Gibt es Risiken bei einer Aufdachmontage eines Terrassendachs?

  • Wir besitzen ein OKAL-Fertighaus und planen unsere Terrasse mit einem ALU-Terrassendach und VSG-Sicherheitsglas (7 m breit, 4 m tief) zu überdachen. Da sich die Terrasse nicht an der Giebelseite unseres Hauses befindet, sondern an der Seite der Dachtraufe , kommt nur eine Aufdachmontage oder alternativ eine freistehende Konstruktion mit Ständern vor der Dachrinne in Frage.


    Grundsätzlich würden wir uns wohl für eine Aufdachmontage entscheiden, bei der Träger an den Dachsparren in der zweiten oder dritten Pfannenreihe des Daches (38 Grad Dachneigung) montiert werden. Entsprechende Angeboten verschiedener Anbieter liegen uns vor.


    Verunsichert wurden wir durch einen weiteren Anbieter. Dieser hat uns vor einer Aufdachmontage gewarnt, da durch das dauerhafte Gewicht, die Stabilität des gesamten Hausdaches darunter leiden würde. Außerdem sind Undichtigkeiten des Daches wahrscheinlich, sodass der Dachstuhl durch Feuchtigkeit und auftretende Fäulnis geschädigt werden könnte. Er plädierte deshalb dafür, dass wir uns für eine freistehende Konstruktion entscheiden sollten, bei der vor der Dachrinne an der Hauswand Pfosten in den Boden einbetoniert werden, die das Terrassendach dann halten sollen. Dadurch sei das Terrassendach dann vom Haus entkoppelt. Diese Lösung ist natürlich teurer, würde sich nach Ansicht dieses Anbieters aber unbedingt bei einem Fertighaus empfehlen.


    Sind die Einwendungen gegen die Aufdachmontage begründet?
    Gibt es Erfahrungen mit einer Aufdachmontage bei einem Fertighaus?
    Welche Dachsparrenhalterungen sind dafür zu empfehlen?
    Was ist sonst zu beachten? (Die in Niedersachsen vorgeschriebene Baugenehmigung im Rahmen eines vereinfachten Baugenehmigungsverfahrens werden wir auf alle Fälle einholen).

  • Hallo HarryVic,


    wie möchte Anbieter 1 denn das Konstrukt im Dach verankern? Übernimmt er die dazu erbringenden Statik, für das Terrassendach als auch für die Veränderung der Statik des Hausdaches? Dazu sollte vor Beauftragung doch etwas besprochen sein? Wie sieht es mit der Detailplanung der Anschlüsse im Dach aus - Bestandteil der Beauftragung?


    Von wann ist das Fertighaus? Handelt es sich um einen üblichen Dachstuhl oder besteht das Tragsystem aus einem Binder-Dachstuhl? Welche Eindeckung liegt auf dem Dach?


    Gruß

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Hatten O..l Häuser nicht Binderdächer? Und selbst wenn nicht. Auf die Sparren wirken bei einer Aufdachmontage 7 m" mehr Winddruck und -sog, Schneelast + das Eigengewicht der Konstruktion zur Hälfte. Das ist kein Pappenstiel.


    Da sollte einer erstmal rechnen. Das sogenannte Bauanzeigeverfahren in Nds verlangt zwar nicht die Nennung des Statikers oder gar eine Statik, deswegen muss die aber totzdem stimmen und dafür bist DU verantwortlich. Jeder Anbieter, der das OHNE Statik anbietet, ist nicht seriös. Wie will der wissen, was er kalkulieren muss, wenn er nicht weiß, was an statischen Maßnahmen nötig ist?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ich finde die "Aufdachmontage " sieht irgendwie Komisch aus .
    Geht denn nicht direkt unter der Dachrinne entlang bis zur Aussenwand ?
    Das sieht meist optisch besser aus , ist aber auch ordentliches Gefummel mir dem Wandanschluß, aber meistens machbar .
    Kalle hat ja das andere zu den Anschlußdetails und der Statik des Dachstuhles schon geschrieben .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Hallo Kalle, vielen Dank für die Hinweise! Das Okal-Fertighaus stammt aus dem Jahr 1983 und hat m. E. einen üblichen Dachstuhl (bin allerdings Laie). Auf dem Dach liegen Frankfurter Betonpfannen.


