der Experten auch abgeraten - Wunderbar schnell und seit Jahren optisch wie am ersten Tag. :D

  • Um den Trööt noch schnell auf einen Punkt zu bringen.....


    Jeder hat bei dem was er mit seinen Sachen tatsächlich macht, ob richtig oder falsch seine eigene Philosophie. Ist OK!


    Und ich will Dir genauso wenig was einreden, wie ich es bei anderen mache.



    Hier geht es mal nur ums Fachliche.
    Und da ist es einfach nur grundfalsch zu sagen, dass man diese Sachen nicht weiß kriegt und/oder dass sie reißen.


    Fakt ist:
    Z. B. Nut- und Federbretter (zumeist Weichholz)


    - sie harzen faktisch überhaupt nicht (da müsste man beim Kauf schon heftig ins Klo greifen)
    - sie können wunderbar bearbeitet werden
    - man kriegt richtig tolle, deckende, rissfreie Oberflächen


    aber


    sie neigen zu o. g. und beschriebenen, grausamen Rissen

    Gruß Werner :)

  • Nein, wieso?


    Diese Oberflächen bekommt man problemlos hin, aber es kann sein, dass man im Bereich der Feder (an einer schwachen Stelle) einen Riss bekommt.
    Ist bei #8 eigentlich schon ganz verständlich beschrieben.


    Es ist ein Unterschied ob jemand schreibt, dass auf den Oberflächen eine "Lackbeschichtung" reißt, oder ob das "Holz" reißt

    da deckende Lacke nach kurzer Zeit beginnen zu reissen.


    Etz is aber gut - oder? :freaky:

    Gruß Werner :)