Berechnung Einzelfundament Lärmschutzwand

  • Hallo liebes Forum!


    Ich würde mich über eine fachliche Auskunft meines Statikproblems freuen.


    Projekt ist folgendes:


    Es soll eine Lärmschutzwand aus Fertigbetonelemente als Einfriedung gebaut werden.


    Fertigbetonelemente sind längstens 6m lang. Die Höhe der Wand ist 2m. Gewicht kann mit ca. 250kg/m2 angenommen werden.


    Die Betonelemente werden durch HEA160 Träger gehalten. D.h. alle 6 Meter ist ein Träger.


    Jetzt zur Frage:
    Wie tief müssen die HEA160 Träger bzw. das Fundament in den Boden, wenn der Durchmesser für die Bohrung (Fundament) ca. 40-45cm betragen. Die gesamte Bohrung würde mit Beton ausgefüllt werden, also ohne extra Schalung.


    Angenommen wird Windzone 2 und schlechte Bodenverhältnisse (Lehmboden).



    Freue mich über Antworten. Danke.


    lg
    Thomas


  • Einen echten und unterschriebenen Standsicherheitsnachweis benötigst Du sowieso, insofern: Frag den Systemanbieter nach der Systemstatik oder geh gleich zum Statiker Deines Vertrauens.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Wieso passt das nicht? Der H-Träger hat eine Außenmaße von 160x153mm. Passt von dem her in ein Loch mit 450mm Durchmesser.




    sg



  • alles klar, Danke.


    Bohrung und Fundament auf eine Tiefe von 1,5m würde demnach auch nicht funktionieren?


    sg
    Tom

  • nicht funktionieren?

    habe ich nicht geschrieben .


    nur hätte ich aus dem gefühl heraus bei lehmboden schon einige bauchschmerzen .


    sowas steht und fällt (manchmal wörtlich) mit den bodenverhältnissen

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • OK!


    Lehmboden habe ich nur angegeben, weil ich auf Nummer sicher gehen möchte. Die Bodenbeschaffenheit ist grundsätzlich besser als Lehm.


    Die Bodendichte ist ja bei der Statikberechnung in die Formel einzusetzen. Bei Lehm ist der Wert glaube ich 25°.


    sg
    Tom

  • Kann passen, kann nicht passen.


    Wie kommt man auf die Idee, das sowas als Heimwerkerbastelmodus abgehandelt wird?


    Lärmschutzwand, 2m hoch ok, was ist den daneben ? ein Weg?
    Wem gehört die?
    Wer stellt die her?
    Wer verantwortet die?


    ...


    Wer macht den wesentlichen Teil umsonst? :whistling:

    Nachdenken kostet extra!

  • Also mein Haus steht auch noch und es ist sogar selbst gebastelt ;)


    [definition=52,1]Grundstück[/definition] ist Dreieck, 2 Seiten Felder, eine Seite Zufahrtsstraße.
    Warum mache ich sowas: weil 1. ich keine 200 Meter Thujen mehr schneiden möchte 2. weil ich keine neugierigen Blicke in meinen Garten haben möchte 3. weil sonst mein Hund immer auf Tour gehen würde 4. weil ich die Lärmschutzelemente direkt vom Betonwerk beziehen kann und es deswegen eine preiswerte Variante wäre.


    Die Lärmschutzwand würde also mir ganz alleine gehören. Genehmigung von der Gemeinde für die Herstellung habe ich schon.
    Hersteller ist ein Betonwerk, verantworten und aufstellen würde ich es selber.


    Es macht eben für die Planung bzw. Errichtung einen Unterschied, ob ich eine Bohrung mit 4m Tiefe benötige oder nur 1,5m. Oder ob das Fundament mit 50cm Durchmesser aussreicht oder ob man ein Fundament mit 1x1m machen muss. Bei ca. 40 Bohrungen ist es für mich in der Vorplanung wichtig. Sollten sich nämlich die Fundamentierungsarbeiten als zu aufwendig erweisen, würde ich vielleicht eine Andere Lösung für die Einfriedung suchen.




    sg
    Tom

  • Dein Pfosten soll jeweils 12 m² "Segelfläche" halten. Lass es Dir, Deinem Hund und allen, die sonst noch unter den Platten zu liegen kommen könnten wert sein, das Geld für eine vernünftige statische Berechnung in die Hand zu nehmen!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Das wäre mir eine Ecke zu heikel so was Daumen mal Pi zu machen. So ne Wand hat ein gehöriges Gewicht, wenn die umkippt. Da ist dein Hund platt wie ne Briefmarke. Geh lieber zum Statikus, wie oben schon vorgeschlagen! Das ist gut angelegtes Geld.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • ist doch verfahrensfrei (vielleicht, ist ja "Nicht BRD")

    "verfahrensfrei" heißt ausdrücklich nur, dass die Unterlegen nicht der Behörde vorgelegt werden müssen. Erstellt werden müssen sie trotzdem und bereitliegen auch.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • "verfahrensfrei" heißt ausdrücklich nur, dass die Unterlegen nicht der Behörde vorgelegt werden müssen. Erstellt werden müssen sie trotzdem und bereitliegen auch.

    hast du recht. Aber du hast ja von einer Baugenehmigung gesprochen, auf die habe ich mich bezogen.
    Die ist je nach Bauort ggf. überflüssig.