    Im Angebot des Terrassenanbieters wurde mir zugesichert, dass das Terrassendach den Anforderungen der Schneelastzone 2 genügt und dass mir eine komplette Statik des Herstellers des Terrassendaches zur Verfügung gestellt wird. Außerdem liegt mir die Hauptstatik meines Hauses vor, aus der die statischen 'Berechnungen des Daches hervorgehen. Die Werte sagen mir als Laie allerdings nichts.


    Über die Detailplanung der Anschlüsse habe ich bisher von noch keinem Anbieter Angaben erhalten. Diese haben mir alle nur gesagt, dass dieses schon gehen werde. Für jeden Halter am Dachsparren wurden ca. 60,00 EUR Materialpreis kalkuliert.


    Ich habe sowie vor, eine verbindliche Bestellung zur Lieferung und Montage eines Terrassendaches nur dann zu tätigen, wenn sicher gestellt ist, dass ein Architekt die Gesamtstatik berechnet und überprüft hat. Das Bauamt überprüft im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren sowieso nur , ob ein berechtigter Entwurfsverfasser den Bauantrag unterschrieben hat. Frage: Kann ich mich dann auf das Urteil des Architekten / Entwurfsverfassers / Statikers verlassen? Oder besteht doch die Gefahr, dass Spätschäden im Dach meines Haus wegen der Aufdachmontage des Terrassendachs auftreten können?


    Schöne Grüße
    Harry

  • Wenn das ordentlich ausgeführt wird , dann sollte das zu keinen Schäden kommen ,
    fraglich ist mir nur , wie die Durchführungen , durch die Ziegeln mit den Haltern ,
    von den Anbietern gedacht ist zu lösen .


    Ich würde da auf Formsteine des Ziegelherstellers zurückgreifen , oder das so ähnlich wie Solarhalter ausführen , also überdeckt . Da zweifele ich aber an der Tragfähigkeit des Halters und des darunterliegenden Dachsteines .
    Da kommen schon ordentliche Lasten zusammen .


    @HarryVic Hast Du denn da eine genauere Beschreibung zu den Haltern ?

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  • Danke für die Hinweise!


    Die Halterungen für die Dachsparren wurde mir ungefähr wie in der Anlage beschrieben. Zur Abdichtung auf dem Dach dient Wekaflex.

  • Diese haben mir alle nur gesagt, dass dieses schon gehen werde.

    Verständlich wenn auch alles aber nicht befriedigend. Die Anbieter werden sich natürlich hüten bei einem unverbindlichen Angebot Leistungen erbringen zu wollen die sie am Ende nicht bezahlt bekommen. Dennoch könnte man das Ganze konkretisieren mit einer Beispielhaften Detailzeichnung. Mir persönlich wäre das zu dünne und ich wollte nicht das man die Lösung erst am offenen Herzen heraus finden. Wenn man sie hat, kann man sie ja vorab klar kommunizieren.



    Das Okal-Fertighaus stammt aus dem Jahr 1983 und hat m. E. einen üblichen Dachstuhl (bin allerdings Laie). Auf dem Dach liegen Frankfurter Betonpfannen

    Dann dürften die regensichernden Zusatzmaßnahmen (unterhalb der Eindeckung) tendenziell auch keinen Dienst mehr verrichten. Was mich zum Schluss kommen lässt dass die Anbindung an die Eindeckung noch restriktiver zu erfolgen hat als eh schon notwendig. Ob da 60 Euro pro Stütze reichen? Übersteigt meine Erfahrung. Müsste ich die Einfassung handwerklich herstellen dürften 60 Euro hingegen ziemlich dünne sein.



    Frage: Kann ich mich dann auf das Urteil des Architekten / Entwurfsverfassers / Statikers verlassen? Oder besteht doch die Gefahr, dass Spätschäden im Dach meines Haus wegen der Aufdachmontage des Terrassendachs auftreten können?

    Wenn ein Statiker (Also eher Bauingenieurs-Studium) das rechnerisch abgesegnet hat besteht keine Gefahr was das Tragverhalten anbelangt. Punkte die sich dennoch auftun können wären:


    • Anbindung an die Regensicherheit - Betondachstein. Insbesondere bei aufstauen von Schnee (Eisschanzenbildung!)
    • Reicht VSG wenn vom Hauptdach mit Schneeabgang zu rechnen ist? Bez. welche Glassorte kommt zum Einsatz

    Punkte die je nach Einbindung in das Dach relevant werden können:

    • Welchen Einfluss hat das Terrassendach auf die Hinterlüftung der Eindeckung/ Gib es überhaupt eine?
    • Reicht die vom Hersteller bemessene Entwässerung auch aus, wenn das Hauptdach mit darüber entwässert wird?

    Im Einzelfall also ist die Erfahrung der Firma gefragt um das beantworten zu können. Nun können wir Dir natürlich nicht unser Wissen implantieren, damit eine andere Art der Diskussion möglich wäre - mit den Vertretern. In sofern bist du am Ende auf dein Bauchgefühl verlassen, wem du mehr zu traust oder das bessere Resümee hat. Was man hier allenfalls noch machen kann ist die "Ideen" der Unternehmen auf Sinnhaftigkeit zu prüfen, wie das im Dach nachher aussehen soll (Referenzen?).

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  • ich mag nicht raten: hat einer der "anbieter" fertigungszeichnungen des hauses (ich meine nicht die uralt-genehmigungspläne oder eine statik vom nachbarhaus) gesehen oder bauteilöffnungen vorgenommen?
    wenn nein: diskussion über hüh oder hott bringt nix. fakten!


    das
    "kommt nur eine Aufdachmontage oder alternativ eine freistehende Konstruktion mit Ständern vor der Dachrinne in Frage" bezweifel ich, ohne das objekt zu kennen.
    geh lieber zu einem gscheiten architekten (nicht zu einem malkünstler oder billigwastl) - der muss nichtmal übertrieben viel peilung von statik haben, sollte aber erkennen, ob das, was die herren verkäufer so von sich geben, auch nur ansatzweise haltbar ist.
    wie oben zu sehen: 1 frage - 5 meinungen: weil keiner dein objekt kennt.

  • Die Halterungen für die Dachsparren wurde mir ungefähr wie in der Anlage beschrieben. Zur Abdichtung auf dem Dach dient Wekaflex.

    Ich habs mir schon fast gedacht. Also wird eine Bohle auf die Sparren verschraubt und daran die Halter in Raster X montiert. Dann ist die Verbindung Bohle/Sparren, Halter/Bohle nachzuweisen wie auch den Einfluss auf die vorhandene Statik des Daches


    Wakaflex ;) Wenn man denn schon Wakaflex nimmt, dann doch eher so dass die Fugen oberhalb des Halters verschlossen werden. Im gezeigten Beispiel bezweifel ich Stark dass das Wakaflex unten all zu lange halten wird. Bewegungen sind nicht auszuschließen und werden zum Scheuern führen. Da wäre Blei meiner Meinung nach geeigneter, wenn auch das irgendwann aufgeben wird. Das Bearbeiten des Steines am Fußpunkt ist nicht schön aber bei anderen Einbauteilen ebenfalls erforderlich.