  • Es macht eben für die Planung bzw. Errichtung einen Unterschied, ob ich eine Bohrung mit 4m Tiefe benötige oder nur 1,5m. Oder ob das Fundament mit 50cm Durchmesser aussreicht oder ob man ein Fundament mit 1x1m machen muss. Bei ca. 40 Bohrungen ist es für mich in der Vorplanung wichtig. Sollten sich nämlich die Fundamentierungsarbeiten als zu aufwendig erweisen, würde ich vielleicht eine Andere Lösung für die Einfriedung suchen.

    Deswegen sollst du das ja auch vom Statiker rechnen lassen. Pro Feld sind das ca. 4,6 to, und wenn die fallen machen die alles platt.


    PS: frag mal im Bontonwerk nach, manchmal rechnen die auch sowas.

  • Steht die Lärmschutzwand an / neben einem Verkehrsweg (Bahn, Straße) ?
    In D ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, das die LSW dann in die Kategorie Ingenie Ingenieurbauwerke fällt und dementsprechend zu bemessen ist.


    Gefühlt würde ich schätzen, dass der Schwachpunkt die Einbindestelle des Doppel-T-Profils in das Fundament ist. Die Fundamentgröße könnte - sofern die Profilabmessungen passen und die Bodenkennwerte ausreichend wären, über die Einspanntiefe reguliert werden.


    6m lange Betonelemente, nicht viel dicker las der Profilträger ist auch schon eine Herausforderung, denn es ist davon auszugehen, dass es entweder ein Leichtbeton / Einkornbeton wird ider ein Teil der Wandstärke zum Schallschutz andere Materialeigenschaften haben wird, als der Kernbeton.


    Ohne Statiker: sehr hohes Risiko.
    Empfehlung: geprüfte Statik.
    Kostenanteil an der Gesamtbausumme und verglichen mit dem Risiko: klein.


    Bei einem Standort neben einer Straße muss auf das Thema Korrosionsschutz besonders geachtet werden, weil im Winder mit Sprühnebel gesalzener Fahrwege zu rechnen ist. Dementsprechend muss auch die Betondeckung der Bewehrung in den Betonteilen angepasst werden ( in D nach ZTV-ING). Falls Standort in D: [definition=25,0]DIN[/definition] 1076 beachten.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Zur bautechnischen Seite wurde ja schon etwas geschrieben, jetzt noch ein kurzer Exkurs ins Thema Ästhetik...


    Was ist eigentlich los heute, dass jeder Burgherr Hausherr das Bedürfnis hat, sich hinter solchen hohen Wänden aus irgendeinem wehrhaftem Material zu verschanzen? Die Nachbarn, Vorbeigehende, auch der eigene Blick nach außen, alles wird versperrt und abgeriegelt. Das ist so traurig. Könnte man ja alles noch verstehen neben Autobahn, Müllkippe, Knast, wobei letztere inzwischen teilweise noch einladender wirken als ein durchschnittliches Neubaugebiet.


    Zieht auf nen Hügel, dann könnt ihr eure Feinde schon von weitem sehen und vom Wehrgang aus mit heißem Öl übergießen :thumbsup:


    Falls es jemanden interessiert, hier ein ganz netter Artikel zu dem Thema: Ein unansehnlicher Trend macht sich in Deutschlands Vorgärten breit: Vom Sinn und Unsinn der Splitt- und Schottergärten

  • über den unsinn und vor allem den schaden der durch diesen schotterwahn angerichtet wird , habe ich mich schon einige male ausgelassen ......


    aber eigentlich ist es für die splitter ganz einfach : die umwelt ist mir scheissegal , hauptsache ich bin im trend

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Ich frage mich manchmal, warum bauen solche Leute kein Atriumhaus? Da sind sie von allen Blicken befreit und haben wenigstens, hoffentlich, eine ansehnliche Fassade rundherum.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Atrium finde ich toll, dürfte aber auf den Mini 200m2 Grundstücken nicht mehr viel davon übrig bleiben.
    Ein Atrium mit 2x2m.......gewöhnungsbedürftig. ;)

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    .

  • Wird doch Atriumhaus - nur anders herum.....







    Ich finds ziemlich frech, sowas für lau einzufordern!


    OlgerM: Deshalb sollte nicht so genau darauf eingegangen werden. Unsereins hat dann noch die Haftung für nix an der Backe.

    Nachdenken kostet extra!