    Was mir Sorgen bereiten würde, hält der Betondachstein unter dem Halter der Belastung stand? Die meisten Dachdecker können ein Lied davon singen, dass dem - bei anderen Einbauteilen - nicht der Fall ist. Im Fall eines Bruches stelle ich es mir schon fast abenteuerlich vor das austauschen zu wollen? Da will wohl keiner erst das Dach demontieren. Auch in der dritten Reihe halte ich das für bedenklich! Warum? Man stelle sich mal vor der DD will die Rinne erneuern. Der darf sich dann um die Halter herum arbeiten, weil er die Steine darunter kaum sauber rausbekommen wird. Auch wenn es nur vereinzelte Steine sind.


    Freistehend scheint mir, auch im Zuge einer Sanierung - die irgendwann anstehen dürfte - als deutlich zielführender. Wenn es ohne Stützen sein soll, als Indachvariante, dann würde ich im Vorwege diesen Detailpunkt sauber lösen lassen. Das gezeigte kann man machen, mein Anspruch wäre es hingegen nicht, wenn es etwas kosten darf.

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  • Danke für die Hinweise!


    Die Halterungen für die Dachsparren wurde mir ungefähr wie in der Anlage beschrieben. Zur Abdichtung auf dem Dach dient Wekaflex.

    Wakaflex ist Dreckzeug , das ist nach 15 Jahren löchrig wie ein Scheuerlappen.
    Ob die Halter die Lasten aufnehmen können bezweifele ich auch ein wenig

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  • Vielen Dank für euren zahlreichen und detaillierten Hinweise. Ich habe also noch einiges dringend abzuklären, bevor ich mich wirklich für eine Aufdachmontage. wenn überhaupt, entscheiden könnte.


    Damit ihr euch besser vorstellen könnt, welches Problem bei der Überdachung unserer Terrasse zu lösen ist, seht ihr in der Anlage ein Bild des Hauses.


    Wie allerdings sinnvoll eine frei stehenden Konstruktion bei unserem Haus aussehen könnte, die nicht nur gefällig aussieht, sondern auch die nachfolgenden Bedingungen erfüllt, ist mir noch nicht richtig klar:


    1. keine Demontage der 6 m langen Kassettenmarkise, die an einem Balken über dem Doppelfenster hängt, weil sich über diesem ein Rolladenkasten befindet,
    2. nach Aufbau eines Terrrassendaches freie Zugänglichkeit zur Dachrinne des Hauses, um später deren Auswechselung, Reparatur und Reinigung zu ermöglichen,
    3. Anschluss des Terrassendaches an das bestehende Gebäude, in der Weise, dass verhindert wird, dass Regenwasser unter die Überdachung läuft und man darunter nicht nass wird


    Habt ihr eine Idee?

  • Habt ihr eine Idee?

    Ideen hätte ich einige aber keine Patentlösung. Nichts was ohne genaue Betrachtung und Planung sofort umzusetzen wäre. Da es für mich je nach Version doch einige Punkte gibt die zu beleuchten wäre. Ich bin da mit @mls und bezweifel das ein Systemanbieter "individuell" kann. Ich bin sicher, dass er sein System anpassen kann und es am Ende ein Ergebnis erzielt wird. Ob das alles deinen Ansprüchen genügt musst du selber entscheiden.


    Ich denke es ist auch immer eine Geldfrage und ein Architekt der sich damit beschäftigen mag muss ja auch erst mal gefunden werden und auch da gibt es ja Kompetenzunterschiede. Ich würde dir nur Abraten dem Systemanbieter eine individuelle Lösung abringen zu wollen. Was man machen kann ist, eine andere Form der Dachhalter zu wünschen - mit natürlich allen statischen Berücksichtigungen die oben schon angesprochen wurden. Wenn der Anbieter das nicht kann, sich ggf. einen Dachdeckerbetrieb suchen der eine probate Lösung der Anbindung liefern kann.


    Mal abseits der Thematik: Forciert ihr noch das Dach machen zu lassen oder sollen das die Erben (?) machen?


    Guten Rutsch!

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  • Jetzt mal so mein Gedankengang, ich weis natürlich nicht ob das ein Systemanbieter so anpassen kann .
    Wenn jetzt das Terrassendach eigenständig auf Stützen steht , und die Sparren hausdachseitig soviel Dachüberstand haben , das diese über die Dachrinne rüberragen , dann oberhalb des T-Daches noch ein Schneefang montiert , das im Winter nicht der Schnee auf die Terrasse rutscht zw Dach und T-Dach hindurch .
    Ist sicherlich auch nicht die TOP-Lösung , habe ich aber auch schon öfters gesehen , und löst zumindest das evtl Statische Problen des Bestandes , da es ja für sich selber steht .
    Die Aussteifung wäre dann noch zu klären .


    Oder eben ein Anschluß mit der Dachhaut ,(Indach) auf Ebene der Dachsteine , dann kann nix zw laufen bei Starkregen , und die Dachrinne am Hausdach benötigst Du da dann auch nicht mehr . Aber das Restliche Wasser muss ja auch weg , und die am T-Dach entsprechend größer werden .
    dann wäre auch 3. gelöst

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  • Ist sicherlich auch nicht die TOP-Lösung , habe ich aber auch schon öfters gesehen , und löst zumindest das evtl Statische Problen des Bestandes , da es ja für sich selber steht .

    Nö. Denn der Schneefang muss ebenfalls statisch nachgewiesen werden. Warum? Nicht dass der Schneefang am Ende in der Kräftekette das stärkere Glied ist und es an anderer Stelle versagt. Es muss aber so ausreichend stark sein, dass der normale "Schneefall" am abrutschen gehindert wird. Macht kein Schwein, ich weiß - muss dennoch dem Kunden übergeben werden. Auch wenn nicht davon auszugehen ist, dass das Dach wegen einem Schneefang einstürzt.

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  • Ich habe auch noch kein Dach wegen eines Schneefanges einstürzen gesehen, aber schon einige zertrümmerte ziegeln unter den Stützen .
    Wo wir dann wieder bei den Systemteilen wären , die dann meist aus Alu sind

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  • Off-Topic:

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  • *hust*
    Wäre es nicht geschickter erstmal die Basis zu klären?
    Das letzte O. Haus wo ich begutachtet habe war paar JAhre älter ca 5 Jahre mehr. und hatte Tonziegel und Binderdachstuhl.
    Ein Graus an sich.....
    Da aber das einzige Bild aber gegen ein Binderdachstahl spricht ist das immer noch fraglich. Also bitte ein Bild.


    Von den Dachsparrenhaltern halte ich nichts. Denn die leiten die Kraft nicht ins Holz, sondern die den Dachstein.


    Wenn das Glasdach bis an Hauseck (auf dem Bild ersichtlich) reicht, dann wäre die beste Wahl eine Einbindung in das bestehende Dach (wurde als Indach hier betitelt).
    Warum? kein problem mit der Entwässerung an der Hausecke. Dafür aber dann zu klären, wo das Ganze Regenwasser hin soll am Ende des Glasdaches.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Bei dem Dach handelt es sich laut vorliegender Statik des Hauses um ein Kehlbalkendach, also nicht um einen Binderdachstuhl. Das Dachgeschoss ist ausgebaut und hat deshalb einen Kniestock. Auf dem Spitzboden, der sich über dem Dachgeschoss befindet, sind die dort sichtbar verbauten Dachsparren sehr dünn (5 cm breit) und weisen im Dach einen Abstand von 120 cm voneinander auf.


    Nach euren Aussagen sind mir mittlerweile erhebliche Zweifel gekommen, ob ich die Aufdachvariante weiter verfolgen soll, selbst wenn noch nicht vorhandene statische Berechnungen zum Terrassendach in Anbindung der Gebäudestatik ergeben sollten, dass ein solches Dach montiert werden könnte. Ich habe die Befürchtung, dass mit Statik nicht garantiert werden kann, dass im Falle eines starken Orkans keine Risse oder sonstige Beschädigungen im Dachstuhl auftreten, die hohe Schäden nach sich ziehen. Außerdem kann wohl auch bei einer Aufdachmontage niemand sicher sagen, dass das Hausdach, so wie es jetzt der Fall ist, absolut dicht bleibt. Genauso wenig weiß ich, ob Sparrenhalterungen, die von den Terrassendachmonteuren verwendet werden, den technischen Ansprüchen genügen. Ich bin eben kein Fachmann. Habe ich die Bedenken der bisherigen Diskussion zur Aufdachmontage richtig zusammengefasst?


    Wie das mit einer "Indach-Montage" aussehen könnte und machbar wäre, habe ich noch nicht verstanden.
    Auch die Notwendigkeit eines Schneefangs, für den Fall, dass die Montage des Terrassendaches auf eigenständigen Stützen eerfolgt, die auf dem Boden der Terrasse senkrecht vor der Dachrinne des Hauses einbetoniert werden, habe ich noch nicht verstanden.

  • Bei dem Dach handelt es sich laut vorliegender Statik des Hauses um ein Kehlbalkendach, also nicht um einen Binderdachstuhl. Das Dachgeschoss ist ausgebaut und hat deshalb einen Kniestock. Auf dem Spitzboden, der sich über dem Dachgeschoss befindet, sind die dort sichtbar verbauten Dachsparren sehr dünn (5 cm breit) und weisen im Dach einen Abstand von 120 cm voneinander auf.

    5cm, das ist das deutliche Anzeichen für den so genannten "Binderdachstuhl". Dann noch der Abstand 120cm...

    Nachdenken kostet extra!

  • dass im Falle eines starken Orkans keine Risse oder sonstige Beschädigungen im Dachstuhl auftreten, die hohe Schäden nach sich ziehen.

    Die Statik wird kaum alle möglichen extremen Wetterbedingungen berücksichtigen können, die da noch in Zukunft auftreten können. Übliche Wetterereignisse sind dort aber abgedeckt. Das kann je nach Windzone auch Orkane mit berücksichtigen.



    Wie das mit einer "Indach-Montage" aussehen könnte und machbar wäre, habe ich noch nicht verstanden.

    Dort wird die Verankerung nicht über einzelne Halter gelöst sondern direkt ins Dach (Tragwerk) eingebaut. Dürfte aber ein vielfaches teurer sein und bedarf natürlich ebenso einer statischen Beurteilung. Bei:


    Dachsparren sehr dünn (5 cm breit) und weisen im Dach einen Abstand von 120 cm voneinander auf.

    Vergiss es lieber und gehe auf eine frei stehende Konstruktion die nur sich selber tragen muss und für die nur eine Statik nötig ist.



    Auch die Notwendigkeit eines Schneefangs

    Es kann notwendig werden! Nicht, das es zwingend erforderlich wäre. Notwendig dann, wenn abgehender Schnee vom Dach die Überdachung beschädigen kann. Scheibenbruch oder z. B. Druckkräfte durch aufstauenden Schnee an der Traufe die gegen die Konstruktion drückt. NDS ist nicht für Schneefall bekannt, es wäre also eher eine Sicherheitskomponente sollte sich die typische Wetterlage mal drehen.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • 5cm, das ist das deutliche Anzeichen für den so genannten "Binderdachstuhl". Dann noch der Abstand 120cm...

    So kenn ich das von dem Hersteller, aber nachdem ich die Dachfenster gesehen hatte = Dach ausgebaut, war ich des Glaubens, es wäre wirklich was Gescheits an Holzkonstuktion.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Bei 5 cm breiten Sparren wird fast jede vernünftige Befestigung schwer. Allein die einzuhaltenden Randabstände der Schruben werden dieses vorhaben scheitern lassen, gerade bei 1,2 m Sparrenabstand. Ich würde mich unter diesen Voraussetzungen wohl für eine freistehende Lösung entscheiden